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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

gelb

Bd. 3, Sp. 1365
gelbauch Komp, häufig ( bes in Punkt 2) ‘das G-e’, daneben auch die substantivische Form ‘das G.’ (zT Kleinschr); einmal Zusammenschr mit ‘allzu’ GWB46,383,6 HackertNachtr; auch apokopiert; häufig (bes als Subst) verbunden mit verstärkenden od differenzierenden Angaben wie ‘hoch, rein, stark, blendend, gesättigt, hell, licht, dunkel, rötlich, prismatisch, vermischt, beschmutzt, unvollkommen, unrein’; in Verbalvbdgn wie ‘ins/aufs/nach dem G-e(n) gehen, spielen, fallen, ziehen’, ‘zum G-en hinneigen’ G benutzt die Farbbezeichnung ganz überwiegend im Rahmen seiner (auch die natürl Körperfarben sowie das künstlerische Kolorit einbeziehenden) Farbenlehre. Als eine der beiden reinen, unvermischten Farben steht ‘Gelb’ in polarer Beziehung zu ‘Blau’. Aus diesen beiden Grundkomponenten entwickelt er durch Steigerung bzw Mischung alle übrigen Farben, die er in einem sechsteiligen Kreisschema untereinander in Beziehung setzt (s 2 d). Die der Farbe zugeschriebenen Stimmungswerte (2 e) u ihre (zT traditionelle) symbolisch-allegorische Bedeutung basieren überwiegend auf ihren natürl Erscheinungsformen. Als hellste Farbe, Farbe der Sonne, des Feuers repräsentiert Gelb Klarheit, Heiterkeit, Wärme, Energie. Als Farbe des Goldes steht Gelb für das Edle u Prächtige. Im ‘gesteigerten’ Zustand wird es zur Symbolfarbe von Macht u Gewalt1).  1 in primär beschreibender Darstellung (zT vor dem Hintergrund farbtheoret Erkenntnisse), in identifizierender od signalhafter Funktion   a als natürl Körper- od Oberflächenfarbe, Farberscheinung in der Natur  α als Pflanzenfarbe, Farbe der Blüten, Früchte u anderer pflanzl Organe  [bei Catania] Nun fingen g-e Blumen zu herrschen an GWB31,183,28 ItR  Die g-en Äpfel des Solanum [vermutl des S. sodomeum2)], die rothen Blüthen des Oleanders machen die Landschaft lustig GWB31,202,18 ItR GWB31,151,28 ItR GWB31,174,12 ItR als Farbe des herbstl Laubes; auch in übergreifender, Schwermut, Todesnähe signalisierender Stimmungsmetaphorik  Wie die Natur sich zum Herbste neigt, wird es Herbst in mir und um mich her. Meine Blätter werden g. und schon sind die Blätter der benachbarten Bäume abgefallen AA93,9 Werth2 II GWBB4,65,14 Ch Stein 25.9.79 vom Stoppelfeld u (in Umkehrung natürl Verhältnisse) von der Saat3)  [Hexen im Chor:] Die Hexen zu dem Brocken ziehn, | Die Stoppel ist g., die Saat ist grün GWBFaust I 3957  [Hexenchor:] Und wie wir nun nach Hause ziehn | Die Saat ist g. die Stoppel grün GWB14,309 Faust I Plp Vs 115 als Bestandteil von Pflanzennamen; ‘g-e Blende’: Mais, ‘g-e Rübe’: Mohrrübe, ‘g-e Vogelmilch’: Ornithogalum luteum  Der Mays den sie auch die g-e Blende nennen, weil seine Körner gelb sind GWBT1,191,1 v 14.9.86 GWB33,109,5 Camp GWBN12,165,11 Morph Plp  β bezogen auf den menschl od tierischen Organismus, als Farbe der Haut, der Haare u anderer Körperteile od -substanzen  die g-e [Gesichtsfarbe] des harten und zähen .. Arbeiters GWB29,151,26 DuW 19 [Lavater]  Hier liegt er [Antilochus] nun in jugendlicher Schöne .. das Haar g. wie die Sonne [ἐν ἡλιώση κόμη] GWB491,78,13 Philostrat GWBN6,411,23 MetamIns ‘g-er Schnabel’ für Gelbschnabel(sd); auch in Beschreibung einer Kindermaske  [Meph:] Wenn man der Jugend reine Wahrheit sagt | Die g-en Schnäbeln keineswegs behagt GWBFaust II 6745 GWB132,146 PaläophronNeoterpe Var zu GWB131,5 Regiebem vor 1 für die Blässe eines sterbenden Organismus  Verschwunden ist Gold und Purpur ihrer [der Schlange] sonst ringelnden Bewegung, und, anzudeuten ihr völliges Verlöschen, ward ihre g-e Haut [ὕπωχρος] mit Blut bespritzt GWB491,114,3 Philostrat in terminolog Vbdgn: ‘g-er Fleck, Punkt, Nimbus’: für die von Sömmerring entdeckte macula lutea retinae (Stelle des deutlichsten Sehens auf der Netzhaut); ‘g-es Drüsensystem’ bei Insekten  Und was gewann nicht, in jener empfänglichen Zeit, der g-e Fleck im Mittelpuncte der Retina für eine Theilnahme! GWBN7,190,15 PrincPhilZool II GWBN6,442,33 EntomologStudien [Zit s v Drüsensystem] ‘g-es Fieber’ s Fieber