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Keil

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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22 in 18 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Keil Der

Bd. 2, Sp. 909a
Der Keil, des — es, Mz. die — e; Verkleinungsw. das Keilchen, des — s, d. Mz. w. d. Ez. überhaupt, ein langer oder länglicher und schmaler Körper, welcher nach dem einen Ende schmäler und dünner wird. Ein Keil Brot, ein Stück Brot, welches nach dem breiten Ende zu dünner ist, als hinten an der Rinde. So auch, ein Keil Butter; in manchen Gegenden, ein Keidel. I Bergbaue ist ein Keil, eine Ader Erz oder Stein, welche spitz zuläuft, und im gemeinen Leben, jede spitz zulaufende Fläche, die sich zwischen andern hinziehet, z. B. ein solches Stück Feld, Wiese, Wald  Eben so heißt an den Strümpfen der in eine Spitze zu beiden Seiten über den Füßlingen auslaufende, bei den Landleuten oft bunte Theil, ein Keil, oder ein Zwickel, wenn er oben an der Spitze noch eine Verzierung hat, so daß er einem Kreuze gleicht  I engerer Bedeutung ist der Keil ein viereckiger, in Verhältniß seiner Breite und Dicke gewöhnlicher langer Körper, der sich nach dem einen Ende in eine gerade Schärfe oder auch in eine Spitze verlieret, und welcher besonders dient, zwischen andere Körper geschlagen zu werden, um etwas damit fest zu treiben, oder, um es zu spalten (Cuneus). Ein hölzerner, eiserner Keil. Etwas mit Keilen befestigen. Einen Keil einschlagen, eintreiben. Holz mit Keilen spalten. Х Ein Keil treibt den andern, eine Sache hilft der andern ähnlichen vorwärts. Х Auf einen harten Ast (Knorren) gehört ein harter Keil, jede Person oder Sache muß ihrer Eigenthümlichkeit gemäß behandelt werden; besonders, ein harter, grober Mensch muß eben so behandelt werden. I der Größenlehre werden auch Äxte, mancherlei Schneidewerkzeuge und selbst viereckige Nägel wegen ihrer Gestalt und Wirkung Keile genannt. Uneigentlich heißen in der Baukunst die Schlußsteine in Gewölben oder Bogen wegen einiger Ähnlichkeit auch Keile. I der Naturbeschreibung führt eine Art Stumpfmuschel auf Tranquebar ebenfalls den Namen Keil (Donax cuneata).
1932 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    keilstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    keil stm. s. kil, s. kîl.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Keil

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Keil , des -es, plur. die -e, Diminut. das Keilchen, ein Wort, welches 1) in seiner weitesten und vielleicht eigentl…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Keil

    Goethe-Wörterbuch

    Keil 1 Werkzeug (aus Eisen od Holz) mit spitz zulaufender Kante zum Spalten, Festklemmen oä; öfter im (Form-)Vergl, beso…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Keil

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Keil , einfaches Werkzeug von prismatischer Form, wird in die Seitenwände eines Körpers getrieben, um denselben durch Dr…

  5. modern
    Dialekt
    Keil

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Keil [Khail Felleri. Obhergh. ] m. Holzkeil; n. ein tüchtiges Stück Brot. — Bayer. 1, 1235.

  6. Sprichwörter
    Keil

    Wander (Sprichwörter)

    Keil 1. Auf einen groben Keil gehört ein grober Schlägel. – Kehrein, VII, 109. 2. Der Keil geht, wohin ihn der Schlägel …

  7. Spezial
    Keil

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Keil m. (-[e]s,-e) 1 (zum Spalten von Holz) cone (coni) m. 2 ‹arch› (Schlussstein) cone (dl ôt) m. , tle dl ôt f. ▬ von …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit keil

131 Bildungen · 118 Erstglied · 9 Zweitglied · 4 Ableitungen

keil‑ als Erstglied (30 von 118)

Keilaas

SHW

Keil-aas Band 3, Spalte 1237-1238

Keilaxt

SHW

Keil-axt Band 3, Spalte 1237-1238

Keileisen

SHW

Keil-eisen Band 3, Spalte 1237-1238

Keilhacke

SHW

Keil-hacke Band 3, Spalte 1239-1240

Keilhaue

SHW

Keil-haue Band 3, Spalte 1239-1240

Keilholz

SHW

Keil-holz Band 3, Spalte 1239-1240

Keilkopf

SHW

Keil-kopf Band 3, Spalte 1239-1240

Keilloch

SHW

Keil-loch Band 3, Spalte 1239-1240

Keilnase

SHW

Keil-nase Band 3, Spalte 1239-1240

Keilspaten

SHW

Keil-spaten Band 3, Spalte 1239-1240

Keilstift

SHW

Keil-stift Band 3, Spalte 1239-1240

Keilstrich

SHW

Keil-strich Band 3, Spalte 1239-1240

keilbein

DWB

keil·bein

keilbein , n. cuneiforme os. Henisch 261 , in der anatomie name mehrerer knochen, welche gleichsam die stellung von keilen haben, so das gru…

