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esche

ahd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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43 in 21 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Esche

Bd. 6, Sp. 99
Esche (Fraxinus L., hierzu Tafel »Esche I u. II«). Gattung der Oleazeen, Bäume mit gegenüberstehenden, unpaarig gefiederten, sehr selten einfachen Blättern mit häufig gesägten Fiedern, seitlich oder endständig an vorjährigem Holz erscheinenden, unscheinbaren polygamen oder diözischen Blüten in zusammengesetzten Trauben und geflügelten Früchten. Etwa 39 Arten in den gemäßigten und subtropischen Klimaten der nördlichen Erdhälfte, besonders in Nordamerika, Ostasien und dem Mittelmeergebiet. Die gemeine E. (Fraxinus excelsior L., s. Tafel), einer unsrer schönsten Waldbäume, mit hohem, schlankem Stamm, heller, rauher, im Alter borkenrissiger Rinde, ziemlich spät sich abwölbender Krone, schwarzen Knospen, unpaarig gefiederten Blättern, blumenblattlosen Blüten, die in kleinen Rispen mit dem Ausbrechen der Laubknospen erscheinen, und überhängender, breiter, geflügelter Frucht. Die Wurzel dringt nicht tief in den Boden, breitet sich aber ziemlich weit aus. Das Holz besitzt sehr zahlreiche schmale, seine Markstrahlen, ist gelbweiß, nur an stärkern Stämmen im Kern braun, sein, schwerspaltig, zäh, auf der Radialfläche ziemlich glänzend, hart, dient zu Drechsler- und Wagnerarbeiten, Turngeräten, landwirtschaftlichen Geräten etc., junges Holz auch zu Faßreifen, die Stockloden zu Lanzenschäften, Peitschenstielen etc. Als Möbelholz ist Eschenmaser (s. Tafel »Nutzhölzer II«, Fig. 11 u. 12) beliebt, besonders ungarische, die sich durch eigenartige und sehr schöne Bildung auszeichnet. Die E. findet sich in Europa bis 62° nördl. Br. (in Finnland bis 64°) und im Orient in feuchten Wäldern. In den Alpen steigt sie bis 1200 m. Sie verlangt frischen, fruchtbaren Boden, wächst in der Jugend schnell und üppig und erreicht bei einem Stammdurchmesser von 90–125 cm eine Höhe von 40 m. In England soll es Eschen von nahe an 18 m Umfang geben. Die E. besitzt eine große Ausschlagsfähigkeit, an Krankheiten leidet sie wenig, bisweilen durch Spätfröste; Wild und Weidevieh benagen sie gern, die Hornisse schält die jungen Triebe, zwei Borkenkäfer, Hylesinus crenatus und H. fraxini, leben unter der Rinde, und die Spanische Fliege frißt am liebsten Eschenlaub. Letzteres ist auch ein vorzügliches Schaffutter und wird als solches besonders in Steiermark und Kärnten benutzt. Die E. spielt in der nordischen Mythologie eine große Rolle: aus ihr ging der Mann hervor, aus der Erle das Weib. Man kultiviert viele Abarten, wie die einblätterige E. (F. excelsior var. monophylla), die Trauer- oder Hängeesche (F. excelsior pendula Ait.), die als Trauerbaum benutzt wird, die Goldesche (F. excelsior var. aurea), mit rötlichgelber Rinde etc. Die E. ist heimisch auf dem kräftigen Buchenboden des Hügel- und untern Berglandes, meidet die Flachlandsandböden ebenso wie die rauhern Gebirgslagen. Man pflanzt sie in Laubholzbeständen an, kultiviert sie aber am häufigsten im Niederwald-, Kopf- und Schneidelholzbetrieb. Will man sie an geeigneten Stellen in Verjüngungen einsprengen, so geschieht dies am zweckmäßigsten durch Pflanzung stärkerer, etwa 1 m hoher Pflanzen. Zur Erziehung der Pflanzen besät man eine spatentief umgegrabene Fläche mit 1 hl Samen auf 1 Ar. Der Same reist im Oktober, und das Hektoliter wiegt etwa 17 kg. Er keimt meist erst im zweiten Jahr. Die jungen Pflanzen werden zweckmäßig einjährig verschult, wachsen dann aber in wenigen (2–3) Jahren zu kräftigen Loden oder zu Halbheistern heran, wenn der Kamp eine frostfreie Lage hat. Gegen Frost sind die jungen Eschen sehr empfindlich. Die Mannaesche (Blumenesche, F. Ornus L.), ein hübscher, kleiner Baum oder Strauch, hat mit vier kleinen, zungenförmigen, weißen Blumenblättern versehene Blüten in ansehnlichen Trauben, drei- bis vierjochig unpaarig gefiederte Blätter und aufrechte Flügelfrüchte, findet sich in Bergwäldern Südeuropas (waldbildend namentlich im Karst, in Kroatien, Slawonien, Dalmatien) und im Orient, auch in Südtirol, Krain, Untersteiermark, Ungarn, wird besonders in Sizilien kultiviert und liefert die Manna, die aus Einschnitten in die Rinde als süßer, an der Luft bald erhärtender Saft ausfließt; bei uns Ziergehölz. In Parkanlagen werden auch mehrere nordamerikanische Eschen kultiviert, z. B. die Weißesche (F. americana L.), ein schöner, großer Baum von der Ostseite; die Rotesche (F. pennsylvanica Marsh); die Schwarzesche (F. nigra Marsh), gleichfalls von der Ostseite; die Blauesche (F. quadrangulata Mchx.), aus Ohio, Kentucky, Illinois, Tennesee, deren Holz gleich dem der Weißesche in der Heimat sehr geschätzt ist. Auf F. chinensis Roxb. in China und Anam wird die Wachsschildlaus (Coccus Pe-la) gezüchtet, die das chinesische Wachs liefert.
4666 Zeichen · 61 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    esche

