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Buchweizen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
11 in 11 Wb.
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Buchweizen

Bd. 1, Sp. 703
Buchweizen, Heidekorn (Polygonum Fagopyrum L.), eine Knöterigart mit pfeilherzförmigen Blättern an dem aufrechten 1—2' hohen Stengel und rosenrothen oder weißen Blumenträubchen in den Blattwinkeln, welche dreikantige, spitzige, schwärzlichbraune Nüßchen hinterlassen, welche an die Bucheckern erinnern (woher der Name) und ein weißes mehlreiches Korn enthalten. — Wird in Deutschland häufig angebaut, Holstein, Ostfriesland, Mecklenburg, Vorpommern. auch der Odenwald, Steyermark, Krain sind die Striche, wo ganze Flächen mit B. angebaut getroffen werden. — Die Witterung hat auf sein Gedeihen einen größeren Einfluß als bei irgend einem anderen Feldgewächs. Unmittelbar nach der Saat will er trocken und warm haben und kommt bei der größten Dürre hervor; mit dem dritten Blatt aber verlangt er Regen, damit Stengel und Blätter sich rasch entwickeln können, ehe die Blüthe austreibt, in der lange dauernden Blüthezeit muß er abwechselnd Regen u. Sonnenschein haben; wenn es aber wetterleuchtet und sonst viel Elektricität in der Luft ist, ohne daß es zum Regen kommt, so blüht er taub; auch anhaltenden Ostwind erträgt die Blüthe nicht, sondern setzt dabei nicht an; nach der Blüthe endlich muß er wieder trocken haben. Aus diesem ergibt sich für den B., daß sein Ertrag nicht mit Sicherheit in Rechnung genommen werden kann. B. u. Staudenroggen im Juni mitsammen in Boden zu bringen, hat sich als sehr vortheilhaft erwiesen. Der Anbau des B. als Futterkraut ist so sicher als irgend ein anderer und man kann denselben in dieser Absicht noch spät säen. wenn man nur vor Frühfrosten sicher ist. Es wird grün gefüttert oder zu Heu gemacht, in welchem Falle es zwar langsam trocknet, aber auch nicht verdirbt. Der tatarische oder sibirische B. (P. tataricum), an den grünlichen Blüthen vom vorigen leicht zu unterscheiden, verlangt dieselbe Cultur, gilt aber für weniger empfindlich gegen den Einfluß der Witterung und deßhalb für sicherer im Ertrag.
1951 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    BuchweizenDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Der Buchweizen , des — s, o. Mz. die Frucht einer Pflanze und diese Pflanze selbst, welche von Linné zum Wegebreit gerec…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Buchweizen

    Goethe-Wörterbuch

    Buchweizen auch -waizen 34 2 ,169,3 u 172,8 Vorbereitg Ital 1795/96 N6,449u450 MetamPfl Plp N13,138,16 Morph Plp vgl Hei…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Buchweizen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Buchweizen , Heidekorn ( Polygonum Fagopyrum L .), eine Knöterigart mit pfeilherzförmigen Blättern an dem aufrechten 1—2…

  4. modern
    Dialekt
    Buchweizenm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Buch-weizen m. : wie schd., Buchweeze [ Lambert Penns 34]. BR.: Der Buchweeze sät mer uf der Siweschläfer [ Fogel Belief…

  5. Sprichwörter
    Buchweizen

    Wander (Sprichwörter)

    Buchweizen 1. Bôkwêten is en abentüre Kôrn. – Schütze, I, 127. Er ist ein wagliches Getreide, er bestimmt gewöhnlich den…

  6. Spezial
    Buchweizen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Buch|wei|zen (Fagopyrum esculentum) m. (-s) ‹bot› poia (poies) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit buchweizen

46 Bildungen · 46 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von buchweizen 2 Komponenten

buch+weizen

buchweizen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

buchweizen‑ als Erstglied (30 von 46)

Buchweizenausschlag

Meyers

buchweizen·ausschlag

Buchweizenausschlag , eine entzündliche Rötung und Schwellung der Haut, die besonders bei Schafen und Schweinen unter gewissen Umständen nac…

Buchweizenbahn

RhWB

buchweizen·bahn

Buch-weizen-bahn bokətsbā:n Neuss-Kaarst f.: Stelle im Felde, wo früher der B.weizen gedroschen wurde. En Kahlkopp wie de B.

Buchweizenferken

RhWB

buchweizen·ferken

Buch-weizen-ferken n.: in der RA.: En Haferpeərd, ene Röggekeərl on e Bockertsverke, dät sind de beste Heinsb ; hawere Perd on bukənde Ferke…

Buchweizenhüppel

RhWB

Buch-weizen-hüppel -ø- Geilk-Randerath Grotenr Immend ; -pər Geilk-Gangelt m.: -garbe auf dem Felde.

Buchweizenkäfer

RhWB

buchweizen·kaefer

Buch-weizen-käfer bukətkE:wər Mörs ; bokəskE·ə.vərkə Geilk-Birgden Langbr Trippsr Ütterath , Heinsb-Erpen Aphv Karken Braunsr Brüggelchen La…

Buchweizenkegel

RhWB

buchweizen·kegel

Buch-weizen-kegel bukəskēəjəl Erk , Heinsb , Kemp , Viersen m.: 1. Haufen aufgeschichteten B.weizens. — 2. Schimpfw.

Buchweizenkorn

RhWB

buchweizen·korn

Buch-weizen-korn n.: wie nhd. RA.: Dat hät twe Sidden un em Bukweitenkoər hät er drei MülhRuhr . Et geht wie Bockeskor schwankthin u. her Aa…

Buchweizenkuchen

RhWB

buchweizen·kuchen

Buch-weizen-kuchen bō:xwēsəkō:xə; bokə(r)tskō:k (-kū:k); bukənəkūk (s. S.) m.: Pfannenkuchen aus B.mehl. Alles op sinen Tit, Kiərsche ene Su…

Buchweizenmehl

RhWB

buchweizen·mehl

Buch-weizen-mehl (s. o. –kuchen) n.: wie nhd. Die Kinder necken die kochende Magd: Lipp-lapp, kok de Papp van buckene Mehl, schlimmschlamm d…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „buchweizen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/buchweizen/herder
MLA
Cotta, Marcel. „buchweizen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/buchweizen/herder. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „buchweizen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/buchweizen/herder.
BibTeX
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