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Trappe

mhd. bis sprichw. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
41 in 17 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Trappe

Bd. 19, Sp. 673
Trappe (Otis L.), Gattung der Watvögel aus der Familie der Trappen (Otididae), große oder mittelgroße Vögel mit mittellangem, dickem Hals, ziemlich großem Kopf, mittellangem, kräftigem Schnabel, großen, muldenförmigen Flügeln, mittellangem, breit abgerundetem Schwanz, mittelhohen, starken Beinen und dreizehigen Füßen. Sie fliegen schwerfällig, leben monogamisch in kleinen Trupps und nach der Brutzeit in Herden, am zahlreichsten in Steppen als Stand- oder Strichvögel, nähren sich von Körnern, Knospen und Blüten, in der Jugend auch von Insekten, und nisten in seichten Mulden. Der große T. (Großtrappe, Trappgans, O. tarda L., s. Tafel »Watvögel II«, Fig. 1), der größte europäische Landvogel, über 1 m lang, 2,4 m breit, am Kopf, Hals und dem obern Teil der Flügel hell aschgrau, auf dem Rücken rostgelb, schwarz gebändert, im Nacken rostfarbig, unterseits schmutzigweiß, der Schwanz rostrot und vor der weißen Spitze mit schwarzem Bande. Das Männchen hat etwa 30 lange, zerschlissene, grauweiße Kehlfedern, das Weibchen ist blässer gefärbt und um ein Drittel kleiner. Der Großtrappe lebt in den Ebenen Mittel- und Südeuropas u. Mittelasiens bis zum 55.° nördl. Br. und in Nordafrika, besonders in Ungarn, Rumänien, Südrußland und Asien, ist dagegen als Brutvogel im westlichen Deutschland ziemlich selten, zum Teil nur als Wintergast. Hier lebt er als Standvogel, in Rußland und Asien wandert oder streicht er. Sein Gang ist langsam, doch läuft er auch sehr schnell und fliegt ausdauernd. Er frißt am liebsten Kraut und Kohl, im Winter Raps und Getreide, nistet im Mai bis Juni gern im Getreide, und das Gelege besteht aus zwei, selten vier matt graugrünen, dunkel gefleckten und gewässerten Eiern (s. Tafel »Eier II«, Fig. 23), die vom Weibchen in etwa 30 Tagen ausgebrütet werden. Jung eingefangene oder von Putern ausgebrütete Trappen halten sich recht gut, schreiten aber nicht zur Fortpflanzung. Der T. gehört zur hohen Jagd; wo er in Menge vorkommt, richtet er auf den Getreide- und Rapsfeldern oft beträchtlichen Schaden an. Das Fleisch der Jungen ist schmackhaft. Der Zwergtrappe (O. tetrax L.), 50 cm lang und 95 cm breit, mit seitlich etwas verlängerten Oberhals- und Hinterkopffedern, am Halse schwarz, mit einem von den Ohren nach der Kehle herablaufenden weißen Ringband und einem breiten, über den Kropf sich hinziehenden weißen Querband; der Oberkopf ist hellgelblich, braun gefleckt, der Rücken hell rötlichgelb, schwarz gefleckt und gewellt; die Flügelränder, die Schwanzdeckfedern und die Unterseite sind weiß, die Schwingen dunkelbraun, die hinterste bis auf ein breites Band vor der Spitze weiß, die Schwanzfedern weiß mit zwei Binden. Der Zwergtrappe bewohnt das südöstliche Europa, namentlich Südungarn, Sardinien, die russischen und sibirischen Steppen, auch Südfrankreich und Spanien, Mittel- und Westasien und Nordwestafrika und brütet seit 1870 auch in Schlesien und Thüringen, wo er vom April bis Oktober weilt. In andern Teilen Mitteldeutschlands und in den angrenzenden Ländern erscheint er nur auf dem Zuge und im Winter. Auf seinem Zuge berührt er die Atlasländer. Er frißt besonders gern Klee und Esparsette, junges Getreide und Löwenzahn und brütet im Mai in Kleefeldern. Das Gelege besteht aus 3–4 dunkel olivengrünen, braun gefleckten Eiern (s. Tafel »Eier II«, Fig. 24). Sein Fleisch ist sehr schmackhaft; in der Gefangenschaft hält er sich sehr gut. Man erlegt die Trappen im Spätherbst und Winter besonders bei Nebel auf der Treibjagd. Junge Trappen schießt man wohl auch auf der Suche mit dem Vorstehhund in spät reisenden Hafer- und Gerstenfeldern.
3606 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TRAPPEswm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +12 Parallelbelege

    TRAPPE swm. stufe, treppe. vgl. Du Cange unter trapa, trappa. gradipes drappo voc. o. 37,57. trappe Diefenb. gl. 143. gz…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    trappeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    trappe , F. nhd. Treppe Hw.: vgl. mhd. trappe (3), mnl. trappe E.: s. as. *trappa?, st. F. (ō)?, sw. F. (n)?, Treppe; s.…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trappe

    Adelung (1793–1801) · +11 Parallelbelege

    Die Trappe , plur. die -n, von dem Zeitworte trappen. 1. Von trappen, treten, werden die Tritte, das ist die Spuren des …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Trappe

    Goethe-Wörterbuch

    Trappe [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Trappe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Trappe , lat. otis, eine Gattung Laufvögel mit kurzem, etwas gewölbtem Schnabel, mäßig hohen, geschuppten Beinen mit 3 k…