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    esche Gl 3,47 Anm. 8 s. asco.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    escheswm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +8 Parallelbelege

    esche swm. s. v. a. asche Apoll. 18151.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    escheF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    esche , F. nhd. Esche Hw.: s. asch (2); vgl. mhd. esche (1), mnl. esce E.: s. mhd. esche, st. F., Esche E.: ahd. aska (2…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Ếsche

    Adelung (1793–1801) · +12 Parallelbelege

    1. Die Ếsche , ein Fisch, S. Adelung Äsche .

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Esche

    Goethe-Wörterbuch

    Esche mehrf A-, einmal Ä- a charakterist Laubbaum in der natürl od gestalteten Landschaft, öfter als markanter Orientier…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Esche

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Esche , gemeine hohe (Fraxinus excelsior) , Baum, ausgezeichnet durch einen schlanken Wuchs, die graue Rinde und die gro…

  7. modern
    Dialekt
    Esche

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Esch e [Eə Hi. ; È Katzent. ; I Wh. ] f. Esche. ‘Fraxinus äschen baum’ Gol. 389.

  8. Sprichwörter
    Esche

    Wander (Sprichwörter)

    Esche Wenn die Esche Knospen trägt, gibt's keinen Frost mehr.

  9. Spezial
    Esche

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Esche (Fraxinus sp.) f. (-,-n) ‹bot› frassen (-i) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit esche

541 Bildungen · 103 Erstglied · 437 Zweitglied · 1 Ableitungen

esche‑ als Erstglied (30 von 103)

esche...

KöblerMhd

esche... , . Vw.: s. asche...

escheboum

AWB

esche·boum

escheboum mhd. st. m. esche-bō: nom. sg. Gl 3,40,13 ( 14. Jh. ); eschi-bovm: dass. 557,45/46 ( 14. Jh. ). Eschenbaum, Esche, Fraxinus excels…

eschehütte

MNWB

esche·huette

° eschehütte , f. , Aschenhütte. (Goslar, Bergrecht § 171; vgl. auch Neuburg, Gosl. Bergbau S. 257, 265.)

eschehütte

KöblerMnd

esche·hütte

eschehütte , F. nhd. Aschenhütte E.: s. esche (2), hütte L.: MndHwb 1, 617 (eschehütte) Son.: örtlich beschränkt

êscheidunge

LexerN

ê-scheidunge stf. divorcium Dfg. 188 c .

Esche II

RhWB

Esche II RhWBN PfWB ElsWB LothWB ęš ; doch Bitb E- ; LRip, uSieg ęžš (auch Prüm ), ęiš ; Altk , Aden . uAhr, SRheinb , SEusk š [ Monsch-Wit…

*escheita

MLW

esche·ita

* escheita (-h(a)eta, -tia), -ae f. (excidere; MLW francog. MLW vet. eschief; cf. F. Godefroy, Lexique de l’ancien français. 1928. p. 193 b …

Esche, Johann

Meyers

esche·johann

Esche, Johann , Begründer der Strumpfwirkerei in Sachsen, besaß 1745 eine Strumpfwirkerei in Limbach bei Chemnitz. Seine Enkel Moritz Samuel…

Eschelbach

PfWB

eschel·bach

Eschel-bach m. : Bach in KU-Schmittw/O. bei der Höhe Eschen entspringend, Eschelbach. a. 1576: Eßelbach [MüHArch., Kasten blau, 390/4 II]. B…

eschelbaum

DWB

eschel·baum

eschelbaum , m. fraxinus. Serranus i 5 a . lat. ist esculus, aesculus die eiche, aber beide bäume, esche und eiche, galten dem alterthum für…

eschelboum

KöblerMhd

eschel·boum

eschelboum , M. nhd. Sperberbaum, Eberesche, Speierling E.: s. ahd.? eskilboum* 1, eskuliboum*, st. M. (a), Sperberbaum; s. boum; s. germ. *…

