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Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Anfang

Bd. 1, Sp. 80
Anfang 1. Aller Anfang ist leicht, segt de Lumpensammler. (Lüneburg.) 2. Aller Anfang ist schwer. – Beyer, I, 1; Nieter, 13; Bremser, 1; Hollenberg, III, 27; Pistor., VIII, 11; Steiger, 247; Hoffmann, 3; Tendlau, 740; Oettinger, Schwarzes Gespenst, 2. Abth.; Schonheim, O, 12. Jean Paul sagt: dermassen schwer, dass die ganze Philosophie bisher weiter nichts suchte, als eben einen. Goethe meint: allgemeiner könne man sagen: Aller Anfang ist leicht und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten erstiegen. Engl.: The beginnings are always hard. Holl.: Alle begin is moeijelijk. – Het begin is altijd 't zwaarste. (Harrebomée, I, 43.) It.: Ogni principio è difficile. Oder: Il più duro passo è quel della soglia. Lat.: Omne initium difficile. – Omne principium grave. – Omnibus in rebus gravis est inceptio prima. – Portum itineri longissimum esse. (Varro, I, 2.) 3. Aller Anfang ist schwer, blot nich bi't Steensammeln, segt de Buur. (Selmsdorf in Mecklenburg-Strelitz.) 4. Aller Anfang ist schwer, säd de Bur, do wull he de Koh bi'n Schwans in'n Stall trecken. 5. Aller Anfang ist schwer, sagte der Dieb (oder: sagte Hans Klapper) und stahl einen Amboss (einen Mühlstein). Holl.: Alle beginselen zijn zwaar, zei de dief, en voor de eerste maal stal hij een aanbeeld. (Harrebomée, I, 43.) 6. Aller Anfang ist schwer, sagte der Tanzmeister und lehrte die Gans auswärts gehen. 7. Aller Anfang ist schwer, seggt de Deiw, un stehlt tauirst 'nen Amboss. (Mecklenburg.) 8. Aller Anfang öst schwer, segt Jenner, on stellt n'n Ambos. (Königsberg.) 9. Aller Anfang mit Gott, bringt alles zu Ende ohne Spott. – Körte, 165; Weisheit, 1. Lat.: A Jove principium. 10. Alles mot en Anfang un en Enne hewwen. (Westf.) Man muss nichts, auch keine Neckerei zu weit treiben. 11. Am Anfang heilen ist besser (leichter) als am Ende. Niesswurz, sagt Ovid, ist umsonst, wenn die kranke Haut schon geschwollen, Arznei zu spät, wenn das Uebel durch die Länge der Zeit schon unheilbar geworden ist. Lat.: Satius est initiis mederi quam fini. (Suid.) (Erasmus, 837.) 12. Am Anfang wollt' ich hoch hinaus und kam nachher ins Gärtner- (auch Huren-) Haus. (Königsberg.) Wenn jemand bei der Wahl einer Gattin anfänglich zu hohe Ansprüche und zuletzt arge Misgriffe macht. 13. Anfang, bedenk das Ende. – Schonheim, P, 20. Lat.: Principiis obsta. 14. Anfang flüchtig, Fortgang nichtig. 15. Anfang heiss, Mitte lau, Ende kalt. Lat.: Principium fervet, medium tepet, ultima frigent. 16. Anfang ist bedenkenswerth. 17. Anfang ist die Hälfte des Ganzen. Die grösste Schwierigkeit macht der Beginn einer Unternehmung. Der, sagt Horaz, hat die Hälfte der That, wer gut angefangen hat. Holl.: Het begin is het halve werk. (Harrebomée, I, 43.) Lat.: Principium dimidium totius. (Hesiod.) 18. Anfang ist ein gut Behagen, denn das Ende die Last muss tragen. Frz.: Au commencement tout est beau. It.: Il veleno sta nella coda. 19. Anfang ist kein Meisterstück. – Weisheit, 1. Frz.: Les apprentis ne sont pas maîtres. It.: Tutti i principj son deboli. 20. Anfang und Ende in allen Sachen muss man mit Gott dem Herren machen. – Steiger, 133. 21. Anfang und Ende reichen einander die Hände. 22. Anfang und Ende sind selten gleich. Lat.: Flebile principium melior fortuna sequetur. – Non sibi concordem spondent exordia finem. 