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zunder

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zunder m.

Bd. 32, Sp. 556
zunder, m. , ahd. zunder, m., zuntra, f. Graff 5, 688, mhd. zunder, m. und n. mhd. wb. 3, 897a; Lexer 3, 1176, selten zunt mhd. wb. 3, 896a; Lexer 3, 1180, mnd. tunder Schiller-Lübben 4, 630b, nd. tunner Danneil 229a; tumber, tumwer Schambach 236, mnl. tonder Verwijs-Verdam 8, 536, nl. tonder, ags. tynder Bosworth-Toller 1029b, neufries. tennər Schmidt-Petersen 135, Sylt töner B. P. Möller 273a, me. tender, tinder, tunder Stratmann 605b; 609b; 623b, neuengl. tinder, an. tundr, n. Fritzner 730a, schwed. tunder, n. tønder norw. ma. tunder J. Aasen 844a, ins afranz. (altnorm.) übernommen tondre Meyer-Lübke rom. etym. wb. 683a, nr. 8984. mit l-suffix s. zundel. in anderem ablaut ahd. zantaro, m. Graff 5, 686, mhd. zander mhd. wb. 3, 895b; Lexer 3, 1026. unsicher überliefert ist ahd. zintra Graff 5, 688, ungewisz der zusammenhang mit zinsilo, zinselod fomes, zinsera rauchfasz ebda., und mit an. tinna, f. Fritzner 3, 705a, neunorw. tinnerstein J. Aasen 817a. das germ. grundwort, das nur im got. fehlt, wo kein anlasz zur verwendung vorliegt, bezeichnete, nach der übereinstimmung aller germ. sprachen, eine lockere, pulverige masse aus pflanzlichen stoffen, welche durch den am stein geschlagenen funken zum glimmen gebracht wird. seit alter zeit wird dieser zunder aus gewissen baumschwämmen, polyporus, siehe zundelschwamm, zunderschwamm durch kochen in lauge, dann auch aus verkohlter leinwand hergestellt. noch älter aber, und bis heute bei einfachen völkern üblich, ist dafür die verwendung von mulmigem holze, worauf auch spuren in den maa. hinweisen. zunder als 'faules buchenholz' erwähnt Schmeller 22, 1134, s. auch zunderasche, zunderholz, sowie die stellen bei Diefenbach n. gl. und W. Brack zu zundel. so wird dies die ursprüngliche bedeutung sein. die undeutlichen glossierungen zundel arbor und das tirol. zunder, f., legföhre, latsche, auch alpenrose, s. u., auch zundelstaude, können zu der vermuthung führen, als ob das grundwort, das sich zu δένδρον beziehen liesze, ursprünglich eine baumart bezeichnet hätte, von der man den zunder holte. doch kann zunder 'latsche', 'alpenrose' auch eine jüngere volksthümliche übertragung sein. andere möglichkeiten vermuthet J. Löwenthal ark. f. nord. fil. 32, 273; 289. lautliche nebenformen im deutschen: zunter in oberd. quellen Gombert bem. und ergänz. 5 (1882), 6; zünder, selten Hutten 1, 395 Böcking; nomencl. Hamburg. (1634) 388; zinder chr. dtscher st. 25, 30 (Augsburg); zünner Joh. Dietenberger wider Martin Luther von d. miszbr. d. messe (1526) e 3. neben herschendem m. einzeln n., wie im mhd., jüngst erbawete schäfferey (1641) h 2a. im deutschen ist zunder 11) der zunderschwamm, der zunder gebende baumschwamm, löcherschwamm, boletus igniarius oder chirurgorum, polyporus igniarius oder fomentarius Brockhaus 1314, 255; Eulenburg realencycl. 14, 247; Nemnich 672. ältere belege: fomes lignum aridum vel fungus zunder voc. ex quo (1472); swamen oder zundter der ausz den paymen wechst voc. theut. (1482) 4a; tubera zunder Gersdorff wundarznei (1517) 95a (voc. herbarum); vil findt man, die ire narung aus disen schwemmen und zunder suochen Tr. H. Bock kreuterb. (1539) 33b. 22) der funkenfangende bestandtheil des alten feuerzeugs vor einführung der zündhölzer, der aus dem zunderschwamm hergestellt wurde Jacobsson 4, 715b; Oken 3, 127; Delitzsch pflanzenb.5 238; schwammenzunder Kramer 2, 1484c. oder aus leinenlumpen gebrannt Karmarsch-Heeren 113, 521; lumpenzunder Kramer: nimb gebranten zunder und lösch in in baumöl ab Seutter hippiatria 69; von weiberhembden ist ein alter weiberaberglaube, so da vorgeben, es glimmete kein zunder an, der aus weiberhembden gebrennet würde Amaranthes 2170 (ähnl. J. G. Schmidt rockenphilos. 