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gebütte

mnd. bis nhd. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gebütte n.

Bd. 4, Sp. 1913
gebütte, n. eingeweide, ein fragliches wort. 11) im 18. jh.: bündel nennt man an einem gerissenen karpfen das gedärme welches mit dem rogen oder der milch verknüpfet ist, heiszet auch das gebütte. öcon. lex. 404 (vgl.gebündel). in vocab. des 15. jh.: exentera, gepütte, gebutte, auch gebuet vel gewaid, s. Dief. 216a (Schm. 1, 302); extalis, gebutte. 219c, theils aus md. (auch rhein.) theils aus oberd. quellen (vgl. die hochd. umdeutung gepurdt n. gl. 160b); ob auch mnd.? s. Sch. u. L. 2, 25a. mhd. gebütze Lexer 1, 766, gebuzze exta sumerl. 31, 27 (wb. 1, 287a). doch auch gut alem. gebütte, von menschlichen eingeweiden, in einem kampfe: er traf in und zertranden von dem nabel hin ze tal, daʒ alleʒ sîn gebütte val nam nider ze der erden. Reinfr. v. Br. 19112. 22) dazu als einfache form put, exentrum, intestinum piscium voc. inc. teut. t 8b (r 1a); auch putten eviscerare, exenterare. voc. von 1445 Schm. 1, 302, auch in anderen putten, md., rheinisch butten Dief. 216a, n. gl. 160b, auch mnd. in einem voc. butten, pisces eviscerare Sch. u. L. 1, 465a. In Schmellers 2. ausg. wird auf roman. anklänge bei Diez 75 (1, 93) verwiesen, ital. budello darm, franz. boyau, im frühen mlat. intestina vel botelli, die da auf altlat. botellus, botulus würstchen zurückgeführt werden. aber das wegwerfen des -l entspräche nicht der sonstigen treue beim übernehmen eines fremdwortes, wenigstens eine spur des -l müszte erscheinen, sodasz ein heimischer anhalt zu suchen bleibt. 33) solchen bietet aber bottech (s. d.), der leib im gegensatz zu kopf und hals, ahd. potah, potih, auch cadaver Graff 3, 85 (wie noch mhd. botich Haupt 1, 287), mit nebenform putirih uter 3, 90, nhd. bütterich bauch, wanst Maaler 81d (s. butrich), noch schweiz. bötterich wanst, bauch Tobler 64a. 205b; das kann ursprünglich gemeint sein als das gefäsz für die eingeweide (vgl. lat. uterus, uter als schlauch und bauch), wobei potah wie singularisch, putirih (eigentlich wol putirah) wie pluralisch gebildet aussieht, von einem alten put n., pl. putir eingeweide, das denn noch in jenem put des 15. jh. erscheint. die doppelbildung ist wie kindlein und kinderlein, wie kräutig und kräuterig adj., und näher liegend kräutich und kräuterich gleich gekräute, krautwerk.
2290 Zeichen · 81 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gebütte

    Mittelniederdeutsches Wb.

    gebütte „exentera” (vgl. 4 butte ).

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gebütten.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gebütte , n. eingeweide, ein fragliches wort. 1 1) im 18. jh.: bündel nennt man an einem gerissenen karpfen das gedärme …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebuette

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Ableitung von gebuette

ge- + buette

gebuette leitet sich vom Lemma buette ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gebuette 2 Komponenten

gebu+ette

gebuette setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebuette als Zweitglied (1 von 1)

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APA
Cotta, M. (2026). „gebuette". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gebuette/dwb?formid=G03194
MLA
Cotta, Marcel. „gebuette". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gebuette/dwb?formid=G03194. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gebuette". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gebuette/dwb?formid=G03194.
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