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krähen

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

krähen

Bd. 11, Sp. 1970
krähen , vom gesang des hahns u. ä. II. Formen und verwandtschaft. I@11) die ältesten formen sind I@1@aa) ahd. chrâjan, chrâwan, chrâan und chrâhan, die sich aus den kärglichen zeugnissen bei Graff 4, 584 leidlich sicher ergeben, d. h. ein stamm krâ, älter wahrscheinlich kra mit der mehrfachen gestaltung wie bei krähe, das zu vergleichen ist. aber es gab vermutlich auch chrâwian (s. 2, e), sicher auch chraian (s. 2, c). vgl. auch das 'chrawon' unter II, 2, a (sp. 1972). I@1@bb) besonders wichtig ist das ags. wort, das starkformig war. denn wie es engl. noch heiszt crow, praet. crew, part. crown, altengl. crowe oder crawe, praet. crew, part. crowe (Stratm. 123), so ags. crâwan, creów Matth. 26, 74, Marc. 14, 68, crâwen (obwol das altnorth. crâwa Matth. 26, 74 vielmehr ein schwaches praet. zu bilden scheint). diesz creów weist aber auf urspr. reduplication, sodasz goth. kraian, praet. kaikrô zu vermuten ist (Leo Meyer in Kuhns zeitschr. 8, 257), wie von saian säen saisô, ags. sâwan seów, ahd. sâjan, sâwan, sâan und sâhan. I@1@cc) das alts. wort ist nicht erhalten. aber auf kraian führt nd. kraien, kreien, auch kreijen, kraigen und kräggen, kregen (diesz im 15. jh. Dief. 256c. 267c, vgl. unter krähe I, 1, b), mnl. craien Eleg. 766, nl. kraajen; vgl. unter krähe I, 1, b. im nord. fehlt das wort, wie krähe in dieser form gleichfalls. I@22) die mhd. und nhd. formen. I@2@aa) mhd. kræjen ergibt sich als urspr. aus dem praet. kræte (wb. 1, 869b) und aus nhd. krähen selbst; es wird aber bald nur kræn geheiszen haben (ein praes. kræ Haupt 8, 277), daher nhd. krAeen Dasyp., Schönsl. u. a., auch geschrieben kreen Dief. 256a: da fieng zu kreen an sein han. H. Sachs 5, 336d. I@2@bb) auch krägen, kregen musz auf kræjen zurückgehn (vergl. unter krähe I, 3, d): stand auf, es ist zeit, die hanen krägen. Keisersberg pred. 69a; do er hort den hanen kregen. 69b. auch md. Dief. 256c (wo es sich dann mit dem nd. kregen 1, c berührt): ehr der hane drei gekreget (: pfleget). Zerbster proc., Haupt 2, 288. das -g erscheint übrigens rein hd. schon im 12. jh. früh, s. u. d zuletzt. I@2@cc) aber gut hd. auch kreien, ganz wie nd., im 15. jh. bei Dief. 256c. 267c kreyen (auch nrh. Teuth. 116a): da kreiten alle die hanen .... nun krei, du falscher han! Uhland volksl. 681; der han den tag ankreit. 600; am morgen bald die hanen kreiten. Wickram bilger bl. 29; sant Peter, der den herren dreimal verleugnet, ee der han zweimal gekreiet. Keisersberg nd. d. m. 19b. Auch das alem. krAeyen bei Frisius, Maaler u. a. wird nicht etwa kræjen, sondern kräien, kreien sein (vgl. unter krähe I, 3, c): wann die henn will kräyen oder propheceien. Garg. 199a (369 Sch.). noch jetzt schweiz. kraien, kreien, s. II, 3; s. aber auch das fränk. krayen u. II, 1, a. es musz schon mhd. kreien, ahd. chraian gegeben haben (s. d zuletzt), letzteres zu dem vermuteten goth. kraian stimmend. I@2@dd) von kreien eig. nicht verschieden ist kreigen, im 15. jh. oberd. Dief. 256c (in der gemma gemm.), noch später alem., fränk. u. a.: wer nit will sitzen by dem wyn tag und nacht, bisz die katzen kreygt oder der morgenluft har weygt (weht). Brant 95, 24; herr, heiszt euch dén han mer kreigen! (die wahrheit sagen). H. Sachs dial. 26, 3. schon im 12. jh. östr. kraigen: ê der han hînat craige. Diemers ged. des 11. 12. jh. 255, 13. das setzt ein kraijen voraus, d. i. kraien mit stark gesprochenem i (s. unter krähe das kreije sp. 1967); vgl. aber auch II, 3, c am ende. I@2@ee) zu dem ahd. chrâwan stellt sich krewen, im 15. jh. in mitteld., wie es scheint rhein. quellen, gracillare Dief. 267c, gallicinare 256c (hier auch kreben), und schon älter md., s. mhd. wb. 1, 869b, 33, erlösung 4426. 