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Keil

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
22 in 18 Wb.
Sprachstufen
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54

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Keil

Bd. 10, Sp. 810
Keil, ein dreiseitiges Prisma a bc (Fig. 1), das mit einer Kante c (Schneide, Schärfe) zwischen zwei Körper A und B dringt, um diese vermittelst einer auf dem Rücken ab (Kopf) zur Wirkung kommenden Kraft K voneinander zu entfernen. Hierbei zerlegt sich die Kraft K nach dem »Parallelogramm der Kräfte« (s. d.) in die zwei Seitenkräfte N und N, die um so größer werden, je kleiner der Winkel bei a, also je schärfer der Keil ist. Infolgedessen lassen sich mit einem Keil sehr große Drücke auf die zwei Körper A und B ausüben, die sich an die Keilseiten oder Flanken anlegen. Diesen Eigenschaften verdankt der K. seine zahlreichen Anwendungsformen. Er ist die Grundlage aller spaltenden und schneidenden Werkzeuge (Axt, Beil, Meißel, Messer etc.), auch gehört er zu den wichtigsten Maschinenteilen, da er ein vorzügliches Mittel zur Verbindung einzelner Teile abgibt, z. B. zur Befestigung von Rädern auf Wellen durch Eintreiben in Nuten auf der Welle und in der Nabe (Keilnuten), zur Vereinigung zweier Stangen A und B (Fig. 2 a) mit entsprechenden Schlitzen und Keil C (Querken), zur Verbindung zweier Teile A und B (Fig. 25) mittels Bolzen D und Keil C (Vorsteckkeil). Hierher gehört auch die nach einem Ende verjüngte Büchse C (Fig. 2 c), die als Hohlkeil oder Schloß die Stangenenden A und B zusammenhält. Der K. dient ferner zum Heben und Verschieben schwerer Gegenstände auf kleine Höhen oder Entfernungen, sowie überhaupt zu kleinen Bewegungen, z. B. an Meßwerkzeugen, zum Nachstellen an Lagern, zum Schließen der Buchdruckform etc. in Keilpressen (s. Presse). Befestigungskeile erhalten zum Zwecke des Ausziehens sogen. Nasen und vielfach zur Verhinderung des Lockerwerdens Keilsicherungen, z. B. Vorsteckstifte oder Schrauben. Eine besonders häufige Verwendung findet die Keilsicherung Fig. 3, bei welcher der die beiden Teile A und B zusammenhaltende Keil C mittels der Schraube s, die durch die Zulage i i geht, angezogen und gesichert wird.
1962 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    keilstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    keil stm. s. kil, s. kîl.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Keil

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Keil , des -es, plur. die -e, Diminut. das Keilchen, ein Wort, welches 1) in seiner weitesten und vielleicht eigentl…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Keil

    Goethe-Wörterbuch

    Keil 1 Werkzeug (aus Eisen od Holz) mit spitz zulaufender Kante zum Spalten, Festklemmen oä; öfter im (Form-)Vergl, beso…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Keil

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Keil , einfaches Werkzeug von prismatischer Form, wird in die Seitenwände eines Körpers getrieben, um denselben durch Dr…

  5. modern
    Dialekt
    Keil

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Keil [Khail Felleri. Obhergh. ] m. Holzkeil; n. ein tüchtiges Stück Brot. — Bayer. 1, 1235.

  6. Sprichwörter
    Keil

    Wander (Sprichwörter)

    Keil 1. Auf einen groben Keil gehört ein grober Schlägel. – Kehrein, VII, 109. 2. Der Keil geht, wohin ihn der Schlägel …

  7. Spezial
    Keil

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Keil m. (-[e]s,-e) 1 (zum Spalten von Holz) cone (coni) m. 2 ‹arch› (Schlussstein) cone (dl ôt) m. , tle dl ôt f. ▬ von …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit keil

131 Bildungen · 118 Erstglied · 9 Zweitglied · 4 Ableitungen

keil‑ als Erstglied (30 von 118)