GWBB50,23,19 Mannlich 26.4.05  γ als Farbe des Erdreichs, best Erdschichten, von Mineralien u Gesteinen, auch von Schmuck- u Edelsteinen  Die lebhafteste Farbe wird durch das gewaltige Licht gedämpft, und weil alle Farben .. das g-e, braune, rothe Erdreich in völliger Kraft auf das Auge wirken, so treten dadurch selbst die farbigen Blumen und Kleider in die allgemeine Harmonie GWB31,265,12 ItR  das durchgebrannte Gestein .. der lockere, g-e, schiefrige Porzellanjaspis GWBN9,100,18 ProdBöhmErdbrände  Der sicilianische [Bernstein] unterscheidet sich von dem nordischen darin, daß er von der durchsichtigen und undurchsichtigen Wachs- und Honigfarbe durch alle Abschattungen eines gesättigten G-s bis zum schönsten Hyacinthroth hinansteigt GWB31,188,25 ItR GWBB32,100,28 Giesecke [22.11.19] K für best Werksteine, spezielle Marmorsorten; in ästhet Kontrast zu ‘hellblau’  Die architektonischen Glieder [im Saale der Vergangenheit] waren mit dem schönen g-en Marmor, der in’s Röthliche hinüberblickt, bekleidet, hellblaue Streifen .. ahmten den Lasurstein nach, und gaben, indem sie gleichsam in einem Gegensatz das Auge befriedigten, dem Ganzen Einheit und Verbindung GWB23,198,6 Lj VIII 5 [für: yellow] GWB46,153,25 Hackert TgbKnight ‘antiker g-er Marmor’: Giallo antico GWB40,3,18 WeimTheatSaal  δ als Farbe des Feuers, des Wassers, versch atmosphär Erscheinungen  der Fluß .. fleht um Gnade vom Gott [Vulkan], um welchen her das Feuer nicht g. [ξανθὸν] wie gewöhnlich erscheint, sondern gold- und sonnenfarben GWB491,79,12 Philostrat  Die Mondnächte sind ganz unglaublich schön; der Aufgang, eh’ sich der Mond durch die Dünste heraufgearbeitet hat, ganz g. und warm, come il sole d’Inghilterra GWB32,40,14 ItR GWBT13,5,16f u 6,1u5 v 7.1.31 als Verderben signalisierende Farbe des Unterweltflusses Styx  [Orest:] Den g-en matten Schein des Todtenflusses seh’ ich nur durch Rauch und Qualm [Qualen Var] GWB39,365,7 Iph1 III] 1   b als künstliche, durch Farbauftrag, Färbung vermittelte Oberflächen- od Körperfarbe  α als Malerfarbe, Teil des künstlerischen Kolorits (vgl 2 f), auch für Ton od Lasur eines Gemäldes od in der Glasmalerei  Er [Hackert] bewies, daß die antiken Gemählde in Portici, die in Pompeji und Herculanum gefunden waren, keine Harmonie hätten; daß die Gewänder alle mit ganzen Farben gemahlt wären, als Roth, G., Grün, Blau u.s.w. GWB46,296,24 Hackert  Zu Holz, Stein und anderem Nebenwesen gibt es [in der Glasmalerei] sehr artige Töne, die aus dem Grünen, Rothen, G-en und Violetten in’s Braune spielen .. Die Fleischfarbe ist nun freilich am wenigsten gut, sie steigt vom G-en bis zum Rothgelben GWB341,336,16u20 ReiseSchweiz 1797 [G/Eckerm] GWB341,301, 17u25u28 ebd GWB47,381,18 DresdnGalerie  β als Wand-, Tapeten- od Kulissenfarbe; mehrf ‘g-es Zimmer’; auch im Kontrast zu ‘blaugrau’  (Saal, in chinesischem Geschmacke, der Grund g. mit bunten Figuren.) GWB17,15,3 TriumphEmpfindsamk II Regiebem  Behalten Sie mich lieb .. und glauben Sie daß ich mich mit aller Wärme in Ihr g-es Zimmer, an’s Camin und zum Silen zurückdenke GWBB2,214,6 Salzmann 5.12.74 GWBA(53,265,3) Promem 1.3.98 GWBTgb 16.11.24  γ als Farbe von Stoffen, Kleidern od Kleidungszubehör; auch spezielle Farbe einer Tracht od Uniform, Modefarbe  wenn das Zeug [Stoff] Lotten so gut gefällt, als es ihr steht, so wird unser Geschmack gelobt .. Entweder das grüne das hier beyliegt oder Paille [strohgelb] .. Lotte wird einmal das g-e lieben wie sies Rothe ietzt liebt .. Nur kein Blau GWBB2,28,11 Kestner [Anf Okt 72]  Auch hab ich mir einen [Frack] machen lassen, ganz wie den vorigen .. und auch wieder so g-e West und Hosen dazu AA96,23 Werth1 II ~ Werth2  meine Masque wird eine altdeutsche Tracht, schwarz und G., Pumphose, Wämslein, Mantel und Federstuzhut GWBB2,290,19 Gfin Stolbg 15.9.75 GWB1,30 Kriegserklärung 3 Tgb 1.5.12 GWB31,221,26 ItR in Charakterisierung allegor Figuren (in Anwendung der in Fl entwickelten Lehre von der ‘sinnlich-sittlichen’ Wirkung der Farben, vgl 2 e)  Das silberne [Zeitalter]. Blau mit Silber .. Begleitet von der Fruchtbarkeit, grün und g., mit einem Füllhorn GWB16, 