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begraben

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
27 in 18 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
51
Verweise raus
48

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

begraben

begraben

graben Vb. ‘Erde umwerfen, eine Vertiefung (im Erdboden) machen, einkerben, unter der Erde suchen, schürfen’. Das gemeingerm. Verb ahd. graban (um 800), mhd. graben, asächs. graƀan, mnd. mnl. grāven, nl. graven, afries. greva, aengl. grafan, engl. to grave, anord. grafa, schwed. gräva, got. graban (germ. *graban) gehört mit aslaw. grebǫ ‘rudere, grabe’, russ. grebú (гребу) ‘rudere, scharre zusammen’, älter auch ‘grabe, wühle, raffe an mich’, aslaw. pogrěbati, russ. pogrebát’ (погребать) ‘begraben, beerdigen’ zu einer Ausgangsform ie. *ghrebh-, die oft (wie bei Pokorny 1, 455) in zwei homophone Ansätze mit der Bedeutung ‘kratzen, scharren, graben’ sowie ‘ergreifen, erraffen, harken’ (s. grabbeln) aufgespalten wird, wobei zugegeben wird, daß zwischen beiden Ansätzen zum Teil nicht scharf zu trennen ist. Das Paradigma des germ. Verbs folgt nicht dem e-/o-Ablaut des ie. Ansatzes, sondern ist in die Ablautreihe germ. a/ō übergetreten. Zum Verb gehören Grab, Graben, Gracht, Grube; außerhalb der Ablautformen des Verbalparadigmas stehen die (zur alten ie. Ausgangsform stimmenden) Bildungen Gruft, Grubber und das Iterativum grübeln (s. d.). – ausgraben Vb. ‘durch Graben aus der Erde herausholen, durch Graben im Erdboden eine Vertiefung schaffen’, ahd. ūʒgraban (10. Jh.), mhd. ūʒgraben; dazu Ausgrabung f. ‘Freilegung (vor)geschichtlicher Funde’, Terminus der Archäologie seit dem 18. Jh. begraben Vb. ‘beerdigen, bestatten’, übertragen ‘aufgeben, nicht mehr davon sprechen’, ahd. bigraban ‘beerdigen’ (8. Jh.), mhd. begraben, auch ‘ziselieren, mit einem Graben umgeben’; Begräbnis n. ‘Bestattung, Beerdigung’, auch ‘Grabstätte, Gruft’, mhd. begrebnis(se) ‘Grabstätte’. Gräber m., häufig auch umlautlos Graber, ahd. grabāri (Hs. 13. Jh.), bigrabāri (10. Jh.) ‘Totengräber’, mhd. grabære, mnd. grāvēre; heute meist in Zusammensetzungen wie Gold-, Schatz-, Totengräber. Grabmal n. ‘am Grab aufgestelltes Erinnerungsmal’ (16. Jh.; zuerst in Luthers Bibelübersetzung), Zusammensetzung mit 2Mal (s. d.) in dessen Bedeutung ‘Zeichen’. Grabscheit n. ‘Spaten, Schaufel’, mhd. grabeschīt, seit dem Frühnhd. die fugenvokallose Form Grabscheit; zum Grundwort s. Scheit.
2169 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    begrabenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +12 Parallelbelege

    be-graben swv. BMZ mit einem graben umgeben En. j.Tit. 4919. Gr.w. 5,238 ;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Begraben

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Begraben , verb. irreg. act. S. Adelung Graben , in die Erde graben; besonders von einem Todten, beerdigen, zur Erde bes…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    begraben

    Goethe-Wörterbuch

    begraben 1 jdn bestatten, beerdigen 1) ; vereinzelt mit Lagebestimmung im Akk In dem alten Testament steht [ 5. Mose 34,…

  4. modern
    Dialekt
    begraben

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    begrabe n [pəkrâwə Gebw. ; pəkrôwə Breitenb. b. Schlettst. K. Z. ] begraben. Ich begrob dich jo noch! sagt ein Alter, de…

  5. Sprichwörter
    Begraben

    Wander (Sprichwörter)

    Begraben 1. Der wär besser wol begraben, der ein untrüw Wib muoss haben. – Eiselein, 63. 2. Wer weiss, wer den andern be…

  6. Spezial
    begraben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    be|gra|ben vb.tr. 1 (eingraben) sopolí (-lësc), ciavé ite, ciavé sot 2 ‹fig› (aufgeben: Hoffnung) dé sö, arbandoné (-nëi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit begraben

3 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von begraben

be- + graben

begraben leitet sich vom Lemma graben ab mit Präfix be-.

Zerlegung von begraben 2 Komponenten

beg+raben

begraben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

begraben als Zweitglied (2 von 2)

umbe graben

Lexer

umbe·graben

umbe graben die erde muost du umbe gr. Gen. D. 19,9. Schb. 268,7. mauren, türne umb gr. und schleufen Chr. 10. 322,17. den paum umb gr. Mgb.…

unbegraben

Lexer

unbe·graben

un-begraben part. adj. Msh. 3,25 a . Basl. hss. 22 a . Cäc. 778. Apoll. ( Goth. hs. ) 19896.

Ableitungen von begraben (1 von 1)

unbegraben

Lexer

un-begraben part. adj. Msh. 3,25 a . Basl. hss. 22 a . Cäc. 778. Apoll. ( Goth. hs. ) 19896.