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stampfe

mhd. bis Lex. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Stampfe

Bd. 4, Sp. 285
Die Stampfe, plur. die -n, von dem Zeitworte stampfen. 1. Die Bearbeitung durch das Stampfen, ohne Plural. Die Hirse in die Stampfe schicken, um sie stampfen zu lassen. Noch häufiger, 2. ein Werkzeug zum Stampfen, in sehr vielen Fällen, welches in einigen andern der Stämpel, Stamper, Stampfer, Stampf heißt, im Oberdeutschen Stampfel. Die Krautstampfe ist in der Hauswirthschaft ein in Gestalt eines Latein. S gebogenes scharfes Eisen mit einem Stiele, das Kraut zum Futter für das Vieh damit zu stampfen, d. i. es stampfend zu zerschneiden. In vielen andern Fällen bleibt der Nebenbegriff des Schneidens weg, und nur der eigentliche Begriff des dumpfigen Stoßens übrig. So heißen die Stämpel oder Stöcke in den Lohe-, Walk-, Papier- und Öhlmühlen, welche durch ihr Erheben und Fallen das Stampfen verrichten, die Stampfen. Auch die schweren Hämmer in der Papiermühle, womit das Papier geschlagen wird, führen diesen Nahmen. Auch die Form, worin etwas gestampft wird, heißt zuweilen die Stampfe, dergleichen die Bleystampfe oder der Bleystampf bey den Goldschmiden ist, Franz. Etampe. S. das vorige.
1101 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stampfeswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    stampfe swv. stampfe, zerstosse. stampes du die würze altd. schausp. 2, 728.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stampfe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Stampfe , plur. die -n, von dem Zeitworte stampfen. 1. Die Bearbeitung durch das Stampfen, ohne Plural. Die Hirse in…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stampfe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stampfe ( Stampfer ), Handramme, s. Ramme .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stampfe

47 Bildungen · 23 Erstglied · 23 Zweitglied · 1 Ableitungen

stampfe‑ als Erstglied (23 von 23)

stampfeisen

DWB

stampf·eisen

stampfeisen , n. : stampfeisen, ein eisen, damit man etwas klein stösset, piloit de fer; pistello de ferro. Hulsius (1616) 306 a ; stampfeis…

Stampfelihūs N.

Idiotikon

Stampfelihūs N. Band 2, Spalte 1731 Stampfelihūs N. 2,1731 u.

stampfen,

FWB

1. ›(mit den Füßen) stampfen, fest auf die Erde treten‹.; 2. ›etw. (vor allem Früchte, Speisen) mit einem Handwerkszeug (Stößel) zerkleinern…

Stampfenstößel

PfWB

stampfen·stoessel

Stampfen-stößel , Stampfen-stößer m. : ' Küchengerät zum Zerstampfen ', Stambesteßel [ Krämer Gal 205], -steßeʳ [ IB-Blieskst ]; vgl. PfWB S…

Stampferich

PfWB

stampf·erich

Stampferich m. : ' dicker Brei, dicke Suppe ', Stamberich (šdambəriχ) [ RO-Als ]. Das es e St. [ RO-Als ].

stampferig

PfWB

stamp·ferig

stampferig Adj. : 1. 'angetrunken, betrunken', stamberich (šdambəriχ) [ KU-Wolfst KL-Hirschhn Katzw Neukch KB-Kerzh LU-Maud NW-Elmst ]; Syn.…

stampferin

DWB

stampf·erin

stampferin , f. zu dem vorigen: stampferinn, pistrix. Steinbach 2, 667 . vgl. Stieler unter stampfer 1, a.

stampferl

DWB

stampf·erl

stampferl , n. , deminut. zu stampfer. 1 1) der kleine fusz eines kindes. Klein 2, 167 ; vorarlberg. stampferle Frommanns zeitschr. 3, 401 ;…

stampfermühle

DWB

stampfer·muehle

stampfermühle , f. papiermühle, worin das papier mit der schlagstampfe geglättet wird. Jacobsson 3, 610 b . s. auch schlägermühle ( theil 9,…

Stampfert

ElsWB

stamp·fert

Stamp f ert [ʿStàmpərt Lützelstn. ] m. Kartoffelbrei. D e r S. is t e lichtes Gemües, dis dörfen au ch d Kranken ësse n . — Hess. 395 Stampf…

Stampfesberg

PfWB

stampfes·berg

Stampfes-berg m. : 'Berg aus Brei im Schlaraffenland'. Das arem Weibsbild, das iwerzwerch, / das muß doch quer dorch de Stampesberg [ Münch …

Stampfesfresser

PfWB

stampfes·fresser

Stampfes-fresser m. : Neckname für die Bewohner von PS-Leim, Stambesfresseʳ [PS-Leim, Seebach Neckn. 26], für die Bewohner von IB-Rohrb [ IB…

Stampfesknopf

PfWB

stampfes·knopf

Stampfes-knopf m. : 'Kloß aus gestampften Kartoffeln, aus Kartoffelbrei', nur Pl., -knepp [NW-Frankeck Seebach Essen 96 Gal-Josbg]; Syn. s. …

Stampfesnickel

PfWB

stampfes·nickel

Stampfes-nickel m. : 'der Begleiter des Christkindes, Nebengestalt zum Nikolaus', -nickel [PS-Herschbg, Juner 83 Stoll 28, 98, 123]; vgl. Pf…

Stampfeswichser

PfWB

stampfes·wichser

Stampfes-wichser m. : Neckname für die Bewohner von IB-Rohrb, Stambeswickseʳ [ IB-Rohrb ], Stämbeswiggser [ Hussong Kirkel 146].