440 Maskenz Aufz vierZeitalter Progr  Die Ehre, könnte G., oder Orange mit Gold haben; ein kurzgeschürztes Kriegskleid GWB53,375,8 Maskenz RomantPoesie Bem  Kleidung des Kriegs-Dämons .. G., Gelbroth, Schwarz und Gold, und was sonst noch gewaltsames der Art in Glanz und Farbe aufzubringen, das durch den rothen Schein noch erhöht würde, wäre empfehlenswerth .. Der Dämon der List wäre in Silberstoff und Blau .. gekleidet GWB16,496,21 Epimen Progr GWB53,376,14 Maskenz RomantPoesie Bem GWB26,89,13 DuW 2 ‘g-e (od rote) Strümpfe’ in (überlieferter) Beschreibung des Teufelskostüms  Schwarz Kleid rother Federbusch g-e rothe Strümpfe Eselsfus Blauen Hut roth und weisse Strüpplen4) GWB14,296,4 Faust I Plp  δ als Farbe verschiedenartiger Gegenstände od Materialien; mehrf als Papierfarbe, hier auch iSv vergilbt  Kerzen, g-e, weiße, gemahlte, dem verschiedenen Vermögen der Weihenden angemessen GWB341,19,13 Rochusf  Das alte [Faust-] Manuscript .. nun ist es so g. von der Zeit GWB32,288,24 ItR GWBB19,194,6 Riemer 30.9.06 ‘g-e Kutsche’: für die zw Leipzig u Dresden verkehrende Postkutsche5) GWB27,168,24 DuW 8 ‘g-er Zug’ wohl für Senfpflaster GWBTgb 11.7.17 ‘g-e Stecknadel’ im Hexenschußzauber6)  Zaubrisch Geschoss von Gänsefedern und Stecknadeln in ein schwarzes Lederlein gebunden. Weiser Dornbusch drey g-e Stecknadeln GWB14,297 Faust I Plp   2 unter farbtheoret Gesichtspunkten; überwiegend als abstrakter (iS einer ‘Elementarfarbe’ verwendeter) Begriff   a als unvermischte, ‘einfache’, ‘reine’ Farbe, eine der beiden (od von mehreren) Grund- od Hauptfarben7)  Wir kennen nur zwei ganz reine Farben welche, ohne uns einen Nebeneindruck zu geben, ohne an etwas anders zu erinnern, von uns wahrgenommen werden. Es sind Gelb und Blau. Sie stehen einander entgegen so wie nur ein irgend uns bekannter Gegensatz. Die reine Existenz der einen schließt die reine Existenz der andern völlig aus, sie haben aber eine Neigung gegen einander GWBN51,94,3 ChromatSätze  Man nehme im Allgemeinen G., Blau und Roth als reine, als Grundfarben, fertig an. Roth und Blau wird Violett, Roth und G. Orange, G. und Blau Grün hervorbringen GWBN1,223,9u11f FlD 552 GWBN2,222,9 FlP 489 [Zit s v gelbrot 1] GWBN1,218,24 u 219,4 FlD 539 GWBN51,339,13u16 Fl Nachtr PhysiolFarb [für: yellow] GWBN4,460,21 FlH Plp GWBN52,322,18 Üb:Gregoire   b in Bezug gesetzt zu Licht u Dunkelheit, als hellste Farbe, geringster Grad des jeder Farbe wesenseigenen Schattenhaften  G. [Überschr] Es ist die nächste Farbe am Licht. Sie entsteht durch die gelindeste Mäßigung desselben GWBN1,310,1 FlD vor 765  die dunkle Eigenschaft einer jeden Farbe .. Von dem G-en, das ganz nah am Weißen liegt .. bis in das satteste Blau, das ganz am Schwarzen liegt, nimmt die Farbe immer an Dunkelheit zu GWBN1,229,16 FlD 573  So wie G. immer ein Licht mit sich führt, so kann man sagen, daß Blau immer etwas Dunkles mit sich führe GWBN1,314,15 FlD 778 GWBN52,136,28u29 Fl Plp GWBN4,297,17 FlH VI Gespr(He5,216) Riemer 3.9.06 unter dem Aspekt der ‘Verdunkelung’, ‘Verdichtung’, ‘Steigerung’  Da sich keine Farbe als stillstehend betrachten läßt, so kann man das G-e sehr leicht durch Verdichtung und Verdunklung in’s Röthliche steigern und erheben. Die Farbe wächs’t an Energie und erscheint im Rothgelben mächtiger und herrlicher GWBN1,312,11 FlD 772  Das Blaue und G-e läßt sich nicht verdichten, ohne daß zugleich eine andre Erscheinung mit eintrete. Die Farbe ist in ihrem lichtesten Zustand ein Dunkles, wird sie verdichtet, so muß sie dunkler werden; aber zugleich erhält sie einen Schein, den wir mit dem Worte röthlich bezeichnen GWBN1,278,10 FlD 699 GWBN51,95,15 ChromatSätze GWBN1,213,11 FlD 522 [Zit s v blau 1 b] GWBN1,299,12 FlD 745 als Farbe der aktiven od ‘Plus’-Seite (iUz dem der Minusseite zugeordneten Blauen u Blauroten); auch in Bezug gesetzt zu ‘Kraft’, ‘Wärme’, ‘Nähe’ ua  Wenn wir den chromatischen Gegensatz nach Anleitung aller übrigen physischen Gegensätze durch ein Mehr oder Weniger bezeichnen, der g-en Seite das Mehr, der blauen das Weniger zuschreiben; so schließen sich diese beiden Seiten nun auch in chemischen Fällen