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buche

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
17 in 16 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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29
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16

Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Buche

Bd. 1, Sp. 700
Buche, Roth- od. Mastbuche (Fagus sylvatica), Weiß- oder Hainbuche (Carpinus Betulus). 1. Die Rothbuche, ein bekannter hoher Baum, dem die gegen den Herbst hin ins Röthliche oder Gelbliche spielende Färbung des Laubes ein eigenthümliches malerisches Aussehen verschafft. Man trifft die B. in reinen Beständen von großer Ausdehnung oder auch mit Eichen vermischt; ebenso in Nadelwaldungen eingesprengt. — Buchenholz wird zu Hochbauwesen nicht verwendet; beständig unter Wasser aber eignet es sich ganz gut beim Mühlen- und beim Schiffbau, und zu Rudern für Seeschiffe gibt es gar kein besseres Holz. Ferner dient dasselbe zu gar vielen landwirthschaftlichen Geräthen, zu Langwieden für Postwägen, zu Kanonenlafetten und starken Rädern; endlich zu Stellmacher-, Drechsler-, Tischler- und Küferarbeiten. Als Brennholz ist es vorzüglich. Lufttrocken hat es 0,750 spec. Gewicht. — Buchenlaub wird häufig zum Ausstopfen von Matrazen u. sog. Laubsäcken verwendet und zwar zweckdienlicher, als Stroh. — Bucheckern, oder Bucheln, die Früchte der Rothbuche, dienen zur Schweine- und Geflügelmast; Buchenölkuchen sollen hingegen auf Pferde fast giftig wirken, dem Rindvieh sind sie zwar unschädlich, aber auch nicht sonderlich zuträglich. — Buchenöl gibt gehörig gereinigt dem Provenceröl an gutem Geschmack wenig nach und bleibt Jahre lang gut. 100 Pf. reine Bucheln liefern 12 Pf. gutes u. 4—6 Pf. trübes Oel. — In Gartenanlagen sieht man häufig eine Spielart mit rothbraunen Blättern, die sog. Blutbuche (var. atrosanguinea). 2. Die Weiß- oder Hainbuche (Hagebuche) wird gewöhnlich nur 30—40' hoch, wächst sehr langsam, liefert wenig Ertrag im Holz und man will behaupten, daß sie andere Hölzer in ihrer Nähe zum Abstehen bringe. Dagegen ist ihr Holz merkwürdig zäh, dicht und hart und dient deßhalb überall vortrefflich als Nutz- und Bauholz, wo es im Trockenen bleibt; dem Witterungswechsel ausgesetzt geht es aber bald zu Grunde. Als Brennholz ist es vielleicht eines der besten. Getrocknet wiegt der Kubikfuß 511/2 Pf. — Besonders tauglich ist die Weißbuche in Gärten zu Laubwandungen, Hecken u. dgl. m.
2108 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bûchestm.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz)

    * bûche stm. Lauge Pilgerf.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    BucheDie

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Die Buche oder

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Buche

    Goethe-Wörterbuch

    Buche in Ilias Ausz (wie in Voß’ Übs) für φηγός, (eigentl: Eiche) GWB 41 1 ,276,27 uö a als Requisit vor allem idyllisch…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Buche

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Buche , Roth- od. Mastbuche (Fagus sylvatica) , Weiß- oder Hainbuche (Carpinus Betulus) . 1. Die Rothbuche , ein bekannt…

  5. modern
    Dialekt
    Buche

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Buche Band 3, Spalte 3,644

  6. Sprichwörter
    Buche

    Wander (Sprichwörter)

    Buche 1. Die Buche von oben, die Eiche von unten. Dän. : Bögen skal fluees fra toppen, egen fraroden. ( Prov. dan., 84. …

  7. Spezial
    Buche

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bu|che (Fagus sylvatica) f. (-,-n) ‹bot› fagher (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit buche

195 Bildungen · 124 Erstglied · 71 Zweitglied · 0 Ableitungen

buche‑ als Erstglied (30 von 124)

Buchecker

Pfeifer_etym

buch·ecker

Ecker f. Name der Buchenfrucht, früher auch der Eichenfrucht (s. Eichel); als Simplex kaum noch gebräuchlich, dafür meist Buchecker f. (Zusa…

bucheckern

DWB

buch·eckern

bucheckern , n. glans fagea, worin das goth. akran, ags. äcern u. s. w. enthalten ist, vgl. 1, 173. Frank spr. 1, 130 hat buocheckern, nd. b…

bucheichel

DWB

buche·ichel

bucheichel , f. glans fagea, nach dem lat. ausdruck. Henisch 33, 56 . s. DWB buchnusz .

