Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
grell Adj.
grell Adj.
grell Adj. ‘durchdringend, schrill, blendend’, mhd. (md.) grel ‘zornig, rauh’, mnd. grel, (ablautend) gral ‘zornig, böse, verärgert’, mnl. gril, grel ‘jähzornig, leidenschaftlich’; dazu das Substantiv frühnhd. gral ‘Schrei, Zorn’ (15. Jh.), grel (16. Jh.) sowie das Verb mhd. grellen, grillen ‘laut, vor Zorn schreien’, mnd. grellen ‘in Zorn versetzen, reizen’, mnl. grillen ‘murren, brummen’, aengl. grillan ‘zum Zorn reizen, mit den Zähnen knirschen’ und anord. grellskapr ‘Zorn’. Sie alle sind (wie auch ablautendes grollen, Groll, s. d.) als lautnachahmende Bildungen anzusehen. grell und seine Verwandten bezeichnen zunächst das zornige Gebrüll, vom 16. Jh. an steht das Adjektiv für ‘schrill, durchdringend’ und, übertragen auf Gesichtseindrücke, für ‘hell, blendend’ (geläufig seit 18. Jh.). Man kann die Wortgruppe um grell und Groll in Verbindung mit grüßen, girren, gurren (s. d.) bringen.