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wirr

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wirr adj.;

Bd. 30, Sp. 606
wirr, wirre, adj.; seit dem beginn des 17. jhs. literarisch häufig auftretende bildung zum vb. wirren (s. d.); das von Wackernagel kl. altdtsch. lesebuch (1861) 381b ohne stellenangabe verzeichnete wierr 'verwirrt und verwirrend, gestört und störend' läszt jedoch ältere bezeugung als möglich erscheinen; vgl. auch wirrig 2 a. die in den ersten belegen erscheinende doppelformel irr und wirr veranlaszt die vermutung, dasz bei der entstehung das in klang und bedeutung nahestehende (genetisch aber umgekehrt zu bewertende) paar irre: irren eingewirkt hat; auch andere wendungen, z. t. alliterierend wie wirr und wild, wirr und wüst, wirr und beklommen, wirr und bleich u. ä. zeugen von einem anlehnungsbedürfnis des wortes in älterer sprache. die bedeutung ist 'ungeordnet, unklar, verworren', bei personen (schon in den frühesten belegen) stets auf geistiges angewandt und vielfach geradezu gleichbedeutend mit 'geistig gestört'. das wort verschwindet nach einer kurzen erscheinungszeit, die kaum über die mitte des 17. jhs. hinausreicht, auf reichlich hundert jahre völlig, um in schwachen spurenund bereits auf sachen und abstracta bezogengegen ende des 18. jhs. wieder emporzutauchen; die klassik verwendet es nicht. zu beginn des 19. jhs. wird das wort seit der romantik unter starker verbreiterung seines anwendungsbereiches gängiges gut der hochsprache. 11) von personen. 1@aa) zufrühest in religiös-ethischem sinn 'unklar bezüglich des rechten glaubens': da finden sich mancherley ... widertAeuffer unnd dergleichen, welche das reine ... wort gottes ... sehr verunreinigen ..., darüber die leut irr unnd wirr werden Georg Rost prognost. theolog. (1621) d 4a; dadurch der lauff desz evangelii gehindert, ... die einfeltigen unnwissenden leyen aber gantz irr und wirr gemacht werden Daniel Schaller theolog. herold (1630) 45; gleich wie reichthum einen gottlosen irre und wirre machet in seinem wandel Reinicke fuchs (1650) 169. 1@bb) 'gedanklich unklar', dann auch 'geistig gestört'; noch eng an a anschlieszend 'im klaren denken behindert und deshalb auf irrwege geratend': manchen hat bey dreien fackeln wo ein irrwisch wollen leiten in den sumpff der tieffsten sorgen; manchem wurden drausz planeten, die ihn wirr und irre machten, manchem blasse leichcometen, die ihm in das grab geleuchtet Logau sinnged. 516, 20 E. wenn sie (die spaltenschlüpfer, d. h. zwerge) mit betrug und wirr und wild die menschen machen tücke Fr. W. Weber Dreizehnlinden 136 220; allgemein 'gedanklich unklar' sowohl von einem nur augenblicklich wie von einem dauernd so gearteten menschen: der hoffnungsvolle ... prinz, weiset sich nun als wirrer ... und schwachmüthiger phantast aus Varnhagen v. Ense tageb. (1861) 2, 51; ich wirres, irres kind Cl. Brentano ges. schr. (1852) 2, 293. den langweiligen und wirren Ulrich von Lichtenstein ... hat Lachmann nun im urtext herausgegeben Jacob Grimm in: briefw. zw. J. u. W. Grimm, Dahlmann und Gervinus (1885) 2, 50; die irre und wirre masse einer opposition Th. Mommsen m. gesch.4 3, 6. öfters 'verwirrt durch gehäufte (geistige) arbeit': lasz dir deine gegenwärtigen geschäfte nur den kopf nicht wirre machen Schubart w. 9, 167 Strausz; zudem drängen sich die schreiben, auf die gleich geantwortet werden musz, zuweilen so, dasz ich völlig wirr werde A. Stifter briefw. 