tafel,
f. ,
ahd. tavala tabala,
mhd. tavele tavel, tabele tabel (
alem. tâfel,
elsäss. tôfel taufel Lexer 2, 1410),
mnd. tafel, taffel,
nhd. tafel,
früher auch taffel (
nur im plur. schwachformig),
entlehnt aus lat. tabula,
ital. tavola,
frz. table (
daraus table,
dativ tablen R. Manuel
weinspiel v. 1162)
gramm. 3, 559.
vgl.zabel. 11)
im allgemeinen jede verhältnismäszig dünne (
meist viereckige oder ovale, runde)
platte, scheibe von holz, stein, metall, glas, wachs u. s. w. tafeln
von holz (
s. tafelbild, -malerei, täfeln, täfelwerk) Zink
öcon. lex. 2867; dise hüle ist unden und an den seiten herumb mit schonen grawen marmelsteinin langen taflen .. gantz herrlich uberzogen. Rauwolff
reise 454; jede dieser (
marmor-)tafeln wiegt zwölf centner. Matthisson
schriften 6, 295; gestein, in dünne tafeln gespalten. Humboldt
kosmos 1, 264;
s. v. a. plinthe Hübner
naturlex. 1824; ich stiesz mit dem kopf und schultern die taffeln der fenster wol halben usz.
Eulensp. 72 (45)
neudruck; grosz sind die tafeln der fenster; wie glänzen und spiegeln die scheiben. Göthe 40, 262; (
die fensterscheiben) sind länglich viereckte tafeln.
tageb. 2, 100, 9
Weim.; die Carlsbader sprudelsteine in tafeln schneiden und polieren.
werke 31, 267; eine tavel wachses.
weisth. 4, 125. 127 (
s.tafelwachs); eine tafel seiffe Rädlein 864
a; er holte einige tafeln chocolade hervor. Freytag
ges. werke 5, 170. 22)
eine (
aufgehängte)
metallplatte oder holztafel, worauf geschlagen wird, um dadurch ein zeichen zu geben, schalltafel: nû hienc ein tavele vor dem tor an zwein ketenen enbor: dâ sluoc er an daʒ eʒ erhal und daʒ eʒ in die burc erschal.
Iwein 299; uff dem hoffe hing ein dafel, wan die lûde geklang, der konig Pharo zu der kirchen drang.
Sal. u. Mor. 1, 999,
vgl. Schultz
höf. leb.2 1, 33
anm. ('
es ist dies das bekannte, auch für kirchliche zwecke zumal im orient viel gebrauchte simantrum');
eine hölzerne tafel, worauf geschlagen wird statt zu läuten, in klöstern und sonst in der karwoche üblich (
vgl.ratsche 1) Schm.
2 1, 581. Birlinger 106
a. 33)
brett, namentlich schiffsbrett, planke: taffel im schiffe,
transtra voc. 1482 gg 2
b; het uns gott die genad nit geben, das wir wern auf zwo taffel kummen und ans gstadt weren ausz-geschwummen. H. Sachs 13, 195, 30. 44)
spielbrett, vgl. tafelbrett: (
sie) schieszend lieber auf der tablen mit würfel, karten und brettspiel. R. Manuel
weinspiel v. 1162. 55)
nach ital. tavola,
franz. table
eine (
auf einem fusze oder auf füszen ruhende)
tischplatte, ein tisch, mensa Dief. 356
a: tafel oder tisch, daran sechs personen mögen sitzen Maaler 397
d; eine tafel oder ein tisch, so man zusammen schlagen kan (
vgl. klapptisch). Ludwig 1933; als er in der losungstuben ob der tafel bei dem goldpeutel gesessen were (
vgl. zahltisch).
städtechr. 11, 764, 6 (
vom j. 1468); er gosz, mit vielem lärm, sein geld auf die tafel aus (
später tisch). Göthe 34, 57;
besonders 5@aa)
ein groszer esztisch oder eine aus mehreren tischen zusammengesetzte lange speise-, zechtafel: mhd. guote tavelen breit vol spîse.
