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Gilbe

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Adelung
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Gilbe

Bd. 2, Sp. 689
Die Gilbe, plur. die -n, von dem Worte gelb, welches ehedem auch nur gilb lautete, im gemeinen Leben, 1. Die gelbe Farbe eines Körpers; ohne Plural. Die Gilbe des Saffrans, des Lehmens. 2. Ein gelber Körper, ein Körper, welcher eine gelbe Farbe hat, besonders in verschiedenen einzelnen Fällen. 1) Im Bergabue und der Mineralogie, eine gewisse gelbe Erde, welche in mehrern Erd- und Steinarten angetroffen wird, und eigentlich eine Eisenerde von verwitterten Kiesen ist. 2) In andern Gegenden ist die Gilbe eine silberhaltige gelbe Bergart, welche mit gewachsenem Silber angeschmauchet ist, in reichen Gängen bricht, aber unflüssig und im Feuer schwer zu behandeln ist. In allen diesen Fällen ist der Plural nur von mehrern Arten oder Quantitäten üblich. S. auch Gilft, welches nur eine verderbte Aussprache dieses Wortes ist. Im Böhm. ist Gil Thon oder Letten. 3. Ein Körper, mit welchem man andere Körper gelb färbet; in welcher Bedeutung so wohl der Genster oder Färberpfriemen, Genista tinctoria L. als auch die Färberscharte, Serratula tinctoria L. im gemeinen Leben Gilbe, Gilve, Gilbblume, Gilbkarut, Gilbenkraut, Gilbenblume u. s. f. genannt werden. S. das folgende Zeitwort.
1184 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gilbestf., adj.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    gilbe stf. , gilbliht adj. s. gilwe, gilweleht.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gilbe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Gilbe , plur. die -n, von dem Worte gelb, welches ehedem auch nur gilb lautete, im gemeinen Leben, 1. Die gelbe Farb…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gilbe

17 Bildungen · 16 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

gilbe‑ als Erstglied (16 von 16)

gilbeln

DWB

gilbeln , vb. , gelblich werden: diese ( zweiglein ) fiengen an zu gilbeln mährleinbuch (1799) 66.

gilben

FWB

1. ›etw. gelb einfärben‹; refl.: ›sich gelb einfärben, gelb werden‹.; 2. ›jm. eine fahle, blasse Farbe verursachen‹.

Gilberich(t)

Idiotikon

Gilberich(t) Band 2, Spalte 295 Gilberich(t) 2,295

gilberling

DWB

gilber·ling

gilberling , m. , rotwelsche bezeichnung für etwas gelbes, z. b. für weizen oder wachs, vgl. v . Grolman spitzbubensprachen 25 a , sieh auch…

Gilberneⁿ

Idiotikon

Gilberneⁿ Band 2, Spalte 418 Gilberneⁿ 2,418

gilberschen

DWB

gilber·schen

gilberschen , n. , name für die goldammer: diser vogel ( emberiza flava ) ... wirdt ein ... gilbling, gilberschen, kornvogel und geelgorst g…

gilbert

DWB

gilbert , m. , wie gilbling, gilberschen: gillwerth emberiza citrinella Nemnich wb. d. naturgesch. 196 . wie gilberling s. v . Grolman spitz…

Gilbert de la Porrée

Meyers

Gilbert de la Porrée ( Gislebertus Porretanus ), namhafter franz. Scholastiker, geboren um 1070 in Poitiers, gest. daselbst 4. Sept. 1154, w…

Gilbertīner

Meyers

Gilbertīner , geistlicher Mönchs- und Nonnenorden, wurde 1135 von Gilbert von Sempringham in England nach der Regel des heil. Benedikt gesti…

Gilbertinseln

Meyers

Gilbertinseln (auch Kingsmillinseln und, weil gerade unter dem Äquator [der Linie] gelegen, Linieninseln genannt), brit. Archipel in Mikrone…

Gilberton

Meyers

gilber·ton

Gilberton , Ort im nordamerikan. Staat Pennsylvanien, Grafschaft Schuylkill, 16 km nördlich von Pottsville, mit Kohlengruben und (1900) 4373…

gilbe als Zweitglied (1 von 1)

kupfergilbe

DWB

kupfer·gilbe

kupfergilbe , f. bergm., eine kupferhaltige erde, eine art kupferocher oder kupfergrün. Adelung. vgl. kupfergelb .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gilbe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gilbe/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „gilbe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gilbe/adelung. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gilbe". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gilbe/adelung.
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