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Taler

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
15 in 13 Wb.
Sprachstufen
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14

Eintrag · Rheinisches Wb.

Taler

Bd. 8, Sp. 1041
Taler das Wort ist noch allg. im Gebrauch, u. zwar dālər, im Geb. der Schärfung -ā:- [daneben Rip, Klevld dā(:)ldər], Pl. wie Sg. u. daneben Mosfrk, Rip, Berg, Eup -lərn, –lərə; NBerg auch -lərš; Heinsb -lərs; Klevld -lərš, –s m.: 1. wie nhd.; nachdem um 1870 die Markwährung eingeführt worden war, blieben die alten T. noch mehrere Jahre im Umlauf und wurden im Wert zu 3 Mark gerechnet; später wurden im Volksmund die neuen Dreimarkstücke T. genannt. In RA. noch heute fest im Gebrauch; 1 Krunendaler galt 17 Silbergroschen, zum Unterschied vom Brobäner D. (Brabanter T.) = 16 Silbergroschen u. zum Trierschen D. = 27 S., auch neien D. genannt, weil er die beiden vorhergehenden ablöste Kurtrierisch; Klevse D. (bis 1860) = 11 Groschen à 12 Pfg.; Bergscher D. = 60 Stüber, 13 b. D. = 30 Mark; Berliner (preussischer) D. = Reichsd. = 3,60 Mark; en dubbele D. Zweitalerstück Ahrw-Brohl; e guder D. alter T.; e D. zeh Grosche = 4 Mark; nen ganzen (hellen), blanken, harden, decken, glatten D.; hondert D. Geld; der irschten D. verdent Geld Rip, Allg. RA.: En D. wegt Pond ist nicht viel Geld Mos. Dat es en harden D. ein saurer Verdienst Saarbg. wäss nit, wievill Grosche de D. hot er weiss das Geld nicht zu schätzen Hunsr, — dat der D. dressig Grosche hat Kobl. Wat helft ainem en riche Frau, wenn ainem der D. zwanzig Mark kostet wenn sie für jeden Taler Mitgift für 20 Mark Ansprüche stellt Siegen. Au (alte) Dalers on jong Wiver sind beste Tidverdriver Heinsb, Ruhr, Bitb-NWeis. Wenn enne hiroət, gilt der D. mar fiftiən (15) Grosche Heinsb, SNfrk. Et rēnt (regnet) D.ərn vom Himmel Kobl-Rhens; wenn et D.ə r., krit he mar de Löücher (Löcher) em Kopp er weiss die gute Gelegenheit nicht zu nutzen Jül. Wi de Stüver nit ehrt, is den D. nit wert Klev. Ek hauen di, dat de en D. fallen lässt! Gummb-Becke. Zu demjenigen, der für kleine Handreichungen Entgelt verlangt: Schrif et an; wann et en D. ös, kannste't usbotze! Sieg-Ägid, Prüm-Mürlenb. Wat rappele mich, w.r.m. die D.ə e jen Täisch! Fastnacht gesungen Aach. Dem gong der leisten D. flöte er verlor sein letztes Geld Aach, Rip. Du kas di en D. halen (holen) gohn (aus der Gemeindekasse)! zu dem, der die Treppe hinauffällt Ess-Frintrop. A.: Wat kost dat? B. scherzh.: enen D. en tihn Klev.; ene D sibbe sechs Jül. Steamt, sot de Mann, do hatt er en D. zo vill May-Trimbs. Er es Groschen wert, on wenn en en D. em Maul hat Merz-Becking. Ech göf enen D. dröm! Rip, Allg. Der D. wessele (wechseln) losse dreissig Jahre alt werden Aach-Walh. En hot e Gesicht, as wie wa mer en D. Menz (Münzen) drop zehle kennt Bitb-NWeis; de hät en Paar Leppe (so dick), doə kann mer für enen D. Penninge drop tälle Kref. Wij dat glöfft, krigt enen D.! Klev, Allg.; de Jud kriet den D. net (on wenn de Kuh em Stall verreckt)! der Handel ist nichts Trier. Besser en D. der Hand wie Deərfer (Dörfer) a der Wand Siegld-Obersd. Han ech än D. e der Däsche, dem wüər et laid; han ech er zwiə, die zänke sich sagt der leichtsinnige Geldausgeber NSiegld. Wo du e Penning hinlescht (-legst), leə eich en D. hin! sagt der Protzer Saarbr. He löt (lässt) enen D. sprenge leistet sich eine Ausgabe zum Vergnügen Rip, Allg. Er vertauscht so leicht nit seine D. of Grosche ist sparsam Hunsr. Alle Morgen Branndewein mächt den grisste D. klein Neuw-Dierd. Leck mech ens ene D. en der Täsch! abschlg. Antwort MGladb. Den de Penning nit ach, hät an den D. ken Mach Mörs, Geld, — krit üəver der D. ken M. MGladb, SNfrk, — net at (achtet), dem der D. net en bat (nützt) Monsch, — net oicht, kret de D. net broicht Koch-Laub. Kannste mech net an ene D. helpe? Bitte um ein Darlehen Aach. Dem kömmt et sech op ene D. net an MGladb, Allg; ech well net op enen D. kicke ich will auch einen teureren Preis zahlen Rip, Allg. Wi met de Penneng gut ömgeht, kömmt op den D. üt Klev-Kessel. De sprengt met de D.