stan V. [allg.] 1.1. (von Menschen und Tieren) sich in aufrechter Körperhaltung befinden; aufgerichtet sein, mit seinem Körpergewicht auf den Füßen ruhen. Alls, wat gǟit un stǟit jedes Lebewesen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Kinner mött bi Diss stōan, dann wätt se graut (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wackelich stōan (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De steiht krumm (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@FriedrichsdorfFr). He steht daor stief äs ’n Brett (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Im Stōan pissen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Eenen in’t Staon, dann mü’ wie gaon letztes Glas vor dem Heimweg (WmWb). Se könnt nich staohn (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@EverswinkelEv). Alle Daage häs ’n daor staon er kommt oft zu Besuch, ist lästig (WmWb). Häi iss so schwack, dat häi upp denn Feöuten ni stohn kann (Kr. HöxterHöx Nh). Heu konn up keinn Beunne mahr stohn (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd). — Ra.: Wenn dei mol in’t Stohn sterwt, dann mot hei ümmerieten wern wenn jmd. große Füße hatte (Kr. MindenMin Kr. Minden@TodtenhausenTo). Op oinem Schoecken kann me slecht stohn nach dem ersten Schnaps Aufforderung einen zweiten zu trinken (Kr. SoestSos Kr. Soest@OstönnenOö || mehrf.). — 1.2. (von Ohren) abstehen, nicht anliegen. Diäm statt aber de Ohren vam Koppe, da kann ma wat anhangen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AltastenbergAa). Dai Ohren stat ieme biuter dem Koppe (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@BontkirchenBo). — 1.3. (vom männl. Glied) eregiert sein. Hä stǟit eäm (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Sagw.: Sauwat he ’k min Leäm’m noch nit sain, sach de Brūt, dä stǟit jo ōane Bǟine (Wortspiel) (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.4. (von Tieren) brünstig sein (WmWb). De Koh steht ist brünstig (WmWb). Wenn de Peerde nich hengsten, dann stonnen de ook nich dann ließen sie den Hengst nicht an sich heran (WmWb). — 1.5. (von Pflanzen) sich in einer aufrechten Stellung befinden. — Sprichw.: Wo vïel stoit, do kann vïel loiggen angesichts eines üppigen Kornfeldes; Sturm, Regen und Hagel können die Ernte vernichten (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 1.6. (von Sachen) als Bau
[]werk vorhanden sein, bestehen. Dat Hius steït (Kr. LübbeckeLüb Fa). Usen Hoff stäit all sīt lange Jre (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). — 2.1. sich stehend (in aufrechter Stellung) an einem bestimmten Ort, einer bestimmten Stelle befinden, dort (vorfindbar) sein. — 2.1.1. von Personen. He stonn ächter’n Hūse (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@EverswinkelEv). Se stoht an’n Däpstain (Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr). St mi nich in de Lucht! (Kr. SteinfurtStf Rh). Hai stont unner de Dakdrüppeln (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). — Ra.: Dann stoh we do wenn etwas schiefgeht und man ratlos dasteht (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@NiedersfeldNf). So wōa, a ’k hīe sto Beteuerung (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.1.2. von Pflanzen. Ächter use Hūs stott drāi schöüne Appelböüme met roue Appeln (die krfr. Stadt HagenHag die krfr. Stadt Hagen@HagenHg). Schoine Boime staoht in usem Gaoern (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). Bleomen stoht up der Wiese (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@BarntrupBa). — 2.1.3. von Dingen. Do heff fröher ’t Höffd stohn (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@LegdenLe). Op düeser Stïe stont de Loakstein (Grenzstein) (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@NeuenradeNr). Et steiht ein Amboß in der Schmidde (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@MarienhagenMh). De Daupestein stait ungen in diär Kiärke (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@WiemeringhausenWh). — 2.2. hingestellt sein, platziert sein. De Emmer stāit hīe (Kr. MünsterMün Kr. Münster@MünsterMü). Papppott (Breitopf) steït in’t Spinneken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Sïeg dem Vader, et Omes (Frühstück) stünd opp’em Dische! (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@KierspeKi). Den Dōten stīt noch öwwer Ēren (Erde) der Tote ist noch nicht begraben (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). He