4527. auch mhd. kræwen wird nicht fehlen, es müszte aber eig. dahinter ein ahd. chrâwian stehn. s. unter krähe I, 2, g. 3, g die einstimmenden formen. I@2@ff) endlich krähen, das nhd. den sieg davon trug (über den wert der form gilt das über krähe I, 3, m gesagte), erscheint anfangs als krehen voc. inc. teut., Dief. 256c. 267c (oberd. und md.): der han wird nicht krehen, bis du mich dreimal habest verleugnet. Luther Joh. 13, 38; und alsbald krehet der hane. Matth. 26, 74 (in spätern ausg. gewöhnlich kräen), noch jetzt ist die md. aussprache mit ê, nicht æ. krähen aber schon bei Fischart, s. hier unten unter β (wie er kräyen hat I, 2, c), während noch H. Sachs, Stieler krehen schrieben, das noch im 18. jahrh. vorkommt. I@2@gg) erwähnenswert ist auch bair. kräezen, aber auch krähezen, gespr. kráhhzn Schm. 2, 377, also mit reinem h, wie im ahd. chrâhan. aber eigen auch bair., tirol. krânen (vgl.hanenkran 15. jh. unter kräh a. e.), wol an krân krähe angelehnt. I@33) die verwandtschaft. I@3@aa) vor allem tritt hervor die thatsache, dasz krähen in der form mit krähe zusammengeht, wie in der schlieszlichen nhd. festsetzung, so fast in allen seinen schwankungen und wandelungen vorher, bis in unsere vorzeit zurück. man vergleiche nur z. b. ags. crâwan mit crâwe, nd. kreien mit kreie, mhd. kræwen mit krâwe, alem. kräyen im 16. jh. mit kräy ebend., nnl. kraajen mit kraai, bair. krânen mit krân krähe. das sprachgefühl hat also beide entschieden zusammen gehalten, und wie diesz bestätigt dasz die krähe vom geschrei benannt ist, ebenso dasz krähen urspr. nicht auf den hahn beschränkt sein konnte, wie sich denn das unter II, 2 zeigt, ganz entschieden aber unter II, 3. so wird es kein zufall sein, dasz auch das goth. wort für krähen, hrûkjan, ganz nahe zusammentrifft mit einem namen der krähe, ahd. hruoch, ags. hrôc (s. unter krähe sp. 1968 unten). I@3@bb) urverwandt findet sich völlig entsprechend altsl. grajati crocitare (Miklos. 142a); diesem steht gleichbed. grakati und gracati zur seite, die ebenso unserm krächzen und krägeln in der hauptsache entsprechen, wie lat. graculus dohle, groccire krächzen. s. aber auch unter krack krähe am ende. IIII. Bedeutung. II@11) vom hahne, wie es jetzt fast allein gilt (s. aber 2. 3). II@1@aa) im gewöhnlichen sinne, der hahn kräht, s. die beispiele unter I. vom papageien, doch in nahahmung des hahnes: der papagey kan singen, krayen, bellen, lachen, weinen und dergleichen nachahmen. Hohberg 2, 719a. II@1@bb) unter umständen auch trans. (vgl.den tag ankreien unter I, 2, c): noch ehe die hähne das morgenlied krähn. Bürger 33b; und der hahn krähete buttermilch! wunderh. 3, 412; wenn früh des dorfes wecker aus leichtem schlaf uns kräht. Voss 4, 106 (3, 116). II@1@cc) redensarten vom krähen des hahns. man legte dem krähen sinn unter (wie dem gesang der vögel überhaupt, das krähen hiesz auch ausdrücklich der gesang des hahnen). II@1@c@aα) in folgendem ist es als wahrheit verkündend gefaszt: herr, heiszt euch dén han mer kreigen! von mir lit (littet) irs nit! H. Sachs dial. her. v. Köhler 26, 3, so sagt zu einem chorherrn seine köchin, da ihm sein calfactor aus der bibel 'den text gelesen'; vgl. des herausg. nachweise s. 90, z. b. und laszt euch disen han (ein böses weib) mer kreen H. Sachs 1, 481a, auch gleichbed. Kunz, heisz die amschel dir mer singen 3, 3, 6b. so wird das krähen des hahns prophezeien genannt (s. u. I, 2, c), vielleicht nicht blosz mit bezug auf sein verkünden des morgens. II@1@c@bβ) auch sehnsucht nach einem verlorenen drückt es aus: fragt auch niemand (mich) wie es geht, weil kein hahn mehr um mich kräht. schwäb. volksl., Erk liederhort s. 196b, weil auch das nächste hausthier sich nicht mehr um mich kümmert, nach mir verlangt, mich vermisst. diesz vermissen