1, 293). von anders bereiteten zündmitteln fremder völker Ritter erdk. 2, 963; 14, 271. früher auch zum blutstillen verwandt Gäbelkover arzneib. (1595) 2, 218; P. J. Marperger beschr. d. hanfs u. flachs (1710) 10, s. auch den beleg aus Seutter. 2@aa) regelmäszig mit stein, stahl, schwefel zusammen genannt: (er) seinen stahel und zunder zuohanden nam, das feuer schluoge Arigo dekam. 173 K.; hätte gern für zwei pfennig schwefel und zunder Göthe 16, 60 W.; er nimmt feuerstein, zunder und stahl, schlägt licht und zündet eine öllampe an Börne ges. schr. 2, 16; er war der letzte, bei dem ich stahl, stein und zunder als feuerzeug in thätigkeit gesehen habe Langewiesche jugend u. heimat 107 bücher der rose. das gehört zur lebensnothwendigen ausrüstung: we dar stilt in deme scepe, den scal men setten uppe eyn wuste werder myt spise drier daghe unde myt tunder unde myt eyneme gloyendighen iseren Schiller-Lübben 4, 630b (Schlesw. stadtr.); schwebel, zundter und feuerzeug H. Sachs 4, 340 K. (der ganz hausrat); ein wullen deck hab ich, ein paar stiefeln, und zunder und schwefel Göthe 8, 153 W. 2@bb) der zunder fängt feuer: der zunder will nicht fangen Kramer; dieser staub ist der zunder, der feuer fängt Chamisso 2, 323. sprichwörtlich: es musz guter zunder seyn, der da fangen soll Petri 2, cc 4a; jugend fahet wie zunder Lehmann (1662) 1, 443; truckener zunder fängt bald Kramer. der zunder glimmt: euer glaub ist zwar schwach und gleich einem füncklein, das in dem zunder glimmet Harsdörfer t. secretarius 2, 110. der glimmende zunder wird angeblasen: die liebe wuste mich recht künstlich zu besiegen, so bald Anacreon in meinen zunder bliesz Günther (1735) 701. dürrer zunder u. ä.: als ... dem satan ... der zaubermantel und die kappe wie mürber zunder abfielen Immermann 19, 128 H.; wie morscher zunder Heine 2, 91 E. dafür auch einfach wie zunder: etwas brennt wie zunder; sie (die leiter) fing im nu an zu rauchen und zu brennen wie zunder G. Freytag 3, 62; schiedsverträge werden brennen wie zunder Bethmann-Hollweg im reichstag 30. 3. 1911 (südd. monatsh. 1916, 313). nasser zunder: oder war sein gehirn wie nasser zunder, dasz kein funken fangen wollte Bode Tristram Schandi (1774) 3, 195; alle meine bitten fielen auf wie feuerfunken in einen feuchten zunder A. G. Meissner Alcibiades (1781) 4, 237. 33) in weiterem sinne, 3@aa) was feuer fängt: und auch ein armer rauchender brand, der vom fewer zu Bern ist uberblieben, bey uns yn eim winckel seinen zunder sucht Luther 26, 560 W.; es darf nur ein eintziger funcken in den zunder fallen, so kan ein gantzes gebäude darvon in die asche geleget werden J. D. Ernst liebesgesch. (1693) 53; alsdann könnten aus der asche Napoleons einige funken hervorsprühen, ganz in der nähe des stuhls, der mit rotem zunder bedeckt ist Heine 6, 171 E. sprichw.: das feuer nahe beim zunder thut nicht gut Düringsfeld 1, 253a. 3@bb) was feuer erregt: verbande er haimlich ainen gelügenden zunder in das wercke, darvon es bald enzündet gantz anhuob zebrinnen Nicl. v. Wyle translat. 