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türke

mhd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

türke m.

Bd. 22, Sp. 1848
türke, m. , angehöriger eines über weite gebiete Vorderasiens und des Balkans verbreiteten volksstamms; in neuester zeit immer stärker auf die bewohner des osmanischen reichs, der Türkei, eingeschränkt. zur etymologie vgl. die nachweise bei Karl Lokotsch etym. wb. (1927) 165a. erst mit den kreuzzügen (1095-1291) treten volk und wort in den gesichtskreis der Europäer; zur bekanntschaft des alten nordens mit dem Türkennamen bei Ari und Snorri s. zs. f. d. altert. 78 (1941) 49/50. die bezeichnung 'der Türken könig' um 1150 lautet Tyrkja conungr PBB 69 (1947) 473. seit dem fall von Konstantinopel 1453 und dem vordringen der Türken nach Mitteleuropa zu beginn des 16. jhs. gewinnen sie für die Deutschen unmittelbare bedeutung. von der ersten belagerung Wiens 1529 bis zur zweiten 1681 beherrschen sie durch den besitz Ungarns infolge der bedrohlichen nachbarschaft anschauung und denken der Deutschen besonders im politischen und religiösen bereich aufs stärkste; vgl. Burhaneddin Kâmil d. Türken i. d. dt. literatur (Kiel 1935); Bistra Dontschera d. Türke im spiegelbild d. dt. literatur u. d. theaters (München 1944). ihr kultureller einflusz wirkt intensiv darüber hinaus weiter und hat sich in zahlreichen festen bezeichnungen für verschiedenste sachinhalte niedergeschlagen; s. unter 2. 11) der angehörige turko-tatarischer stämme; fast stets ohne genaue scheidung von anderen vorder- oder zentralasiatischen völkern; Türck, Turca, Saracenus, Muselmannus, Muhamedanus Weismann lex. bip. (1725) 2, 417a: ouch die grâven von Meideburc dâ valden manigen frechen Turc (1301) kreuzf. Ludwigs 3116 Naumann; in gestalt widder die Turken zu ziegen (1466) Limburger chron. 115, 18 Wyss; zwo huebsche hohe seulenn ... auff einer ist S. Marcus, auff der anderen S. Theodorus mitt einem Tuercken, so er getödett hatt (nach 1491) bei Röhricht pilgerreisen 174; ich han ... vil gelts wider die Turken sehen samelen (1521) bei Schade sat. u. pasqu. 3, 50; vom kriege widder die Türcken Luther 30, 2, 107 W. im 16. und 17. jh. wird die einzahl in kollektivem sinn zur bezeichnung des gesamten volkes mit einer an ausschlieszlichkeit grenzenden vorliebe verwendet: sy gebent dem Türckenn auch tributt (1483) bei Röhricht pilgerreisen 133; die christenheit vor dem Turken zu retten (1521) bei Schade sat. u. pasqu. 3, 50; Paulus bracht yhn ynn Kriechen land. hyn ist auch hyn, nu haben sie den Türcken (1524) Luther 15, 32 W.; ebda 50, 80; der Türke ist populus irae dei ders. tischr. 6, 354 W.; Matiasco, der künig in Hungern, der fuorte vil grosser krieg wider den Türcken und die Osterreicher J. Frey gartenges. 26, 12 Bolte; disen gebrauch ... hat der Türck noch Lorichius d. principum (1595) 373; die arme bauren für den Türcken bezahlen müssen Moscherosch gesichte 1 (1650) 400; wie mit denen, so vom Türcken gefangen Grimmelshausen Simpl. 53 Scholte; manchmal sogar artikellos wie ein eigenname: der fromm keyser Carl hette gern friede vnnd ruhe gesehen, weyl Türck auff Deutschland mit heereskrafft zuzoch Joh. Mathesius ausgew. w. 3, 329 Loesche. später tritt diese kollektive einzahl, die bei anderen völkernamen mehr gelegentlich begegnet (der Jude, der Franzose), nur noch mit historischer beziehung in bewuszt archaischer sprachgebung auf: unsere vorfahren zogen fleiszig wider den Türken ... freylich begreiffe ich wohl, dasz ein feldzug wider den Türken nicht halb so lustig seyn kann, als einer wider den Franzosen Lessing 2, 187 L.-M.; ich will eine contribution von geld und mannschafft wider den Türcken Göthe I 39, 79 W.; die ... geistlichkeit hielt das haus blockiert, wie der Türk den Russen anno eilf am Pruth W. Raabe s. w. I 6, 449. 1@aa) in formelhafter zusammenordnung mit den namen anderer östlicher völker: Türken unde Sarrazîn, wie wâret ir sô zagehaft! Heinrich v. d. Türlin crone 384 lit. ver.; Zôkel und Walachen ... Sirven unde Niugære, Turken und Tâtrære, Râzen, Pozzen und Krawâten, ihr hêrschaft die herren hâten z'Ungern von dem kunic rîch Ottokar österr. reimchron. 7397 Seem.; ich hette szorge, wir wurden eins sein undereinander, wie wir eins sein mit den Turgken, Boemen und Sarracenern (1522) Egranus ungedr. pred. 79 Buchw.; denn solche leute sind die aller gifftigesten und schedlichsten menschen auff erden, das auch widder Türcke noch Tatter so schedlich sein können Luther 30, 2, 61 W.; verheeren und verderben ... durch die Sarracenen und Türcken ebda 41, 113; soll der Türck, Moscowiter, der Persianer und alle Croaten mich deszwegen mit krieg überziehen Rebhu Pokazi (1679) B 2a. 1@bb) von der christlich bestimmten sicht des abendlandes her wird der Türke nicht so sehr als vertreter eines fremden volkes denn als prototyp des das Christentum aufs schwerste gefährdenden Islam, als Moslem gesehen; weil er nicht-Christ ist, wird er gering gewertet und verachtet: do de pelegrime quemen an dat gebirge, ... de heidenen Turken weren uppe den bergen unde wolden in den wech weren (um 1230) sächs. weltchron. 