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1BANDE

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
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28 in 19 Wb.
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

1BANDE f.

Bd. 4, Sp. 134
1BANDE f.aus frz. bande ‘fähnlein, trupp, schar von soldaten’ . ins rom. (vgl. auch it. banda) entlehnt aus dem germ. (vgl. got. bandwa ‘(feld)zeichen’) über spätlat. bandum ‘feldzeichen fahne’. auch mit umgelautetem plur. 1 trupp, schar (vor allem von soldaten), auchschauspieltruppe’: A15.jh. aber die hern von diesen landen / sint nit also mit yren banden (mit ihrer dienerschar), pilgerfahrt d. mönchs 1236 DTM. z.j.1547 etliche niderlendische panden mit schweren pferden Mair in: (Augsb.) chr. dt. städte 33,326. 1583 von stunt (sin) sine herrn edelleut in die stat gerant mit veir benden ruter und 17 fendlin franzoser knecht Weinsberg denkw. 3,161 H. 1614 der vierte hauff von pferdten war von teutschen schwartzen reuttern. der fünffte von niderländischen benden Meteren, niderlend. krieg 43b. 1707 die bande commedianten haben gestern ein schön stück gespielet in: Schulz/B. fremdwb. (1995)3,80a. 1742 sah man die englischen heerschaaren, bey truppen und banden, ihr lager über die gantze ebene weit ausbreiten Bodmer Milton, paradies 240 faks. 1795 banden .. (wie man die schauspieler mit dem alten deutschen heldennamen zuweilen noch jetzt nennet;) Herder 17,293 S. 1832 zweytausendfünfhundert küriser, sechsundsechzigtausend fußknecht, sechsundzwanzigtausend schützen .. und sechstausend leichte pferd, all in banden und fähnlein gemustert Regis Gargantua 1,145. ⟨1845⟩ dann gab die tiberstadt der heil’gen bande (der todgeweihten märtyrer) / ein fest Freiligrath 2,181 Z. 2 seit d. 18. jh. überwiegend in negativem kontext, mod. negativ besetztvereinigung, haufen von gesetzlosen, asozialenallg. als herabsetzende bezeichnung für ‘gesindel, abschaum’, auch scherzhaft abwertend: 1726 gleich als wenn die Hunnen eine bande römischer söldner gewesen wären Mascov gesch. 1,440. 1741 400. livres .. zur belohnung einer list, die er gebrauchet, eine bande räuber zur haft zu bringen stats- u. gel. ztg. (Hamb.)1,52. 1744 Gottsched und seine bande werden recht verwegen, weil sie ein wenig ruhe haben in: br. an Bodmer 10 S. 1770 ich würde diese fröhliche bande aus meiner republik auch verbannen Wieland I 7,280 ak. 1788 kaum hält die gegenwart des prinzen von Oranien die ausgelassene bande (des protestantischen pöbels) noch im zügel Schiller 7,230 G. ⟨1798⟩ das getümmel und die freude, den berühmten Rinaldini bei sich zu sehen, war unter der bande sehr groß Vulpius Rinaldini (1799)2,234. 1805 ich schloß mich dicht an die lustige bande an Thümmel reise (1791) 10,226. 1844 regellos ist daher schon an sich jeder krieg wider horden und banden, welche kein gesetz der menschlichkeit über sich anerkennen Heffter völkerrecht 203. ⟨1899⟩ man muß der bande nur die zähne zeigen. dann kriegen sie respekt Halbe [1917]2,204. 1905 zu einem tor hinaus gejagt, erschien die ganze bande alsbald beim andern, die buben Stephans beständig an der spitze des beweglichen völkchens Ebner-E. macht 127. 1915 so ‘ne bande, verfluchte! Viebig erde 3147. 1932 nimm einen prügel, Mischa, wir schlagen die ganze bande in die flucht Kellermann Anatol 44. 1932 der kaiser sei ein gedankenloser greis, die regierung eine bande von trotteln Roth radetzkymarsch 236. 1994 die banden beziehen aber auch fahrzeugbesitzer in ihre kriminellen machenschaften ein berl. ztg. (13.6.)3e.Schmitt
3302 Zeichen · 72 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bandeswf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    bande swf. binde, streifen ( zum binden der reben ) ein hantvol banden Gr.w. 4,118. vgl. Dwb. 1,1099.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bandeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    bande , F. nhd. Bande (1), Schar (F.) (1) Hw.: s. bant; vgl. mhd. bande (1) E.: s. mhd. bande (1), sw. F., Schar (F.) (1…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bande

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Bande , plur. die -n, 1. Die Seite, der Rand; doch nur in einigen Fällen. Bey den Seefahrern wird so wohl die Seite …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bande

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Bande a Räuber-, Täterbande, auch ‘räuberische B.’, ‘B. Räuber’ Die räuberische B. .. hatte .. jener Herrschaft aufgep…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bande

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Bande (franz.), Rand, Einfassung, insbes. beim Billard (s. d.) und bei der Reitbahn (s. d.); in der Tuchweberei soviel w…

  6. modern
    Dialekt
    Bande

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Bande Band 1, Spalte 1,1026f.

