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antun

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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14

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

antun

antun

tun Vb. ‘eine Tätigkeit verrichten’, reflexiv (unpersönlich) ‘sich ereignen’. Das Verb (mit ehemals reduplizierenden Präteritalformen) ahd. (8. Jh.), mhd. tuon, asächs. mnd. dōn, mnl. nl. doen, aengl. dōn, engl. to do ‘tun’ setzt westgerm. *dō- voraus, eine wohl ablautende Form der Wurzel ie. *dhē- ‘setzen, stellen, legen’. Als Verwandte sind vergleichbar aind. dádhāti ‘setzt, stellt hin, legt’, griech. tithénai (τιθέναι) ‘stellen, setzen, legen’, lat. abdere ‘weggeben, -tun, entfernen, verbergen, verstecken’, addere ‘hinzutun, -fügen, vermehren’, condere ‘gründen, einlegen, bergen, bedecken’, facere (Perf. fēcī) ‘tun, machen’, air. dorat ‘hat gegeben’, lit. dė́ti ‘setzen, stellen, legen, hineintun, säen, pflanzen’, aslaw. děti ‘legen, setzen, stellen’, dějati ‘tun, verrichten’, russ. det’ (деть) ‘hinlegen, verbrauchen’. S. auch Tat (mit anord. dāð und got. -dēþs, die Reflexe des im Nordgerm. und Ostgerm. nicht belegten Verbs zeigen) und -tum. – tunlich Adj. ‘zum Tun geeignet, ratsam, sinnvoll, zweckmäßig, möglich’ (16. Jh.). betulich Adj. ‘rührig, besorgt, zutraulich, beschaulich’ (18. Jh.), zu heute veraltetem betun ‘sich geschäftig zeigen, sich abgeben’, ahd. bituon ‘verschließen, zumachen, behandeln’ (8. Jh.), mhd. betuon ‘be-, einschließen’. Tunichtgut m. ‘wer öfters Unfug treibt, Taugenichts’ (17. Jh.), imperativischer Satzname; vgl. Thukeingut (1586), Thunichts (Stieler 1691). abtun Vb. ‘ablegen, mit Geringschätzung erledigen, ins reine bringen’, mhd. abetuon ‘entfernen, abschaffen, abstellen’, ahd. (zweifelhaft) abatuon ‘entfernen’ (9. Jh.). antun Vb. ‘anziehen, jmdm., sich etw. zufügen, bereiten, erweisen’, ahd. anatuon ‘anziehen, auflegen, aufsetzen, (Böses) zufügen’ (8. Jh.), mhd. anetuon ‘anlegen’, reflexiv ‘sich ankleiden’. umtun Vb. ‘umhängen, umlegen’, reflexiv ‘sich umsehen, sich erkundigen, sich bemühen’ (16. Jh.), mhd. umbetuon ‘herumbringen, von seiner Ansicht abbringen, überwinden’. vertun Vb. ‘verschwenden, vergeuden, ohne rechten Sinn verbrauchen, nutzlos zubringen’, reflexiv ‘sich irren’, ahd. firtuon ‘freveln’, reflexiv ‘sich vergreifen an’ (9. Jh.; vgl. ahd. firtān Part.adj. ‘schlecht, böse’, 8. Jh.), mhd. vertuon ‘aufbrauchen, verzehren, vergeblich tun’, reflexiv ‘sich versammeln, verschwenderisch leben, sich durch Handeln verfehlen’. zutun Vb. ‘hinzufügen, zusetzen, hinzulegen, schließen’, ahd. (8. Jh.), mhd. zuotuon; Zutat f. ‘zur Herstellung einer bestimmten Sache notwendiger oder wünschenswerter Bestandteil, Beigabe, Ergänzung’ (18. Jh.), zuvor ‘zweckvolles Tun’ (16. Jh.); vgl. mnd. tōdāt ‘Hinzufügung, Hilfe’.
2585 Zeichen · 91 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    antun

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +3 Parallelbelege

    tun Vb. ‘eine Tätigkeit verrichten’, reflexiv (unpersönlich) ‘sich ereignen’. Das Verb (mit ehemals reduplizierenden Prä…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    antun

    Goethe-Wörterbuch

    antun -th- 1 (Kleidung) anlegen, anziehen thu’ mir nicht wieder die schwarzgrünbraune Jacke an, du siehst drin aus wie d…

  3. modern
    Dialekt
    antunst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    an-tun st. : 1. a. sich a. 'sich ankleiden'. Alla, du dich aaⁿ! Ich han nix aaⁿseduu(n), wenn jemand glaubt, für irgende…

  4. Spezial
    antun

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    an|tun vb.tr. 1 (zufügen) fá (fej, fat) 2 (erweisen) fá (fej, fat) . ▬ jdm. Gewalt antun adoré la forza cuntra valgügn ;…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit antun

4 Bildungen · 3 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

antun‑ als Erstglied (3 von 3)

antunga

AWB

ant·unga

antunga st. f. , mhd. andunge, nhd. ahndung; ae. andung. andunga: acc. sg. Gl 2,156,22 ( Sg 820, 10. Jh. ). Erregung über geschehenes Unrech…

Antunnacum

KöblerGerm

Antunnacum , ON nhd. Andernach Q.: ON (3. Jh.) E.: aus dem kelt. Antunnacos, ON, „Ort des Antunnus“

antun als Zweitglied (1 von 1)

ingantun

AWB

ingan·tun

ingantun ( Paris Nouv. acqu. lat. 241, 11. Jh. ), ingan- tan ( clm 14395, Gll. 11. Jh. ) Gl 2,431,44. 44/45 bleibt unklar. Der Kontext laute…

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Cotta, M. (2026). „antun". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/antun/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „antun". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/antun/pfeifer_etym. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „antun". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/antun/pfeifer_etym.
BibTeX
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