233 Weiland; der gut Sant Michael hat uch geleitet her, behut vor grosser swer als ietz der heiden dribt den man den Durcken schribt und auch ein keyser nent meister Altswert 232, 16 lit. ver.; welchs doch der vater darumb thut, das wir nicht sampt der Türcken blut, ewig verdammet werden Ringwaldt handbüchlin (1586) C 6a. daher in der festen reihe mit den anhängern anderer nichtchristlicher glaubensformen geradezu 'Mohamedaner': da fint man koflut uss allen orten der welt ... heiden, cristen, Turgen, Tattan und dryerlay juden (um 1480) bei Röhricht pilgerreisen 107; juden, Turcken und heyden (1520) Luther 6, 82, 27 W.; als wen ich glaub, das war sey, was man vom Turcken, teuffel, hell sagt ebda 7, 215; du glewbest, wie die Turcken, juden und der teuffel glewbt ebda 14, 16, 8 W.; erst seit der aufklärung in objektiver feststellung: die menschen würden auch dann noch juden und christen und Türken und dergleichen sein Lessing 6, 34 Olsh.; ist's Türk', ist's heide, den er (für das theaterspiel) kleiden soll? Göthe I 16, 133 W.; er sei gleich Krist, Türk oder heide Th. Mann d. erwählte (1951) 225. in der leidenschaftlichkeit des konfessionellen kampfes wird die negative einschätzung der Türken benutzt, um im vergleichenden nebeneinander die abwertung des katholischen gegners zu unterstreichen: der Turck lessit doch gleubenn wer do wil, der bapst wil niemant lassen gleuben (1520) Luther 6, 627 W.; ebda 10, 1, 2, 112; ich halt warlich mer auf den Türken dann auf die münch (1525) bei Schade sat. u. pasqu. 3, 218; in fast formelhafter zusammenbindung von papst und Türk(e): das der bapst der Endchrist sey mit dem Turcken, ist myr keyn tzweyfel mehr Luther 10, 1, 1, 148 W.; erhalt uns, herr, bey deinem wort, und steur des bapsts und Türcken mord, die Jhesum Christum, deinen son, wolten stürtzen von deinem thron Luther 35, 467 W.; secht solchen schatz und reichtum grosz ... hat uns der römisch Türk (d. papst) enzogen mit seiner ler falsch und erlogen (1525) bei Schade sat. u. pasqu. 2, 208. diese verbindung ist im zeitalter der glaubenskämpfe so festgewachsen, dasz sie lange, besonders in historischen darstellungen, weiterwirkt: wenn mich politsche mäckler stören, sich wieder Türk und pabst verschwören Chr. F. Weisze scherzh. lieder 263; da doch der papst, der antichrist, ärger als Türk' und Franzosen ist Göthe I 5, 1, 195 W.; man bat gott tagtäglich, uns vor dem pabst wie vor dem Türken zu beschützen Holtei vierzig jahre (1843) 1, 128. 1@cc) der Türke als der gefürchtete politische gegner im 16. und 17. jh.: jetz sint die Türcken also starck das sie nit hant das mer alleyn sunder die Tuonow ist jr gemeyn vnd duont eyn jnnbruch, wann sie went (wollen) S. Brant narrenschiff (1494) r 4a; ist es kein wunder, das wir verlieren vnd vnder ligent, fliehen von dem Türcken vnd von andern J. Pauli Keisersbergs narrensch. (1520) 195b; wir ... wissen, dasz sehr grosse gefahr der gantzen christenheit wegen desz Türckens zustehet Dan. Schaller theol. heroldt (1604) 62; dem allgemeinen christenfeind, dem leidigen Türcken anatome joco-seria conscientiae antiquae (1667) 29. historisch weiterwirkend: man hatte ihm oft wiederholt, dasz sie (die krone Frankreich) nebst dem leidigen Türken der erb- und erzfeind von Deutschland sey Nicolai Seb. Nothanker (1776) 1, 9; denken sie noch an den Türken, den erbfeind? A. v. Arnim s. w. 8 (1840) 95. daher in älterer zeit geradezu zu 'erzfeind' ohne beziehung auf den asiatischen volksstamm entwickelt: das ein nachbuer den andern würd Türrckes gnuog sein, ob schon kein Tarter oder machomatischer in dise land kem Gebweiler lob Marie (1523) 43a. diese bedeutung als 'ärgster feind' wirkt lange nach: nach einigen wochen brach die brustwassersucht völlig bei ihr aus, und seitdem habe ich ein leben gehabt, wie ich es keinem Türken gönnen möchte (1845) A. v. Droste-Hülshoff br. 2, 377 Sch.