23. Anfang und Ende wollen nicht allzeit übereinkommen. 24. Auf einen bösen Anfang folgt selten ein gutes Ende. – Geiler, 52. 25. Auf einen solchen Anfang gehört ein solches Ende. Lat.: Mali principii malus finis. 26. Besser im Anfang vergebens bedacht, als zu Ende vergebens beklagt. 27. Besser vor Anfang suchen Rath, als bereuen nach der That. Lat.: Satius est initiis mederi quam fini. (Suid.) 28. Böser Anfang, böses Ende. »Böse Früchte trägt die böse Saat.« (Schiller.) Lat.: Difficile est, ut bono peragantur exitu, quae malo sunt inchoata principio. – Mali principii, malus finis. (Erasm., 385.) Ung.: Gonosz eredetnek gonosz a vége. – Rosz kezdetnek rosszabb a vége. 29. Das Anaginn und das Ende hant dik Missewende. – Liedersammlung. 30. De Anfang von den Daler is de Bankschilling. (Rendsburg.) 31. Dem Anfang muss man widerstreben. 32. Der Anfang fröhlich oft erklingt, das Ende Leid und Jammer bringt. 33. Der Anfang ist hitzig, das Mittel lau und das Ende kalt. – Luther, 291. Ung.: Tüzes a kezdete, fagyos a vége. 34. Der Anfang ist immer vor dem Ende, aber das Ende nicht immer am Anfange. Lat.: Non statim finis apparet cum initio. (Herod.) 35. Der Anfang ist kein nütz gewesen, wie konnte dann das Ende besser sein! 36. Der Anfang mag behagen, das Ende muss die Last tragen. Vläm.: t' Beginsel mag behagen, maar d' eyndeken moet den last dragen. 37. Der Anfang sei auch noch so gut, zuletzt geht's auf die Hefen. 38. Der Anfang sei wie er will, das Ende kriegt das Lob. 39. Der Anfang und die Mitte gut, ohne gut Ende nichts nützen thut. 40. Der Anfang warm, das Mittel arm, das Ende dass Gott erbarm. – Schonheim, P, 21. 41. Der keinen Anfang hat zum Reichthum, der sammelt nicht bald Schätze. 42. Es ist besser den Anfang zu heilen als das Ende. Lat.: Flamma recens parva sparsa resedit aqua. 43. Guter Anfang, gut Behagen, das Ende muss die Last tragen. Holl.: Het beginsel mag behagen, maar het einde zal den last dragen. (Harrebomée, I, 43.) 44. Guter Anfang (verspricht) gutes Ende. 45. Guter Anfang ist halbe Arbeit. – Weisheit, 1. Engl.: A good beginning makes a good ending. Frz.: A moitié fait qui bien commencé. Holl.: Goed begin, goed einde. It.: Chi ben comincia, ha la metà dell' opera. Lat.: Boni principii, finis bonus. – Dimidium facti, qui bene coepit, habet. Ung.: Munkának jó eleje, a dolognak veleje. 46. Guter Anfang macht guten Fortgang. 47. Herber Anfang, süsses Ende. 48. Hitziger Anfang, langsamer Fortgang, faules Ende. Holl.: Een koud begin, de beste zin. (Harrebomée, I, 43.) 49. Im Anfang hitzig und behend, lau in der Mitte und kalt am End'. 50. Im Anfang ist man emsig und fleissig und dann lässt man den Hund hinken. 51. Im Anfang muss man widerstreben. Lat.: Initiis mederi praestat. 52. Im Anfang sei auf deiner Hut. 53. Kleiner Anfang – grosser Ausgang. Aus dem kleinsten Funken oft das grösste Feuer. Lat.: Ex minimis initiis maxima. (Homer.) (Erasm., 709.) 54. Kräftiger Anfang, fleissiger Fortgang, glückliches Ende. 55. Man muss den Anfang abwenden, man weiss nicht, wo der Ausgang kann enden. – Brandt, Nsch., 108. 56. Man muss nicht nach dem Anfang verlangen, wenn man bis ans Ende gegangen. Von denen, welche am Ende der Tage die Lebensjahre zurückwünschen. Lat.: Ad finem ubi perveneris, ne velis reverti. (Erasm., 41.) 57. Närrischer Anfang nimmt den Krebsgang. 58. Richtiger Anfang macht richtigen Ausgang. 