tritt auch im 16. jh. schon deutlich heraus: niemand warnet ihn (den hagestolz) mit trewen, und wann der han tod ist, krähet kein henne nach ihm. Garg. 68b (Sch. 115 kreht), weint ihm keine frau nach, verlangt nach ihm, Fischart kehrte für seinen zweck die redensart um (vgl. nachher unter d), denn der hahn kräht nach der verlorenen henne oder kräht ihr nach; so kreet doch kein han nach mir. H. Sachs 3, 2, 178b. in märchen ist von leuten die rede die man verwünscht 'so tief, dasz kein hahn nach dir kräht!' oder die so tief versinken, dasz kein hahn mehr danach krähte (J. Grimm myth. 904 fg.). II@1@c@gγ) aber auch geschehenes oder beabsichtigtes unrecht, um das sich niemand kümmert, wird mit der redensart bezeichnet, z. b.: wenn er schenket und füllet jederman die hende (bestechend) ... do krehet kein hahn mer nach, ob er schon mit gewalt fert (verfährt) u. s. w. Mathesius Sar. 161a; aber da viel tausend gülden dafür (für den éinen gewonnenen) sind verfaulwitzt, da krehet kein han nach. Luther 6, 147a, hier sind ein unrecht und ein verlust zugleich in frage. ebenso in folg.: wie? wann dich dergleichen kerl ermordeten ... was würde wol für ein haan darnach krähen? wer würde deinen tod rächen? Simpl. 3, 46, 31 Kz.; liegt etwa eine sage zu grunde, dasz ein hahn den kranichen der griechischen sage gleich einen mord verriet? auch in unserer vorzeit kommen vögel so als mordmelder vor, z. b. ein rebhuhn bei Boner 61 (altd. bl. 1, 117), raben in der sage vom heil. Meinrat. noch jetzt wird die redensart, auszer bei einem verluste, fast nur auf solche dinge angewendet, die nicht in der ordnung sind: lesen sie .. Pöllnitz briefe, wie es .. in Deutschland stand. dagegen krähete kein hahn. Herder Adrastea 6, 92. s. auch die beispiele 42, 160 fg. II@1@c@dδ) die freude am stabreime erweiterte die redensart auch so: da kräht weder hund noch hahn darnach, auch weder hund noch huhn, nd. dâ kreiet wêer haun (huhn) noch hâneke nâe. Schambach 112a. II@1@dd) auch hühner nämlich krähen (sonst krägeln, s. d.): ihre zoten seien nur wie die krankheit der hühner wenn sie anfangen zu krähen, ohne gleichwol durch solche stimmübungen die rechte hahnenhaftigkeit zu erringen. Immermann Münchh. 1, 118 (222). ein sprichwort sagt 'dem huhn, das kräht, den hals gedreht!' und ähnlich verwirft es ein spruch des 16. jh. (wieder auf mann und frau angewendet, wie unter c, β): wann die henn will kräyen (kreigen?) oder propheceien, so musz der han schweigen oder o weh schreien. Fischart Garg. 199a (369 Sch.). II@1@ee) Brant läszt eigner weise die katze krähen zur verkündigung des morgens (s. unter I, 2, d). ein bauernspruch sagte: wenn gott wil, so kreget ein axthelm under dem bank, sprechen die bauren. Keisersberg omeisz 32c. II@1@ff) bildlich von menschen, die stolz und sicher thun und einem krähenden hahne verglichen werden: jetzt hast du gut krähen, aber sinn, was ich gesagt. Gotthelf 13, 213 (geld u. geist 222); was krähst du mir und thust so grosz: 'hab ich doch ein köstlich liebchen!' Göthe 2, 274. II@22) von andern vögeln, auch von menschen. II@2@aa) von krähen, dohlen: kräen (krajen) cornicari Schottel 1350, groccire Kirsch, krähen Stieler 1022, und das findet sich noch jetzt): es umkrähen ja rings mit hasz ihn unzählige dohlen. Droysen Aristoph. 2, 400; er hört, schon kann er nicht mehr sehn, die nahen stimmen furchtbar krähn. Schiller 58a von kranichen. und das ist nicht erst vom hahne entlehnt. Schottel unterscheidet sogar das kräen für krächzen vom krähen, krehen des hahns, und von krähen, raben galt auch nl. kraeyen Kil. 259b, und schon ags. crâwan. auch ahd. 