-K. 1@dd) er gilt im allgemeinen als barbar, der leben und kultur unbarmherzig und rücksichtslos zerstört und die menschen grausam quält; vgl. R. Ebermann d. Türkenfurcht, ein beitrag z. gesch. d. öffentl. meinung in Deutschl. während d. reformationszeit (diss. Halle 1904): er (Karl von Burgund) ist der Türk im occident, der die cristenhait also schendt (1475) histor. volkslieder 2, 54 Liliencron; wen der Turck stedt, landt und leut vorterbet, kirchen vorwustet (1520) Luther 6, 241 W.; man furcht sich fur Türcken und kriegen und wassern, denn da verstehet man, was schaden und frumen sey ebda 15, 30 W.; bey dem allem wol abzunemmen, das die Türcken mehr verwüsten, dann sie wider erbawen: deszhalben sie recht Türcken, das ist souil geredt, alsz verhörger, verderber, mit dem namen vnnd werck genennt werden Rauwolff aigentl. beschr. (1582) 328. daher kann geradezu definiert werden: Turca vastatorem significat, einen verherer, verwüster, zerstörer B. Faber thes. (1587) 895a. auch diese auffassung wirkt jahrhundertelang nach: ich werde nuhn alle tage besser. sie haben wie die Türquen mit meinem cörper gewirtschaftet (1747) br. an Fredersdorf (1926) 115 J. Richter; sie wären wert, von einem Türken beherrscht zu werden Hauff w. 2, 357 Mendh.; vor wirklichen Türken würde sie sich ohne zweifel mehr gefürchtet haben Kügelgen jugenderinn. (1870) 171; das sind wilde, sagt sie, Indianer und Türken Bürgel 100 tage sonnenschein (1940) 152. sogar mundartlich: he geit as 'n Türk. er wüthet wie ein Thürk Kern u. Willms Ostfriesl. (1869) 14; dreinhaun wia-r-a T. wild um sich schlagen; rauk'n als wia-r-a T. maszlos rauchen M. Schuster altwienerisch (1951) 170. für ein äuszerstes an unmenschlichkeit gern zu vergleichender veranschaulichung gewählt: machens also, das der Türk erger nit wol thun könnte Zimmer. chron. (21881) 1, 50 Barack; welche (kaiserl. soldaten) ärger als Türcken vnd Tattern mit den elenden einwohnern ... verfahren A. Mengering kriegsbelial (1633) 246; unmüglich wäre es, einen mänschen ausz den banden desz ehestands zu erlösen ... seye also ein böser heyrath ärger als der Türck selbsten, von dem man doch endtlich erlöset zu werden noch könne hoffnung haben Moscherosch gesichte (1650) 1, 126; kein Türke sollte so unbarmherzig gegen dich seyn, als ich seyn wollte dt. schaubühne 6 (1745) 129 Gottsched. sogar übertragen möglich: indem der gedanke wie ein gewaffneter ihn ergriff .. er unterlag diesem Türken von gedanken Hippel s. w. (1828) 8, 78; ich unglücklicher mann! der Türke von weinhändler will mich durchaus pfänden lassen Fr. L. Schröder dram. w. (1831) 2, 400. er gilt als kulturlos und amusisch: eigentlich heiset oder bedeutet Turca einen bauren oder ungeschickten menschen Sperander (1727) 763a; ich will nicht sagen, dass unser Haydn den Apollo gemacht hat wie ein Türke Caroline 2, 167 Waitz; ist nicht die kreuzabnahme in der Frauenkirche zu Antwerpen für 'nen Türken verständlich? (1875) W. Busch 70 briefe (1908) 16; als ungezügelt und sittenlos: der wider mich das crütz hat geben als fieret ich des Türcken leben Murner luth. narr. 198 Scheible; (der freitag,) an welchem der verhurete Türcke seinen sabbath hält Prätorius phil. colus (1662) 155; kanst du dir in jener stadt nicht ein gröszer lob auswürken, als dasz ich vernemen musz, dasz du fluchest wie die Türken? Joh. Grob (1678) 144 lit. ver. ebenso als unterwürfig: dann aber fuhr er auf und fragte, ob wir denn Türken oder schranzen, oder was wir wären, dasz wir uns für unsern vortheil maltraitieren lieszen Kügelgen jugenderinn. (1870) 216. 1@ee) als fluch und schimpfwort: Türck soll so viel heissen als ein zerstörer, ... darumb nemen sie es gar für übel auff, wann man sie nennt Türck Schweigger reyszbeschr. (1619) 140; gott's Türken, Mohren, Tartaren und päpste Holtei erz. schr. (1861) 13, 227; vgl. Pansner schimpfwörterb. (1839) 71b. so zu beurteilen sind wohl anführungen in mundartl. wbb. ohne weitere erläuterung: Ottenheimer ma. in PBB 13, 237; Flemes Kalenberg 108 nachtr. 2; vgl. türkisch 2 c. 1@ff) zu festen kompositionen mit Türke als grundwort sind zusammengewachsen: grosztürke, m., der türkische sultan, vgl. oben teil 4, 1, 6, sp. 512. zunächst noch getrennt: der grosze Türk ist kumen her, der Kriechenlant gewunnen hat fastnachtsp. 1, 288 Keller. auf dem wege der zusammenrückung: souer (sofern) der grosz Türck von anderen feinden hart angefochten wurde Rauwolff aigentl. beschr. (1582) 171. dann feste verbindung: (Griechenland,) das von dem grosztürken beherrscht und von christen bewohnt wird Harsdörffer gr. schaupl. lust- u. lehrr. gesch. (1651) 1, 114; der grosztürke ... wenn der aufs freien wollte, so schickte er vorher sein schnupftuch an das junge frauenzimmer Storm s. schr. (1868) 7, 175. —
13648 Zeichen · 257 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    türkeswm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    türke swm. türkisches pferd Otn. A. 310. 312. vgl. turkeman.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    TürkeDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Der Türke , — n, Mz. — n; die Türkinn , der Name eines Volkes, welches anfänglich zwischen dem schwarzen und kaspischen …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Türke