269 K.; alles was eine schürze trug .., wurde ferngehalten wie ein zunder L. v. François Reckenburgerin 1, 27; er .. kletterte hinauf und steckte in die dachschindeln einen zunder P. Rosegger I 2, 266. 3@cc) was morsch wie zunder ist, vgl. 2 am ende: auch den zunder von dem verbrannten gedichte kehrte sie sauber bei seite Immermann 4, 44 H.; die bauern überhaupt sind der einzige heile stoff in dem ganzen plunder und zunder der civilisation! Bog. Goltz jugendleben 1, 226. 44) auf das menschliche gemüt angewandt, das aufglühen einer erregung oder was es in erregung versetzt. 4@aa) von der erweckung des glaubens: ouch schein an alliz struoben in gesteltnis einer tuoben der geist, ir czweir czunder (bei Christi taufe) Tilo v. Kulm siben ingesigel 3043 Kochendörffer; aber die glaubigen wissen ausz ubung und erfahrung, dasz die inbrunst des gebets verlesche, es sei dann, dasz sie newe zünder herfür suchen Calvins institutio christ. rel. (1572) 551; dein wort und sacrament sind immer neuer zunder, dasz licht und recht noch brennt B. Schmolcke trost- u. geistr. schr. 1, 455. 4@bb) von der liebesgluth: der minnen zunder, eine lieblingswendung späterer mhd. dichter, wie Konrad v. Würzburg, Frauenlob, Heinrich v. Neustadt, Hugo v. Trimberg, glüht wieder als zunder der liebe in der barockliteratur auf, verlischt aber später: zunder ist sie (die liebe) bei der glut, bei der flut triebsand, der die feuchte trinket P. Fleming dtsche ged. 1, 317 Lappenberg; zeigt, dasz euer heiszes blut stündlich neuen zunder spüret Gottsched ged. (1751) 276; der zunder heiszer brunst Lohenstein Ibrahim Sultan 15, meines verliebten leibes jungfer Robinsone 78, innerlicher triebe Günther ged. (1735) 199, der liebe Schubart sämtl. ged. (1825) 2, 248; Immermann 19, 193 H.; ja, schon als ich mit ihr vor den altar trat, trug ich den zunder zu der glühendsten leidenschaft für die zweyte ... in meinem herzen Bürger an Elise Hahn 4, 26 Strodtmann; hoffst du mich zu erhalten, da müszte meine weibliche seele weniger zunder, keine treue und mehr stolz besitzen Novalis 1, 277 Minor. 4@cc) allgemeiner von gefährlichen, leidenschaftlichen zuständen und ihrem ausbruch: den bricht man ausz ir bösz gedancken, irn unwiln und rachselig hertz, irn unsinnig, wütigen schmertz, irn zornigen, grimmigen zunter H. Sachs 3, 601 K.; darin er .. beweiset, das Luther ein zunder und ursprung sey allerley thumult Joh. Nas antipap. eins u. hundert 5, 412b; kein bürgerkrieg entzündet Schottlands städte, zu dem der Britte nicht den zunder trug Schiller 12, 433 G.; zunder groszes neides P. Gerhardt bei Fischer-Tümpel 3, 321, der leidenschaft Pfeffel pros. versuche 6, 125, des hasses und der feindschaft discourse der mahlern 2, 31, der alten eifersucht Winckelmann 7, 192, der unzufriedenheit Alexis Roland v. Berlin 1, 174, der süszen rache Lohenstein Armin. (1689) 1, 60b, des zwyspalts Abr. a St. Clara Judas 1, 58, des aufruhrs Klinger w. 1, 331, zu neuem krieg Hebbel 9, 81. überhaupt des bösen: die obgenante ubrige sund nach der tauff ... heisset man zunder, darumb das sie leichtlich empfahet Luther 7, 345 W.; der zunder der erbsunde 6, 623 W.; 7, 345 W.; ceremonien sind zunder des aberglaubens Petri 1, e 1a; hoffart und ehrgeitz ist ein zunder alles ubels 2, j i 2b; der müssiggang ein zunder aller laster ist Guarinonius greuel 1183; sein argwohn, dasz die in Rom noch befindlichen Deutschen und Gallier der zunder dieses unheils wären Lohenstein Armin. (1689) 2, 10b; der sündliche zunder, sündenzunder Kramer; dabei war ihm nicht unbewuszt, dasz ein zunder in ihm liege, der das böse leicht fangen könte A. G. Spangenberg leben Zinzendorfs (1772) 97; zunder der geilheit Lohenstein Arminius (1689) 2, 91a, geiler lust Agrippina (1690) 40, böser lust Zesen verm. Helikon (1656) 1, 5b, der wollust Klinger w. 3, 281, der eitelkeit G. Forster 4, 115. 