Stampfete

DRW

stamp·fete

Stampfete, f. Gesamtheit des in einem Arbeitsgang gestampften (II) Stampfguts von einer stampfotty hirs da niement sy ein angster oder ein g…

Stampfeteⁿ

Idiotikon

Stampfeteⁿ Band 11, Spalte 481 Stampfeteⁿ 11,481

stampfe als Zweitglied (23 von 23)

Ölstampfe

Campe

Die Ölstampfe , Mz. — n , eine Stampfe, womit der Ölsame gestampft wird; der Ölstempel bei Stieler. Auch wol eine Stampfmühle, wo Öl geschla…

Bleystampfe

Adelung

bley·stampfe

Die Bleystampfe , plur. die -n, bey den Silberarbeitern, eine dicke mit Löchern versehene Bleyplatte, den Löffeln darin ihre Figur zu geben.

degenstampfe

DWB

degen·stampfe

degenstampfe , f. bleierne form um degengefäsze von gold oder silber darin zu bilden.

Dosenstampfe

Campe

dosen·stampfe

Die Dosenstampfe , Mz. die — n, eine eiserne Form, von der Gestalt einer Dose, um Dosen darauf zu verfertigen.

gerstenstampfe

DWB

gersten·stampfe

gerstenstampfe , f. oder graupenstampfe, stampfvorrichtung, um die gerste zu enthülsen und dadurch graupen zu erzeugen Colerus hausbuch 1, 1…

gestampfe

DWB

gestampfe , gestampf , n. das stampfen: ruheten jetzt von des tanzes gestampf. Voss Odyss. 23, 298 ; weit über die dunkele erd' hin tönte da…

grützstampfe

DWB

gruetz·stampfe

grützstampfe , f. , ' in den stampfmühlen eine stampfe, in welcher grütze gestampft wird ' Campe 2, 479 , vgl. blätter f. litt. unterhaltung…

Hirsenstampfe

PfWB

hirsen·stampfe

Hirsen-stampfe f. , -stampfer m.: 'Holzgerät zum Stampfen der Hirse'. a. 1793: ein Hirschenstampf [SSp., v.d.Leyen, Fasz. 100, Invent. Werne…

hirsestampfe

DWB

hirse·stampfe

hirsestampfe , f. stampfmühle zur ablösung des hirsen von seinen hülsen. Jacobsson 2, 266 a .

krautstampfe

DWB

kraut·stampfe

krautstampfe , f. stampfe mit einem wie C oder S geformten eisen, das sauerkraut einzustampfen, krautstöszel. Frisch 1, 545 b .

löffelstampfe

DWB

loeffel·stampfe

löffelstampfe , f. bei gold- und silberarbeitern ein eiserner starker stempel, der an einem ende nach der vertiefung eines löffels gerundet …

lumpenstampfe

DWB

lumpen·stampfe

lumpenstampfe , f. werk oder geschirr, worin die lumpen vor der papierbereitung gestampft werden.

Schlagestampfe

Adelung

schlage·stampfe

Die Schlagestampfe , plur. die -n, bey den Papiermachern, ein eiserner Hammer, welcher von dem Wasser getrieben wird, und das Papier glatt u…

schlagstampfe

DWB

schlag·stampfe

schlagstampfe , f. in papierfabriken ein schwerer eiserner, vom wasser getriebener hammer, mit sehr glatter bahn, der auf einen klotz mit ei…

stockgestampfe

DWB

stock·gestampfe

stockgestampfe , n. , das aufstampfen mit dem geh- stocke ( s. 1 stock 3 e), so früher zur anmeldung auf dem hausflur oder gar nur auf der h…

Tabakhandstampfe

Campe

Die Tabakhandstampfe , Mz. — n , eine Stampfe, in welcher der Tabak klein gestampft wird. Sie besteht in einem Fasse, worin der Tabak befind…

vuoʒstampfe

Lexer

vuoz·stampfe

vuoʒ-stampfe der maier sol haben ein schelen, ein fûszstampfe und ein bêrschwein, stier, einen ganzen ram, einen bock, einen gansen und eine…

wasserstampfe

DWB

wasser·stampfe

wasserstampfe , f. durch wasser bewegte stampfe: bald ... giengen ihnen ( den kindern ) die mäuler wie eine wasserstampfe Pestalozzi (1819 f…

würzstampfe

DWB

wurz·stampfe

würzstampfe (?), f., wohl zu würze, f., gewürzbehälter oder -mörser (?), im älteren obd.: die zimberblte mOegent ouch machen olestempfe, wu…

Ölstampfe

DRW

Ölstampfe, f. wie Ölmühle daß man den müllnern solch lein- und hanifkauf bei den heusern zu iren ölstampfen nit mer wie vor gestatten wöllen…

Ableitungen von stampfe (1 von 1)

gestampfe

DWB

gestampfe , gestampf , n. das stampfen: ruheten jetzt von des tanzes gestampf. Voss Odyss. 23, 298 ; weit über die dunkele erd' hin tönte da…