    Goethe-Wörterbuch

    Türke [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Türkem.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Türke m. : wie schd., Däʳk, Pl. Däʳke [fast allg.], Diʳk [LA-Wollmh Land], Därik (däʳⁱk) [ KU-Kaulb ]; als Schimpfw. geb…

  5. Sprichwörter
    Türke

    Wander (Sprichwörter)

    Türke 1. Besser ein aufrichtiger Türke, als ein falscher Christ. 2. Dem Türken kommt der Verstand erst, wenn es zu spät …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tuerke

92 Bildungen · 89 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

tuerke‑ als Erstglied (30 von 89)

türkenalmanach

DWB

tuerken·almanach

türkenalmanach , m. : türken-allmanach von Matth. Rohlfs auf das 1771. jahr Christi, worin beygefügt von den kriegen der Türken ( buchtitel …

türkenbecken

DWB

tuerken·becken

türkenbecken , vb. , ' kleine löcher in die erde stupfen, in welche die maiskörner gelegt werden ' Schöpf Tirol 35 ; —

türkenbirne

DWB

tuerken·birne

türkenbirne , f. , sommer-apothekerbirne schweiz. id. 4, 1498; die bergamotbirne, in Tirol u. a. türkenbir genannt anz. f. dt. altert. 24, 3…

türkenblau

DWB

tuerken·blau

türkenblau , n. , sanft röthlich schimmerndes blau Mothes ill. baulex. (1881) 4, 381 : der mantel, der von der linken schulter abfällt, ist …

