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hafen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

hafen m.

Bd. 10, Sp. 120
hafen, m. geschirr, topf, ahd. hafan, havan, havin, habin, mhd. hafen (plur. häfene Nib. 117, 6 Zarncke) und haven (Berthold 483, 20). das wort ist wesentlich nur ein oberdeutsches (Luther verwendet es nicht, dafür töpfen, doch vergl. unten bei hafner), aber es findet sich auch über Süddeutschland hinaus in verengtem sinne; so in der gewerbesprache der glashütten, wo es den schmelztiegel bezeichnet, Jacobsson 2, 184, sogar in Mecklenburg und Pommern, wo man darunter ein gläsernes gefäsz versteht, in dem milch zum rahmen aufbewahrt wird (vergl. Dähnert 179b). vergl.hebe, hewe im Lippischen ein milchgefäsz. Frommann 6, 211. Die grundbedeutung ist nach dem zu haben sp. 46. 50 entwickelten wol behälter, gefäsz im allgemeinsten sinne, so dasz man auch die hirnschale als haupthafen bezeichnet: nuon der hafen des haupts ist der hartest teil in dem die zuogesellten glyder behalten werden. Gersdorf feldb. der wundarznei 3; in der Schweiz nennt man auch eine krystallhaltige höhlung im gestein hafen oder keller; in der ölmühle ist es die höhlung, die das zu stampfende enthält und worauf die stampfer gehen.Insgemein aber heiszt hafen jenes zum gebrauch in der küche bestimmte gerät, wofür in Niederdeutschland gewöhnlich pott, in Mitteldeutschland topf gesagt wird; und wenn in theilen von Oberdeutschland auch die glocke die man der kuh auf der alp umhängt, hafen heiszt (in Baiern und Tirol Schm. 2, 154. Fromm. 4, 336), so ist die ähnlichkeit der form mit einem topf maszgebend gewesen. Neben der nominativform hafen findet sich auch hafe, haf: testa ein irdin haf, kachel Dasyp. 281c; haaff, erdendopff, pignata, pentola, boccale Hulsius dict. 1, 69a; das der haf wie die deck und der salat wie der schlund sei. kriegbüchl. des fr. 97; der hafe Agricola spr. (1560) 96a; der haf gemacht aus laim und kat seins maisters kunst nit wissens hat. Schwarzenberg 128a; ein ehringer haff, coculum aeneum, irrdiner haff, fidelia, cacabus Frischlin nom. 397a; der hafe vas Stieler 724. das ist wie rabe für ursprüngliches raben, ahd. hraban, was schon in ahd. zeit vorkommt (rabo, rabe Graff 4, 1146). Unter hafen ohne nähern adjectivischen zusatz versteht man in der regel nur den irdenen topf, wie man auch bei topf zunächst an einen irdenen denkt, obschon solche von kupfer und eisen vorkommen: häfen die wasser an sich ziehend, bibulae ollae Maaler 204d; sô nim denne ein halpmeʒʒigen hafen unde tuo in halp vol hopphen. Haupt 5, 12; des glychen wie der dunst uff dampfet in einem syedigen haffen, und die kelte des deckels zücht die füchte hitz an sich, und der selb dunst würd oben am kalten deckel zuo wassertropfen, die fallent dann wider herab in den haffen, also ist es ouch mit dem schnee und dem hagel. Keisersberg bilg. 81a; die wundergestalte grillische grubengrottische fantästische krüg, laden, büchsen und häfen, wie wir sie heut in den apotecken stehen sehen, von aussen bemahlet mit lächerlichen, gecklichen, ja oft erschrecklichen höw- und graszteufeln. Garg. 18a; gesellen die im hafen schlecken und haben die kerz im hindern stecken, wie sie Dantes in der fegfewrigen höllen beschreibet. das.; wie er das best im hafen mit dem indultischen schaumlöffen abgehebt. bienenk. 223a; einer so töpf oder häfen feil brachte. Kirchhof wendunm. 235a; man sagt, so ein kleiner neunaug in einem irdinen geschirr in wasser gesotten werde, dasz der hafen zerspringe. Forer fischb. 160a; als er aber gessen und schier ein haffen mit milch auszgetrunken hett. Wickram rollw. 44, 4 Kurz; etliche solten um gänse sehen .. einer um ein haven. Th. Plater 53; die jugend ist gleich einem neuen hafen oder geschirr. Schuppius 83; häfen und schüszlen zum kochen und trinken. Simpl. 