Eschenbaum

SHW

Eschen-baum Band 2, Spalte 273-274

Eschenholz

SHW

Eschen-holz Band 2, Spalte 273-274

Eschenau

PfWB

esche·nau

Eschen-au ON .: Dorf im Kr. KU, Eschenau (ęšənau). Deutung nach Christmann SN I 2 146: 'Aue mit (oder bei) Eschen'. —

eschenbaum

DWB

eschen·baum

eschenbaum , m. fraxinus: ir ( der lämmer ) best fuoter ist das laub von ruosten oder eschenbäumen ( repositis ulmeis vel ex fraxino frondib…

eschenbaumsblatt

DWB

eschenbaum·s·blatt

eschenbaumsblatt , n. folium fraxineum: eschenbaumsbletter wasser vertreibt unreine masen und flecken des angesichts. Lonicerus kreuterbuch …

Eschenblatt

MeckWB

eschen·blatt

Wossidia Eschenblatt n. das Blatt der Bäweresch ( s. Esch 1 2 ): Se flüggt schir as 'n Eschenblad Hey. Kam. 149.

eschenboum

Lexer

eschen·boum

eschen-boum stm. BMZ esche Dfg. 246 c ( auch essenboum), s. aschboum.

esche als Zweitglied (30 von 437)

*wesche?

KöblerMhd

*wesche? , st. N. Vw.: s. ge- E.: s. waschen W.: nhd. DW-

Blutwäsche

RDWB1

Blutwäsche f переливание крови (а не "промывание")

Unterwäsche

RDWB1

Unterwäsche f бельё; нижнее бельё; исподнее устар. или прост.

Wäsche

RDWB1

Wäsche f j-m an die ~ gehen idiom. , umg. : домогаться (сексуально) книж. или юр. ; приставать к кому-л. разг. досаждать; угрожать; представ…

Abwäsche

Campe

Х Die Abwäsche , Mz. die — n. 1) Die Handlung des Abwaschens. Sie ist noch mit der Abwäsche ( gewöhnlicher, mit Abwaschen) beschäftiget. 2) …

Abzugsrösche

GWB

abzug·s·roesche

Abzugsrösche Graben od Stollen (hier offenbar das letztere) im Bergbau, um Wasser abzuführen (vgl Abzug 2 ) 1) an Ausfüllung und Aufmaurung …

Adelesche

Campe

adele·sche

† Die Adelesche , Mz. die — n, in manchen Gegenden der Name des Vogelbeerbaums oder Speierlings (Sorbus domestica L.).

Anwäsche

Campe

Die Anwäsche , d. Mz. ungew. in den Hüttenwerken, das ganze Verfahren bei der Wascharbeit der gepochten Erze.

Bauchwäsche

PfWB

bauch·waesche

Bauch-wäsche f. : 1. 'Wäsche, die gebaucht wird', s. PfWB bauchen , Bauchwäsch (-weš) [allg. (bis etwa 1900, heute nur noch den Ältesten bek…

Beienmüsche

RhWB

beien·muesche

Beien-müsche RhWBN -møš(kə) Geld-Hinsbeck , Kemp-Breyell , Erk-Elmpt ; bi- Heinsb-Lümb Roerkemp Karken Aphv Effeld f.: dass. RA.: So scheəl …

Betäsche

Wander

beta·esche

Betäsche A macht sich schrecklich betäsche. ( Schles. ) – Frommann, III, 414, 544.

Bettwäsche

Campe

bett·waesche

Die Bettwäsche , o. Mz. ein Sammelwort, unter welchem man Bettüberzüge, Betttücher, Bettdecken, Bettvorhänge  begreift.

bisesche

FindeB

bise·sche

* bisesche stf. Quer-, Doppelsack HlReg. bîsazche Rqv.II

bladenesche

KöblerMnd

bladen·esche

bladenesche , Sb. nhd. Harpye E.: Herkunft ungeklärt? L.: MndHwb 1, 288 (bladensche) Son.: Fremdwort in mnd. Form

Blauwäsche

PfWB

blau·waesche

Blau-wäsche f. : 'Buntwäsche', -wäsch (-weš) [verbr.]. SHW Südhess. I 928 ; RhWB Rhein. I 764 .

blesche

DWB

ble·sche

blesche , f. ictus, schlag: schluogen als woltens dreschen, da zwen, da drei, sie gaben einander bleschen, das tuschet als das blei. Uhland …

Ableitungen von esche (1 von 1)

unesche

KöblerMnd

unesche , Adj. Vw.: s. unnasch