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teihn

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Hauptquelle · Mecklenburgisches Wb.

teihn trans., intrans.

Bd. 7, Sp. 128

Wossidia MeckWBN teihn tehn Verb ziehen Mi 93 a ; Formen: Präs. teih, -e-, tühst, tüht, Prät. tög', älter tog, Part. Prät. tagen; ungebräuchlicher: Prät. taug, täug Muss. Spr. 52; vereinzelt: Prät. Pl. tög'ten Wo. V. 1, 77 a; unregelmäßige Formen s. auch bei an-, œwerteihn I. trans. und absol. 1. etw. in Richtung auf die verursachende Kraft zu von der Stelle bewegen a. (ein Fahrzeug) ziehen: den Wagen teh'n Bottervag. 9; bildl.: 'den Schulewagen tehen' (einer Entscheidung ausweichen) Gry. Lb. 1, F 4 a ; (eine Säge) ziehen, im Kinderreim: Sig' Sag', ... Teih de Sag' Wo. V. 3, 397. b. (das Zugne…

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    teihntrans., intrans.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wossidia MeckWBN teihn tehn Verb ziehen Mi 93 a ; Formen: Präs. teih, -e-, tühst, tüht, Prät. tög', älter tog, Part. Prä…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit teihn

58 Bildungen · 19 Erstglied · 38 Zweitglied · 1 Ableitungen

teihn‑ als Erstglied (19 von 19)

teihndehalf

MeckWB

Wossidia teihndehalf a. Spr. neuneinhalb: 'teindehalven schepel' (1573) Beitr. Rost. 4, 2, 58.

Teihndeling

MeckWB

Wossidia Teihndeling m. a. Spr. Anzahl von zehn Fellen: '1 tendeling' (Wi 1532) Schill.-Lübb. 4, 531 a . D. Wb. 15, 465 Zehntling.

Teihnelbuck

MeckWB

Wossidia Teihnelbuck m. wie Spaulbuck 2 Lu Ludwigslust@Tewswoos TewsW ; vgl. MeckWB Treckeltüg .

Teihnelrahmen

MeckWB

Wossidia Teihnelrahmen m. wie Uptreckerrahmen Lu Ludwigslust@Tewswoos TewsW ; vgl. MeckWB Treckeltüg .

Teihneltog'

MeckWB

Wossidia Teihneltog' , Teihneltög' n. wie Treckeltüg: Teihneltog', -tög' Pa Parchim@Garwitz Garw ; Tähneltög' Lu Ludwigslust@Groß Laasch GLa…

Teihneltüg

MeckWB

Wossidia Teihneltüg n. dass. Lu; Pa Garw; das Teihneltüg besteht aus Teihnelbuck und Teihnelrahmen Lu Ludwigslust@Tewswoos TewsW .

teihnen

MeckWB

Wossidia teihnen wie scheren 2 : wenn wi teihnen deden, würd' alle fif Äl 'n swarten Strich maakt Lu Ludwigslust@Tewswoos TewsW . Weiterbild…

Teihngiller

MeckWB

teihn·giller

Wossidia Teihngiller m. Glasmurmel im Wert von zehn Tonmurmeln Ma. Zu gellen.

teihnmal

MeckWB

teihn·mal

Wossidia teihnmal zehnmal; ein Todkranker sagt: wenn wi teihnmal starben künnen, würd' ick dat ierst Mal dor nich so väl ut maken Ro Rostock…

Teihnmannswad'

MeckWBN

Wossidia Teihnmannswad' f. Name einer Wate in Ro Rostock@Dierhagen Dierh , an der zehn Fischer beteiligt waren: Teinmannswahr Dolb. Küst. 10…

Teihnpenningsangel

MeckWB

Wossidia Teihnpenningsangel f. billige Angel zum Fang kleiner Fische Sta Stargard@Fürstensee Fürstens .

Teihnpottanker

MeckWB

Wossidia Teihnpottanker m. hölzernes Gefäß für Branntwein, das zehn Pott faßte Wa Waren@Blücherhof Blüch .

teihnschäftig

MeckWB

teihn·schaeftig

Wossidia teihnschäftig webersprl. mit zehn Schämel ( s. MeckWB Taug' 2 a ): ick heff ok teihnschäftig wäwt Wa Waren@Penzlin Penzl .

Teihnsluck

MeckWB

teihn·s·luck

Wossidia Teihnsluck m. Branntwein, den der Lehrling um zehn Uhr den Maurern holen mußte Ro Rostock@Doberan Dob .

teihntähnig

MeckWB

Wossidia teihntähnig mit zehn Zähnen, d. h. Zinken versehen: de Heuhark is teihntähnig Sta.

teihntinnig

MeckWB

Wossidia teihntinnig desgl. Sta Stargard@Schlicht Schlicht .

teihnunteihntig

MeckWB

Wossidia teihnunteihntig hundert, eig. hundertundzehn; ein Wechselbalg ruft: ick bün all teihnunteihntig Johr olt Wi Wismar@Neukloster NKlos…

Teihnwochenfarken

MeckWB

Wossidia Teihnwochenfarken n. eig. ein zehn Wochen altes Ferkel; scherzhaft für Ersatzreservisten (1933) Schw Brüsewitz.