2, 235 Kurz; sie steckte den leichnam des kindes in einen hafen. Fr. Müller 1, 300; indem er sich aber diesen näherte, fiel ihm der hafen aus der hand, und zertrümmerte auf dem boden. L. Tieck ges. nov. 4, 235; weisz nit, wie si ungefer ein hafen mit dreck raus wird schwingen, das mir die scherben am hals behiengen. fastn. sp. 330, 19; in einem grossen hafen tif. Fischart glückh. schiff 117; lasz sein alts blut herausz und lehr darnach den hafen ausz. Ayrer 247d (1235, 7 Keller). Durch composita von hafen wird der zweck des geschirrs näher bestimmt: kochhafen wie kochtopf; oelhafen olearia ampulla Steinbach 1, 666; breihaff, breipfann pultarius Frischl. nom. 397b; teighafen, solcher worin teig gemacht wird: die schut yn den teighafen. kuchenmeisterei a 5; glückshafe urna, olla fortunae Stieler 724. zugesetzte adjectiva drücken form und material des hafens aus, gewöhnlich ist der irdene: irrdiner hafen oder irrdin geschirr, olla fictilis Maaler 206c; gehe hin und kauf ein irrdin hafen vom hafner. Reiszner Jerus. 1, 88b; behalt sy in glesen hefen. kuchenmeisterei c 8; ungewöhnlicher, wie schon oben bemerkt, sind diese geschirre von metall: tu die in einen erinen hafen. von guter speise 9 und ähnlich öfter, vergl. erinhaven vel keʒʒel lebes Graff 4, 838, örin häfen mit dreien füszen, tripedes Dasyp.; ein kupferner hafen, cacabus aeneus Frisch 1, 392b; ein gegossener hafen, cacabus e ferro fusus das. Eine im singular erscheinende nebenform hefen erklärt sich als umgelautet aus dem oben angeführten ahd. havin, hebin: hafen olla, vulg. hefen voc. inc. teut. h 8a; heffen olla Diefenb. nov. gloss. 271a. Sprichwörter und redensarten. er guckt in neun häfen zumal (ist bis zum argwohn aufmerksam). Schmid schwäb. wb. 624; kleine hafen laufen bald über; kleine häfferl lauffn bald über. Schwabe tintenf. 80; ja lieber Heine, du sagst recht, und wenn der haf an boden dächt, so würd er nit bald uberlaufen. Frischlin deutsche dicht. 24; womit ein neuer haven erst gefüllet wird, darnach schmecket er immerzu. Schuppius 559, wie schon mhd.: swaʒ zem êrsten in den haven kümet, dâ smacket er iemer mêr gerne nâch. Br. Berthold 483, 20; dann was man zuo dem ersten thuot in new häfen bösz oder guot den gschmack behaltens ewigklich. Wickram pilger N 3 bl. 48. (man erkennt) den hafen am klang, den vogel am gesang. Schottel 1122a; ein melancholisch kopf ist des teufels hafen und topf. Neander sprichw. 11; damit sie nit sagen, das der hafen dem kessel verweisz, dasz er berusiget sei. bienenk. 173b; deckt den haven zu, so siehet man nicht, was man kocht. Lehmann 83; sie kochen alle in einem hafen, ziehen alle einen strang, sind einer wie der andere; der babst, der bischof, der cardinal, der geistlich stad (l. stand) gar überal, keiser, kung, herzoge und grafen die kochent all in einem haffen. fastn. sp. 821, 4; feuer unter den hafen thun, eine sache energisch betreiben: statt alsbald feuer unter den hafen zu thun, giebst du den handel in seine hand und trappest kaltblütig heim. J. Gotthelf schuldenb. 177b; auf ein höltzin geschirr gehört ein höltzin deckel, auf einen solchen hafen gehört ein solche stürtz (gleiches zu gleichem). Agric. spr. (1560) 103a; auf jeden hafen deckel und für jede flasche zapfen finden. Schottel 1121b; ein weib ohne mann ist ein hafen ohne deckel. Lehmann 161; dann wer die häfen macht der darf sie auch prechen. bienenk. 131a; die scherben zeigen an, dasz der hafen gebrochen ist. 182b; mann sihet an scherben wol, was für ein topf oder hafe gewesen sei. Agric. spr. 24b; wenn der himel fiel, so blieb kein alter hafe und baum. 273a; wann der hafe zerbricht, so wirft man in ins kat. 96a; und haben denn viel ausgericht, gleich wie ein hund der häffen bricht. Fischart von S. Domin. c 3a, als wie ein hund der häfen bricht so wirst du dich beliebet machen. Rompler 203. Dieses häfen brechen in den folgenden beispielen galt als ein gewöhnliches bild für unordentlich, lüderlich sein, es zielte wol zunächst nur auf die unordentliche führung einer eigenen wirtschaft, dann aber auch auf geschlechtliche ausschweifung; von eheleuten bricht der eine häfen, der andere krüge, sie sind gleich sehr lüderlich, bezahlen sich mit gleicher münze: hast du anders wo fremde häfelin zerprochen, so hat sie daheim krüg zerprochen. Pauli 39; zubricht der mann gropen (töpfe), so zubricht das weib krüge. Schottel 1132b; man vörht (beim ehebruche) kein pen noch stroff yetz me, das schafft, das die sind in der ee zerbrechen krüg und häfen glich und kratz du mich, so kratz ich dich, und schwig du mir, so schwig ich dir. narrensch. 