4@dd) umgekehrt, was den geist wohlthätig entflammt, vgl. a und zünden 2 b β: wäre ihr unvergleichliches beyspiel für den zunder zu halten, welcher seinen geist zu behertzten entschlüszungen angesteckt hätte Lohenstein Arminius (1689) 1, 430a; der funke könnte ... nicht zünden, wenn im gemüth der lesenden nicht schon der zunder bereit läge Herder 23, 176 S.; und die gereinigte glut der begeisterung lodert fort an einem innern unsterblichen zunder Schiller 6, 307 G. 55) anregung, keim, nährboden. 5@aa) von ansteckenden krankheiten Höfler 860b: böse feuchtigkeit, welche ein zunder sindt fast aller kranckheiten Joach. Struppius notw. underricht. (1564) b 8a; wer am bette eines blatternden gewesen ist und auch blattert, hat schon den heimlichen zunder aus der beschaffenheit der luft mit ans bett gebracht allg. dtsche bibl. 4, 2, 179. 5@bb) allgemeiner: diese lehre findet einen guten zunder in mir Luther 33, 87 W.; es muosz vor ein sämlein und zunder der weiszheyt in im sein Seb. Franck sprüchw. (1541) 2, 172b; schöne weise klugr. (1548) 104b; Christi menschheit war .. ohne allen saamen, wurtzel und zunder des todes J. F. Thierbach diar. Herrnhuth. (1750) 2, 276. 5@cc) eigenthümlich ist die anwendung auf die empfängnis, nur im späteren mhd.: zuhant an der stunde, do sie uz irm munde daz seldenriche wort geliez, der heilige geist sin zunder stiez Heinrich v. Neustadt gottes zukunft 1396 Singer; ane vaters zunder 1307. ähnl. Oswald v. Wolkenstein 53, 45 Schatz (Marienlied). 66) beim hämmern absprühende eisentheile Hübner-Rüder 4, 1037b; bairisch schmidzundel, schmidzunder Schmeller 22, 1134. 77) der hammerschlag, die auf dem erhitzten eisen, auch anderen metallen, sich bildende oxydschicht Lueger 82, 1040, wofür auch sinter Muspratt 6, 543, walzsinter Lueger, glühspan Karmarsch-Heeren 13, 1: diese methode des glühens verhindere das ansetzen des zunders Töpfer orgelbauk. 326. 88) in der soldatensprache: in der regel kommen die aus der garnison ins feld gesandten jungen mannschaften bald rasch dahin, wo es pfeffer, dunst oder zunder gibt Th. Imme 126. 99) pflanzenname, volksthümliche übertragung oder rest einer alten bedeutung. in einigen gegenden von Tirol, Vorarlberg, dem Allgäu sind zundern, zuntern die zwergkiefern, legföhren, sonst latschen genannt (vgl. zunderbaum) Schmeller 22, 1134; Egger 953a; K. Reiser sagen, gebräuche, sprichwörter d. Allgäus 2, 746; zschr. f. dtsche wortf. 9, 63: es (das seil) war droben um den krummen ast einer zunder geschlungen Pichler allerlei gesch. aus Tirol 1, 187; seitdem ... sieht man oft einen schimmel in den zundern herumsteigen Laistner nebelsagen 44. auch für die alpenrose rhododendrum ferrugineum Nemnich 672; Schmeller. als baumname angeführt in einem alten glossar Germ. 8, 48.
13561 Zeichen · 280 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zunderstm. stn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    zunder stm. stn. zunder. ahd. zuntar, zuntara Graff 5,688. isca gl. Mone 4,95. 8,400. sumerl. 22,51. 46,5. caustica das.…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zunder

