lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Bütte

mhd. bis sprichw. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
16 in 13 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
27
Verweise raus
61

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Bütte

Bd. 1, Sp. 1280
Bütte, plur. die -n, Diminutivum Büttchen, ein hölzernes Gefäß, welches in verschiedenen Gegenden Deutschlandes von verschiedener Gestalt und Bestimmung ist. In Thüringen, Franken und Oberdeutschland ist die Butte ein hohes hölzernes Gefäß, etwas darin auf dem Rücken zu tragen, statt dessen in Obersachsen Tragekörbe gebraucht werden. Der Weinleser wird eines nach dem andern in die Butten werfen, Jer. 6, 9; indem unter andern auch die Weintrauben in solchen Butten zur Kelter getragen werden. Bey den Papiermachern ist die Bütte ein großes rundes hölzernes Faß, mit einer küpfernen Blase an der Seite, den gemahlnen Zeug zu erwärmen; daher das Büttbret, die Breter, womit diese Büte umgeben ist. S. Büttgesell. Büttkrücke. In einigen Niedersächsischen Gegenden ist die Bütte so viel wie ein Bottich oder Zuber, wie denn beyde Wörter Eines Ursprunges sind. In Bremen ist es eine Art kurzer dicker Tönnchen, welche Bedeutung es auch in dem zusammen gesetzten, aber auch nur Nieders. Theerbutte, das hölzerne Gefäß zur Wagenschmiere, hat. Im gemeinen Leben einiger Gegenden ist der Butten der Magen; ein Freßbutten, ein gefräßiges Kind. S. auch Schöpsbutten. Anm. Man wird dieses Wort wohl in allen Europäischen und in den meisten Asiatischen Sprachen antreffen. Schon im Hebr. bedeutete Bath ein gewisses Gefäß. Das Griech. πιθος, βυττις, βουττιον, das Angels. Bytte, das Schwed. Bytta, das Franz. Boute, ein Lägel, und Boutte, ein großes Faß, in Guienne, das Ital. Botta, das Engl. Butt, das Holländ. Botte, Butte, das Dän. Botte, das Böhmische Pudny, und andere mehr, bedeuten alle entweder ein Faß, oder einen Eimer, oder auch eine Tragebutte. S. Beute, Both, und Bottich.
1713 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    BÜTTE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    BÜTTE s. BÜTE.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ²büttef.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    2 bütte , f. , Bütte; Wanne, Balje, Spülwanne; Fäßchen, Tönnchen. bütte(ke)māker, büttenbinder, ~drēger, ~māker.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bütte

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Bütte , plur. die -n, Diminutivum Büttchen, ein hölzernes Gefäß, welches in verschiedenen Gegenden Deutschlandes von ver…

  4. modern
    Dialekt
    Bütte

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Bütt e [Pet Ruf. Dü. Rapp. Barr Osthsn.; Pìt Bf. Dachstn. Str. Betschd. Zinsw. Rothb. ; Pit Rauw. Wh. ; Pl. - ə; Demin. …

  5. Sprichwörter
    Bütte

    Wander (Sprichwörter)

    Bütte He hett in de Bütt daan. ( Holst. ) Dummes, ungeschicktes Zeug gemacht. [Zusätze und Ergänzungen] 1. Botte, Butte,…

Verweisungsnetz

77 Knoten, 69 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Hub 1 Kompositum 61 Sackgasse 11

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit buette

75 Bildungen · 65 Erstglied · 9 Zweitglied · 1 Ableitungen

buette‑ als Erstglied (30 von 65)

büttechlîn

Lexer

büttechlîn stn. kleine bütte Mone z. 2,186.

Bütteken

WWB

buette·ken

Bütteken I n. ⟨ Bütteken ( Olp Fö Gb ), sonst Büttken, „ Büddken “; Pl. Büttkens ( Osn We ), Büttkes ( Klo Mü, Vch Bl , Lin Be , Bbr An , Te…

Büttekengō¹d

WWB

buetteken·god

Bütteken-gō¹d Subst. Büdkengaut (verächtl.) unverheiratete männliche Jugend des Dorfes (Frbg.) ( Vch Lf).

Büttekenschiᵉte

WWB

Bütteken-schiᵉte m. Büttkenschiᵉt kleiner flacher Haarknoten der Frauen ( Hal Bh ).