  6. modern
    Dialekt
    Trappe

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Trappe Band 4, Spalte 4,179

  7. Sprichwörter
    Trappe

    Wander (Sprichwörter)

    Trappe Ich hab ein Trappen geschossen. – Hans Sachs, III, LIII, 2. In dem Sinne wie: einen Bock.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trappe

102 Bildungen · 92 Erstglied · 10 Zweitglied · 0 Ableitungen

trappe‑ als Erstglied (30 von 92)

Trappe I

SHW

Trappe I Band 1, Spalte 1653-1654

Trappe II

SHW

Trappe II Band 1, Spalte 1653-1654

Trappe III

SHW

Trappe III Band 1, Spalte 1653-1654

trappechtig

DWB

trapp·echtig

trappechtig , adj. : racemosus voll kämmen oder trauben, trappechtig Calepinus dict. xi ling. (1598) 1219 b ; zu 6 trappe.

trappeken

WWB

trap·peken

trappeken V. unnötigerweise, öfter und laut (störend) treppauf und treppab laufen ( Ahs St).

Trappe, La

Meyers

Trappe, La ( La Grande T .), berühmtes Kloster im franz. Depart. Orne, Arrond. Mortagne, zur Gemeinde Soligny-La T. gehörig, am Iton und and…

trappelen

WWB

trapp·elen

trappelen V. [verstr. bes. nördl.] mit leichten, kurzen, schnellen Schritten laufen und dabei ein klopfendes Geräusch durch das Auftreten er…

trappeler

DWB

trappe·ler

trappeler , m. , zu trappeln: trepidans, trepidus, tremulus, haesitator u. s. w. Stieler 2299 ; eine person, die mit kurzen schritten auf- u…

Trappeleⁿ I

Idiotikon

Trappeleⁿ I Band 14, Spalte 1239 Trappeleⁿ I 14,1239

Trappeleⁿ II

Idiotikon

Trappeleⁿ II Band 14, Spalte 1253 Trappeleⁿ II 14,1253

trappelich

DWB

trapp·elich

trappelich , ajd., zu trappen stark oder plump auftretend Schmidt westerw. 262 . —

trappelicht

DWB

trappe·licht

trappelicht anxius, trepidulus, titubans, fluctuans, animo suspenso Stieler 2299 .

trappelieren

DWB

trappe·lieren

trappelieren , vb. , ein dem tarock ähnliches ( oder gleiches? ) kartenspiel spielen. wahrscheinlich spezialisierende entlehnung des ital. t…

trappelierspiel

DWB

-spiel , ' eben so viel als tarok ' Voigt handwb. f. d. geschäftsführ. (1807) 2, 509 .

trappelkarte

DWB

trappel·karte

trappelkarte , f. , zu 4 trappel 1: ' karte für das träppel- oder trapulierspiel ( ält. spr. )' Unger-Khull steir. 163 b ; wer träget lust z…

trappeln

DWB

trapp·eln

trappeln , vb. , erst im 16. jh. in gebrauch kommendes iterativum und deminutivum zu traben und trappen, in vielen bedeutungen synonym mit t…

trappeltanz

DWB

trappel·tanz

trappeltanz , m. : der trappeltanz, bei welchem die tanzenden anfangs in langer kette 'schreiten', dann trappeln, ist im Vogtlande ... gebrä…

trappeltrapp

DWB

trappel·trapp

trappeltrapp : wie denn stampfftest du mein gehörnt ziegelein? trappeltrapp, trappeltrapp, mein reiches herrelein J. v. Düringsfeld böhmisch…

trappelung

DWB

trappe·lung

trappelung , f. : das trappelen, trippelen, angor, anxietas, trepidatio, titubantia, titubatio, vacillatio Stieler 2299 .

Trappen I

SHW

Trappen I Band 1, Spalte 1655-1656

Trappen II

SHW

Trappen II Band 1, Spalte 1655-1656

Trappenbakke

WWB

Trappen-bakke f. [ Sos Bür] Treppenwange.

Trappenberg

PfWB

trappen·berg

Trappen-berg m. : FlN in KB-Mauchh NW-Geinsh LA-Edk GH-Bellh, Trappebeʳg, in LA-Venn entstellt zu Treppenberg. — Bestimmungsw. nach Christma…

trappenbraten

DWB

trappen·braten

-braten : so viel steht fest, dasz ein trappenbraten kein feines gericht ist Naumann naturgesch. d. vögel 7, 49 ;

trappe als Zweitglied (10 von 10)

Attrappe

RDWB1

Attrappe f муляж, имитация, симулякр, копия

ackertrappe

DWB

acker·trappe

ackertrappe , m. otis tarda, ein schwerfliegender, plumper vogel, dessen namen man gern auf die bauern anwandte: ich bin ein alter ackertrap…

grieltrappe

DWB

griel·trappe

grieltrappe , f. , auch trieltrappe ( gelehrte? ) bezeichnung für die zwergtrappe, otis tetrax, die in Deutschland nicht heimisch ist und si…

Rechnungstrappe

DRW

rechnung·s·trappe

Rechnungstrappe, m. zum Grdw. vgl. DWB. XI 1, 1 Sp. 1256 s.v. ⁷Trappe Rechnungsformular? es sollen auch jährlich ins amptregister gesetzet u…

trieltrappe

DWB

triel·trappe

trieltrappe , f. , eine vogelart, otis tetrax Naumann naturgesch. d. vögel 7, 52 , auch grieltrappe genannt, s. teil 4, 1, 6, 262; zuerst er…