an die Seiten des chemisch Entgegengesetzten an GWBN1,202,1 FlD 492 GWBN1,277,6 FlD 696 [Zit s v blau 1 b] GWBN52,168,14 Fl Plp   c im Hinblick auf die Entstehung u Erscheinung der Farben  α als physiol bedingte, von der Komplementärfarbe Blau(rot) hervorgerufene, ‘geforderte’ Farbe  An eine weiße Wand stellte ich ein etwa dreyzöllig vierecktes gelbes Papier und sah scharf darauf, sodann blickt ich in die Höhe .. An gedachtem Platze erschien mir bald ein blauliches Viereck, so wie im Gegentheil mir ein g-es erschien, wenn das untere Viereck blau war GWBB10,121,12 Lichtenbg [etwa 20.10.93] K GWBN1,36,24 FlD 76 als patholog Phänomen (bei Blaublindheit od Gelbsichtigkeit)  eine Landschaft [Taf I, Fig 11 N4 nach 512], gefärbt nach der Weise, wie diese Menschen [Blaublinde] wahrscheinlich die Natur sehen, den Himmel rosenfarb und alles Grüne in Tönen vom G-en bis zum Braunrothen GWBN1,50,1 FlD 113 [für: jaune] GWB45,314,17 Diderot,Malerei [Zit s v gelbsüchtig] GWBN52,30,10u14 Versuche mGildemeister 19.11.98  β durch trübe Mittel (Glas, Dunst, Rauch uä) hervorgerufene Farberscheinung  Das höchstenergische Licht .. ist blendend und farblos .. Dieses Licht aber durch ein auch nur wenig trübes Mittel gesehen, erscheint uns g. GWBN1,62,16 FlD 150  [dioptr Farben] ein so gemäßigtes und getrübtes Licht wirft auch auf die Gegenstände einen g-en, gelbrothen oder purpurnen Schein GWBN1,63,12 FlD 152  Morgen- und Abendröthe entsteht aus derselben Ursache. Die Sonne wird durch eine Röthe verkündigt, indem sie durch eine größere Masse von Dünsten zu uns strahlt. Je weiter sie herauf kommt, desto heller und g-er wird der Schein GWBN1,64,13 FlD 154  Denn steht das Trübste vor der Sonne, | Da siehst die herrlichste Purpur-Wonne. | .. Und wie das Trübe verdunstet und weicht, | Das Rothe zum hellsten G. erbleicht GWB2,219 GottGemüt Welt 94 GWBN1,66,5 FlD 160 GWBN1,66,14 FlD 162 GWBN1,68,9 FlD 168 in scherzh Übertragung der Lehre von den ‘trüben Mitteln’ auf den Menschen: zur Bezeichnung einer von der jeweiligen Umgebung abhängigen Gemüts- od Geistesverfassung (vgl 2 e)  Menschen als Trübes betrachtet auf hellem Grunde g., heiter aufgeklärt, auf dunckelm Grunde blau, umnebelt, obscurirt. Blauer Dunst ist bekannt; Frage ob es nicht auch einen g-en gebe? GWBN52,415,17u19 Fl Plp  γ speziell als Refraktions- od Reflexionsphänomen, Teil prismat Kantenspektren  schmale, kleine Körper [durchs Prisma gesehen] werden ganz farbig erscheinen und gleichsam farbige Strahlen von ihnen ausfahren; man wird G., Roth, Grün, Blau, Violett und Pfirsichblüth bald hier und da erblicken; alle Farben werden harmoniren; man wird eine gewisse Ordnung wahrnehmen, ohne sie genau bestimmen zu können GWBN51,20,8 BeitrOpt I 37  Bewegen wir [durch Refraktion] eine dunkle Gränze gegen das Helle, so geht der g-e breitere Saum voran, und der schmälere gelbrothe Rand folgt mit der Gränze GWBN1,88,7 FlD 213 GWBN1,158,16 FlD 376 GWBN1,88,16u23 u 89,13u15u25 FlD 214ff GWBB10,118,13 Lichtenbg [etwa 20.10.93] K  δ als chemisches (durch Säureeinwirkung, Oxydation hervorgerufenes) Farbphänomen  Das oft erwähnte Anlaufen glatter metallischer Flächen geht von dem G-en aus .. Die Auflösungen des Goldes und der Platina in Säuren sind g. GWBN1,210,9u14 FlD 514  Sollen wir die vorhin (516) angegebene Terminologie hier anwenden, so würden wir sagen, die erste Säuerung bringe das G-e hervor, die Aufsäurung das Gelbrothe GWBN1,214,8 FlD 525  M[ineralisch]. Cham[äleon]. in Essigwasser aufgelöst geht aus den grünen gleich in ein hochroth dann ins g-e GWBN52,124,14 Fl Plp GWBN1,217,13 FlD 535  ε als mehr od minder dauerhafte natürl Körperfarbe, im Hinblick auf ihre spezielle Manifestation, ihr Dominieren in best Bereichen, die Bedingungen ihrer Veränderung  Weiß und Schwarz, G., Gelbroth und Braun wechseln [bei den Säugetieren u Menschen] auf mannichfaltige Weise, doch erscheinen sie niemals auf eine solche Art, daß sie uns an die Elementarfarben erinnerten. Sie sind alle vielmehr gemischte, durch organische Kochung bezwungene Farben, und bezeichnen mehr oder weniger die Stufenhöhe des Wesens, dem