59. Schlechter Anfang gewinnt Krebsgang. Lat.: Mali principii, malus finis. 60. Schlimmer Anfang bringt wol gut Ende. 61. Süsser Anfang, sauer Ende. 62. Ungerechter Anfang gewinnt den Krebsgang. n.: Uretfaerdig Anfang gaaer geweenlig Krebsgang. Frz.: Un commencement injuste n'avance ordinairement qu'à pas d'écrevisse. 63. Was am Anfang wehe thut, das geht meist am Ende gut. 64. Was einen Anfang hat, muss auch ein Ende haben (nehmen). Holl.: Dat is een begin zonder einde. 65. Was einen Anfang nimmt, dem ist auch ein Ende bestimmt. Lat.: Neci debetur, quidquid usquam nascitur. – Omne quod ortum est, mortalitas consequitur. 66. Was im Anfang wehe thut, macht zuletzt ein frohes Blut. 67. Was nicht hat einen guten Anfang, gewinnt einen bösen Ausgang. 68. Was nicht im Anfang wird bedacht, wird nicht zu gutem End' gebracht. 69. Wer den Anfang heilt, braucht das Ende nicht zu curiren. 70. Wer einen guten Anfang gemacht, hat das Werk halb vollbracht. Holl.: Een goed begin is de helft van het geheel. 71. Wer im Anfang oft gewann, ward zuletzt ein Bettelmann. It.: Chi vince da prima, perde da sezzo. 72. Wer zum Anfang nicht witzig genug, den macht der Ausgang (selten) klug. 73. Wie der Anfang, so das Ende. Frz.: Telle vie, telle fin. 74. Wie kann der Anfang und das Ende Ein Ding sein? 75. Wo der Anfang nicht gut ist, wird selten ein gut Ende folgen. – Luther, 8. 76. Wo en Anfang is, da is ohk en Enne. (Hildesheim.) 77. Wo kein Anfang, da ist auch kein Ende. Holl.: Als er geen begin aan komt, is er ook geen einde te wachten. (Harrebomée, I, 43.) 78. Zu Anfang oder zu End', der März seine Gifte send't. 79. Zum Anfang Verstand und Rath, zum Fortgang Vorsicht, zum Vollenden Glück und Beständigkeit. 80. Anfang, Mitte und Ende sein. Die Seele des Ganzen, alles in allem sein. Lat.: Principium, medium et finis. (Erasm., 918.) 81. Das ist der Anfang vom Ende. – Wurzbach II, 7. Ein Wort Talleyrand's, das er in dem Augenblick aussprach, als in Paris die Nachricht von dem Schicksal des unglücklichen Feldzugs nach Russland eintraf und das seitdem auch bei uns sprichwörtlich geworden. 82. Das ist der Anfang vom Liede. 83. Er findet keinen Anfang und kein Ende. 84. Vom Anfang bis zu Ende. Lat.: A calce ad carceres. – A capite ad calcem. – A coelo usque ad terram. (Erasm., 8.) – Ab ovo usque ad mala. (Hor.) [Zusätze und Ergänzungen] »Aller Anfang ist schwer, ächzt der Deutsche. Au commencement tout et beau, ruft lustig der heitere Franzose.« Böhm.: Co k hůře, vše hůře. (Čelakovský, 131.) – Každý začátek tĕžký (tvrdý). (Čelakovský, 316.) n.: Begyndelsen er altid svarest. (Prov. dan., 62.) Engl.: The difficulty is in the outset. (Marin, 4.) Frz.: Il n'y a que le premier pas qui coûte. (Marin, 4.) Kroat.: Vsaki početek je težek. (Čelakovský, 316.) Lat.: Initii difficultas toleranda. (Binder II, 1515.) Poln.: Początek każdéj rzeczy jest trudny. (Masson, 19.) Schwed.: All begynnelse är swår. (Wensell, 6.) Tschud.: Keik hakkatus raske. (Čelakovský, 316.) Der Anfang, d.h. die Entdeckung, wo man anfangen soll, ist, wie schon ein altes Sprichwort lehrt, mehr als die Hälfte der Arbeit. (Aristoteles in seiner Ethik übersetzt von Garve.) n.: Aldting maa have en begyndelse. – Der maa valn grundvold til bygningen. (Prov. dan., 24.) n.: For begyndelsen taenk paa ende. (Prov. dan., 62.) – Som enden er sidst i gjerningen maae den vaere först i betragtningen. (Prov. dan., 143.) Frz.: Au commencement