ə öm, als wenn et ke Geld wör; de wirf met de D.ə öm sech, ... Rip, Allg.; jet mot D.ə belege teuer bezahlen Schleid-Hellenth. De ka möt D.ə rappelen ist reich Trier; der ka dech mat D.n dot worfen Trier-Kenn. De micht en Paar Auen wie en Ochs, den no enen D. guckt Wittl-Dörb. Solle mer öm en D. wette? Sieg, Allg. De lässt kai Furz onner em D. von einem Hochnäsigen Kobl. Noch net für ēne D.! tu ich das, ist mir das feil Rip, Allg. Wenn he en Groschen en de Täsch hät, hät he för enen D. Duarscht Elbf. Lever för enen Groschen Freud, äs wie för enen D. Led MGladb. Hej lett sich för ene Penning dör et Knej bohre, dat e för enen D. Pinn hät Klev, Rees, Ess. Den tu'n Groschen gebohren üs, kömmp tu genne D. Ess. — Abgefundene Geschwister erhalten vom Haupterben hunnert D. un en Kouh un dann et Hecken (Fallgatter) tou Ess. Das es mech lever wie hondert D. Geld! Grevbr. Jede Stond wit, h. D. rik je weiter einer herkommt, desto höher pflegt man seinen Reichtum zu schätzen Kref. De kömmt iərder wiər als hongert D. Geld Kemp-Vorst. Das Mädchen hät en Fott (Gesäss) wie en achzig Dalersch Perd Rip, Berg, SNfrk, Mosfrk. Net für hondert D.! tu ich das Rip, Allg. Dat kömmt eher weər as dausend D. Geld Dinsl. Mer köt ihder zom Hirode as an d.D.G. Rheinb-Queckenbg. Do han ich for d. D. Bir (Birne) meh gesiehn sie waren alle gestohlen Saarbg-Sulzb. A.: Wie giht et? B.: O, et könnt d. D. besser gihn! Trier-Stdt. Liewer Gott am (im) Himmelreich, schick d. D. bal un (an) meich, dat eich mer helfen kann an der Nut, bis er kimmt den Dut! Trier-Schleidw. Von einem kräftigen, stattlichen Weib: For d. D. Lust, for d. D. Brust, en Arsch wie en Kutscherperd is ach noch d. D. wert! Hunsr, Ahrw-Remag. Jong, Gott gef dech hondertdusend D. on mech sovöl, dat ek dech wessele kann! Mörs. Zum Niesenden: Gott sän (segne) dich met hundertdausend Daler un jidden Daler en em Dausendmarksching engeweckelt Köln-Stdt. — Im Kinderld. D. (Dalerche), Maler (Malter), Köhche, Kälfche, Schwänzche, Dänzche, dillendillendänzchen! Handkitzelvers Rip (u. mit Var. am Schluss Allg.). Da, kregste en Dalerchen, do gähste op et Märtchen, do kafste en Kehchen mat em Kälfchen mat em blömelichen Schwänzchen, kriwwele, kr., kr. Lenzchen! Bitb, WMosfrk, Nahe, Eup (en e klein Tirretirrelenzke). Dor häj (hast du) nen D., göht no de Märt, kopt en Kuhw, en Stöckske van de Lewer tuw, en St. van de Tong (Zunge) es gut för de kranke Jong; en St. van de Lewer es gut för de Wewer; en St. van de Päns, killekillekäns! Klev. Möller, M., Maler, de Derne kosten enen D., de Jonges k. Duwendreck; och, wat sin de J. freck! ebd. Pitt, halt de Hongk (Hund) fas, dat de mech net bitt; bitt he mech, verklag ech dech, dusend D. kost et dech! Kref. Heilige Appenales (Apollinarius), ech lihne mer nen D.; h. A., ech kreien mer en D.; h. A., ech han en D.! Ahrw-Hepping. — Im Rätsel. Et hängt an der Wand on hat zwien D. ean der Hand? die Feuerzange May-Trimbs. — Im Neckspr. Of de Hoo (Bernk-Haag) sein de D., se Hunsten (Hunolstein) were se schmoler, se Hondhem (Hundheim) brenne se Häselholz usf. — 2. übertr. a. Scheibe eines Apfels, einer Kartoffel, Mohrrübe, Rübe; de Grumbern an (in) D.ə schneiden Bitb, Rip, Berg, — Dalerches schn. Saarl, Birkf. — b. vertrocknete Kotkruste am Hinterschenkel des Stallviehs Grevbr-Gustorf, Geld-Böckelt. — c. kleiner, runder Schuhflicken Düss-Kaiserswerth. — d. falschen D. verächtl. breites Gesicht Oberhsn-Stdt.
7332 Zeichen · 230 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    talerstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    taler stm. taler, die münze. ain thaller zu vall geben Kaltb. 7,85. gekürzt aus Joachimstaler gulden s. Schm. Fr. 1,597.…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tāler