'crauu garrio' (für chrâwu) Graff 4, 584 bezeugt den gebrauch von andern vögeln, während chrawôn gratitare (schnattern) das. sogar eine nebenform anderer bildung zeigt. also umgekehrt das krähen des hahns ist nur eine einzelne anwendung des gesamtbegriffes. II@2@bb) von menschenstimmen. II@2@b@aα) freilich auch in entlehnung vom krähen des hahns, z. b. von schlechtem gesange, schon mhd.: ich bin ein sündic Almân und kræ dîn (Mariens) lop alsam ein han, der sich des tages wil enstân (ihn wittert). Haupt 8, 277; aber die lînîn gwand tuont nægen (fabrikarbeiterinnen), die tuond singen unde krægen (bei der arbeit). des teufels netz 12033; gram, sorg und grillen sind ihm spott, er fühlt sich frei und froh, und kräht vergnügt in seinem gott in dulci jubilo. Bürger 115b, var. v. 1789. vom soprangesange der castraten (vergl. das krähen der henne 1, d): ein solcher Italiäner (als kirchensänger) tritt denn um geld und gewinns willen in unsere versammlung und krehet etwas daher, so närrisch als es ihm einfället. Chr. Gerber unerk. sünden 1061; mit mächtgem trillern einen hämmling hört ich krähn. Prutz pol. wochenst. 64. II@2@b@bβ) von freudigem kreischen, jauchzen, das gleichfalls an das krähen des hahns erinnert: sagt mir an, was schmunzelt ihr? schiebt ihrs auf das kirmesbier, dasz ich so vor freuden krähe und auf einem bein mich drehe? Voss 1825 3, 96, und wenn sie nunmehr (beim kindtaufschmaus) betrunken sind, so fangen sie an zu 'krähen', welches denn auch wol in den straszen auf dem wege bis zu des kindes heimat geschieht, und wenn die weiber nicht gekräht haben, vermeinen sie nicht recht wol kindtauf gehalten zu haben. Joh. Buchel vom maifeld, bei Schmitz Eifel 1, 64. II@2@b@gγ) aber auch schreien, kreischen vor angst u. ä.: nach mehr als einem fehlgeschlagenen versuch fängt unser held sehr kläglich an zu krähen. Wieland Musarion (1768) 79 (Apollo) fährt zürnend auf und kräht. werke 5, 188; er hat gott gelästert, krähete die alte Bertilia. Thümmel (1811) 4, 34; die betrunkenen männer giengen mit messern auf einander los ... die weiber krähten. Kinkel erzählungen 181. II@2@b@dδ) so bleibt auch hier der grelle hohe klang als kern des begriffes, aus dem eben auch das hahnenkrähen hervorgieng. bairisch heiszt kräen heiser reden oder singen, tirol. krân widerlich singen, verächtlich für rufen, sprechen. daher auch vom eselschrei: dasz just Silens grauschimmel drein gekrähet, war sehr viel glück für sie. Wieland 5, 184. II@33) ganz im alten verhältnis steht noch jetzt II@3@aa) das schweiz. kraien, kreien; wie das der form nach die wahrscheinlich älteste gestalt fortführt (s. I, 2, c a. e.), so gilt es noch nicht nur vom hahn, sondern für schreien überhaupt, wie das subst. dazu krai m. n. (s. krei), s. Stald. 2, 126. aus Appenzell gibt es Tobler 118a als laut, vorlaut reden, aus St. Gallen als weinen (wie schreien, kreischen auch). ebenso auch elsäss., daher bei Keisersberg oft kregen vom predigen, als derbes volkswort, s. auch unter kräher. II@3@bb) aber auch nd. kreien, nnl. kraaien, wie sie in der form zu der schweiz. stimmen, bedeuten ebenso auch noch schreien überhaupt, nl. z. b. oproer kraaien, nd. z. b. im brem. wb. 2, 867. II@3@cc) das aber läszt einen an schreien denken, ahd. freilich scrîan. aber neben dem stamme kra (I, 1, a) ist doch auch ein stamm krî wahrscheinlich nach mhd. krîe kranich neben ahd. chreia (s. krei); erweitert erscheint er in kreischen, kreisten, kreiszen, alle mit urspr. î. da wäre denn aber für kreien als urform auch ablautendes krai-jan möglich (s. u. I, 2, d) statt oder neben kra-jan, und entschieden dafür spricht eine form krait m. neben krât hahnenschrei (s. unter kraht).
14951 Zeichen · 432 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Krähen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Krähen , verb. reg. act. et neutr. welches im letztern Falle das Hülfswort haben erfordert, und ehedem schreyen überhaup…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    krähen