considérez la fin. (Gaal, 362.) Frz.: N'a pas fini qui commence. Lat.: Inventum simul et perfectum nihil est. (Gaal, 65.) n.: Enden og begyndelsen vil ey gierne folges ad. (Prov. dan., 145.) Frz.: Qui mal commence, mal achève. – A mal enfourner on fait les pains cornus. (Masson, 20.) Span.: Al enhornar se tuirce el pan. (Masson, 20.) Binder I, 1397; II, 2654; Schonheim, P. 21; Philippi, II, 107; Seybold, 457. Lat.: Principium favet, medium tepet, ultima frigent. (Gaal, 69.) Böhm.: Začátek hezký, třeba jenom ješti konce. (Čelakovský, 317.) Böhm.: Hned na za čáthu hled' získati pochvalu. – Za čátck dobrý konu mívá, podobný. (Čelakovský, 316.) n.: Af god begyndelse haabes god endelse. (Prov. dan., 61.) – Begyndelsen bär at vaere god og heldig. (Prov. dan., 62.) It.: Buon principio fa buon fine. (Bohn I, 76.) Poln.: Na począku się trzeba popisać. (Čelakovský, 316.) Port.: A boa vontade supre a obra. (Bohn II, 70.) Böhm.: Dobrý počátek polovico dila. – Dobrý počátek, půl práce. (Čelakovský, 499.) – Kdo dobře počne, jakoby v prostředku bye. (Čelakovský, 131.) Frz.: Heureux commencement est la moitié de l'œuvre. (Čelakovský, 131.) Poln.: Początek dobry, połowica roboty. – Początek większy jest, niž połowica wszyst kiego. (Čelakovský, 499.) Span.: Buen principio la mitad es hecho. (Čelakovský, 499.) Holl.: Die te veel onderneemt, slaagt zelden. (Bohn I, 310.) »Die im Anfang die allermuthigsten sind, die gehen offt dahin, wenn die Gefahr angehet, vnd die zuvor nicht haben mucken dürfen, die thun das Maul auff vnd bekennen Christum.« (Rebus in adversis timidi, tumidique secundis.) (Richter, Axiomata, III, 328, 242.) Man sagt: »Ein vorweisslich anfang gewint gemeynlich den Krebsgang.« (Waldis, III, 17.) – »Sonderlich ein närrisch anfang, gewint gemeynlich den Krebsgang.« (Waldis, IV, 80.) n.: Af stet begyndelse vorder tit store ting. (Prov. dan., 61.) Lat.: Flebile principium melior fortuna secuta est. (Ovid.) (Binder I, 562; II, 1159.) n.: Söd begyndelse giver tit saur ende. (Prov. dan., 61.) It.: Il veleno sta nella coda. (Gaal, 361.) n.: A begyndelsen dömmes tit om enden. (Prov. dan., 62.) – Enden som begyndelsen. (Prov. dan., 143.) Span.: Quien mal anda, mal acosa. (Saez.) Böhm.: Kde není začátku není i konec. (Čelakovský, 317.) Ill.: Gdĕ nema početka, nema ni svĕršetka. (Čelakovský, 317.) (Horaz.) Faselius, 3; Wiegand, 825; Seybold, 2; Binder II, 26; Philippi, I, 3; Harrebomée, 7. 85. Aller Anfang is licht, seggt de Plümaensammler. – Diermissen, 233. 86. Aller Anfang is schwar, nur 'n Lumpenmann seiner net. (Franke.) Die Liederlichkeit hat einen leichten Anfang. 87. Aller Anfang ist leicht, sagt der Lumpensammler. 88. Aller Anfang ist schwer, dachte die Reichsarmee, und verschied. – Kladderadatsch 1866, Nr. 36-37. 89. Aller Anfang ist schwer, no's Mistladen net, do kriegt me 's leicht zuerst. (Schwaben.) 90. Aller Anfang ist schwer, säd' de Dêf, dör stöl he 'n Mählstên.Hoefer, 211. 91. Aller Anfang ist schwer, sagte der Jung, aber zum Betteln ist der Sack leicht. 92. Aller Anfang ist schwer, wie der Teufel sagte, als er sich mit Mühlsteinen trug. – Reuter, Schurr Murr, 354. 93. Aller Anfang öss leicht, säd de Pracher, als hei dörcht erschte Dorp gegange wer on hadd nuscht ön Sack. (Heiligenbeil.) – Frischbier, I, 66. 94. Aller Anfang öss schwer, man det Prachregehen nich. (Königsberg.) 95. Aller Anfang zielet aufs Ende. – Winckler, XX, 99. 