Büttekenslächter

WWB

buetteken·slaechter

Bütteken-slächter m. Büttkenslächter Scheltwort für Schlachter, die ihr Handwerk nicht ordentlich gelernt haben und daher nur Kleinvieh wie …

Büttekenstō²t

WWB

buetteken·stot

Bütteken-stō²t m. Bütkenstaut wüster, ungeschickter Griff, Stoß, Streich eines jungen Menschen, z.B. bei der Arbeit ( Hal Bh).

Büttelamt

PfWB

buettel·amt

 Büttel-amt n. : ' Gerichtsbezirk '. a. 1480: Item weißen wir auch vnßerm gnedigen herrn dem pfaltzgrauen oder wer das bittelambt ihnhat zu…

Büttelarbeit

RhWB

buettel·arbeit

Büttel-arbeit Hunsr f.: lästige, niedrige Arbeit, die kein anderer tun will u. einem aufgehalst wird.

büttelei

DWB

buette·lei

büttelei , f. carnificina, ergastulum: bütteleien, schindereien, henkereien. Garg. 236 a ; beim galgen in der büttelei unter leichtfertigen …

büttelen

WWB

butt·elen

büttelen sw. V. bütteln den Bauch aufschneiden ( WoeN ).

Büttelēy

Adelung

buette·ley

Die Büttelēy , plur. die -en, im gemeinen Leben einiger Orte, das öffentliche Gefängniß, weil es gemeiniglich unter der Aufsicht des Büttels…

büttelisch

DWB

buette·lisch

büttelisch , more carnificis, henkermäszig: mit seinem büttelischen, henkermäszigen wüten und toben. Schuppius 50 .

Büttellohn

PfWB

buettel·lohn

 Büttel-lohn m. : a. 1748: Büttellohn 'Lohn für den Büttel' [LU-Assh (alte Akten)].

bütteln

DWB

butt·eln

bütteln , agitare, bei Schmeller 1, 225 butteln, bütteln, buttern, hin und her werfen: das man mich mit eim guten knüttel fein dapfer umb di…

bütteln I

RhWB

bütteln I -id- Merz-Nunk schw.: kleine Gänge für einen tun.

bütteln II

RhWB

bütteln II -ø- LRip von May , Aden , Malm an [auch Sieg-Ägid ], SNfrk bis Heinsb-Orsbeck Kemp-Dülken ; -- Aach-Walh ; s. auch pütteln, putt…

Büttelsacker

PfWB

buettel·sacker

Büttels-acker m. : urspr. 'Acker zur Nutznießung des Büttels', jetzt noch als FlN erhalten in LU-Friesh, Biddelsackeʳ .

Büttelshelm

PfWB

buettel·s·helm

Büttels-helm m. : ' Dienstmütze des Büttels '. De Kuhhert warsch (war es), de koochem (schlau) Schelm, stülpt uf de Kopp 'n Büddelshelm [ Rä…

buette als Zweitglied (9 von 9)

gebütte

DWB

gebu·ette

gebütte , n. eingeweide, ein fragliches wort. 1 1) im 18. jh.: bündel nennt man an einem gerissenen karpfen das gedärme welches mit dem roge…

Meerbütte

Adelung

meer·buette

Die Meerbütte , plur. die -n, eine Art Bütten mit glattem Körper, welche sich in dem Meere aufhält; Pleuronectes Rhombus L. Weil ihr Fleisch…

Steinbütte

Adelung

stein·buette

Die Steinbütte , oder Steinbutte, plur. die -n, eine Art Bütten oder Butten, deren linke Seitenlinie stachlig ist; Pleuronectes maximus Linn…

waschbütte

DWB

wasch·buette

waschbütte , f. groszer, gewöhnlich auf füszen stehender waschzuber; in den wörterbüchern zuerst bei Ludwig 2390 neben waschkufe, waschtubbe…

Wêrbütte

Adelung

wer·buette

Die Wêrbütte , plur. die -n, bey den Papiermachern, die Bütte, woraus das Werk, d. i. der flüssige Zeug, geschöpfet wird.

zeugbütte

DWB

zeug·buette

-bütte , f. , holzgefäsz, welches das ganzzeug, d. i. die zerstampften hadern, aufnimmt und woraus die masse mit der papierform geschöpft wi…

Ableitungen von buette (1 von 1)

gebütte

DWB

gebütte , n. eingeweide, ein fragliches wort. 1 1) im 18. jh.: bündel nennt man an einem gerissenen karpfen das gedärme welches mit dem roge…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „buette". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/buette/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „buette". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/buette/adelung. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „buette". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/buette/adelung.
BibTeX
@misc{lautwandel_buette_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„buette"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/buette/adelung},
  urldate      = {2026-05-09},
}