Nibel. 559, 6; der taveln muosen hundert sîn, die man dâ truoc zer tür dar î
n. Parzival 237, 1; der was von einer taveln ort bî die banc gevallen.
der Wiener mervart 370;
nhd. die tafel decken, speisen auf die tafel bringen, die tafel abdecken
u. s. w. Stieler 190. Ludwig 1933.
der hausball 14, 14; das mahl ist ja bereit, die tafel ist gedeckt. Mühlpforth
hochzeitged. 156; wurde ... wein auf die tafel getragen. Schuppius 98; runde tafel, die mit den ausgesuchtesten erfrischungen besetzt war. Thümmel
reise 6 (1795), 130; ist ein ordnung gemacht worden, wo ein jeder zur malzeit, oder an welcher taffel und tisch er essen soll. Aschhausen
gesandtschaftsreise 91; es saszen die vornehmste an einer tafel und soffen einander zu. Philander (1650) 1, 424; (
ich) esse sitzend auf der erde, weil mir eine tafel fehlt. Herder
Cid 50. 5@bb)
die mit speisen und getränken besetzte tafel,
figürlich (
wie tisch)
das mahl (mittags-, abendtafel),
gewöhnlich mit dem nebenbegriffe des vornehmen, feierlichen und langwährenden: früchte auf die taffel tragen. Gryphius
lustsp. 427
Palm; hundert fette gerichte sollen ihre hochzeitliche tafel schmücken. Thümmel
werke (1839) 7, 159; der schüsseln menge fand nicht auf der tafel raum. Hagedorn 2, 149; unter dem prunk der beschüsselten tafel. Voss
Hor. sat. 2, 2, 4; als wie zum gröszten feste auftischt er, dasz die tafel kracht. Mörike
ged. 80; und hat also die taffel in die 5 stunden lang gewehret. Tectander
reise nach Persien (1610) 75
b; seine neigung zu einer guten tafel. Göthe 25, 179; der sich den wein und meine tafel schmecken liesz. Tieck 3, 24;
bildlich: diesem gelang es, von dem geistigen festwein auf der reichen tafel unsers lebens dem trauernden freunde einen labetrunk zu spenden. Auerbach
ges. schriften 16, 215. 5@b@aα) (eine) tafel halten, haben, geben: wie er sah, was sie .. für eine tafel hielt, wie prächtig sie sich bedienen liesz. Wieland 1, 73;
gewöhnlich ohne artikel: es wurden aber vier unterschiedliche tafeln, ie nach unterschied der speisen .. gehalten, die königliche tafel
u. s. w. eselkön. 192
ff.; wenn sie werden taffel gehalten haben. Gryphius
Horrib. 53
neudruck; (
im himmel,) wo die wollust tafel hält. Günther 106; folge mir dorthin, wo .. der tod seine schaudernde tafel hält. Schiller 3, 81 (
Fiesko 3, 1); er schlug ihr vor, .. tafel zu geben, auch darin gab sie ihm nach. 536; unser fürst gab grosze tafel. Göthe 13, 172; wenn er bälle und grosze tafeln gibt. Hauff
werke (1869) 1, 114; nun bin ich aber gewohnt, gute tafel zu halten (
gut zu speisen). 3, 303; freie, offene tafel halten, geben (
s.offen 4,
a, β): er helt einn freien (
so) tafel,
offen hof. Frank
sprichw. 2, 62
b; er solle diesem propheten freie tafel geben. Schuppius 429; freie tafel haben, offene tafel halten Stieler 189; nun pflegte er immerdar freie tafel zu halten, und in wehrender malzeit von allerhand materien ... mit seinen tischgenossen zu discuriren. Albertinus
landstörzer 241; er begab sich einsten nach hofe, umb daselbst offene tafel halten sehen.
pol. stockf. 114;
bildlich: jene (
die sophisten) spotteten der sokratischen weisheit, die nur in einem schlechten mantel aufzog, und sich mit einer mahlzeit für sechs obolen begnügte, da die ihrige in purpur schimmerte und offene tafel hielt. Wieland 1, 64. 5@b@bβ) zur tafel fordern, laden, bitten, rufen, holen
u. s. w.: bisz man uns endlich zur tafel geholet. Tectander
reise nach Persien (1610) 75
a; und er hat ihn zur tafel gefordert. Schuppius 297; er liesz zur tafel blasen.
