Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Beton m.
Beton m.
Beton m. ‘Mörtel aus Kies und Zement’. Seit dem 19. Jh. belegt (doch vgl. Betonmörtel, 18. Jh.), nach gleichbed. frz. béton, mfrz. betum; voraus geht afrz. betun ‘Erdpech, Mörtel, Schlamm, Müll, Schutt’, das auf lat. bitūmen ‘Erdharz, Erdpech’, jünger ‘Schlamm, Sand’ beruht. – betonieren Vb. ‘mit Beton bauen’ (2. Hälfte 19. Jh.) nach gleichbed. frz. bétonner. – Bereits Anfang des 16. Jhs. wird lat. bitūmen ‘Erdharz, -pech’ mit gleicher Bedeutung ohne frz. Vermittlung als Bitumen n. ins Dt. übernommen (heute oft für Asphaltschicht im Straßenbau); gleichzeitig wird nach dem Adjektiv lat. bitūminōsus ‘erdharzhaltig’ bituminosisch, bituminösisch gebildet, das Ende des 18. Jhs. durch bituminös Adj. ersetzt wird. Lat. bitūmen wird zur selben Wurzel ie. *gu̯et- ‘Harz’ gestellt wie Kitt (s. d.), kann aber seines Anlauts wegen (zumindest im ersten Wortteil) nicht lat. Ursprungs sein, sondern ist wohl Entlehnung aus dem Osk.-Umbr. oder aus dem Kelt.