teihn als Zweitglied (30 von 38)

achteihn

MeckWB

achte·ihn

Wossidia achteihn achtzehn; dient dem Volksmund oft nur zur bloßen Umschreibung einer Menge, so im Pfingstbittreim: gäben Ji mi wol achteihn…

afteihn

MeckWB

afte·ihn

Wossidia afteihn abziehen, seltenes Wort, heute meistens durch aftrecken ersetzt; trans. etwas durch Ziehen ablösen, herunterziehen: teih af…

anteihn

MeckWB

ante·ihn

Wossidia anteihn anziehen, altes Wort, heute selten und meist durch antrecken ( s. d. ) ersetzt; Unsicherheit im Gebrauch der grammatischen …

biteihn

MeckWB

bite·ihn

Wossidia biteihn hinziehen, wirken: Stoffrägen un Plückeschulden teihn am argsten bi Schö; s. MeckWB bitrecken .

dörchteihn

MeckWB

doerch·teihn

Wossidia dörchteihn a. Spr. durchziehen: 'hasen dorchtehen' Strümpfe stopfen (Ro 1567) Beitr. Rost. 4, 2, 104; Geschriebenes durch-, ausstre…

Drinkteihn

MeckWBN

drink·teihn

Wossidia Drinkteihn f. auf den Schiffswerften größere Pause zum Trinken um 10 Uhr Ro.

drüdd'teihn

MeckWB

Wossidia drüdd'teihn s. MeckWB drütteihn .

drütteihn

MeckWB

drut·teihn

Wossidia drütteihn dürteihn, dütteihn, dörteihn dreizehn: dörteihn Schw Schwerin@Rastow Rast ; Ha Hagenow@Kuhstorf Kuhst ; dat duert bet Klo…

erteihn

MeckWB

ert·e·ihn

Wossidia erteihn erziehen: Wenn se de Kinner goot ertüht Babst 1, 92. Mnd. ertên.

föfteihn

MeckWB

Wossidia föfteihn -teiden, ä. fefteihn, fifteihn, fafteihn fünfzehn: 'de vefftein mark rente' (1311) UB. 5, 579; 'vifteyn mark ingheldes' 13…

henteihn

MeckWBN

hen·teihn

Wossidia henteihn wie hensusen 1: dor tüht hei hen! Wo. Sa. ; auffällige Lautform im Verwunderungslied: he tööcht woll hen Wo. V. 2, 1547.

inteihn

MeckWB

inte·ihn

Wossidia inteihn -ee- a. Spr. hineinziehen, -nehmen: 'dar (in die verkaufte Mühle) nicht uth eder intotende, dat en hinderlik eder schedelik…

nägenteihn

MeckWB

naegen·teihn

Wossidia nägenteihn neunzehn allgem.: de Negteihst Stillfr. Hack 145. Kü. 2, 440; Me. 3, 773.

œwerteihn

MeckWB

ow·er·teihn

Wossidia œwerteihn überziehen 1. intrans. hinüberziehen: 'gesellen, dy nu ... na ... konyng Albrechte to Sweden overtien werden' (1374) UB. …

runteihn

MeckWB

run·teihn

Wossidia runteihn runner- herunterziehen: Reut. 7, 102.

Schrachelachteihn

MeckWB

schrachel·achteihn

Wossidia Schrachelachteihn f. Frau, die in ihrem lauten Wesen viel Lärm um nichts macht Ha Hagenow@Belsch Belsch ; ähnlich Schrawwel-, Schrä…

Schrägelachteihn

MeckWB

Wossidia Schrägelachteihn f. Mensch mit schiefem Gang (1887) Ha Hagenow@Redefin Red ; Ma Malchin@Remplin Rempl .

Schrawwelachteihn

MeckWB

schrawwel·achteihn

Wossidia Schrawwelachteihn f. Schelte auf Frauenzimmer, vgl. Nd. Jb. 3, 94 von den 3 mal 18 Staupenschlägen, die in Hamburg ausgeteilt wurde…

Slarpenachteihn

MeckWB

Wossidia Slarpenachteihn f. Spottwort für eine gewöhnlich in Holzpantoffeln gehende, auch sehr langsam arbeitende Person Ro Rostock@Marlow M…

sœbenteihn

MeckWB

soeben·teihn

Wossidia sœbenteihn siebzehn; sœbenteihn Hunn' hat der Wilde Jäger Wo. Sa. ; Ordnungszahl -st: auf der Hellmœhl in Wa Waren@Klocksin Klocks …

sößteihn

MeckWB

soess·teihn

Wossidia sößteihn sechzehn: 'in eim idern sack ... nicht mehr alß soßtein schepel molt' (um 1580) Beitr. Rost. 4, 2, 53. Mnd. sesteyn, -ö-. …

tauteihn

MeckWB

tau·teihn

Wossidia tauteihn I. trans. 1 a. zufügen: 'den schaden, den us de ... vorsten ... thoghethoghen hebben' (1367) UB. 16, 223. b. Anspruch erhe…

trügg'teihn

MeckWB

Wossidia trügg'teihn a. Spr. zurückziehen; zurücknehmen: 'se ... segheden, se hadden dat toruge toghen' (1394) UB. 22, 369; 'se togen dat to…

Tüffelachteihn

MeckWB

tueffel·achteihn

Wossidia Tüffelachteihn f. Pantoffelheld, jem., der nichts zu bestimmen hat: dat is Tüffelachteihn Sta Stargard@Grammertin Gramm . Zu Tüffel…

ümteihn

MeckWBN

uem·teihn

Wossidia ümteihn wie ümtrecken 1 Müll. Reut. 143 a .

unnerteihn

MeckWB

unner·teihn

Wossidia unnerteihn a. Spr. entziehen, unterschlagen, nicht herausgeben: 'were dat yenich bref daraf vorloren were edder undertoghen' (1364)…

Ableitungen von teihn (1 von 1)

erteihn

MeckWB

Wossidia erteihn erziehen: Wenn se de Kinner goot ertüht Babst 1, 92. Mnd. ertên.