96. Anfang, Mittel und End' allein, lass Gott in allen Sachen sein; denn, was mit Gott wird angefangen, ist niemals übel ausgegangen. – Hertz, 67. 97. Anfang und End steht alles in Gottes Händ. 98. Anfang und Ende vom Januar zeigt das Wetter an für's ganze Jahr. – Baierischer Hauskalender. 99. Anfang vnd end nicht bleiben gleich; wer heut ist arm, wirt morgen reich. – Henisch, 886, 43; Petri, II, 10. 100. Anfank un Enne sint selten glück. (Sauerland.) 101. Böser anfang gewinnt wol ein gut end. – Henisch, 885, 38; Petri, II, 169. 102. De Anfang is 'n Daler werth. – Kern, 1140. Weil der Anfang bei jedem Geschäft da sein muss. 103. Denk an den Anfang und an das Ende dieser Welt. – Merx, 338. 104. Der anfang fröhlig offt erklingt, das end vil leid vnd Jammers bringt. – Henisch, 886, 69. 105. Der Anfang kompt einen sawr an, das End gehet mit freuden hinauss. – Petri, II, 81. 106. Ein böser Anfang gewinnt ein bösen Ausgang. – Petri, II, 169. 107. Ein böser Anfang nimmt ein böses End. – Kirchhofer, 337. 108. Ein guter anfang gewint gern ein gut end. – Petri, II, 192; Egenolff, 886. 109. Ein guter Anfang ist alles rühmenswerth. – Petri, II, 192. 110. Ein jedes seinen Anfang hat, der Ochse aber in der Stadt, wie du ihn siehst, zu keiner Frist, ein junges Kalb gewesen ist. (S. Ochs 142.) – Illustrirte Zeitung, Leipzig 1859, S. 226a. 111. Es muss als ein Anfang haben. 112. Es sey der anfang wie er kan, das End muss den last tran. – Lehmann, 173, 18. 113. Es sey der anfang wie er will, das end erlanget lob oder schand. – Henisch, 887, 20. 114. Im Anfang der Christlichen Kirchen seynd wenig Stiffte, Klöster vnd Klausen gewesen vnnd viel Christen; ietzund seynd viel Kirchen, Klöster, Stieffter vnd Klausen vnd seynd wenig Christen. – Lehmann, II, 278, 40. 115. Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde – hät am Enn uck wol noch dôn? (Pommern.) Hätte er's am Ende auch wol noch gethan? 116. Im Anfang vbel gerathen, pfleget endlich wol zu bestehen. – Petri, II, 399. 117. Im Anfang wol gerathen pflegt endlich wol auszugehen. – Henisch, 1506, 38. 118. Ist der Anfang schwer, führt er wol zu Glück und Ehr. n.: Besverling begyndelse giver gemunliger en dyd. (Prov. dan., 61.) 119. Rascher Anfang, rasches Ende. – Altmann VI, 401. 120. Um den Anfang ist keine Zeit beschieden. – Graf, 110, 265. Unter Anfang ist im altdeutschen Recht das unbeschränkte Recht verstanden, von jedem Dritten seine Fahrhabe zurück zu verlangen, also die Eigenthumsklage dessen, dem es entwendet worden ist. Mhd.: Umme den anevang is keyn czie dan beschyden. (Forstemann, I, 3, 32.) 121. Vom Anfang bis ans Ende ist oft ein weiter Weg. Lat.: Non statim finis apparet cum initio. (Herodot.) (Philippi, II, 45.) 122. Von geringem Anfang entsteht offt eine grosse Vnlust. – Petri, II, 580. 123. Was im Anfang wol thut, thut im end wee. – Franck, II, 66b. 124. Wat 'nen Anfangk hät, dat hät och en Ängk. (Köln.) – Firmenich, I, 472. 125. Wenn der anfang nicht gut ist, so folgt selten ein gut end. – Henisch, 885, 70; Petri, II, 632. 126. Wie der anfang vnd das mittl eines Dings ist, also pflegt auch gemeiniglich das end zu sein. – Henisch, 887, 65. 127. Wu' a Onfang ies, muss och a Ende seyn. – Robinson, 836. 128. Ein Anfang sonder Ende. 129. Dem Anfang wehren. – Dietrich, II, 686. Lat.: Principiis obsta. (Philippi, II, 107.)
17083 Zeichen · 649 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Anfang

