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gatten

nhd. bis GWB · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

gatten

gatten

Gatte m. ‘Ehemann’, Plur. Gatten ‘Eheleute, Ehepaar’ Mhd. gat(e) ‘wer einem gleich ist oder es einem gleichtut, Genosse, Tiermännchen, -weibchen’, neben gegate (substantivierte Form eines Adjektivs ahd. gigat ‘passend’, um 1000), asächs. gigado, aengl. (ge)gada ‘seinesgleichen, Genosse, Gefährte’, mnl. (ghe)gade ‘Genosse, Ehepartner’, nl. gade ‘Ehemann, Ehefrau’ (westgerm. *(ga)gadōn-); vgl. (mit einem oft die Stammes- und Familienzugehörigkeit bezeichnenden Ableitungssuffix) ahd. gataling ‘Stammesgenosse, Verwandter’, Plur. ‘Eltern’ (8. Jh.), asächs. gaduling, aengl. gædeling, got. gadiliggs. Außergerm. sind zu vergleichen aind. gádhyaḥ ‘was man gerne festhält, was einem paßt’, aslaw. godъ ‘Stunde, (passende) Zeit’, russ. god (год) ‘Jahr’, aslaw. godьnъ ‘gefällig, geeignet’, russ. gódnyj (годный) ‘tauglich, brauchbar, geeignet’, výgoda (выгода) ‘Vorteil, Nutzen, Gewinn’. Sie führen auf die Wurzel ie. *ghadh- ‘vereinigen, eng verbunden sein, zusammenpassen’, älter wohl ‘umklammern, fest- und zusammenhalten’ (vgl. aind. ā́gadhitaḥ ‘angeklammert’), wozu auch gut, 2vergattern und wohl auch Gatter, Gitter (s. d.) gehören. Gatte, seit Mitte des 12. Jhs. bezeugt, gehört von Anfang an der gehobenen Sprache an; seine Bedeutung geht von ‘gleichgestellter, ebenbürtiger Genosse’ aus, von der Mitte des 13. Jhs. an wird damit auch der Paarungspartner im Tierreich bezeichnet; erst von der Mitte des 17. Jhs. an steht es allein für den ‘ehelich verbundenen Mitmenschen’. Vorher bedarf es, wenn auf Menschen bezogen, der Zusammensetzung Ehegatte (Ende 16. Jh.), das, wie Gatte, lange Zeit auch die ‘Ehefrau’ meinen kann, vgl. mnd. echtegāde und nl. gade, die beide für ‘Ehegatte’ und ‘Ehegattin’ stehen (doch wird nl. gade meist auf die ‘Ehefrau’ bezogen). Ab Ende 18. Jh. gelten Ehegatte, Gatte allein für den ‘Ehemann’, nachdem Ehegattin (um 1700) und Gattin (1. Hälfte 18. Jh.) üblich werden. – gatten Vb. reflexiv ‘sich paaren’, in der Kaufmannssprache früher ‘ordnen, sortieren’ (Waren gatten); mhd. gaten ‘zusammenkommen, genau zusammenpassen, vereinigen’, reflexiv ‘sich in- oder aneinanderfügen, zusammenpassen’, vgl. mhd. gegaten reflexiv ‘sich fügen’ und s. 2vergattern ‘die Wache verpflichten’. begatten Vb. reflexiv ‘sich paaren’ (Anfang 17. Jh.); vgl. ahd. bigatōn ‘jmdn. treffen, jmdm. zuteil werden’ (11. Jh.), mhd. begaten ‘erreichen, übereinkommen, einrichten’, reflexiv ‘sich gesellen’, mnd. begāden. Gattung f. ‘Gesamtheit von Einzeldingen, Einzelwesen, die in wesentlichen Eigenschaften übereinstimmen, Sorte, Art’, in der Biologie für Genus im System der Lebewesen (zwischen Familie und Art stehend), spätmhd. gatunge; die in der Kaufmannssprache erhaltene Ausgangsbedeutung ‘Zusammenstellung des Zusammengehörigen’ wird durch Sorte, Sortiment verdrängt.
2782 Zeichen · 72 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gatten

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Gatten , verb. reg. act. welches überhaupt vereinigen, verbinden bedeutet, aber nur noch in einigen Fällen gebraucht wir…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gatten

    Goethe-Wörterbuch

    gatten überwiegend refl; 11 Belege, fast ausschließl in (Vers-)Dichtungen a (sich) miteinander verbinden, vereinigen; vo…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gatten

9 Bildungen · 3 Erstglied · 3 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von gatten 2 Komponenten

gat+ten

gatten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gatten‑ als Erstglied (3 von 3)

gattenlos

DWB

gatten·los

gattenlos , des gatten beraubt, ohne gatten: seit ich gattenlos bin. Meiszner bei Campe.

gattenpflicht

DWB

gatten·pflicht

gattenpflicht , f. pflicht des gatten: Coriolan, von der gatten- und kindes- und bürgerpflicht besiegt. Schiller ; vgl. gattinpflicht.

Gattentreue

GWB

gatten·treue

Gattentreue für das (monogame) ehel Zusammenleben [ Monostatos: ] Die süße Hoffnung nahte schon, | Versprach, der G. Lohn, | Den lang erfleh…

gatten als Zweitglied (3 von 3)

begatten

DWB

begatten , jungere par pari, 1 1) transitiv, vermählen, verheiraten: glaubt ihr etwa, gott werde sogleich vier männer und fünf weiber vom hi…

ergatten

DWB

ergatten , ein seltnes, in seinen bedeutungen nicht genug aufgehelltes wort; wenn gatten jungere, begatten conjungere, zugesellen, zureichen…

vergatten

DWB

ver·gatten

vergatten , verb. zusammenfügen, zum gatten geben. zusammensetzung mit gatten ( theil 4 1 , 1499). nur transitiv nachgewiesen. 1 1) wie gatt…

Ableitungen von gatten (3 von 3)

begatten

DWB

begatten , jungere par pari, 1 1) transitiv, vermählen, verheiraten: glaubt ihr etwa, gott werde sogleich vier männer und fünf weiber vom hi…

ergatten

DWB

ergatten , ein seltnes, in seinen bedeutungen nicht genug aufgehelltes wort; wenn gatten jungere, begatten conjungere, zugesellen, zureichen…

vergatten

DWB

vergatten , verb. zusammenfügen, zum gatten geben. zusammensetzung mit gatten ( theil 4 1 , 1499). nur transitiv nachgewiesen. 1 1) wie gatt…