sie angehören GWBN1,262,16 FlD 664  Doch sind auch Farben bei Arten, Gattungen, ja Familien und Classen, wo nicht beständig, doch herrschend, besonders die g-e Farbe: die blaue ist überhaupt seltner GWBN1,249,13 FlD 626  Die Einwirkung des Lichts auf die Federn und ihre Farben ist durchaus bemerklich. So ist zum Beispiel auf der Brust gewisser Papageien die Feder eigentlich gelb. Der schuppenartig hervortretende Theil, den das Licht bescheint, ist aus dem G-en in’s Rothe gesteigert. So sieht die Brust eines solchen Thiers hochroth aus, wenn man aber in die Federn bläs’t, erscheint das G-e GWBN1,261,10u11u14 FlD 660 GWBN1,261,5 FlD 659 [Zit s v blau 1 b] GWBN1,249,17u21 FlD 627 GWBN1,251,3u5u8 FlD 632   d als Teil spezieller (eigener od fremder) Farbsystematiken, insbes des physiol begründeten, auf dem Totalitätsstreben des Auges basierenden Farbenkreises  Wir kennen also nur folgende Farben und Verbindungen: Purpur | Gelbroth Blauroth | G. Blau | Grün. | Es läßt sich auch dieses Schema in einem Farbenkreise bequem darstellen GWBN51,97,3 ChromatSätze  die in demselben [in G-s Farbenkreis] diametral einander entgegengesetzten Farben [sind] diejenigen .. welche sich im Auge wechselsweise fordern. So fordert G. das Violette, Orange das Blaue, Purpur das Grüne, und umgekehrt .. die einfachere Farbe fordert die zusammengesetztere, und umgekehrt GWBN1,22,1 FlD 50  Erste Figur [G-s Farbenkreis]. Das einfache, aber doch zur Erklärung des allgemeinen Farbenwesens völlig hinreichende Schema. G., Blau und Roth sind als Trias gegen einander über gestellt; eben so die intermediären, gemischten oder abgeleiteten. Dieses Schema hat den Vortheil, daß alle gezogenen Diameter des Cirkels ohne weiteres die physiologisch geforderte Farbe angeben GWBN4,347,19 Fl Taf 1  g. gelbroth roth blauroth blau grün [in der Mitte der kreisförmig angeordneten Farbbezeichnungen:] Farbenkreis gültig für alle Erscheinungen N51,zu 319 Fl Übers GWBN1,28,22u24f FlD 60 [Zit s v blau 1 b] GWBN52,16,11u18 Fl Plp GWBN3,267,27 FlH V GWBN1,219,10 FlD 540   e im Hinblick auf den vermittelten Stimmungswert, die ‘sinnlich-sittliche’ Wirkung auf den Menschen; beschrieben als heiter, angenehm, stimulierend, den Eindruck des ‘Edlen’ u ‘Prächtigen’ vermittelnd; im ‘beschmutzten’ Zustand auch Unbehagen, Ablehnung hervorrufend  Sie [die gelbe Farbe] führt in ihrer höchsten Reinheit immer die Natur des Hellen mit sich, und besitzt eine heitere, muntere, sanft reizende Eigenschaft. In diesem Grade ist sie als Umgebung, es sei als Kleid, Vorhang, Tapete, angenehm. Das Gold in seinem ganz ungemischten Zustande gibt uns, besonders wenn der Glanz hinzukommt, einen neuen und hohen Begriff von dieser Farbe; so wie ein starkes G., wenn es auf glänzender Seide, z. B. auf Atlas erscheint, eine prächtige und edle Wirkung thut GWBN1,310,21 FlD 767  So ist es der Erfahrung gemäß, daß das G-e einen durchaus warmen und behaglichen Eindruck mache. Daher es auch in der Mahlerei der beleuchteten und wirksamen Seite zukommt. Diesen erwärmenden Effect kann man am lebhaftesten bemerken, wenn man durch ein gelbes Glas .. eine Landschaft ansieht. Das Auge wird erfreut, das Herz ausgedehnt, das Gemüth erheitert; eine unmittelbare Wärme scheint uns anzuwehen GWBN1,311,1 FlD 768  wenn Engländer und Deutsche sich noch an blaßgelben hellen Lederfarben genügen lassen, so liebt der Franzose .. das in’s Roth gesteigerte G.; wie ihn überhaupt an Farben alles freut, was sich auf der activen Seite befindet GWBN1,313,6 FlD 773  Wenn die g-e Farbe unreinen und unedlen Oberflächen mitgetheilt wird, wie dem gemeinen Tuch, dem Filz und dergleichen, worauf sie nicht mit ganzer Energie erscheint, entsteht eine solche unangenehme Wirkung. Durch eine geringe und unmerkliche Bewegung wird der schöne Eindruck des Feuers und Goldes in die Empfindung des Kothigen verwandelt, und die Farbe der Ehre und Wonne zur Farbe der Schande, des Abscheus und Mißbehagens umgekehrt. Daher mögen die g-en Hüte der Bankerottirer, die g-en Ringe auf den Mänteln der Juden entstanden sein; ja die sogenannte Hahnreifarbe ist eigentlich nur ein