6, 168; ich kann ihnen gar nicht sagen, wie wirr ich schon von dem allen bin A. Schnitzler der grüne kakadu (1899) 152; 'aus unbildung verworren': ich habe ... gefragt ..., ob er was tauge ... und da hab ich nicht eben viel schlimmes gehört. im gegenteil, ein biszchen wirr, wie alle halbgebildeten Fontane ges. w. I 6, 138; ähnlich unpersönlich mit dativ der person mir wird, ist wirr: mir ward so wirr und beklommen, dasz ich so bald wie möglich wegschlüpfte K. L. Woltmann memoiren des freiherrn von S-a (1815) 1, 223; gern mit zusatz im kopfe: ihm wurde ganz wirr in seinem müden und schmerzenden kopf M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. (1893) 3, 33; geradezu 'geistig gestört': der ist wirr im kopfe worden Mich. Beer s. w. (1835) 734, vgl. hei wôrd erst krank un tolest wirre Schambach Gött. 300a. 22) im sinne von 1 b häufig als attribut zu geist bzw. seinen synonymen sowie von den äuszerungen eines ungeordneten, phantasierenden gestörten geistes, auch von zuständen der seele und von gefühlen: die ergötzlichsten miszgeburten, die der lachende hohn gebar, erzeugnisse ... eines wirren geistes E. Th. A. Hoffmann s. w. 11, 40 Grisebach; noch windet sich der wirre geist nicht los A. v. Droste-Hülshoff ges. schr. (1878) 2, 227; wirren sinnes K. Bücher arbeit und rhythmus (1899) 238; im wunsche, den wirren gedanken seines hauptes ... zu entfliehen, risz Otto ungestüm die thür auf Fouqué zauberring (1812) 1, 80; graf und gräfin wichen nicht vom bette der geliebten tochter und lauschten ihren wirren reden Holtei erz. schr. 5, 227; (ich) begreife überhaupt nicht, wie ihr ... mir solch wirres zeug vorschwatzen könnt E. Th. A. Hoffmann s. w. 10, 20 Grisebach; wirres plaudern Lenau s. w. 18 Barthel; das wirre stammeln seiner unbeholfenen worte A. Fr. Krause das stille leuchten (1910) 160; ebenso: die kunst, das wirre spiel der phantasie zu mildern, bezaubernd bannte sie den geist in marmorbildern Fr. Rückert w. (1867) 8, 54; häufig vom unklaren, unzusammenhängenden, verworrenen traum: ein wirrer, rätselhafter traum E. Th. A. Hoffmann s. w. 10, 67 Grisebach; ihr verhältnis zu Arcangiolo schien ihr wie ein wüster, wirrer traum v. Gaudy s. w. (1844) 13, 66; als Ingram spät am morgen aus wirrem traum auffuhr, stand Wolfram wieder an seinem lager G. Freytag ges. w. (1886) 8, 306; ähnlich: wirr und dämmernd wie ein traumgewimmel, schwebte fern der engel lust mir vor Bürger s. w. 96 Bohtz; auch in adverbialer fassung: was sprichst du wirr wie in träumen zu mir, phantastische nacht? Eichendorff s. w. (1864) 1, 273, vgl. 'irre reden, phantasieren' (von kranken): sie hat die ganze nacht wirr geredt B. Spiesz henneberg. 283; von seelen- und gefühlszuständen: die zerrissenen und wirren gefühle des lebens W. v. Scholz erzähl. (1924) 18; der kranke in seiner wirren haltlosigkeit K. Scheffler d. junge Tobias (1930) 324; ein wirrer, oft unseliger zustand 99. 33) von sachen und abstrakten. 3@aa) von dinglichen subjekten im sinne 'in ungeordnetem zustand befindlich'; so besonders vom haar üblich 'unordentlich durcheinander hängend': das mädchen ... hatte wirre haare A. Stifter s. w. (1901) 5, 1, 51; sein ungekämmtes, wirres haar A. v. Droste-Hülshoff w. (1879) 2, 290 Schücking; die steile, leichtbewegte stirn war von wirrem haare umstanden E. G. Kolbenheyer Paracelsus (1922) 2, 276; eine arbeiterin ..., den kopf mit wirren flechten neben dem ihres kindchens Karl Scheffler der junge Tobias (1930) 266; ein gelbes, wirres geiszbärtlein H. Watzlik der pfarrer von Dornloh (1930) 45; mit den wirren strähnen über der stirn Otto Gmelin frühling (1933) 60; oft auch von regellos, unregelmäszig geformter landschaft: und mit einem groszen satze ... sprang es durch das wirre röhricht F. Freiligrath ges. dichtungen (1870) 6, 75; die verlockenden wege (der phantasie), die ... in die wirre wildnis führten W. Raabe hungerpastor (1864) 1, 139; auf den wirren zackenklumpen der Seegrubenspitzen H. v. Barth Kalkalpen (1874) 299; vgl. auch wirrsam. 