heff den Hot so schew an de Platt staohn (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw). — 2.3. In verblasster Bedeutung. Do ’k vann’en Berge kamm, stund deu Klocke up halbig elben (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). Iähme stongen de Tränen inn’en Äügen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@ElkeringhausenEl). Et Water stait me inn’en Augen (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@FredeburgFr). Opp de Soipe stönnen dicke Augen oppe (Kr. SoestSos Kr. Soest@NordwaldNw). De Sunne stoit inn’en Middage (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Dat Regement stǟit in Köln (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Hä stǟit öäwer eäm ist sein Vorgesetzter (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). He steiht nu up de Süperliste in Wirtshäusern ausgehängt; diese Personen bekamen keinen Alkohol (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@SelmSm). In aolle Akten steiht ’t schrïem’m (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@VenneVe). — 2.4. geschrieben, gedruckt sein. Dat steit nit in menen Akten (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@LangschedeLa). — 3. nicht (mehr) in Bewegung sein, nicht mehr arbeiten, stehenbleiben. Dat stohende Water (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). De Wintfluegel stǟit (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Met ston(d)en Wagen bei der Getreideernte wird ein Wagen beladen, ein zweiter, voller oder leerer, ist unterwegs, der dritte wird zu Hause entladen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). Wi häbb ’t met staonde Waage daon (WmWb). De Peäre to’m Stōan brengen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: Hä kann stōan un stinken ist faul (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Stōnden Fautes sofort (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl || mehrf.). — 4. sich irgendwie befinden, in einem bestimmten Zustand sein. — 4.1. Präp. Ausdruck. De Kau stäit opp’em Driäp’m steht vor dem Kalben (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl || mehrf.). Upp’en Tidde ston trächtig sein, kurz vor dem Kalben (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). In Blai (Blüte) stōan (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl); in der Blaume stōn (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). De Doer stäit op ter Gläipe ist nicht ganz geschlossen (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@MüschedeMü || mehrf.). He steht up de Luur (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — 4.2. In Verbindung mit einem prä
d. Adj. bzw.
[]Adv. (oft ersetzbar durch die Kopula). Dä Hawer steïht guot (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@StieghorstSt). Dat Väi stāt geot keine Seuchen im Stall (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Et steït gāil es steht üppig (vom Roggen) (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kü). He stäöt lahm un stellt en vöriet (vom Pferd) lahmt mit dem Vorderfuße und setzt ihn beim Stehen vor (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@ReelkirchenRk). He steit olläne ist ganz allein (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@BorgentreichBo). Hai stäht alleine opp d’r Welt (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). Se stait luük die Tür steht halb offen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Fi stott ’i te Dentsen stehen zu Diensten (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). De ganze Wisk steit blank vom Wasser überschwemmt (Kr. HalleHal Kr. Halle@LoxtenLo). Met oinen blank ston sich mit jmdm. streiten, mit jmdm. in Zwietracht leben (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 4.3. In Verbindung mit einem prä
d. Subst. Fadder stn Pate sein (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh || mehrf.); Pāte stōan (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 4.4. Mit unpers. Subjekt. Et stönne (stand) biäter ümm iäm (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@AfferdeAf). — Ra.: Wū gǟit ’t, wū stǟit ’t (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 5.1. für jmdn. eintreten, Partei nehmen, bürgen. Odolf steut faste för suinen Heren (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). Ek sto doföä als Bürge (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 5.2. auf etwas bestehen.