    Goethe-Wörterbuch

    krähen wiederholt subst (auch synkopiert ‘Krähn’) a vom Hahn; weit überwiegend als morgendlicher (Weck-)Ruf, auch sinnbi…

  3. modern
    Dialekt
    krähenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    krähen schw. : 1. a. von der Stimme des Hahnes, krähe (grēə) [fast allg., auch Penns Don Gal Buch Rußl], (grEə) [ ZW-Bec…

  4. Sprichwörter
    Krähen

    Wander (Sprichwörter)

    Krähen 1. Man muss nicht zu früh krähen. Nicht jubeln vor der Zeit; erst den Ausgang der Sache abwarten. 2. Nymer mehr k…

  5. Spezial
    krähen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    krä|hen vb.intr. 1 cianté (-ta), scraié (scraia) 2 (kreischen) gracedé (-dëia). ▬ der Hahn kräht le ial cianta.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kraehen

72 Bildungen · 68 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von kraehen 2 Komponenten

kra+ehen

kraehen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kraehen‑ als Erstglied (30 von 68)

Kräh(en)acker

PfWB

kraehen·acker

Kräh(en)-acker m. : FlN, amtl. Krähenacker [ KB-Eisbg ]; vgl. Kräh(en)brunnen, -stein . —

Krähenapp

RhWB

kraehe·napp

Krähen-app -ę·i.ənap Mettm-Gruiten , Düss-Erkr , Ess-Dellwig ; -nęp Mettm-Vohwinkel , Duisb , Ruhrort , Ess-Werden , Mörs-Gerdt Neuk ; -øp G…

Krähenauen

LothWB

kraehe·nauen

Krähen-aue n [khræənauə Fo. Pü. u. s; krǽno Bo. ; kræau Gelm.; grênauə Pfb. ; kréənáən D. Si. ] pl. Hühneraugen, Leichdorne: ich han K., das…

Krähenaug

ElsWB

kraehen·aug

Krä h enaug [Kránàik NBreis. ; –ài Bebelnh. ; Krájənœi Barr ; Krájənœy K. Z. ; Krǽjənaù Str. Lützelstn. ; Krájənai Wörth ; Krænənæi Lorenzen…

krähenauge

DWB

kraehen·auge

krähenauge , f. 1 1) wie hühnerauge, leichdorn ( Frisch ): kreenaug, clavus. Dasyp. 367 d ; weinrauten grün gestoszen und wie ein pflaster ü…

Krähenaugen

Meyers

kraehen·augen

Krähenaugen ( Brechnüsse ), s. Strychnos nux vomica , Text zur Tafel »Arzneipflanzen II« , Fig. 8.

