Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schlauch m.
Schlauch m.
Schlauch m. ‘elastische, biegbare Röhre’ (aus Gummi bzw. Kunststoff), mhd. slūch ‘(Schlangen)haut, Röhre, Schlauch’, asächs. slūk ‘Schlangenhaut’ führt mit schlau (s. d.) und nl. sluiken ‘schleichen, schlüpfen, schmuggeln’ (germ. *slūk-), außergerm. vielleicht mit lit. (falls šl- aus ie. sl-) šliužės Plur. ‘Schlittschuhe’, šliaũžti ‘kriechen, schleichen, gleiten’, aruss. lyža, russ. lýža (лыжа) ‘Schneeschuh’, (landschaftlich) lyzgát’ (лызгать) ‘auf dem Eis gleiten’ auf ie. *(s)leug̑-. Daneben steht (mit anderem Guttural) ie. *(s)leuk̑-, wozu mnd. slū, slō ‘Hülse, Hülle, Schale, Hornhaut des Pferdehufs’, norw. slo ‘fleischiger Kern in Horn oder Huf’, mengl. sloh, engl. slough ‘abgestreifte Haut’ (besonders der Schlange) gehören. Beide Formen sind Erweiterungen der unter schlüpfen (s. d.) genannten Wurzel ie. *(s)leu- ‘gleiten, schlüpfen’. Als Ausgangsbedeutung ist wohl ‘heraus-, hineingleiten’ bzw. ‘Hülle, aus der man heraus- oder in die man hineinschlüpft’ anzunehmen, woraus sich auch die Vorstellung des ‘Bedeckenden, Umhüllenden’ entwickelt hat. – Schlauchboot n. ‘aufblasbares Gummiboot’ (20. Jh.).