3@bb) von erscheinungen, zuständen und handlungen, die 'verwirrt, regellos, ungeordnet, im durcheinander befindlich, verworren' sind. 3@b@aα) von optischen eindrücken: (er) schritt wieder in den wald hinaus, wo ihn der waldwärter bei dem wirren wetterleuchten bald aus den augen verloren hatte Eichendorff s. w. (1864) 3, 321; wirres flackern um dich flimmert R. Wagner ges. schr. u. dicht. (1897) 6, 112; friede mit der nacht im bunde nach des tages wirrem schein stellt sich ein M. Greif ged.5 77; gras und halme kommen durch wirre schatten langsam hergeschwommen G. Etzel John Keats gedichte (1910) 7; vergleichbar: in wirren, wechselnden bildern drängten sich dem alten manne die erinnerungen seines lebens auf L. Anzengruber ges. w. (1890) 2, 7. 3@b@bβ) von gehörseindrücken: und tiefer sang erscholl in wirren tönen vom totengräberhaus Fr. Kind ged. (1817) 3, 95; die wirren töne schlinget sie sanft in sich zurück Mörike ges. schr. (1905) 1, 138; wirre, ohrenbetäubende geräusche K. Bücher arbeit und rhythmus4 (1899) 438; die stimmen, welche im wirren getöse durcheinander strömten, sind verklungen E. Th. A. Hoffmann s. w. 14, 171 Grisebach; was will der schnifler wirres und heiseres geschrei? J. H. Voss s. ged. (1802) 5, 267; anhaltendes wagengerassel ... und viel wirres geschrei deuteten auf den abzug des feindes Moltke ges. schr. u. denkw. (1892) 3, 295. 3@b@gγ) von bewegungsvorgängen: in wirrer flucht O. Jahn Mozart (1856) 1, 326; stotternd und mit wirrer hast G. Hauptmann die weber (1892) 20; ein nachtaar kam auf seinem wirren fluge bis dicht an sein gesicht geflattert Spielhagen problem. naturen 172; eben überflog den baum (der gefällt wurde) ein wirres zittern H. Watzlik der alp (1923) 303; ähnlich: in dem wirren, wilden getümmel W. Raabe hungerpastor (1864) 3, 225; zu einem wirren knäuel vereinigten sich die beiden haufen G. Freytag ges. w. (1886) 9, 42; als wollt es nie geschehnes mir erzählen, weils anders als der welt so wirr getriebe Gisela v. Arnim dram. w. 3, 13; kein trostesstern im nächtlich wirren treiben E. Raupach dram. w. ernster gattung (1835) 11, 105. 3@b@dδ) von zeitbegriffen: die fehden dieser wirren zeit (des 14. jhs.) G. Freytag ges. w. (1886) 18, 280; auch ein Bismarck kommt schon in jenen wirren tagen vor Felix Lampe Berlin und die Mark Brandenburg (1909) 68; mein wirres leben Cl. Brentano Godwi (1801) 1, 274; ich bin abgeschieden, du muszt noch im wirren leben sein Paul Ernst 10 geschichten (1933) 12. 3@b@eε) von tätigkeitsbegriffen; 'ohne ordnung getan, planlos': das teutsche volk bei seinen fragmentarischen, wirren und unbeständigen bestrebungen Görres ges. schr. (1854) 1, 123; er faszt das brod und kanns nicht theilen und stöbert, sucht mit wirrem eilen in allen taschen ... A. v. Droste-Hülshoff ges. schr. 2 (1878) 41; es war ein wirres umlernen zu anfang H. Fr. Blunck die weibsmühle (1927) 60. 3@cc) oft mit subjektivem gehalt in mehr oder minder deutlicher mischung mit 1 b von dingen, die durch ihre regellosigkeit, verworrenheit, unklarheit, unordnung u. s. w. verwirrend wirken: mitten im wirren Paris Gutzkow ges. w. (1872) 7, 121; dasz ich von Bonn aus die sachen klarer sehe, als man es mit darin stehend in dem wirren Berlin kann Dahlmann in: briefw. zw. J. u. W. Grimm, Dahlmann u. Gervinus (1885) 1, 497; ähnlich: mein besseres selbst, das mir die wirre welt so lange entwendet H. Laube ges. schr. (1875) 3, 169; das geheimnis dieser wirren welt W. Weigand die renaissance (1904) 1, 99; ach, vater, wenn nun in der wirren nacht du selber kämst Fouqué altsächs. bildersaal (1818) 1, 43; selig, die mit gott gefallen! zu der pforte seiner gnade ruft er heim die müden streiter von des lebens wirrem pfade W. Müller ged. 190 Hatfield; das goldene zeichen über unserem hausthore ... schien mir aus diesem ... ländchen, als es in wirrer zeit den kopf verloren, ... emigrirt Brentano ges. schr. (1852) 5, 7.
11302 Zeichen · 289 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wirr