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Zunder , des -s, plur. ut nom. sing. 1. Ein brennbarer Körper, welcher von einem darauf fallenden Funken zum glimmen…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zunder

    Goethe-Wörterbuch

    Zunder [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Zunderm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Zunder m. : ' leicht brennbares Material (meist getrockneter Feuerschwamm Polyporus fomentarius) zum Feueranzünden ', Zu…

  5. Sprichwörter
    Zunder

    Wander (Sprichwörter)

    Zunder 1. Zunder muss man dem Feuer nicht nahe bringen. Gelegenheit zum Bösen muss man nach Möglichkeit beseitigen. It. …

  6. Spezial
    Zunder

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Zun|der m. (-s,-) 1 lasciá (-as) m. 2 (Lunte) corda da füch f. , bronsura (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zunder

59 Bildungen · 53 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von zunder

zunden + -er

zunder leitet sich vom Lemma zunden ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von zunder 2 Komponenten

zun+der

zunder setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

zunder‑ als Erstglied (30 von 53)

Zunderkopf

SHW

Zunder-kopf Band 6, Spalte 903-904

Zunderpack

SHW

Zunder-pack Band 6, Spalte 903-904

zunderrot

SHW

zunder-rot Band 6, Spalte 903-904

Zunderwolf

SHW

Zunder-wolf Band 6, Spalte 905-906

zunderähnlich

DWB

zunder·aehnlich

zunderähnlich , adj. : zunderähnliche lappen ( d. zundererz ) Oken 1, 441 ; Karmarsch-Heeren 11 3 , 522 . —

zunderartig

DWB

zunder·artig

zunderartig , adj. : die kunst, es ( das feuer ) im zunderartigen mark gewisser gesträuche aufzubewahren C. A. Böttiger kl. schr. 2, 330 . —

zunderasche

DWB

zunder·asche

zunderasche , f. , eine pottasche, die in Schlesien aus morschen bäumen gebrannt wurde Jacobson 8, 285 a ; Karmarsch-Heeren 11 3 , 521 . daf…

zunderbast

DWB

zunder·bast

zunderbast , m. , v . d. Steinen naturvölker Centralbrasiliens 61 . —

zunderbaum

DWB

zunder·baum

zunderbaum , m. , zwergkiefer, krummholz Hübner-Rüder 4, 1037 b ; Nemnich 672 ; Holl 101 b . —

zunderbüchse

DWB

zunder·buechse

zunderbüchse , f. , der behälter für den zunder Kramer 2, 1484 c ; Ludwig t.-engl. lex. 2626 : ich erinnere mich wohl der zunderbüchse in de…

zunderdürr

DWB

zunder·duerr

zunderdürr , adj. : da steht das haus, zunderdürr vom fuszboden bis an den gipfel des strohdaches Rosegger I 15, 401. —

zundererz

DWB

zunder·erz

zundererz , n. , erz, das in zunderähnlichen lappen und blättchen erscheint, heteromorphit Lueger 8 2 , 1040; Nemnich 672 ; Oken 1, 441 . s.…

zunderfleck

DWB

zunder·fleck

zunderfleck , m. , zunderflecke zum blutstillen J. Blau Böhmerwälder hausindustrie 1, 408 . —

zunderfrei

DWB

zunder·frei

zunderfrei , adj. , s. zunder 7: zunderfreie bleche Karmarsch-Heeren 10 3 , 651 .

zunderhadern

DWB

zunder·hadern

zunderhadern , vom buchenschwamm, woraus zunderhauben gemacht werden J. Blau Böhmerwälder hausindustrie 1, 407 . vgl. zunderkappe. —

zunderhaft

DWB

zunder·haft

zunderhaft , adj. Heynatz antibarb. 2, 677 : zunderhafte seele G. G. Vollant beiträge (1771) 19 . —

Zunderhannes

PfWB

zunder·hannes

Zunder-hannes m. : 'Mann mit unordentlichem, zerlumptem Äußeren', -hannes [ RO-Feilbg ].

zunderholz

DWB

zunder·holz

zunderholz , n. , morsches holz zum feuermachen Oken 3, 2, 1189 , vgl. zunderlinde, sylterfries. tönnerholt verfaultes holz an lebenden bäum…

zunderig

PfWB

zunde·rig

zunderig Adv. : 1. 'mürbe, morsch, zerbrökkelnd', z. B. von abgetragenem Gewebe, gealtertem Papier, zunnerich [ KU-Obw/Tiefb KL-Enkb Erfb Ka…

zunderkappe

DWB

zunder·kappe

zunderkappe , f. , rotbraune mütze aus natürlichem baumschwamm, in Frankfurt Askenasy 104 ; 156. —

zunder als Zweitglied (6 von 6)

glosenzunder

KöblerMhd

glosen·zunder

glosenzunder , st. M. nhd. Feuerschwamm E.: s. glosen, zunder W.: nhd. DW- L.: Lexer 401c (glosenzunder)

iezunder

Idiotikon

iezunder Band 1, Spalte 630 iezunder 1,630

minnezunder

Lexer

minne·zunder

minne-zunder stm. BMZ liebeszunder, was die liebe entflammt Myst. Altsw. 118, 2. nicht comp. der m. zunder Reinfr. B. 3048, zundel Ls. 2. 33…