schmutziges G. GWBN1,311,19 u 312,5u6u8 FlD 771 GWBN1,309,14 FlD 764 im Zusammenspiel mit anderen Farben, als Teil ‘charakteristischer’, ‘harmonischer’ od ‘charakterloser’ Farbkombinationen  G. und Blau [Überschr] .. Dieses ist die einfachste von solchen [charakteristischen] Zusammenstellungen. Man kann sagen, es sei zu wenig in ihr: denn da ihr jede Spur von Roth fehlt, so geht ihr zu viel von der Totalität ab. In diesem Sinne kann man sie arm und, da die beiden Pole auf ihrer niedrigsten Stufe stehn, gemein nennen. Doch hat sie den Vortheil, daß sie zunächst am Grünen und also an der realen Befriedigung steht GWBN1,326,11 FlD vor 819  G. und Purpur [Überschr] .. Hat etwas Einseitiges, aber Heiteres und Prächtiges. Man sieht die beiden Enden der thätigen Seite neben einander, ohne daß das stetige Werden ausgedrückt sei GWBN1,327,1 FlD vor 820  Charakterlose Zusammenstellungen [Überschr] .. G. und Grün hat immer etwas Gemein-Heiteres, Blau und Grün aber immer etwas Gemein-Widerliches GWBN1,329,19 FlD 829 GWBN1,323,6 FlD 810 GWBN1,328,11 FlD 824 GWBN1,329,14 FlD 828 LA I 3,281,8 Fl Plp   f im Rahmen der auf das Totalitätsstreben des Auges zurückgeführten künstlerischen Harmonielehre; auch im Zit verwandter künstlerischer Theorien  Wenn sich der Künstler seinem Gefühl überläßt, so meldet sich etwas Farbiges gleich. Sobald das Schwarze in’s Blauliche fällt, entsteht eine Forderung des G-en, das denn der Künstler instinctmäßig vertheilt GWBN1,339,18 FlD 863  Ich .. sah die Hoffnung .. ihre [der Farben] Kunst-Harmonie .. zu finden. Freund Meyer entwarf verschiedene Compositionen .. Am klarsten ward sie bei einfachen landschaftlichen Gegenständen, wo der Lichtseite immer das G-e und Gelbrothe, der Schattenseite das Blau und Blaurothe zugetheilt werden mußte GWB33,260,10 Camp  Charakteristisches Colorit [Überschr] .. Der mächtige Effect [s FlD 881f] wird erreicht durch G., Gelbroth und Purpur .. Wenig Violett und Blau, noch weniger Grün ist anzubringen. Der sanfte Effect wird durch Blau, Violett und Purpur .. hervorgebracht. Wenig G. und Gelbroth, aber viel Grün, kann statt finden GWBN1,346,9u15 FlD 883  das reine G. [Giallo] begleite man mit Violett, weil dieses aus Roth und Blau besteht. Hat man ein reines Roth angewendet, so füge man .. das Grüne hinzu, das ein Gemisch von Blau und G. [Giallo] ist. Besonders ist die Vereinigung des G-en [Giallo] und Rothen .. schwer mit Vortheil anzuwenden, weil diese Farbe zu lebhaft ist, deßwegen man das Blau zu seiner Begleitung hinzufügen muß GWBN4,247,4u8 FlH VI Mengs GWBN1,349,1 FlD 891 GWBN3,101,16 FlH II [Meyer]   g im Rahmen universeller (eigener u fremder) Bezugssysteme, in denen die Farben zB den Elementen, best Zeitkategorien od Geisteskräften, den Temperamenten ua zugeordnet sind8); auch in myst Deutung od in Parallele zur Tonkunst  Erde Feuer Wasser Luft [diesen zugeordnet:] Grün G. Blau Rot [der Farbe ‘Gelb’ ferner entsprechend:] Mittag Süd Sommer Vollmond Jüngling Cholerisch Phantasie Geist Imagination Produktion Reproduktion .. LA I 3,507,4 Fl Plp  Wenn man erst das Auseinandergehen des G-en und Blauen wird recht gefaßt, besonders aber die Steigerung in’s Rothe genugsam betrachtet haben, wodurch das Entgegengesetzte sich gegen einander neigt, und sich in einem Dritten vereinigt; dann wird gewiß eine besondere geheimnißvolle Anschauung eintreten, daß man diesen beiden getrennten, einander entgegengesetzten Wesen eine geistige Bedeutung unterlegen könne, und man wird sich kaum enthalten, wenn man sie unterwärts das Grün, und oberwärts das Roth hervorbringen sieht, dort an die irdischen, hier an die himmlischen Ausgeburten der Elohim zu gedenken GWBN1,358,20 FlD 919 GWBN4,259,25 FlH VI Hoffmann   3 als Farbname  Was die deutsche [Farben-] Terminologie betrifft, so hat sie den Vortheil, daß wir vier einsylbige, an ihren Ursprung nicht mehr erinnernde Namen besitzen, nämlich G., Blau, Roth, Grün. Sie stellen nur das Allgemeinste der Farbe der Einbildungskraft dar GWBN1,243,17 FlD 610 Gertrude Harlass G. Ha.
24146 Zeichen · 214 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gêlb