33, 7 Zarncke, vgl. die note s. 366b, du brichst hefen, so brich ich krüeg. H. Sachs 3, 3, 8; eine ehefrau droht ihrem ungetreuen manne: du sollst erfahren was ich thu, und will dir gleich helfen darzu, mit gleicher münz bezahlen dich. brichst du häfen, so brich ich krig (wer weisz, wer es am lengsten treibt?) bisz uns kein kandel am rechen bleibt. J. Ayrer fastn. sp. 81c (2748, 24 Keller). das spiel brich den hafen Garg. 166b wird auch hierher zielen, man dachte, wenn hafen brechen einmal obscönen sinn erlangt hatte, an die jungfrauschaft als gefäsz (nu sich wie reine ein vaʒ du maget dô wære. sequentia d. S. Maria bei Müllenh. u. Scherer 123), es brechen hiesz entjungfern. in Chasmindos kurtzweiligem zeitvertreiber s. 311 wird erzählt: eine braut läszt sich von einem fremden manne beschlafen, die mutter schilt sie deswegen, der bräutigam fragt um die ursache des scheltens: die mutter erdenkt geschwind eine ausred, und saget: mein lieber herr eidam, soll ich nicht zörnen? meine tochter hat so viel jahr ein häfelein oder töpfchen gehabt und solches jedesmahl woll verwahret, da man aber solches am besten brauchen sollen, hat sie selbiges zerbrochen. der bräutigam, diese verblümte rede nicht verstehend, schlug die mutter lachend auf die schulter, und sagte: zürnt nicht, liebe mutter, es seind noch mehr hafen in der welt, wir wollen schon neue und bessere kaufen. die redensart scheint uns untergegangen, aber der brauch den sie hervorgerufen, lebt noch, das poltern am hochzeitabend vor dem hause der braut, das an dieses hafen brechen erinnern soll. In einen holen hafen blasen Agric. spr. (1560) 89a, vergebene arbeit thun, der hole hafen birgt keine kalt zu blasende speise. anders ist aus einem hohlen hafen reden, leere worte machen; vielleicht bezieht sich diese redensart auf eins von den zahllosen gauklerkunststückchen, die im 15. und 16. jahrh. im schwange waren, eine stimme aus einem leeren topfe erschallen zu lassen, sie wird viel gebraucht um worte zu bezeichnen, die wenn man näher zusieht, sich nur als täuschung erweisen: des heilands stimm gieng aus keinem holen hafen, sondern hatte ihren starken nachdruck. Otho 1378; dann damit man nicht mein, wir reden ausz eim holen hafen, so sind disz ihre eigene wort. bienenk. 178b; damit man aber nicht vermeine, dasz ich diszfals ausz einem lären hafen rede. Albertinus de conv. 2; und dieser mein hauszwirth hat auch diszfalls ausz keinem lären hafen geredet. Simpl. 4, 180 Kurz; lesen, beten on verstand als die nunnen gsungen hand, das mag wol sein ain lürlistand und ausz aim holen hafen klaffen. Murner schelmenzunft cap. 11. Eine andere redensart fuszt auf 2 könige 39, 40 (da gieng einer aufs feld, das er kraut lese, und fand wilde ranken, und las davon colochinten sein kleid vol, und da er kam, schneit ers ins töpfen zum gemüse, denn sie kandtens nicht; und da sie es ausschutten fur die menner zu essen, und sie von dem gemüse assen, schrien sie und sprachen, o man gottes, der tod im töpfen, denn sie kundtens nicht essen): mors est in olla, der tod ist im hafen, das ist der tod kan weder gesähen noch griffen werden. S. Frank 1, 214a; worlich, der dot im hafen steckt. Brant narrensch. 30, 28. Der hafen als bild einer kleinigkeit: scheiden zusammen verlobte eheleut um miet und gab, oft eines hafens halben, der uber den herd ist abgefallen. bienenk. 52b.
11743 Zeichen · 183 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Hafen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. Der Hafen , des -s, plur. die Häfen, ein am meisten im Oberdeutschen übliches Wort, ein Geschirr, und in engerer Bede…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hafen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Hafen pl nicht umgelautet 31,264,3 1 konkr: Anlege- od Abfahrtsstelle, Ankerplatz a in neutraler, geogr od topograph B…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hafen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Hafen , ein am Meere, oder einem See od. Strom gelegener Wasserraum zur Aufnahme von Schiffen und Sicherung derselben ge…