Türkenbluet

ElsWB

tuerken·bluet

Türke n bluet n. Türkheimer Rotwein Str. ‘Un was sinn nit d'Wyn so guet? Eschereesler, Dirkebluet’ Pfm. V 8. Vgl. auch Brand 10. — Vgl. Schw…

türkenblut

DWB

tuerken·blut

türkenblut , n. : türkenblut ist zu vergieszen, schont nicht der ungläubigen Göthe I 3, 214 W. übertragen: türcken-blut, n., sangue turco, m…

Türkenbohnen

RhWB

tuerken·bohnen

Türken-bohnen (s. S.) Koch , Kobl , May-Hatzenport Löf , Daun-Basbg , Bitb , Prüm , Schleid , Mörs-Birten Wallach [ tyrəkə- Prüm-Steffeln Re…

türkenbrot

DWB

tuerken·brot

-brot , n. , ' maisbrot, mit oder ohne zusatz von roggen, auch weizenmehl ' schweiz. id. 5, 987; —

türkenbruder

DWB

tuerken·bruder

türkenbruder , m. : umme veler der lozen bouen ( buben ) willen, turkenbroder gheheten efte ok sijk segghen to wesende turkenbroder unde nee…

türkenbüchlein

DWB

tuerken·buechlein

türkenbüchlein , n. , name kirchlich-reformatorischer volksschriften: new türckenbüchlin, dergleichen vor diser zeit nie getruckt worden ...…

türkenbund

DWB

tuerken·bund

türkenbund , m. , dasselbe wie türkenhut ( s. d. ), verdeutschung für den charakteristischen türkischen turban; vgl. türkischer bund, unter …

türkenbutz

DWB

tuerken·butz

-butz , m. , ' vogelscheuche in mais- (türkenkorn-) äckern ' ebda 4, 2009; —

türkenfahne

DWB

tuerken·fahne

-fahne , f. , diminutiv: -fän(e)li ' die männlichen rispen am blühenden türggen, d. i. mais ' ebda 1, 831; —

türkengebet

DWB

tuerken·gebet

türkengebet , n. , gebet für die errettung aus der türkengefahr ( s. türkenglocke); türcken-gebet, n., preghiera contro li turchi Kramer t.-…

türkengeld

DWB

tuerken·geld

türkengeld , n. : szo solt man dieweil vom turgkengelt ... nemen v . d. Planitz berichte 495 Wülcker; nichts dest weniger musz er ( der arme…

türkengeschrei

DWB

tuerken·geschrei

türkengeschrei , n. , aufgebot zum türkenkrieg schweiz. id. 9, 1456: was oder wie vil zu ergangnem türkengeschrai bewilligt (16. jh. ) Blare…

Türkengewanne

PfWB

tuerken·gewanne

Türken-gewanne f. : FlN in NW-Deidh, amtl. Bez. Türkengewann. a. 1673: in der Türkengewannen [St-Arch. in NW-Deidh, Güterbuch]. —

türkenglaube

DWB

tuerken·glaube

türkenglaube , m. , creanza ò superstitione turchesca ò de' turchi Kramer t.-ital. 2 (1702) 1163 a : ouch ym turcken glauben Luther 34, 2, 6…

türkenglocke

DWB

tuerken·glocke

türkenglocke , f. 1) diejenige kirchenglocke, deren regelmäsziges geläut zu bestimmten tagesstunden die gemeinde zum türkengebet ( s. d. ) r…

tuerke als Zweitglied (2 von 2)

kümmeltürke

DWB

kuemmel·tuerke

kümmeltürke , m. studentisch gleich philister, s. z. b. Vollmann burschik. wb. 274 : oder was die guten Deutschen sonst noch kümmeltürkenart…

malztürke

DWB

malz·tuerke

malztürke , m. : aus dem reichstage der malztürken, datiert Luther 5, 21 a einen scherzhaften brief von der dolen und kraen reichstage, in d…

Ableitungen von tuerke (1 von 1)

untürke

DWB

untürke , m. , nichttürke: Scheffler ecclesiologia 2, 25 b ; Ranke s. w. 43/44, 69 .