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Gêlb , -er, -ste, adj. et adv. eine Benennung einer sehr lichten Hauptfarbe, welche bey der Brechung des Lichtstrahles d…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gelb

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gelb auch Komp, häufig ( bes in Punkt 2) ‘das G-e’, daneben auch die substantivische Form ‘das G.’ (zT Kleinschr); einma…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gelb

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gelb , die Farbenempfindung, die in einem normalen Auge durch die Strecke des Spektrums von 0,000585–0,000535 mm Wellenl…

  4. modern
    Dialekt
    gëlb

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    gël b [kál fast allg.; kǽl Str. W. ] Adj. gelb. G. wie e Kütt [Khìt] wie eine Quitte allg. Grüen e ( und) g. grüngelb vo…

  5. Sprichwörter
    Gelb

    Wander (Sprichwörter)

    Gelb 1. O du liebe gêl, fall mi doch ön mine Kehl. – Frischbier 2 , 1198. Wunsch des Faulen, der unter dem Birnbaume lie…

  6. Spezial
    gelb

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    gelb adj. ghel (ghei, -a).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gelb

356 Bildungen · 328 Erstglied · 25 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von gelb

ge- + lb

gelb leitet sich vom Lemma lb ab mit Präfix ge-.

gelb‑ als Erstglied (30 von 328)

Gelbamsel

SHW

Gelb-amsel Band 2, Spalte 1211-1212

Gelbapfel

SHW

Gelb-apfel Band 2, Spalte 1211-1212

Gelbarsch

SHW

Gelb-arsch Band 2, Spalte 1211-1212

gelbbraun

SHW

gelb-braun Band 2, Spalte 1211-1212

Gelbfink

SHW

Gelb-fink Band 2, Spalte 1211-1212

gelbfistig

SHW

gelb-fistig Band 2, Spalte 1211-1212

Gelbflügel

SHW

Gelb-flügel Band 2, Spalte 1211-1212

Gelbfuchs

SHW

Gelb-fuchs Band 2, Spalte 1211-1212

Gelbfüßer

SHW

Gelb-füßer Band 2, Spalte 1211-1212

Gelbklee

SHW

Gelb-klee Band 2, Spalte 1211-1212

Gelbköpfe

SHW

Gelb-köpfe Band 2, Spalte 1211-1212

gelblecht

SHW

gelb-lecht Band 2, Spalte 1211-1212

gelbplackig

SHW

gelb-plackig Band 2, Spalte 1211-1212

Gelbrübe

SHW

Gelb-rübe Band 2, Spalte 1211-1212

Gelbsamen

SHW

Gelb-samen Band 2, Spalte 1213-1214

Gelbscheck

SHW

Gelb-scheck Band 2, Spalte 1213-1214

Gelbsucht

SHW

Gelb-sucht Band 2, Spalte 1213-1214

Gelbwachs

SHW

Gelb-wachs Band 2, Spalte 1215-1216

Gelbwasser

SHW

Gelb-wasser Band 2, Spalte 1215-1216

Gelbwurst

SHW

Gelb-wurst Band 2, Spalte 1215-1216

Gelbämmer

SHW

Gelb-ämmer Band 2, Spalte 1211-1212

gelb als Zweitglied (25 von 25)

beergelb

DWB

beer·gelb

beergelb , n. rhamnus infectorius, gelbe farbe, die aus kreuzdornbeeren bereitet wird.