Schelmufsky 66,
neudruck der vollständigen ausg.; jetzt riefen die trompeten zur tafel. Hauff
werke (1869) 3, 278; er bat ihn zur tafel. Thümmel
werke (1839) 7, 147; er habe mich zur tafel geladen. Göthe 28, 215. 5@b@gγ) an die tafel Ayrer 1417, 16, zur tafel kommen 824, 27; zu tafel Rädlein 864
a, zur tafel Göthe 18, 263, an tafel gehen Stilling
wand. (1780) 32, kommen Göthe 28, 219; an die tafel Rachel 7, 52, zur tafel setzen Schuppius 264, sich setzen Ayrer 1453, 35. Wieland
Oberon 1, 38. Göthe 28, 281; die tafel ist besetzt, man schwelgt und ruht. 13, 304; an die tafel Gryphius
lustsp. 228
P., an tafel sitzen Schiller 14, 257; ob der, über der, zur, zu tafel sitzen: wie sie ob der tafel sitzen.
Zimm. chron.2 1, 361, 33; wann er über der tafel (
der königl. kammerdiener) hat sitzen dürfen. Schuppius 124; da seindt die drei fürsten zur taffel gesessen. Aschhausen
gesandtschaftsreise 62; wil jemandt mit zu tafel sitzen. Scheidt
Grob. 635; der könig Karl zur tafel sasz. Uhland 2, 166; an der tafel sein Ayrer 843, 31; zur tafel dienen Aler 1867
b. 5@b@dδ) vor, an, bei, über, unter, während, nach (der) tafel: sie sung vor der taffel eine arie.
Schelmufsky 67,
neudruck der vollständigen ausg.; weil sie noch vor tafel wegreiten muszten. Göthe 28, 266; was der könig isset nicht an seiner tafel. Ayrer 1561, 11; so est an meiner tafel ihr. 1685, 15; dasz ich an groszer tafel sasz. Göthe 30, 182; ich habe gespeiset; nun speis' ich erst gut! bei heiterem sinne, mit fröhlichem blut ist alles an tafel vergessen. 1, 137 (
ged. 1, 124
Weim.); mag derselbe .. etzliche tage sich ohne entgelt bei des anwessenden herrn bruders tisch und tafel befinden. Diefenb.-Wülcker 871
a (
vom j. 1621); das gefäsz ... sollte dem papst Clemens bei tafel dienen. Göthe 34, 58; officier, ... den ich bei tafel gesehen. 28, 222; ich (
der fürst) erwarte sie bei tafel. Freytag
ges. werke 7, 153; das warme gebräu, das er bei tafel gern trinkt. 17, 333; bei tafel aufwarten. P. Heyse
ges. werke 4, 263; über tafel,
während der mahlzeit Philander (1650) 1, 545; mitten unter der tafel. Hauff
werke (1869) 4, 154; das gespräch schlich während der tafel nur mühsam .. hin. 225; die tafel
aufheben 240; nach aufgehobener tafel. Matthisson
schriften 6, 247; von der tafel aufstehen.
Schelmufsky 19,
neudruck der vollständ. ausg.; wohin die königin nach der tafel sich begiebt. Haller
tageb. 135
Hirzel; nach der tafel schlich sich der mann ... hinweg. Wieland 6, 89; die gesellschaft wurde ... nach tafel vor die hohen herrschaften gefordert. Göthe 18, 287; nach tafel, wenn der trübe geist des weins das herz nun öffnet, und die augen schlieszt. Schiller 12, 128 (
Piccol. 3, 1). 5@cc) die tafel aufheben (
s.aufheben 3): einst, als die tafel aufgehoben. Stoppe
fab. 2, 50; als die tafel aufgehoben und kaffee gereicht war. Göthe 28, 218; nach aufgehobener tafel. 222. 5@dd)
die gesellschaft an einer (
wirts-)tafel: unsere tafel war von sehr artiger conversation. Haller
tageb. 68
Hirzel. 66)
abendmahlstafel, tisch des herrn: wollt ihr mit mord befleckt zu Jesu taffel gehn? Gryphius
trauersp. 66
P. 77) (
schwarze)
holztafel zum anbringen öffentlicher anschläge: der beklagte soll mit brieffen offentlich an der gewönlichen tafel erfordert und beruffen werden, auf einen nemlichen tag vor rath oder gericht zu erscheinen.
