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Gestade

mhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Gestade

Bd. 2, Sp. 633
Das Gestade, des -s, plur. ut nom. sing. das Ufer des Meeres oder eines Flusses; doch nur noch in der höhern Schreibart. O, was für Anmuth haucht anjetzt Gestad und Meer und Himmel aus! Kleist. Tönt in meinen Lobgesang, Wellen, Felsen und Gestade, Raml. Anm. Im Oberdeutschen, wo dieses Wort einheimisch und auch im gemeinen Leben üblich ist, lautet es das Gestaat, die Gestätten, bey dem Notker Stade, bey dem Ulphilas Stad, Stath, im Angels. Stathe, im Nieders. Stade, daher auch die Stadt gleiches Nahmens ihre Benennung empfangen hat, im Schwed. Stad. Entweder von Statt, ein fester, unbeweglicher Ort, oder auch von Statt, Aufenthalt, Wohnung, weil das Ufer den Schiffen zum Aufenthalte dienet, zumahl da die meisten der vorhin angeführten Wörter auch in der Bedeutung eines Hafens oder einer Schiffslände vorkommen. Die Römer nannten einen solchen Hafen Statio. In verschiedenen Städten bedeutet Stade noch ein solches mit Holz eingefaßtes Ufer, wo die Schiffe anlegen.
976 Zeichen · 14 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gestadest. N.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    gestade , st. N. nhd. „Gestade“, Strand E.: s. ge, stade, stān W.: nhd. (ält.) Gestade, N., Gestade, DW 5, 4175 L.: Henn…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gestade

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther)

    ge-stade = stât, Pracht, Herrlichkeit?

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gestade

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Gestade , des -s, plur. ut nom. sing. das Ufer des Meeres oder eines Flusses; doch nur noch in der höhern Schreibart…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gestade

    Goethe-Wörterbuch

    Gestade vereinzelt (im Vers) -stad’; knapp 30 Belege, überwiegend in der Dichtung, gelegentl in den ästhet Schriften; fa…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gestade

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gestade , s. Küste .

  6. modern
    Dialekt
    Gestade

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    G e stad e [Ktât, Demin. Pl. Ktêtli Fisl. ] n. Gestade. Hes t s G. scho n abg e mäjt? — Basel 152. Bayer. 2, 732.

  7. Sprichwörter
    Gestade

    Wander (Sprichwörter)

    Gestade Wess Gestade näher ist, dess der Werder. – Graf, 103, 210. Spricht den Grundsatz aus, dass die Inseln oder Werde…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gestade

9 Bildungen · 7 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gestade 2 Analysen

ge- + stade

gestade leitet sich vom Lemma stade ab mit Präfix ge-.

Alternativen: gestaden+-e

Zerlegung von gestade 2 Komponenten

gest+ade

gestade setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gestade‑ als Erstglied (7 von 7)

Gesta Dei per Francos

Meyers

Gesta Dei per Francos (»Taten Gottes durch Franzosen«), oft gebrauchter Name für Geschichten über den ersten Kreuzzug, besonders die von ein…

Gestadelos

Campe

gesta·delos

△ Gestadelos , adj . u. adv . uferlos, unbegrenzt, unermeßlich. »I dem gestadlosen Meer.« Bodmer.

gestaderschütterer

DWB

gestaderschütterer , m. als übersetzung von ἐννοσίγαιος , beiname des Poseidon Stolberg 12, 6 .

gestade als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von gestade (1 von 1)