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Wäle

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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12

Eintrag · Rheinisches Wb.

Wäle

Bd. 9, Sp. 216
Wäle das Wort wEĭ, –ē-, –E:-, –ē:- ist südl. des Waldbeeren-Geb. im Rhfrk, an der Saar, u. an der Mos in Trier, Wittl, Bernk, Zell, Koch verbr. [wī:l Saarbg-Ayl Freudenbg Ockfen Onsd Stdt Wawern Weiten, Trier-Rivenich, Bernk-Heinzerath Merschd; -e·i.- Saarbg-Borg OLeuken Schoden Wellen Winchering, Trier-Konz; wElər Kreuzn-Hüffelsh Mandel Norh Rüdesh Treisen; sonst in Kreuzn u. Goar-Bacharach Steeg Trechtingshsn węlwər, Pl. -rə; Merz-Keuching wEləl, Pl. -ln] f.: Wald-, Heidelbeere, Vaccinium myrtillus. RA.: So blo wie e W. Allg. Fängt die Hawwer an ze fäse (Rispen zu bilden), fängt de W.ə an ze räse (reisen, reren) Bernk-Kleinich. — Kinderreime. W.ə, W.ə potedick (pfoten-), Stick vor St. e Grosche! Birkf-Herrst. W.ə., W.ə wie Daume, Kirsche, K.ə wie Praume, Äppel, Ä. wie Feist, Bire, B. wie neist! Bernk-Hinzerath, — annere gor neist! Simm-Schlierschd, — Feischt, die Immerter Mäd sen all vor neischt! Bernk-Immert. W.ə, W.ə, Heidelbeere, wer will sich die Schniss verschmere! Ottw. W.ə, W.ə, Heidelbeere, ka mer sich met's Maul verschmere Ottw-Landsw Neunk, Bernk-Langw. W.ə, W.ə, hupp, h., h., ich han mei Grumbirsupp verschutt; ich han se jo so gere gess, ich han se met dem Dreck gefress! Birkf. W.ə fäl (feil), W.ə f., wer Geld hat, kret ach kän; W.ə, W.ə, hup, hup, h., eich hon mei Grumbiresopp beschutt, hon se wierer ofgerafft un hon mer Wälesupp gekocht! Bernk-Langw. De W.ə sin zeirig (reif), hon Stielercher an; die Buwe wille Weibercher han, se kriə kei Weiber, se kr. k. Maid, wie diht dat de Buwe so leid! Bernk-Langw. — Beerenlieder. Diri, dira, diräle, mer han e Korb voll W.ə, mer han e K. v. Weissweck, die annere Leit h. Dreck! Birkf. Riler, r., W.ən. eich hu mei Sack v. W.ən, se sän sou deck en Daumen, Kirschen kän Praumen; riler, r., W.ən! Merz-Britten. Rille, r., relen, ich hu mei Korf voll W.ən, esou deck wei en Daumen, Kirsche se wei Praumen, Jonge se wei Ochsekäpp,... Merz-Saarhölzb. Lala, l., W.ən, ich hun mei Sack voll W.ən, ich hun mei S. voll Botterweck; den net kemmt, den kreit net met! Merz-Metlach. Rolle, r., rile, eich hon de Korf v. W.ən; rommel di boll, de K. es voll! Saarbg. Holleere, h., mer kumme aus de Beere, der Borem hän mer half bedeckt, de annere hän mer ent Maul gesteckt! Bernk-Commen. Lustig, l. sein de Wälejungen, wenn se aus der Taliker (Tallinger) Stiwel kummen; dann hun se dat Deppchen nummen (nur) half voll un de Gähhunger an de Bauch gefreass! Bernk-Talling.
2470 Zeichen · 83 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    WÆLEstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    WÆLE stf. eine vorrichtung am helme, durch welche der helmbusch befestigt wird. der helm was als ein swert sô lieht: dar…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wälef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    wäle , f. der wels, s. oben das erste wale. im schwäb.-alem. üblich, wo zu wäli, wäle auch ein plur. wälinen gebildet wi…

  3. modern
    Dialekt
    Wälef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Wäle f. : 1. 'Heidelbeere (Vaccinum myrtillus)', Wääl, Weel (wEl, wēl) (beide Formen ohne klare dialektgeographische Tre…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit waele

19 Bildungen · 19 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

waele‑ als Erstglied (19 von 19)

wälenblau

PfWB

waelen·blau

wälen-blau Adj. : ' sehr blau ', bes. von blutunterlaufenen Körperteilen, wäälebloo [ KU-Erdb ], weele- [ RO-Semb ]; Zs.: blitze-, himmel-, …

Wälengallet

RhWB

Wälen-gallet Saarl-Stdt (veralt.) m.: -kuchen.

Wälenjahr

RhWB

waelen·jahr

Wälen-jahr -- Allg. n.: ein an Waldbeeren reiches J. RA.: En gut W. brengt e g. Äppeljohr Simm-Argenthal .

Wälenkamm

RhWB

waelen·kamm

Wälen-kamm -kamp Rhfrk m.: rechenähnl. Gerät, dessen Zähne entsprechend dicht stehen, zum Abstreifen der W.

Wälenkuchen

PfWB

waelen·kuchen

Wälen-kuchen m. : 'Heidelbeerkuchen', Wäälekuche [ KU-Bedb O'alb Schmittw/O ], Weele- [ KU-A'glan Diedk Kaulb Obw/T Reipkch Wahnwg Wolfst KL…

Wälenmaul

PfWB

waelen·maul

Wälen-maul n. : 'vom Heidelbeeressen verfärbter Mund', -maul [ KU-Schmittw/O ]. —

Wälenputsch

PfWB

waelen·putsch

Wälen-putsch m. : 1. 'Heidelbeerstaude', -putsch [ KU-Blaub ]. — 2. nur Pl. Neckname für die Bewohner von KU-Föckbg, Wäälepetsch, Weele- [KU…

Wälensaft

PfWB

waelen·saft

Wälen-saft m. : 'Heidelbeerenmus, -marmelade', Weelesaft [ KU-Kaulb ]. —

Wälenstein

RhWB

waelen·stein

Wälen-stein -E- Simm-Schlierschd m.: ein Grenzstein im Walde; wer vom Wäleplicke heimgeht, muss auf dem W. drei Wäle zerdrücken, sonst versc…

Wälenzeit

PfWB

waelen·zeit

Wälen-zeit f. : 'die Jahreszeit, in der die Heidelbeeren reif sind', -zeit [ KU-Herschw/Petth ].

wǟlesk

WWB

wal·esk

wǟlesk Adj. [ Kos Bek] wählerisch. ⟨ wǟlsk ⟩

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „waele". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/waele/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „waele". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/waele/rhwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „waele". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/waele/rhwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_waele_2026,
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