Keilbeinfortsatz

Campe

keilbein·fortsatz

Der Keilbeinfortsatz , des — es, Mz. die — sätze , in der Zergliederungskunst, ein Fortsatz der Wangenbeine, welcher hinter dem Stirnfortsat…

keilberg

DWB

keil·berg

keilberg , m. im bergbau, gestein in keilform, das entsteht, wo sich ein gang in zwei trümmer oder arme theilt, auch sohlberg: wo ganze keil…

Keilbodem

RhWB

keil·bodem

Keil-bodem Daun-Wiesbaum m.: harter, feste Schollen bildender Ackerboden aus Kleierde.

Keilbogen

RhWB

keil·bogen

Keil-bogen -b·ə.x Heinsb-Hilfarth , Erk-Elmpt , Kemp-Amern Dülken Dornbusch SPeter , Geld-Hinsbeck ; kilə- Mörs-Rheinbg ; kiləm- Geld-Aldek…

Keilbruder

RhWB

keil·bruder

Keil-bruder -brō·ə.r MGladb m.: ein Mitglied der Schützengesellschaft (veralt.).

keilchen

DWB

keil·chen

keilchen , n. cuneolus Stieler 909 , der auch keilelein n. ansetzt; keilichen Steinbach.

keil als Zweitglied (9 von 9)

donnerkeil

DWB

donner·keil

donnerkeil , m. tonitrui cuneus wie donneraxt. 1 1. ein zugespitzter keilförmiger stein, wie man ihn zuweilen auf äckern findet; das volk gl…

mastkeil

DWB

mast·keil

mastkeil , m. : mastkeile, enden von mastwangen, die dazu dienen, die schiffe zu füttern, damit die bäume nicht zu weit abstehen. Jacobsson …

nasenkeil

DWB

nasen·keil

nasenkeil , m. , bergmännisch: ein stück eisen, so im stichofen über der forme eingemauert wird, desgleichen eine erhabenheit von kohlgestüb…

richtkeil

DWB

richt·keil

richtkeil , m. technischer ausdruck der artillerie, keil von holz, den man der kanone unterlegt, um sie zu richten ( auf das ziel einzustell…

Schúßkeil

Adelung

schuss·keil

Der Schúßkeil , des -es, plur. die -e, in der Geschützkunst, ein Nahme des Richtkeiles, weil die Kanonen damit zum Schusse gerichtet werden.

spaltkeil

DWB

spalt·keil

spaltkeil , m. keil zum spalten eines stammes; im bergbau auch die axt zum spalten, securis fossorum in fodinis. Frisch 2, 289 b . Jacobsson…

stellkeil

DWB

stell·keil

stellkeil , m. 1) richtkeil, coin de mire Fäsch (1735) 717 b ; ' diente ehemals zu dem richten der geschütze und ist gegenwärtig ... durch d…

Stōßkeil

Adelung

stoss·keil

Der Stōßkeil , des -es, plur. die -e, eben daselbst, Keile, welche zwischen die Streckblöcke und den Kiel gestoßen werden, wenn ein Schiff v…

zapfenkeil

DWB

zapfen·keil

-keil , m. , buchener keil, womit der krummzapfen in der welle verkeilt wird, bergmänn. wb. (1778) 611, Poppe , Blumhof 4, 656 , Mozin , Ade…

Ableitungen von keil (4 von 4)

bekeilen

DWB

bekeilen , cuneis instruere. bekeilt heiszt auch betrunken.

keile

DWB

keile , pl. prügel, schläge, s. keilen 4, c.

verkeilen

DWB

verkeilen , verb. 1 1) mittels eines keiles befestigen, mhd. verkîlen. nhd. einen balcken verkeilen, cuneis adactis trabem firmare. Steinbac…

zerkeilen

DWB

zerkeilen , verb. , durch einen eingetriebenen keil zertheilen; cuneis findere, in diversas partes dissolvere Stieler 909 ; frei einen strah…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „keil". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/keil/campe?formid=K01439
MLA
Cotta, Marcel. „keil". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/keil/campe?formid=K01439. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „keil". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/keil/campe?formid=K01439.
BibTeX
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  urldate      = {2026-05-15},
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