  7. Sprichwörter
    Bande

    Wander (Sprichwörter)

    Bande 1. Die Bande des Gewissens sind schlechte Fäden, Ochsen zu halten. 2. Die Bande kann niemand finden, die meine Ged…

  8. Spezial
    Bande

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ban|de f. (-,-n) 1 jentöm (-s) m. 2 (Gesindel) combricola (-les) f. 3 maniga (-ghes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bande

95 Bildungen · 70 Erstglied · 24 Zweitglied · 1 Ableitungen

bande‑ als Erstglied (30 von 70)

Bande I

SHW

Bande I Band 1, Spalte 563-564

Bande II

SHW

Bande II Band 1, Spalte 563-564

Bandeau

Herder

Bandeau (frz. Bangdoh), flacher Rand, Tafeleinfassung, Kranz, Stirnband.

bandectus

MLW

* bandectus , -i m. ( cf. bannus, pandectes ?) ?agens episcopi — ?Beauftragter des Bischofs : Chart. Bund. 438 p. 335,11 (a. 1186) presbiter…

bandeien

MeckWB

band·eien

bandeien fluchen Jeppe 11; bandyen Mantz. Ruh. 2, 40; wohl verderbt aus benedeien, vgl. bandieren.

Bande II

RhWB

Bande II ba·n.t, Pl. -də [aber auch wie nhd. ba·n.də (Sg.)]; bǫ·ŋ. Heinsb-Karken ; bā:nt Aach f.: wie nhd., meist von halbwüchsigen Burschen…

bandeisen

DWB

bande·isen

bandeisen , n. vinculum ferreum, gleichviel mit eisenband: (dein weib ist) deinen henden und füszen (ein) herte panteisen. Albr. von Eybe 2 …

Bandela

Meyers

Bandela ( Bundelah ), die Bewohner von Bandelkhand (s. d.).

Bandelaunes

RhWBN

Bandelaunes  Bitb-NWeis m.: leichtsinniger Kerl, Windhund (< frz. pantalon ‘Hanswurst’?).

bandelen

KöblerMhd

band·elen

bandelen , sw. V. nhd. „bandeln“ Q.: Reinfr (nach 1291) E.: s. bande (2) W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 120 (bandeln)

Bandelēr

WWB

bande·ler

Bandelēr. Bandelēr „ein breiter dicker Band, z. B. an einem Mantel, denselben um die Schultern zu binden“ ( Enr Holth). ¶ frz. bandoulière S…

Bandelette

Herder

bande·lette

Bandelette (frz. Bangdlett), Bändchen, Aderlaßbinde, Heftpflaster.

bandelier

DWB

bande·lier

bandelier , m. balteus, franz. bandelier, it. bandoliera, zu jenem banda, bande gehörig.

Bandelierfläscheⁿ

Idiotikon

Bandelierfläscheⁿ Band 1, Spalte 1220 Bandelierfläscheⁿ 1,1220

Bandelieriⁿg

Idiotikon

Bandelieriⁿg Band 4, Spalte 1340 Bandelieriⁿg 4,1340

Bandelkhand

Meyers

Bandelkhand ( Bundelkhand ), Landschaft im nördlichen Indien (s. Karte »Ostindien«), unter 23°52´-26°26´ nördl. Br. und 77°53´-81°39´ östl. …

Bandellappen

RhWB

bandel·lappen

Bandellappen bantlapə Saarbr m.: in der Wend.: Een am B. hänke einem beständig nachlaufen, wie ein Kind, das den Vater am B. hält. Äne am B.…

Bandello

Meyers

band·ello

Bandello , Matteo , ital. Novellist, geb. 1485 in Castelnuovo (Provinz Alessandria), gest. nach 1561, ward zu Rom Dominikaner, lebte eine Ze…

Bandelung

RhWB

bande·lung

Bandelung  o. O. n.: altes Klavier von 4½ Oktaven (veralt.).

Bandemer, Susanne

DWBQVZ

--- zerstreute blätter aus dem letzten zehntheil des abgeschiedenen jahrhunderts. Koblenz 1821 . ---

bande als Zweitglied (24 von 24)

Contrebande

Wander

Contrebande 1. Des Contrebands vnd abbrechens wirt keiner reicher. – Henisch, 614. 2. Wer Contrebande geladen hat, muss den Teufel nicht wec…

Gobande

Wander

gob·ande

Gobande Gobande, du hast zu spät aufgienet. – Eiselein, 245. Um auszudrücken: du bekommst nichts.

musikbande

DWB

musik·bande

musikbande , f. bande die musik macht, bande von musikanten: sie zogen in die stadt, eine musikbande ihnen voraus.

rasselbande

DWB

rassel·bande

rasselbande , f. lärmende bande; mitteldeutsch als schimpfwort für niedriges, liederliches volk. Albrecht 190 b .

schwefelbande

DWB

schwefel·bande

schwefelbande , f. schlimme oder liederliche gesellschaft, gesindel, besonders in niederer sprechweise und mundartlich, s. Seiler 266 a . Sp…

stēkbande

KöblerMnd

stēkbande , F. Vw.: s. stēkebande

stēkebande

KöblerMnd

stēkebande , F. nhd. „Stichbande“, Stichbalken, Balken zur Verlängerung E.: s. stēke, bande (2) L.: MndHwb 3, 448 (stēk[e]bande)

īsenbande

KöblerMhd

īsenbande , sw. F. nhd. Eisenbande Hw.: s. īsenbant Q.: WeistÖ (1489) E.: s. īsen (1), bande (2) W.: nhd. DW- L.: DRW

Ableitungen von bande (1 von 1)

gebande

Lexer

ge-bande stn. s. gebende;

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „bande". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/bande/dwb2
MLA
Cotta, Marcel. „bande". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/bande/dwb2. Abgerufen 8. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „bande". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/bande/dwb2.
BibTeX
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  year         = {2026},
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  urldate      = {2026-05-08},
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