  4. modern
    Dialekt
    Hafen

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Hafe n [Hâfə Liebsd. bis Han. Betschd. Wörth Gundersho. ; Hôfə Meis. Mütt. Geisp. K. Z. ; Hâwə Lohr Wh. Oermi. Saarunion…

  5. Spezial
    Hafen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ha|fen m. (-s, Häfen) port (porc) m. ▬ in den Hafen einfahren jí ite tl port ; den Hafen verlassen jí fora dl port ; das…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hafen

157 Bildungen · 129 Erstglied · 28 Zweitglied · 0 Ableitungen

hafen‑ als Erstglied (30 von 129)

Hafen I

SHW

Hafen I Band 3, Spalte 33-34

Hafen II

SHW

Hafen II Band 3, Spalte 35-36

Hafenguck

SHW

Hafen-guck Band 3, Spalte 35-36

Hafenloch

SHW

Hafen-loch Band 3, Spalte 37-38

hafenvoll

SHW

hafen-voll Band 3, Spalte 37-38

hafenanker

DWB

hafen·anker

hafenanker , m. anker an dem ufer eines hafens befestigt, zum anlegen der einlaufenden schiffe. Jacobsson 2, 185 b .

hafenarbeit

DWB

hafen·arbeit

hafenarbeit , f. arbeit an einem see- oder fluszhafen: die hafenarbeiten in Heppens. Hall. zeitg. vom 2. april 1868.

Hafenarbeiter

Meyers

hafen·arbeiter

Hafenarbeiter , Arbeiter, die mit dem Löschen und Laden sowie Instandsetzen der Schiffe im Hafen zu tun haben, also Schauerleute, Speicherar…

hafenarm

DWB

hafen·arm

hafenarm , m. : der hafen von Thorshavn .. wird durch eine .. landzunge in einen östlichen und einen westlichen arm getheilt. der östliche h…

Hafenaufseher

Campe

hafen·aufseher

Der Hafenaufseher , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein angesehener Beamter in großen Häfen, der für die Sicherheit und Ordnung in den Häfen sor…

Hafenbahnen

Meyers

hafen·bahnen

Hafenbahnen , Zweigbahnen für den Anschluß von Fluß- oder Seehäfen an das allgemeine Eisenbahnnetz.

Hafenbake

Campe

hafen·bake

Die Hafenbake , Mz. die — n , eine Bake vor oder in einem Hafen.

hafenbau

DWB

hafen·bau

hafenbau , m. : dazu kam noch eine anleihe von 10 millionen, .. von der 3½ millionen für schiffs- und hafenbau und für küstenbefestigung im …

Hafenbauingenieure

Meyers

hafenbau·ingenieure

Hafenbauingenieure ( Hafenbaumeister und Hafenbauräte ), die Bautechniker der deutschen Marine, welche die Hafenbauten ausführen.

hafenbaum

DWB

hafen·baum

hafenbaum , m. lecythis major, ollaria. Nemnich 3, 356 . vergl. unten hafenpflanze.

hafenbinder

DWB

hafen·binder

hafenbinder , m. der zersprungene töpfe mit draht bindet. Schm. 2, 154 ; 's lauft so waar iez gnug im land, wo bettlen und stehle, scheresch…

hafen als Zweitglied (28 von 28)

Chupferhafen

Idiotikon

Chupferhafen Band 2, Spalte 1013 Chupferhafen 2,1013

Ehehafen

Wander

ehe·hafen

Ehehafen Wer einlauft in den Ehehafen, der hört auf zu schlafen. Heirathe und du wirst sehen; du wirst nie mehr schlafen, sagt der Spanier; …

Fluthhafen

Adelung

fluth·hafen

Der Fluthhafen , des -s, plur. die -häfen, ein Hafen, in welchen die Schiffe nur zur Zeit der Fluth einlaufen können.