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Wirr ,

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wirr

    Goethe-Wörterbuch

    wirr [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    wirr

    Schweizerisches Idiotikon · +4 Parallelbelege

    wirr Band 16, Spalte 1064 wirr 16,1064

  4. Spezial
    wirr

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    wirr adj. 1 confus (-sc, -a), caotich (-cs, -ca) 2 (zerzaust) destliné (-ná, -nada), des ć ialtiné (-ná, -nada), sputidl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wirr

153 Bildungen · 137 Erstglied · 2 Zweitglied · 14 Ableitungen

wirr‑ als Erstglied (30 von 137)

Wirr(en)

SHW

Wirr(en) Band 6, Spalte 603-604

Wirranke

SHW

Wirr-anke Band 6, Spalte 603-604

Wirrbau

SHW

Wirr-bau Band 6, Spalte 603-604

Wirrbesem

SHW

Wirr-besem Band 6, Spalte 603-604

Wirrboßen

SHW

Wirr-boßen Band 6, Spalte 603-604

Wirrburde

SHW

Wirr-burde Band 6, Spalte 603-604

Wirrbürde

SHW

Wirr-bürde Band 6, Spalte 603-604

Wirreule

SHW

Wirr-eule Band 6, Spalte 605-606

Wirrgebund

SHW

Wirr-gebund Band 6, Spalte 605-606

Wirrkopf

SHW

Wirr-kopf Band 6, Spalte 605-606

Wirrnickel

SHW

Wirr-nickel Band 6, Spalte 605-606

Wirrsamen

SHW

Wirr-samen Band 6, Spalte 605-606

Wirrstroh

SHW

Wirr-stroh Band 6, Spalte 605-606

Wirrwarr

SHW

Wirr-warr Band 6, Spalte 605-606

Wirrwatz

SHW

Wirr-watz Band 6, Spalte 605-606

Wirrwesen

SHW

Wirr-wesen Band 6, Spalte 607-608

Wirrwisch

SHW

Wirr-wisch Band 6, Spalte 607-608

wirrwërrisch

Idiotikon

wirr-wërrisch Band 16, Spalte 1054 wirr-wërrisch 16,1054

Wirrzeug

SHW

Wirr-zeug Band 6, Spalte 607-608

wirrband

DWB

wirr·band

wirrband , n. , eine nachtfalterart ( bombyx anastomosis ), s. Krünitz 239, 371 . —

wirrbart

DWB

wirr·bart

wirrbart , m. , mensch mit wirrem bart, gelegenheitsbildung zu wirr 3 a: und tiefer zieht den schlappenhut der wirrbart ins gesicht F. Dahn …

Wirrbosenspiel

Meyers

Wirrbosenspiel (wallonisch pantin ), ein im belg. Hennegau beliebtes Volksspiel, das von zwei Spielern gespielt wird, die auf der Erde sitze…

