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Verbannen

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
22 in 15 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Verbannen v., trs

Bd. 5, Sp. 264b
Verbannen, v. trs. 1) * * Von bannen, gebieten, für verbieten, mit einem Verbote belegen. Ein Feld, eine Wiese verbannen, die Hut auf denselben bei Strafe verbieten. Ein verbannter Weg, auf welchem zu fahren verboten ist. 2) * * I den Bann thun, mit dem Banne belegen. I engerer Bedeutung, in der Bibel, ein Ding Gott so widmen, daß es nicht mehr zum gemeinen Gebrauche dienen kann, sondern getödtet, oder zerstört und verbrannt werden muß, daher es auch für ausrotten, zerstören gebraucht wurde. »Man soll kein Verbanntes verkaufen noch lösen, das jemand dem Herren verbannet, von Allem das sein ist, es sein Menschen, Vieh, oder Erbacker: denn alles Verbannte ist das Allerheiligste dem Herren. Man soll auch keinen verbanneten Menschen lösen, sondern er soll des Todes sterben.« 3 Mos. 27, 28. 29. »Wer den Göttern opfert, der sei verbannt.« 2 Mos. 22, 20. Zuweilen auch, mit dem Schwert verbannen, mit dem Schwerte niedermachen. 3) * * Verwünschen, verfluchen. »Ih habe gewünscht verbannet zu sein von Kristo.« Röm. 9, 3. Sich verbannen, sich verschwören  »Da schlugen sich etliche Juden zusammen und verbannten sich weder zu essen noch zu trinken « Apostelg. 23, 12. 4) Über die Grenze eines Gerichtbezirkes oder eines Landes durch ein Urtheil, einen Befehl entfernen, ehemahls auch ausbannen. Vertreiben ist dadurch davon unterschieden, daß es durch Gewalt geschieht und daß es auch von Thieren und von leblosen Dingen gebraucht wird, verbannen aber eigentlich nur von Personen. Vergl. Verjagen. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung überhaupt, vertreiben. Einen aus seinem Hause verbannen, ihm verbieten in dasselbe zu kommen. Verbanne diese Besorgniß aus deiner Seele. »Gram und Sorge verbannen die Heiterkeit aus meinem Gesichte.« Dusch. Hier ist die Freiheit verbannt. D. Verbannen. D. — ung.
1816 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    verbannenstf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +8 Parallelbelege

    ver-bannen stf. BMZ unter strafandrohung gebieten od. verbieten. daʒ holz verb., die betretung u. benutzung des waldes v…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    verbannenst. V., sw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    verbannen , st. V., sw. V. Vw.: s. vörbannen* (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verbannen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Verbannen , verb. regul. act. welches nach den verschiedenen Bedeutungen der Wörter Bann und bannen ehedem in verschiede…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verbannen

    Goethe-Wörterbuch

    verbannen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. modern
    Dialekt
    verbannen

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    verbannen Band 1, Spalte 1,1064f.

  6. Spezial
    verbannen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ver|ban|nen vb.tr. 1 (ausweisen) mené tl esil, esilié (-iëia) 2 ‹fig› (ausschließen) bandí (-dësc), stlüje fora.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verbannen

4 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von verbannen

ver- + bannen

verbannen leitet sich vom Lemma bannen ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verbannen 2 Komponenten

verb+annen

verbannen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verbannen als Zweitglied (3 von 3)

ausverbannen

DRW

aus·verbannen

ausverbannen jemanden ausweisen wer bürger anzunehmen oder auszuverbannen habe? oJ. GrW. VI 488 Faksimile

Ableitungen von verbannen (1 von 1)

unverbannen

Lexer

un-verbannen part. adj. nicht verboten Mone z. 2,288.