Bleygêlb

Adelung

bley·gelb

Das Bleygêlb , indecl. plur. inus. eine Mahlerfarbe, welche aus calcinirtem Bleyweiße bereitet wird; Massicot.

dottergelb

DWB

dotter·gelb

dottergelb , adj. luteus luteolus. dottergeel Dasypod. 316 c . Serranus Synon. 53 b . Schönsleder L 3 . Henisch 738 . Stieler 595 . Rädlein …

Eyergêlb

Adelung

Das Eyergêlb , des -en, plur. inus. S. Adelung Eyerdotter .

goldgelb

DWB

gold·gelb

goldgelb , adj. , ' von rötlich gelber, auch metallisch glänzender gelber farbe ', vgl. aureus goldgäl Frisius (1556) 146 a ; rutilus goldgä…

grüngelb

DWB

gruen·gelb

grüngelb , adj. 1) gelb, das ins grüne fällt, vgl. griengel citrinus Henisch 1762 : das mittelst theil inwendig ist grüngeel Tabernämontanus…

hangelb

KöblerMnd

hang·elb

hangelb , M. nhd. Bodenkammer, Hängeboden, hölzerner Verschlag der nicht auf dem Hauptgebälk ruht sondern zwischen den Geschossen hängt (oft…

hellgelb

DWB

hell·gelb

hellgelb , adj. : ( das meer hat ) tiefen lehmboden aufgehäuft. er ist hellgelb und leicht zu verarbeiten. Göthe 27, 179 ; die blondine hat …

kupfergelb

DWB

kupfer·gelb

kupfergelb , n. gelb angelaufenes kupfererz Adelung ; bei Henisch 626 aeneus color, cupfergeel, wie nl. bei Kil. kopergeel. vgl. kupfergilbe…

lichtgelb

DWB

licht·gelb

lichtgelb , adj. hellgelb: blätter mit sprenglechten tüpflein, deren etliche liechtgelb sein. Tabernaemont. 818 ; an den stengeln erscheinen…

Óchergêlb

Adelung

ocher·gelb

Óchergêlb , adj. et adv. der dunkelgelben Farbe des Ochers in der engsten Bedeutung gleich und ähnlich. Auch als ein Hauptwort wird es zuwei…

quittengelb

DWB

quitten·gelb

quittengelb , adj. gelb wie quitten: milch und quittengelbe butter. Opitz Zlatna 406 , der wangen schwärt ist quittengeel beloffen. J. Schwi…

rauschgelb

DWB

rausch·gelb

rauschgelb , n. arsenicum rubrum, cinnabaris nativa. Hübners handlungslex. 1522 ; der erste theil entstellt aus ital. rosso rot, daher auch …

rossgelb

DWB

ross·gelb

rossgelb , n. mit schwefel mineralisiertes arsenik, bei der schrotbereitung und zum malen verwendet. Frisch 2, 94 a . Nemnich. Jacobsson 3, …

schüttgelb

DWB

schuett·gelb

schüttgelb , n. besonderer gelber farbenteig aus dem saft der beere des kreuzbeerstrauchs und schiefer- oder bleiweisz; verhüllende umdeutsc…

schwarzgelb

DWB

schwarz·gelb

schwarzgelb , adj. 1 1) dunkelgelb, mhd. swarzgel, gen. -elwes ( s. unten ), nhd. schwartzgäl, luridus, ravus ( color ) Maaler 366 c , schwa…

schwefelgelb

DWB

schwefel·gelb

schwefelgelb , adj. sulphureus Nemnich, giallo come solfo, giallo-chiaro Kramer dict. 2, 706 b , fulvus Stieler 595 , color sulphureus Frisc…

speisegelb

DWB

speise·gelb

speisegelb , adj. und n., bezeichnung einer blaszgelben, etwas ins rötliche fallenden farbe, von der speise (5, a. b ) der glocken- und rotg…

strohgelb

DWB

stroh·gelb

strohgelb , adj. , strohfarbig; strohgelb color di paglia, pagliato Kramer t.-ital. 1 (1700) 342 a ; der gelben farbe des strohes gleich, we…

wachsgelb

DWB

wachs·gelb

wachsgelb , adj. gelb wie wachs, d. h. dunkelgelb mit rötlichbrauner färbung: wachszgäl, gilvus. Maaler 479 c ; cereus, wachsgäl, wachsfarb.…

Ableitungen von gelb (3 von 3)

Ergelben

Campe

Ergelben , v. ntr. mit sein, gelb werden. Man sagt häufig ergilben, wozu aber kein Grund vorhanden ist, da nur gelb in der Büchersprache geb…

gelbe

DWB

gelbe , f. gelbe farbe, gelbheit, mhd. gilwe, ahd. neben giliwî auch gelawî aurugo ( s. u. gelb 1, a ): flavedo .. gelbe vel gilbe. Melber i…

vergelben

DWB

vergelben , verb. , mundartliche nebenform zu vergilben, s. dort.