steht op sien Rächt (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@UlfkotteAd). — 6. Mit Akkusativobjekt, etwas ertragen, auf sich nehmen (müssen). He mott den Schaden stauhn (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). De Schulden mott de Schüldener, de Bürge ston (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 7. Mit Akkusativobjekt: (bes. von Hunden) Wild stellen, vor einem Beutetier stehend verharren (Jägerspr.). Deu Jagdrüe stund eunen Tropp Hönner (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). De Rǖe stǟit ’n Hāsen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 8. (bes. von Kleidung) passen, gut an jmdm. aussehen. Dä Haut stǟit eä gā nit (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat steuht düi (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Dat Klēd stāt di geot (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). — 9. (+ sik) in bestimmten (finanziellen) Verhältnissen leben. Hä stǟit sik guet (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Dai stönn’n sik gūt waren wohlhabend (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Heu steut sick dat Johr up elbendiusend Mark hat Einkünfte von 11.000 Mark (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). — 10. In Kombination mit bī: jmdm. zustehen, von jmds. Entscheidung abhängen. — Sagw.: Dat stǟit bi dī, sach de Dǟiene (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Ät stäiht nich bi’m Rüen, wat hä friätten sall, sagg sä, do woll hä dä Pillen nich slucken (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@BochumBo). — 11. In festen Verbindungen: Dat kann eäm dǖe te stōan komm’m kann üble Folgen für ihn haben (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat stoit en genau das nimmt er genau, er arbeitet sorgfältig, kleidet sich sauber usw. (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Daor steht mi de Sinn nich nau das passt mir nicht (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — 12. In Kombination mit anderen Verben. — 12.1. Mit einem abhängigen Infinitiv. Wat stais do te gōn’n (verlangend auf etwas schauen) (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). Hei stoiht do te drüömeln kommt nicht zu Worte (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). — 12.2. Als Infinitiv. — 12.2.1. In Abhängigkeit von gan. — 12.2.1.1. sich (hin)stellen. Nu gao äis en bittken staon, du west mi up’n Schote te schwår, du dicke Pümpel (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Du moss dao achtern staun gaun (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Go mi nit in’t Lecht stn! (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Ick dau ’t nit, un wann de dik opp’en Kopp geist stohn (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@WiemeringhausenWh). — 12.2.1.2. stehen bleiben; in seiner
[]Vorwärtsbewegung innehalten; seine Fahrt o.Ä. unterbrechen, nicht fortsetzen; anhalten. Wenn den Motoor staon geht, häbb ik ’t noch lange nich weer tegange (WmWb). — 12.2.2. In Abhängigkeit von hebben. Eck heffe ’t drop stahn glaube es, denke, nehme an (Ennepe-Ruhr-KreisEnr WWB-Source:126:HolthausHolthaus). — 12.2.3. In Abhängigkeit von blīwen. — 12.2.3.1.1. nicht fallen, nicht gefällt werden. Do blitt ’e Liepel in stōan von sehr starkem Kaffee (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De Bööme mütt’t staon bliewen (WmWb). — 12.2.3.1.2. unverändert bleiben. Watt widderlüpt, dätt geht vobee; schlimmer ess, wat stohn bliewt (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh). — 12.2.3.2.1. seinen Weg nicht fortsetzen, unterbrechen. Bliew äs staon! (WmWb). He blifte up t’r Stīde stn (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@WirmighausenWh). — 12.2.3.2.2. sich irgendwo hinstellen und dort (stehend) verharren. Blīf hīe unn’n stn! (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@RorupRr). — 12.2.3.2.3. eine Tätigkeit, einen Prozess, in dem man sich befindet, an einer Stelle, einem Punkt nicht fortsetzen und dort verharren. Daor bün ’k noch nich bi staon blewwen darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht (WmWb). Dann sai ik je ūt äs ne Kou, de d’rbī stn blïeb’m is dann seh ich ja aus, wie eine Kuh, die mit der Nachgeburt nicht fertig geworden ist (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). — 12.2.3.2.4. nicht weiter in Funktion sein. De Uhr es stohn bliew’n (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). Do blōif de ganße Müele stōn (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@HornHo). — 12.2.4. In Abhängigkeit von laten. — 12.2.4.1. zurücklassen, nicht (zu sich) mitnehmen, mitzunehmen vergessen. Lōt mik nit ’e lange stōn! (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). De Pantuffeln hiät ’e stn lten (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). — Ra.: Hä kann niks stōan lōaten ist ein Dieb (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 12.2.4.2. nicht aufessen, nicht austrinken. Lo’ ’t mä stōan, wann dū ’t nit machs (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Koffie staon laoten, dat dööt man nich (WmWb). — 12.2.4.3. unbeachtet, unberührt lassen. Föä graute Baun’n lo ’k alls stōan (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 13. als Verb mit gō¹d, jmdm. (angeschlossen mit bī, miᵉde, up) wohl gesonnen sein. Se het ’t guet up dī stn ist dir wohlgesonnen (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Häi hett et geot bi dän Feldwäwel staon (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). He häff ’t met’n Pastoor gudd an’t Staon hat gute Beziehungen zum Pastor (WmWb). ⟨Prä
s. 3. Pers. Sing.: ›steit‹ [Kr. MindenMin Münsterl Kr. HerfordHfd Lippe Kr. HalleHal Kr. WiedenbrückWie Kr. PaderbornPad Kr. HöxterHöx (Kr. Höxter@KollerbeckKb (›ē²ᵇ‹ = ›ei‹)) Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh (›ē²ᵇ‹ = ›ei‹))], ›stē²t‹ [Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin WMünsterl Kr. CoesfeldKos Kr. HalleHal Kr. BielefeldBie Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel SWestf (außer Unn)], stāit (āi≠ ›ei‹) (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Prät.: 1./3. Pers. Sing.: ston [WMünsterl Kr. CoesfeldKos Kr. MünsterMün Kr. WarendorfWdf Kr. HalleHal Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Kr. BeckumBek Dor], stun [Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Rek], stin [Bor], stän [WMünsterl Rek], stont [Kr. LemgoLem Kr. WarendorfWdf Kr. HalleHal Kr. BielefeldBie Kr. BeckumBek die krfr. Stadt WittenWit die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. SoestSos MSauerl Arn], stunt [Kr. WiedenbrückWie Kr. DetmoldDet Kr. PaderbornPad Kr. HöxterHöx Kr. BürenBür Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Olp], stänt (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@HerzfeldHf), stönt (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe), stünt (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa), stonte [Kr. SoestSos Kr. ArnsbergArn Bri], stonk [Kr. AhausAhs Kr. MeschedeMes Bri]; Pl.: stonnen [WMünsterl Kr. CoesfeldKos Kr. BielefeldBie Sos], stunnen [Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Det], stönnen [WMünsterl Kr. TecklenburgTek Kr. LemgoLem Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. BeckumBek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. SoestSos Kr. IserlohnIsl Bri], stünnen [Kr. MindenMin Kr. DetmoldDet Kr. WiedenbrückWie Höx], stonden [die krfr. Stadt HagenHag Isl], stönden (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe), stonten (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi), stönten [Kr. SoestSos Bri], stongen [Kr. BrilonBri Olp], stöngen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh), stennen (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@GemenkrücklingKr), stinnen (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BocholtBh);
Part.: ›stan‹ [verbr.]⟩
[] ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 8,567: stehen; HnVwb 3,749: stehen. Zus.:→
blank~,
bō²m~,
buk~, dro²ge~,
fast~,
ferdig~, gō¹d~, hō²ch~, krum~,
līk~,
liᵉdig~,
los~,
oªpen~,
perat~,
retūr~, schēf~,
stīf~,
stille~ sowie Fadder~, Ge-fadder~, Frō-up~,
Kop~, Kuᵉsel-kop~, Mō¹der~.