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Anfang , des -es, plur. doch nur selten, die -fänge, von dem folgenden Verbo anfangen, das Erste, so wohl der Zeit u…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Anfang

    Goethe-Wörterbuch

    Anfang Mehrf Pl, bes in 4 u 5. Oft iVbdg mit Präp in adv Funktion: ‘(gleich) im, zu(m) A.’ iSv anfangs, zuerst, zunächst…

  3. modern
    Dialekt
    Anfang

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Anfang [Ànafà Mitzach ; Âfà O.; Ânfà Str. Hf. Wörth Betschd. Buchsw. Lohr ; Ônfà K. Ingenh. ] m. Anfang. Vu n A. mac…

  4. Sprichwörter
    Anfang

    Wander (Sprichwörter)

    Anfang 1. Aller Anfang ist leicht, segt de Lumpensammler. ( Lüneburg. ) 2. Aller Anfang ist schwer. – Beyer, I, 1; Niete…

  5. Spezial
    Anfang, der Handlungm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Anfang , m der Handlung начало , ср действия → FiloSlov Handlungsbeginn, m

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anfang‑ als Erstglied (30 von 65)

anfangen

DWB

anfangen , ineipere, nnl. aanvangen, früher anfahen, und ursprünglich an etwas fahen ( capere ), greifen, fassen, also angreifen, anfassen, …

anfangend(s)

ElsWB

anfang·ends

PfWB anfange nd (s) [əfàə Olti. Sier. Hi. Lutterb. M. ; àfàə M. ; afàə Heidw. Su. Orschw. Horbg. Dü. ; afàkə NBreis. Bebelnh. ; âfàə Ru…

Anfanges

RhWB

An-fanges -a- m.: 1. Anstrich, Malzeichen, beim Klickersp., von wo aus geschnellt wird MGladb . — 2. Klicker, den (die) der Gewinner dem Ver…

anfangian

KöblerAs

anfangian , sw. V. (1)? nhd. beschlagnahmen ne. seize (V.) ÜG.: lat. intertiare GlP Hw.: s. anafangon* Q.: GlP (1000) E.: s. ana, *fangon W.…

Anfanglos

Campe

anfang·los

○ Anfanglos , adj. u. adv. was ohne Anfang, also von Ewigkeit ist. »Ein anfangloses Urwesen.« Bragur. Die Anfanglosigkeit.

anfangs,

FWB

1. ›zu Beginn, am Anfang von etw.; erstens, zuerst, zunächst‹, teilweise in der Reihe anfangs [...] zum andern, teilweise in der Reihe anfan…

Anfangsbohrer

Campe

anfangs·bohrer

≠ Der Anfangsbohrer , des — s, d. Mz. w. d. Einz. im Bergbaue, derjenige Bohrer, der bei einem Satzbohrer oder zweimännigen Bohrer der erste…

Anfangsbuch

Campe

anfangs·buch

○ Das Anfangsbuch , des — es, Mz. die — bücher, ein Buch, welches die Anfangsgründe einer Sache enthält, (Elementar buch). Der Anfangsbücher…

Ánfangsbuchstab

Adelung

anfangs·buchstab

Der Ánfangsbuchstab , des -ens, plur. die -en, derjenige Buchstab, welcher ein Wort, eine Zeile oder einen Satz anfängt.