    Mittelniederdeutsches Wb.

    tāler = dāler, s. d.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Talerm.

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    Taler m. Münze mit unterschiedlichem Wert, im 16. Jh. verkürzt aus Joachimsthaler (Guldengroschen) für eine in Joachimst…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Taler

    Goethe-Wörterbuch

    Taler [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Taler

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Taler , eine große Silbermünze, deren Name seit 1519 aus dem Joachimstaler (s. d.) abgeleitet wird, später alle Silbermü…

  6. modern
    Dialekt
    Taler

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Taler Band 3, Spalte 3,1109

  7. Spezial
    taler

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    taler [tā·ler] m. (-i) (vedla valüta) Taler m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit taler

197 Bildungen · 34 Erstglied · 162 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von taler

ta + -ler

taler leitet sich vom Lemma ta ab mit Suffix -ler.

taler‑ als Erstglied (30 von 34)

Taler I

Idiotikon

Taler I Band 12, Spalte 1343 Taler I -ä- 12,1343

Taler II

Idiotikon

Taler II Band 12, Spalte 1350 Taler II 12,1350

Talerabzug

DRW

taler·abzug

Talerabzug, m. von einem Soldaten an den Quartierstand (I) zu zahlender Betrag in Höhe eines Reichstalers obwohlen der ... teutsche ritter-o…

Talerblume

RhWB

taler·blume

Taler-blume (s. S.) f.: 1. weisse Wucherblume, Chrysanthemum Leucanthemum Kreuzn , Saarl , Mettm , Viersen . — 2. Sumpfdotterblume, Caltha p…

Talerchilbi

Idiotikon

Talerchilbi Band 15, Spalte 1085 Talerchilbi 15,1085

Talerchnopf

Idiotikon

Talerchnopf Band 3, Spalte 753 Talerchnopf 3,753

Talerfuß

DRW

Talerfuß, m. Münzfuß für den ¹Taler reichsthaler auf dem alten schrot und korn nunmehr wieder bringen und hierdurch andern den weitern præte…

Talergeld

RhWB

taler·geld

Taler-geld Trier , Wittl , Bernk n.: Aufgeld, zur Deckung der Unkosten bei Versteigerungen; 20 Pfg. von 1 Taler.