Krähenaugenfuß

PfWB

kraehenaugen·fuss

Krähenaugen-fuß m. : 'Fuß mit schmerzhaften Hornhautbildungen', Krähnaagefieß [ FR-Tiefth ]. — Der erste Wortteil zu Krähenauge 1.

Kräh(en)bach

PfWB

kraehen·bach

Kräh(en)-bach f. : FlN, amtl. Krehbach [ KL-Morlt ]; a. 1432-1462: In der hindersten Creenbach [GGA 58m, Bl. 22 (ebd.)]; a. 1601: Krehenbach…

krähenbeere

DWB

kraehen·beere

krähenbeere , f. empetrum nigrum, heide mit schwarzen beeren, dän. kragebär, krekling, engl. crakeberry, crowberry. vgl. krähenauge 3.

krähenbein

DWB

kraehen·bein

krähenbein , n. neun auf croenpein, der kan ich ausz der moszen vil. fastn. sp. 584 , ein fluch?

Kräh(en)born

PfWB

kraehen·born

Kräh(en)-born m. : FlN, amtl. Krähenborn [ ZW-Nd'aub KL-Morlt ]; vgl. Krähenbach , -berg 1. a. 1565: Kreenborn [HanLicht. 158 (PS-Herschbg)]…

Kräh(en)brunnen

PfWB

kraehen·brunnen

Kräh(en)-brunnen m. : FlN, amtl. Krähenbrunnen [ KB-Eisbg ], Kräh- [ HB-Altstdt ]; vgl. Krähenacker , -stein . a. 1607: untig dem Kreenbrunn…

Krähenbusch

RhWB

kraehen·busch

Krähen-busch -·ə.nəmbš Kemp ; -Eiənboš Mörs m.: Saatkrähenkolonie, Kr.wäldchen.

Krähenei

RhWB

kraehe·nei

Krähen-ei n.: 1. wie nhd. Allg. — 2. übertr. verächtl. kleines Hühnerei Schleid-Hellenth .

Krähenfänger

RhWB

kraehen·faenger

Krähen-fänger -Eiə- Mörs-Rheinbg Xanten m.: in der RA.: Et es noch fruw Dags (früh am Tage), sei de Kr., du ging de Sonn onder.

Krähenfahne

RhWB

kraehen·fahne

Krähen-fahne -·ə.fā:n Eusk-Enzen ; -:nəvā:nt Bergh-Blatzh f.: Vogelscheuche auf dem Felde.

Krähenfüße

Pfeifer_etym

krähen Vb. ‘gellende Schreie von sich geben’ (besonders vom Hahn), übertragen ‘unschön singen, sprechen’, auch (vom Säugling) ‘vergnügt schr…

Krähenfuß

Campe

kraehen·fuss

Der Krähenfuß , des — es, Mz. die — füße , der Fuß einer Krähe. Uneigentlich belegt man mit diesem Namen 1) Schlecht geschriebene, krüppelic…

krähenfusz

DWB

krähenfusz , m. 1 1) im genauen sinne, fusz einer krähe: ( wie ) mit einem krähenfusz geschrieben ..... die hand die diesz gekratzt. Wieland…

krähengeschrei

DWB

kraehen·geschrei

krähengeschrei , n. gekrächz der krähen. bei Herder Adrast. 5, 297 : ohngeachtet des wilden krähgeschreies über diese sprache und dichtkunst…

kraehen als Zweitglied (3 von 3)

auskrähen

DWB

aus·kraehen

auskrähen , canendo evulgare, canendi finem facere: Minervens muntrer hahn kräht oft den morgen aus. Günther; fehlgüsse lachten wir, der hof…

bekrähen

DWB

bekrähen , cantando nuntiare: der hahn fieng an stolz seinen sieg zu bekrähen. Lokman fab. 35.

Hühnerkrähen

Wander

huhn·er·kraehen

Hühnerkrähen Hühnerkrähen und Mädchenjauchzen lautet nicht schön. ( Passau. ) Lat. : Bellum haud quaquam lacrymosum. ( Philippi, I, 56. )

Ableitungen von kraehen (1 von 1)

bekrähen

DWB

bekrähen , cantando nuntiare: der hahn fieng an stolz seinen sieg zu bekrähen. Lokman fab. 35.