Freyhafen

Adelung

frey·hafen

Der Freyhafen , des -s, plur. die -häfen, ein freyer Hafen, der mit verschiedenen Freyheiten begabt ist, und wo die Schiffe aller Nationen e…

glashafen

DWB

glas·hafen

glashafen , m. , zu glas A 1: ' ein groszer tiegel, darinnen die glasmasse geschmelzet wird ' bergm. wb. (1778) 230; die glashütten pflegen …

glück(s)hafen

DWB

glucks·hafen

glück(s)hafen , m. , hafen ( portus ), der glück bietet. gelegentlich mit 1 glückshafen vermischt, s. d. 2 a, b. meist bildlich: denn wer mi…

Hunghafen

Wander

Hunghafen Wen's e'n Hunghafen wier (wäre), er hetti 'n selber glecket. ( Obersimmenthal. ) – Schweiz, II, 188, 4. Hung = Honig, hüngeln, aus…

Maßhafen

DRW

Maßhafen, m. I die einem ¹Hafen (I 2) entsprechende (Getreide-)Menge dem amptman 1 m[etzen] ze amptrecht ... facit ... 1 m[ass]h[efen] 1414 …

meerhafen

DWB

meer·hafen

meerhafen , m. hafen des meeres: der meerhaffen, schifflende, navale, portus, statio navium Maaler 286 a ; von gemeltem orte ( bei der Peene…

mushafen

DWB

mus·hafen

mushafen , m. mustopf: der muoszhafen, muoszpfann, pultarius. Maaler 295 c ; muozhafen, darinn man allerlei gemuosz kochet, calix. ebenda.

schafen

DWB

schafen , verb. zu einem schaf machen; nur dialektisch in dem partic. geschafet, zahm, lenksam, wie ein schaf, z. b. von einem mädchen. Stal…

schleckhafen

DWB

schleck·hafen

schleckhafen , m. topf, töpfchen mit leckereien. sprichwörtlich: es ist kein schleckhafen daran, diese sache verdient nicht, dasz man sich d…

schlupfhafen

DWB

schlupf·hafen

schlupfhafen , m. kleiner natürlicher hafen oder vor dem winde geschützter ort an der küste, wohin kleine schiffe vor heftigen winden flücht…

Schütthafen

DRW

schütt·hafen

Schütthafen, m. Gw. aus dem Dän. Garten, Gehege für geschütztes (VI) Vieh bdv.: 1Schützerei (III) wo ein oder ander under uns weer, ... de u…

seehafen

DWB

see·hafen

seehafen , m. hafen an der see ( meerhafen ) oder an einem see, zum unterschiede von einem fluszhafen. Adelung ( nach ihm im oberdeutschen a…

sparhafen

DWB

spar·hafen

sparhafen , m. irdenes gefäsz zum aufbewahren von ersparnissen. vgl. auch sparkrug , spartopf : sparhafen, capsula fictilis. Dentzler 1, 116…

Spielhafen

DRW

spiel·hafen

Spielhafen, m. Glücksspiel um Geld, bei dem Lose aus einem Gefäß gezogen werden; Lotterie bdv.: Glückshafen, Topfspiel [zur auffrichtung ein…

stollhafen

DWB

stoll·hafen

stollhafen , m. , hafen, topf mit kurzen füszen ( neben stollenhafen Kramer dict. 2 [1702] , 982 c ) s. oben stollen 2 b α Jacobsson 4, 303 …

Strandhafen

DRW

strand·hafen

Strandhafen, m. zum Verladen bzw. Löschen von Waren genutzter Strand vgl. Strandhandel daß der stadt R. in ihrer nahrung auß denen ehstnisch…

sturmhafen

DWB

sturm·hafen

sturmhafen , m. , ' häfen oder töpfe mit handgranaten versetzet, die in stürmen gute dienste leisten ' Fäsch kriegslex. 242 a ; belege des 1…

temperhafen

DWB

temper·hafen

temperhafen , m. in den glashütten die groszen irdenen töpfe, in welchen die geblasenen und noch glühenden glaswaren im temperofen abgekühlt…

Treidhafen

DRW

treid·hafen

Treidhafen, m. ein Messgefäß für Getreide vgl. 1Hafen (I 2) alle viertl, millmözen, traithöffen, ellen und andere maß und gewicht ... sollen…

zeithafen

DWB

zeit·hafen

zeithafen , m. , gleich fluthhafen, ein hafen, dessen eingang durch eine barre von felsen oder sand gesperrt ist und der nur mit der fluth a…

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APA
Cotta, M. (2026). „hafen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/hafen/dwb?formid=H00574
MLA
Cotta, Marcel. „hafen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/hafen/dwb?formid=H00574. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „hafen". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/hafen/dwb?formid=H00574.
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