statutenbuch (1572) 46
b;
schweiz. an der schwarze tafel stoh (
gantverpfändung, öffentlicher zwangsverkauf) Wander 3, 990;
wie schwarzes buch: ich stehe auf der schwarzen tafel, hier komme ich nie mehr zu einer beförderung. Auerbach
ges. schriften 14, 15. 88) tafel,
worauf etwas eingegraben, geschrieben, gezeichnet, gemalt ist oder werden soll. 8@aa) ich kan wol bilde snitzen und tafelen graben.
myst. 1, 94, 5. 8@a@aα)
besonders die gesetztafeln: die tavela wâren stainen. Grieshaber
pred. 2, 87 (
im mhd. handwb. 2, 1410
steht durch druckfehler '
glastafel'
statt '
gesetztafel'); und der herr sprach zu Mose, kom erauf zu mir auf den berg ..., das ich dir gebe steinern taffeln und gesätz.
2 Mos. 24, 12; und da .. gab er im zwo tafeln des zeugnis, die waren steinern, und geschrieben mit dem finger gottes. 31, 18; ein bewahrer beeden taflen, ein verfechter beeden testament. Schuppius 731; die höchsten sünd wider die erste taffel. Melanchthon
augsb. confess. 46; ich glaubte gefunden zu haben, dasz nicht unsere zehn gebote auf den tafeln gestanden. Göthe 26, 104; die Griechen haben gehabt nicht mehr dan zwölf taffeln, darinnen alle ire recht gefaszt waren. Agricola
sprichw. vorr. A 2
a; die römsche (
zwölf ehernen gesetz-)taffeln selbst sind durch die zeit vertrieben. Gryphius
trauersp. 571
P.; die alterthümlichste weisheit .. gründete städt', und kerbte gesetz in hölzerne tafeln. Voss
Hor. epist. 2, 3, 398;
daher auch für gesetz: die tafeln der sittlichkeit. Klinger 6, 307. 309; die tafeln der natur und Roms gesetze verklagen diese leidenschaft. Schiller 5, 1, 27 (
don Carlos 1, 2). 8@a@bβ)
sonst eine beschriebene oder zum schreiben dienende tafel: so gehe nu hin, und schreibs inen fur auf eine tafel.
Jes. 30, 8; da wir die zinnernen tafeln an das tageslicht trugen, und die eingegrabenen schriften ausstudirten.
Felsenb. 1, 185; (
er schrieb) unser verhängnisz auf eherne tafeln. Klopstock
oden, krit. ausg. 1, 45; die bekannte tafel von bronze aus dem zeitalter Trajans, worauf die bedeutendsten örter verzeichnet sind, welche das gebiet von Velleja einst so beglückt und blühend machten. Matthisson
schriften 4, 154; die vier denkschriften .. werden auf tafeln von schwarzen marmor eingegraben. 6, 295; (
man hat) eine marmorne tafel der thür angebracht, auf welcher lateinisch alle gräuel .. beschrieben sind. Seume
spazierg. 194;
schreibtafel: ein tavel wart getragen dar der vrouwen diu daʒ kint gebar, diu vil guot helfenbein was ... dâ schreip diu muoter an sô sî meiste mahte von des kindes ahte. Hartmann
Greg. 547; tavel und griffel in schuoler henden.
Renner 17349; er liest den brief oder die tafel. Ayrer 1712, 31 (langen zettel oder tafel 1711, 5); er hielt ein buch und eine tafel, schrieb und gieng und schrieb. Göthe 9, 111 (
Tasso 1, 2); gieb mir die tafel und den griffel her. Platen 3, 154; aus seinem busen zog er eine kleine pergamentene tafel, um zu richten einen brief an Harun Alraschid. 4, 257.
in bildlicher verwendung: ein brief Christi .. geschrieben nicht mit tinten, sondern mit dem geist des lebendigen gottes, nicht in steinern taffeln, sondern in fleischern taffeln des hertzen (
goth. in spildôm hairtanê leikeinaim).
