Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schroff
schroff
Schroffen m., Schroffe f. obd. ‘Felsklippe, zerklüfteter Fels, Steinwand’, mhd. schroffe, schrove m. ‘rauher, zerklüfteter Fels, Felsklippe, -wand’, verwandt mit mhd. schraf m. ‘Felskopf, zerklüfteter Fels, Steingerölle’ sowie mhd. schruffen ‘spalten’, ahd. giscrefōn ‘einschneiden’ (9. Jh.), aengl. scræf ‘Höhle’. Die Wortgruppe läßt sich wie Scherbe (s. d.) und die dort verzeichneten Wortformen an die Labialerweiterung ie. *(s)kerp-, *(s)krep- und damit an die Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’ (s. 1scheren) anschließen. Dazu schroff Adj. ‘zerklüftet, steil aufsteigend oder abfallend’, eine Rückbildung (um 1500) aus dem Substantiv. Übertragener Gebrauch ‘rauh, abweisend, unfreundlich’ setzt im 17. Jh. ein. Schroffheit f. (17. Jh.).