Anfangsbuchstabe

Campe

anfangs·buchstabe

Der Anfangsbuchstabe , des — ns, Mz. die — n, derjenige Buchstabe, mit welchem ein Wort, eine Zeile, ein Satz anfängt. Besonders ein Buchsta…

Anfangseindruck

Campe

anfangs·eindruck

○ Der Anfangseindruck , des — es, Mz. die — drücke, der erste Eindruck, den eine Sache auf das Gemüth macht. »Die Anfangseindrücke der wesen…

ANFANGSERFOLG

DWB2

anfangs·erfolg

DWB2 ANFANGSERFOLG m. DWB2 zu anfang 2. DWB2 DWB2 1 anfänglicher erfolg ohne bestand: 1928 bestimmt würde er nach großen (militärischen) anf…

ANFANGSGEHALT

DWB2

anfangs·gehalt

DWB2 ANFANGSGEHALT n. DWB2 gehalt bei tätigkeitsaufnahme, zu anfang 2: DWB2 1912 anfangsgehälter eines beamten Kafka amtl. schr. 177 H. 1932…

ANFANGSGLIED

DWB2

anfangs·glied

DWB2 ANFANGSGLIED n. DWB2 erstes glied einer fortlaufenden reihe, abfolge; in verschiedenen anwendungsbereichen, zu anfang 2: DWB2 1856 anfa…

Anfangsgründe

Adelung

anfangs·gruende

Die Anfangsgründe , sing. inusit. die ersten Grundsätze einer Kunst oder Wissenschaft, aus welchen alle übrige herfließen. Die Anfangsgründe…

Anfangsgrund

Campe

anfangs·grund

Der Anfangsgrund , des — es, Mz. die — gründe, der erste Grund, welchen man in einer Kunst oder Wissenschaft legt. Der Anfangsgrund zum Late…

ANFANGSJAHR

DWB2

anfangs·jahr

DWB2 ANFANGSJAHR n. DWB2 jahr des beginns einer entwicklung, einer zeitspanne, meist im plur., zu anfang 2: DWB2 1778 aus solchen verborgnen…

ANFANGSKAPITAL

DWB2

anfangs·kapital

DWB2 ANFANGSKAPITAL n. DWB2 erste finanzielle grundlage eines unternehmens, zu anfang 2: DWB2 1903 nach der formel .., wo p der prozentsatz,…

Anfangskurs

LDWB2

anfangs·kurs

An|fangs|kurs m. (-es,-e) ‹econ› (Börse: Eröffnungskurs) curs de daurida m.

ANFANGSLAUT

DWB2

anfangs·laut

DWB2 ANFANGSLAUT m. DWB2 laut, mit dem ein wort beginnt, zu anfang 2: DWB2 1820 ich möchte wörter haben, um den oft nöthigen unterschied zwi…

anfang als Zweitglied (30 von 42)

Neuanfang

RDWB1

Neuanfang m начинать сначала Braucht dieses Land einen ~? - Требуется ли этой стране начинать всё сначала?