Bucheichel(n)

RhWB

buch·eicheln

Buch-eichel(n) bō:xēχələ Aach , Grevbr ; bō:kēkələ Erk , Heinsb , Kref ; b:k- Erk-Rath ; bø·y.kəneik Eup f.: -ecker.

Bucheignerzeichen

FiloSlov

Bucheignerzeichen , n знак , м , книговладельческий

Bucheinband

FiloSlov

buche·inband

Bucheinband , m переплёт , м , книжный → FiloSlov Buchdecke, f

Buchel I

Idiotikon

Buchel I Band 4, Spalte 978 Buchel I 4,978

Buchel II

Idiotikon

Buchel II Band 4, Spalte 978 Buchel II 4,978

Buchel III

Idiotikon

Buchel III Band 4, Spalte 979 Buchel III 4,979

Bucheljahr

SHW

Buchel-jahr Band 1, Spalte 1191-1192

Buchelöl

SHW

Buchel-öl Band 1, Spalte 1191-1192

Buchelaffe

PfWB

buche·laffe

Buchel-affe m. : erfundenes Tier, wie etwa die Elbentrütsche, Pl. Buchelaffe [NW-Jägerth]. Einfältige und dumme Menschen foppt man, indem ma…

buchelbaum

DWB

buchel·baum

buchelbaum , fagus. voc. 1482 e 2 b für buchbaum, wie auch eichelbaum für eichbaum vorkommt.

Bucheleⁿ

Idiotikon

Bucheleⁿ Band 4, Spalte 979 Bucheleⁿ 4,979

Buchelklopfer

PfWB

buchel·klopfer

Buchel-klopfer m. : Volkstanz im Walzertakt, in PS-Erfw der Gener. um 1935 nicht mehr bekannt, Buchelkloppeʳ . Nach jeder zweiten Runde des …

Buchelkopf

PfWB

buchel·kopf

Buchel-kopf m. : FlN in KL-Fischb, Buchelkopp. Im Bestimmungswort steht -l- für -n-.

buchelpfetzen

DWB

buchel·pfetzen

buchelpfetzen , puchelpetzen , fagari oder essen, comedere. voc. 1482 aa 1? vgl. DWB pfetzen .

Buchelsieb

PfWB

buchel·sieb

Buchel-sieb n. : 'Sieb, mit dem die Bucheln ausgesiebt werden', Buchelsebb [ PS-Hintwdth ]; vgl. PfWB Buchsieb . —

buche als Zweitglied (30 von 71)

Eulenbuche

PfWB

eulen·buche

Eulen-buche f. : 'Buche bei KU-Rothsbg, in deren Asthöhlen Eulen nisteten', Eilebuch (-būx) [ Wilde 37]. —

familienbuche

DWB

familie·n·buche

familienbuche , f. fagus gentilis, antiqua: lagern wir uns im schatten der alten familienbuche, die vorlängst uns bekennt mit schon auswachs…

Flachsbuche

RhWB

flachs·buche

Flachs-buche (s. S.) Bernk-Hochschd f.: eine B., deren Grünen die Aussaat des Flachses bestimmte.

fruchtbuche

DWB

frucht·buche

fruchtbuche , f. eine buche, die zum tragen der zu öl und zur mast dienenden eckern bestimmt ist und deshalb nicht gehauen wird. vgl. DWB fr…

hagebuche

DWB

hage·buche

hagebuche , hagenbuche , f. carpinus betulus, die weiszbuche, die als junger stamm vorzüglich für die hecke angepflanzt wird, weil sie das k…

hahnebuche

DWB

hahn·e·buche

hahnebuche , hahnbuche , f. carpinus betulus, eine aus hagene-buche, hagenbuche zusammengezogene form. vgl. DWB hagebuche sp. 140.

hainbuche

DWB

hain·buche

hainbuche , f. erweichte form von hagenbuche carpinus betulus ( sp. 140). Nemnich 2, 895 ; hainbuche ornus Steinbach 1, 215 .

hambuche

DWB

ham·buche

hambuche , f. carpinus betulus. Nemnich ; eine aus hagenbuche unter einflusz des b gewordene form. vergl. hagebuche sp. 140.

hanbuche

DWB

han·buche

hanbuche , f. carpinus betulus, aus hagenbuche sp. 140. Nemnich 2, 895 .

Hauptbuche

RhWB

haupt·buche

Haupt-buche h:tbō:k Kref-Willich f.: Weissbuche, carpinus betulus.

hornrauchbuche

DWB

hornrauch·buche

hornrauchbuche , f. carpinus betulus, hagebuche. so im Hohenlohischen wegen ihrer rauhen blätter. Nemnich 2, 895 . vgl. DWB hornbuche .