Talergroschen

DRW

taler·groschen

Talergroschen, m. wie ¹Taler, Guldengroschen (I) das uns ... derselbigen kinder vormunden auch eyntausent talergroschen gunstiklich vorstrec…

talerig

RhWB

tale·rig

talerig dā:ləriχ Saarbg-Wehing , Bitb-Geichl Adj.: in der Wend.: Et Perd hot e d. Fell mit talerförmigen Flecken, ein Anzeichen guter Fütter…

Talerkabinett

Meyers

taler·kabinett

Talerkabinett , eine auf große Silbermünzen beschränkte Münzsammlung (vgl. Münzkabinett), in der Numismatik bedeutsam geworden, die von ihre…

Talerkopf

PfWB

taler·kopf

Taler-kopf m. : ' Kopf mit breitem, flachem Gesicht '. Er hat e Daleʳkopp [ KU-Diedk ]. — Zu Taler ; vgl. Rhein. VIII 1043 Taler 2 d. —

talerleⁿ

Idiotikon

talerleⁿ Band 12, Spalte 1392 talerleⁿ 12,1392

Talermünze

DRW

taler·münze

Talermünze, f. wie ¹Taler [nachdem] die thaler, gantz, halb und oerter eingestellt werden sollen, ... [zeigt sich, dass] an vielen orthen ..…

Talermünzung

DRW

Talermünzung, f. Prägung von ¹Talern bdv.: Münzung (I) sich ab effectu zeigen thut, daß mit der thaler-muͤntzung aus denen guldinern in temp…

Talerpferd

RhWB

taler·pferd

Taler-pferd Saarl-Diefflen n.: in der RA.: Der hat 'n Ärsch wei 'n Achzigdalerpärd.

Talersblume

SHW

Talers-blume Band 1, Spalte 1327-1328

Talerstück

DRW

taler·stück

Talerstück, n. Münze vom Wert eines ¹Talers (oder Bruchteils eines Talers) [es] sollen die 1/3, 1/6, 1/8 thaler-stuͤcke auf einer seite mit …

taler als Zweitglied (30 von 162)

Achtbrüdertaler

DRW

Achtbrüdertaler sachs.-weimar. Taler (1605-25) mit den Bildern der 8 Söhne des Herzogs Johann Ernst vgl. achtköpfig Schmieder,MünzWB. Nachtr…

Achteltaler

DRW

achtel·taler

Achteltaler in Sachsen, Brandenburg, Braunschweig, Hessen, Nürnberg usf. Dreigroschenstücke mit der Aufschrift: 1 halb reichs ort oder viii …

affentaler

Lexer

affen·taler

affen-taler stm. mit bœsen hofferten hebt sich der affentaler reise Renn. 16469.

Albertustaler

DRW

Albertustaler bdv.: Burgundertaler I Taler Erzherzogs Alberts von Österreich (1598-1621) für die Niederlande, nach dem Reichsmünzfuß von 155…

Auferstehungstaler

DRW

auferstehung·staler

Auferstehungstaler Triumph- und Jesustaler, 1538, 1545, 1516 in Braunschweig mit Bezug auf B.'s Beitritt zum Schmalkald. Bund geprägt Halke,…

Blänklitaler

Idiotikon

Blänklitaler Band 12, Spalte 1386 Blänklitaler 12,1386

Bränntaler

Idiotikon

Bränntaler Band 12, Spalte 1386 Bränntaler 12,1386

Bërnnǖwtaler

Idiotikon

Bërnnǖwtaler Band 12, Spalte 1383 Bërnnǖwtaler 12,1383

Bërntaler

Idiotikon

Bërntaler Band 12, Spalte 1384 Bërntaler 12,1384

Chettelitaler

Idiotikon

Chettelitaler Band 12, Spalte 1374 Chettelitaler 12,1374

Chlämmdentaler

Idiotikon

Chlämmdentaler Band 12, Spalte 1375 Chlämmdentaler 12,1375

Chrōneⁿtaler

Idiotikon

Chrōneⁿtaler Band 12, Spalte 1375 Chrōneⁿtaler 12,1375

Chrōntaler

Idiotikon

Chrōntaler Band 12, Spalte 1375 Chrōntaler 12,1375

Chrǖzlitaler

Idiotikon

Chrǖzlitaler Band 12, Spalte 1378 Chrǖzlitaler 12,1378

Ableitungen von taler (1 von 1)

Betāler

WWB

Be-tāler m. [verstr.] jmd., der etwas bezahlt. — Sprichw.: Bäter ’n stillen Betahler anse (als) ’n groten Prahler ( Min Wh).