Blattanfang

GWB

blatt·anfang

Blattanfang Ansatz des Blattes am Stiel [ zu De Candolle, Organographie végétale, S 282 ] Große Bedeutung der Stiele Blattanfänge pp GWB N13…

frühlingsanfang

DWB

fruehlings·anfang

frühlingsanfang , m. , ist der tag, an welchem die sonne in das zeichen des widders tritt, was den 20. oder 21. merz geschieht. s. DWB frühj…

Gasanfang

GWB

gas·anfang

Gasanfang Der Ost zerstreut die Wolken und entbindet sie in ihre Gas-Anfänge GWB N13,515,10 Met Plp Josef Mattausch J. M.

gewölbeanfang

DWB

gewoelbe·anfang

gewölbeanfang , m. , vgl.: kämpfersteine oder anfänger, auch gewölbeanfang oder gewölbefusz genannt, sind die unmittelbar auf dem widerlager…

glücksanfang

DWB

glucks·anfang

glücksanfang , f. : gehorsam bringt in gang des segens glücksanfang Abr. a s. Clara etwas für alle (1711) 2, 542 ; nach gefundenem glücksanf…

Holzschnittanfang

GWB

holzschnitt·anfang

Holzschnittanfang in krit-polem Distanzierung von der zeitgenöss Orientierung an der Darstellungsweise des im 15. u 16. Jh zur Blüte gelangt…

jahresanfang

DWB

jahr·es·anfang

jahresanfang , m. anfang eines jahres: den jahresanfang begrüszt glockengeläute.

jubelanfang

DWB

jubel·anfang

jubelanfang , m. : an diesem morgen erneuerte sich in seinem herzen die schmerzhafte ähnlichkeit von vier dingen, von dem leben, von einem t…

Jugendanfang

GWB

jugend·anfang

Jugendanfang für den Beginn eines Lebenslaufs; iZshg mit biogr Interesse Jugend-Anfänge, Stufen der Bildung, Lebens-Einzelnheiten, Anekdoten…

Knochenanfang

GWB

knochen·anfang

Knochenanfang iSv (entwicklungsgeschichtl) Ausgangspunkt der Knochenbildung, Knochenkern; pl [ Behauptung ] daß die mannichfaltigen Knochena…

kunstanfang

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kunst·anfang

kunstanfang , m. die ältesten kunstanfänge. Beckers weltg. 2, 32 , eine der zusammensetzungen, die man für unnötig und unnütz erklären musz,…

Lebensanfang

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lebens·anfang

Lebensanfang pl für spezif Phänomene, Erscheinungsformen am Beginn einer Existenz, hier bezogen auf die persische Dichtung Ein .. treffliche…

Naturanfang

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natur·anfang

Naturanfang pl für die Grundlagen, Ursachen natürlicher Erscheinungen die eigentlichsten ersten und einfachsten Naturanfänge GWB N3,321,20 F…

nervenanfang

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nerven·anfang

nervenanfang , m. : tief bis an die nervenanfänge getroffen, stand Albano auf. J. Paul Titan 1, 150 .

Neuanfang

LDWB2

neu·anfang

Neu|an|fang m. (-[e]s, ...anfänge) scomenciamënt nü m. , comeback m.

Ortsanfang

PfWB

ort·s·anfang

Orts-anfang m. : = PfWB Ortseingang , Ggs.: PfWB Ortsausgang , Oʳtsaⁿfang [ LU-Oggh ].

Pflanzenanfang

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pflanzen·anfang

Pflanzenanfang Pflanzenkeim (im Samen) als Anlage einer neuen Pflanze in allen ihren Hauptteilen die bekannte Eintheilung eines P-s [ nach L…

riesenanfang

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riesen·anfang

riesenanfang , m. gewaltiger, mit groszer kraft und erstaunlichem erfolge gemachter anfang: dieser riesenanfang verdiente, dasz das römische…

schulanfang

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schul·anfang

schulanfang , m. : daneben könnte ich noch mancherley unterwegs mitnehmen .. und kurz vor schulanfang wieder zurück sein. Heyse kinder der w…

sommersanfang

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sommers·anfang

sommersanfang , m. , in wendungen wie: zu sommersanfang; heut ist sommersanfang, d. h. der tag der sommersonnenwende; nicht mit artikel und …

stiegenanfang

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stiege·n·anfang

stiegenanfang , m. : um den stiegenanfang hatten sich eben mehrere gruppen zusammengedrängt H. Laube ges. schr. 15, 27 . —

Ableitungen von anfang (1 von 1)

uranfang

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uranfang , m. , anfang durch ur- C 4 c verstärkt. vereinzelt steht ein beleg 1580 uranfänge ( origines ) von Dreyfelder, uranfänger gebrauch…