Keilaas

SHW

Keil-aas Band 3, Spalte 1237-1238

Keilaxt

SHW

Keil-axt Band 3, Spalte 1237-1238

Keileisen

SHW

Keil-eisen Band 3, Spalte 1237-1238

Keilhacke

SHW

Keil-hacke Band 3, Spalte 1239-1240

Keilhaue

SHW

Keil-haue Band 3, Spalte 1239-1240

Keilholz

SHW

Keil-holz Band 3, Spalte 1239-1240

Keilkopf

SHW

Keil-kopf Band 3, Spalte 1239-1240

Keilloch

SHW

Keil-loch Band 3, Spalte 1239-1240

Keilnase

SHW

Keil-nase Band 3, Spalte 1239-1240

Keilspaten

SHW

Keil-spaten Band 3, Spalte 1239-1240

Keilstift

SHW

Keil-stift Band 3, Spalte 1239-1240

Keilstrich

SHW

Keil-strich Band 3, Spalte 1239-1240

keilbein

DWB

keil·bein

keilbein , n. cuneiforme os. Henisch 261 , in der anatomie name mehrerer knochen, welche gleichsam die stellung von keilen haben, so das gru…

Keilbeinfortsatz

Campe

keilbein·fortsatz

Der Keilbeinfortsatz , des — es, Mz. die — sätze , in der Zergliederungskunst, ein Fortsatz der Wangenbeine, welcher hinter dem Stirnfortsat…

keilberg

DWB

keil·berg

keilberg , m. im bergbau, gestein in keilform, das entsteht, wo sich ein gang in zwei trümmer oder arme theilt, auch sohlberg: wo ganze keil…

Keilbodem

RhWB

keil·bodem

Keil-bodem Daun-Wiesbaum m.: harter, feste Schollen bildender Ackerboden aus Kleierde.

Keilbogen

RhWB

keil·bogen

Keil-bogen -b·ə.x Heinsb-Hilfarth , Erk-Elmpt , Kemp-Amern Dülken Dornbusch SPeter , Geld-Hinsbeck ; kilə- Mörs-Rheinbg ; kiləm- Geld-Aldek…

Keilbruder

RhWB

keil·bruder

Keil-bruder -brō·ə.r MGladb m.: ein Mitglied der Schützengesellschaft (veralt.).

keilchen

DWB

keil·chen

keilchen , n. cuneolus Stieler 909 , der auch keilelein n. ansetzt; keilichen Steinbach.

keil als Zweitglied (9 von 9)

donnerkeil

DWB

donner·keil

donnerkeil , m. tonitrui cuneus wie donneraxt. 1 1. ein zugespitzter keilförmiger stein, wie man ihn zuweilen auf äckern findet; das volk gl…

mastkeil

DWB

mast·keil

mastkeil , m. : mastkeile, enden von mastwangen, die dazu dienen, die schiffe zu füttern, damit die bäume nicht zu weit abstehen. Jacobsson …

nasenkeil

DWB

nasen·keil

nasenkeil , m. , bergmännisch: ein stück eisen, so im stichofen über der forme eingemauert wird, desgleichen eine erhabenheit von kohlgestüb…

richtkeil

DWB

richt·keil

richtkeil , m. technischer ausdruck der artillerie, keil von holz, den man der kanone unterlegt, um sie zu richten ( auf das ziel einzustell…

Schúßkeil

Adelung

schuss·keil

Der Schúßkeil , des -es, plur. die -e, in der Geschützkunst, ein Nahme des Richtkeiles, weil die Kanonen damit zum Schusse gerichtet werden.

spaltkeil

DWB

spalt·keil

spaltkeil , m. keil zum spalten eines stammes; im bergbau auch die axt zum spalten, securis fossorum in fodinis. Frisch 2, 289 b . Jacobsson…

stellkeil

DWB

stell·keil

stellkeil , m. 1) richtkeil, coin de mire Fäsch (1735) 717 b ; ' diente ehemals zu dem richten der geschütze und ist gegenwärtig ... durch d…

Stōßkeil

Adelung

stoss·keil

Der Stōßkeil , des -es, plur. die -e, eben daselbst, Keile, welche zwischen die Streckblöcke und den Kiel gestoßen werden, wenn ein Schiff v…

zapfenkeil

DWB

zapfen·keil

-keil , m. , buchener keil, womit der krummzapfen in der welle verkeilt wird, bergmänn. wb. (1778) 611, Poppe , Blumhof 4, 656 , Mozin , Ade…

Ableitungen von keil (4 von 4)

bekeilen

DWB

bekeilen , cuneis instruere. bekeilt heiszt auch betrunken.

keile

DWB

keile , pl. prügel, schläge, s. keilen 4, c.

verkeilen

DWB

verkeilen , verb. 1 1) mittels eines keiles befestigen, mhd. verkîlen. nhd. einen balcken verkeilen, cuneis adactis trabem firmare. Steinbac…

zerkeilen

DWB

zerkeilen , verb. , durch einen eingetriebenen keil zertheilen; cuneis findere, in diversas partes dissolvere Stieler 909 ; frei einen strah…