2 Cor. 3, 3; die sunde Juda ist .. auf die tafel ires hertzen gegraben.
Jer. 17, 1; und ist allein die tafel seiner thaten ein wahrer text für fürsten und soldaten. Weckherlin 441 (98
Gödeke); Gottwald, der in die heiligen tafeln des ewigen schicksals öfters in göttlichen träumen geblickt. Wieland
Hermann 1, 142; die welt ist eine tafel, noch viel ist unbeschrieben. Platen 3, 154. 8@a@gγ)
eine (
auf pergament oder papier)
geschriebene oder gedruckte tabelle, ein verzeichnis, register: taffel,
tabella voc. 1482 gg 2
b; tafel oder register oder rodel. Maaler 397
d; hernach volgt die tavel, die ordennlich auszzaigt all articl und cappitl ditz buechs.
mittheilungen aus dem germ. museum 2, 182 (
vom j. 1431); zusammen gehörende dinge in eine tafel bringen. Leibnitz 1, 378; tafeln vom himmelslauf ausrechnen. 2, 52; astronomische tafeln Humboldt
kosmos 2, 197. 8@bb)
eine tafel
mit zeichnungen, abbildungen in einem buche oder als wandtafel: so soll er die gestalt solcher buchstaben auf einer tafel lernen, daran stehn under andern figuren ein kuo, ein geis
u. s. w. Ickelsamer B 7
b; die tafel an der wand (
landkarte, vgl. landtafel). Fischart
Garg. 278
a; tafeln, die man dergleichen schriften beizulegen pflegt. Göthe 52, xix; die wände waren .. mit anatomischen tafeln behangen. Auerbach
ges. schriften 10, 169. 8@cc)
zum bemalen dienende oder bemalte (
holz-)tafel,
gemälde (
lat. tabula picta),
vgl. tafelbild, -malerei: anno 1432 ward die tafel auf dem frmeszaltar zuo dem thuomb gemacht (
vgl.altartafel).
städtechron. 4, 323, 14; so kost mich die tafel auf unsers hern leichnams altar zweihundert gulden. 11, 744, 25 (
vom jahre 1468); zuo Apelles kam ein anderer maler, bracht im ein taffel und sprach, meister, die taffel hab ich in süben tagen uszgemacht. Keisersberg
narrensch. (1520) 105
a; ein geschnitzte auszgemalte tafl mit einem englischen grus und 2 flügeln. A. Tucher
haushaltb. 109; ward erkent, das man das götzenwerk, alsz dafflen, bilder und wasz von holtzwerk in den kilchen wasz, solt zerhouwen und armen lutten usztheilen, die kein holz hetten.
Basler chron. 1, 88, 13 (
vom jahre 1529); wer hie lust hette, taffeln auf den altar lassen zu setzen, der solte lassen das abendmal Christi malen. Luther 5, 212
b; die pildnus oder tafel. Aventin. 4, 719. 22. 721, 21; ich hab .. 2 weisz dn. geben von der taffel aufzusperren, die maister Steffan zu Cöln gemacht hat. Dürer
tageb. 66, 6
Leitschuh, vgl. 55, 9. 59, 5. 79, 21; (
stube) mit schönen gemalten tafeln. Ernstinger
raisbuch 102; sie haben nur schlechte gemehl auf tafeln oder an den wenden. Rauwolff
reise 412; durch einen sehr kunstreichen mahler angefangene tafel zu vollenden. Albertinus
landstörzer 268; ein künstliche tafel, darauf ein narr gemahlt war.
Simplic. 4, 234, 13
Kurz; schau, welche kunst aus seinen (
Titians) tafeln blicket. Drollinger 129; die geweihete tafel zeigt's im gebild (
s. votivtafel). Voss
Hor. od. 1, 5, 14; sieh diesen jüngling, wie er glüht, da er auf deine tafel sieht! Göthe 13, 164; er sollte bei seinen tafeln bleiben und hübsch mit seinem pinsel schreiben. 2, 100 (
ged. 2, 193
Weim.);
ein mit malereien oder reliefs geschmückter flacher reliquienkasten Müller-Mothes 902
b. 99)
die obere fläche eines als tafelstein
geschliffenen edelsteins (
s. tafeldiamant, -rubin, -stein) Jacobsson 4, 360
a; '
in der perspective eine fläche, die zwischen dem auge und der sache, die man perspectivisch vorstellen soll, auf der geometrischen fläche perpendicular steht, worauf die sache sich perspectivisch darstellet'
mathem. lex. 1, 1291. 1010)
hochebene, plateau: da auf dieser groszen, zum meer abhangenden tafel der Tartarei so viele streifereien und umwälzungen vorgegangen sind. Herder
id. 2, 13.
vergl.tafelberg, -land.