Wirrboßen

PfWB

wirr·bossen

Wirr-boßen m. : 1. 'Bündel aus verwirrtem Stroh', oft das letzte Stroh beim Dreschen, -boße (-bōsə) [mancherorts VPf]; Syn. s. Boßen 1. — 2.…

wirrbündel

DWB

wirr·buendel

wirrbündel , n. , dasselbe, vgl. Leopold hwb. d. öcon. (1805) 505 a ; auch ' ein nicht glatt gepacktes bund stroh ' Albrecht Leipz. ma. 237 …

wirrbüschel

DWB

wirr·bueschel

wirrbüschel , n. , verkürzt aus wirrstrohbüschel: ( Perchtha nimmt ) die genossene andersartige speise ( aus dem leibe ) heraus und füllt de…

wirr als Zweitglied (2 von 2)

G(e)wirr

Idiotikon

G(e)wirr Band 16, Spalte 1064 G(e)wirr 16,1064

gewirr

DWB

gewirr , gewirre , n. , nhd. form für das ältere gewerre s. sp. 5675 ff. dort war beobachtet worden, wie sich die formen mit i zunächst unte…

Ableitungen von wirr (14 von 14)

bewirre

BMZ

bewirre stn. verwirre, verwickele, bestricke. bewerren imbrigare Corr. fundgr. 1,360. a. eʒ ist ein beworren knote Pass. K. 80,56. sît daʒ a…

bewirren

DWB

bewirren , intricare, perplicare, das praet. bewarr nicht mehr, nur das part. beworren gebräuchlich: mit mühe und noth entkam ich dieser str…

entwirre

BMZ

entwirre stv. entwirre, wickele aus einander, knüpfe los; bringe verwirrtes in ordnung. disbrigare, exbrigare Conr. fundgr. 1,365. gl. H. ze…

entwirren

DWB

entwirren , evolvere, extricare, entwickeln, Maaler 106 c , nnl. ontwerren und ontwarren. 1 1) das knäuel entwirren; das gefühl, das einen t…

Entwirrung

GWB

Entwirrung a zu entwirren 1 a [ betr Briefw mit Schiller ] Abends die Briefe ohne Datum .. vorgenommen; zu besserer E. die Tagebücher und Co…

gewirr

DWB

gewirr , gewirre , n. , nhd. form für das ältere gewerre s. sp. 5675 ff. dort war beobachtet worden, wie sich die formen mit i zunächst unte…

gewirre

BMZ

gewirre stv. das verstärkte wirre. waʒ gewirret dir Hätzl. 1,10. 7. waʒ gewirt dir leseb. 970,34. waʒ möhte mir gewerren Iw. 135. vgl. a. He…

gewirren

DWB

gewirren , verb. , wird von Scherz-Oberlin 1, 548 für turbare, verwirren angesetzt; das gleiche bei Brinkmeier 1, 917 a . wie jedoch die obe…

verwirre

BMZ

verwirre stv. verwirre, verwickele. inbrigat verwirret H. zeitschr. 5,414. perplexus vorwurren Diefenb. gl. 210. a. verworren ir schœneʒ hâr…

verwirren

DWB

verwirren , v. , taucht spätmhd. neben dem gewöhnlichen verwerren auf; belege aus Reinfried von Braunschweig bei Lexer 3, 304 ; 311; ein bel…

verwirrlich

DWB

verwirrlich , zuerst nur adv., später auch adj., ' konfus, ungeordnet ' ; perturbate, confuse, inordinate verwirrlich, ohn ordnung durcheina…

verwirrung

DWB

verwirrung , f. , verbalabstraktum zu verwirren. seit frühnhd. zeit literarisch ( s. u. ) und lexikalisch bezeugt: gwerra hadder vel verwirr…

wirre

DWB

wirre , f. , wirren , pl. 1 1) als sing. ' verwirrung, ungeordnetes durcheinander '. zum adj. wirr gebildetes abstractum poetischen charakte…

zerwirren

DWB

zerwirren , verb. , mhd. zerwërren, verwirren, in unordnung bringen: sîn hâr was ungeslihtet, bluotic und zeworren Wirnt v. Gravenberg Wigal…

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APA
Cotta, M. (2026). „wirr". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wirr/dwb?formid=W23616
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Cotta, Marcel. „wirr". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wirr/dwb?formid=W23616. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wirr". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wirr/dwb?formid=W23616.
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