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Schlappen

nhd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
15 in 9 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
79
Verweise raus
83

Eintrag · Rheinisches Wb.

Schlappen

Bd. 7, Sp. 1250
Schlappen das Wort ist allg. im Rhfrk, Mosfrk, Rip, Berg, lrhn. bis Erk u. Grevbr (rip.), Kemp-SPeter, Mörs-Binsh, rrhn. bis einschl. Ruhr; es ist meist Pl., deshalb schwankt das Geschlecht des Sg. šlabə(n), –p- Sg. u. Pl. m., u. -ap, Pl. -bə(n), –p- f. u. m.: 1. Pantoffel aus Filz (hierfür meist Schluffe) oder Leder, nur mit Sohle u. Vorschuh, bei fehlender Kappe; auch jeder alte Pantoffel mit niedergetretener Kappe, u. verächtl. alter, ausgetretener Schuh; auch schneidet man sich aus Schuhen Schl.ən zurecht. Der Lumpensammler ruft: Lumpen, Schl.ən un alt Eisen! Saarl-Berus. Schl.ə Dimmelwerer! Fluch Ottw-Humes. Der Deiwel hat noch Schl.ə angehat, do war er (der Frühaufsteher) schunn do Saarbr. Wann de en nei (neuen) Schuh kimmst, dann triffste Schl.ə an! sagt ein Alter zu einem Jüngern, um ihm zu bedeuten, dass es ihm anders zumut sein wird, wenn er mal so alt ist wie er Simm-Horn, Zell-Briedel. Wann de en meun Schohn kut, da get et Schl.ən Koch-Lutzerath. He läft (läuft), dät en de Schl.ə bliert (verliert) so eilig Merz, Saar. Eich haue dich, datschte Schl.ə kotzscht! Saarbr. Dem (Furchtsamen) es äner no met em Hutt (Hut) voll Bire, met alde Schl.ə on naue (neuen) Kappe Wend-Marping. Ringele, r., Rosenkranz; o, Mädchen, gähst du met zum Danz? Ach Mutter, ich hab kän Schuh an! Zieh deim Vatter sein Schläppcher an, hinnen un vor sin Knäppcher (Knöpfchen) dran! Saarl-Berus. Schnei mir e Stick vom Schinke, so gross wie meim Vatter sei Schoch, do hommer allegare genug; so gross wie mein Grossvatter sei Schl.ə, do hommer allegare ze knappe! aus dem Fastnachtheischelied Birkf-Bundenb. — 2. übertr. a. Hornschuh des Rindes Saarbr, Ottw, Trier-Mehring, Koch-Ernst. — b. verächtl. alter Hut Simm-Reckershsn; jeder altersschwache Gegenstand Daun-OBetting; alter Kahn Rheinschiff. — c. verächtl. Zunge Ess-Altenessen. — 3. e Schlapp oder Schl.ə Zahn nur ein Zahn im Munde; er schwätzt wie en alt Fra, die Schl. Zahn meh em Maul hot Rhfrk.
1983 Zeichen · 57 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlappen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Schlappen und

  2. modern
    Dialekt
    schlappen

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    schlappe n [làpə Mü. M. K. Z. Wh. ] 1. nachlässig einhergehen. ‘Zwä Stund hinnerm Norbol her Kummt do äner z'schlappe n…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlappen

69 Bildungen · 53 Erstglied · 13 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von schlappen 2 Komponenten

sch+lappen

schlappen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlappen‑ als Erstglied (30 von 53)

schlappen als Zweitglied (13 von 13)

Waschlappen

RDWB1

Waschlappen m abwertend auch Jammerlappen m тряпка перен. , презр. , рохля разг. , презр. , размазня разг. , презр. , мокрая курица идиом. ,…

Fleischlappen

Adelung

fleisch·lappen

Der Fleischlappen , des -s, plur. ut nom. sing. bey einigen Schriftstellern der Zergliederungskunst, eine Benennung der Muskeln der thierisc…

Pfaffenschlappen

Wander

pfaffen·schlappen

Pfaffenschlappen Mancher trägt ein Pfaffenschlappen, trüg' billiger ein Reiterkappen. – Körte, 4715. Schlapp = schlaffer, herabhängender Hut…

waschlappen

DWB

wasch·lappen

waschlappen , m. 1) lappen, der zum waschen dient, zuerst bei Stieler 777 neben wischhader verzeichnet: ich ... hatte keinen — hudel, keinen…

wischlappen

DWB

wisch·lappen

wischlappen , m. , zum reinigen, scheuerlappen: also dasz sie ( die verarmten ) sich jetzt mit solchen hadern müssen bedecken, welche sie zu…

Ableitungen von schlappen (3 von 3)

beschlappen

RhWB

be-schlappen: sich (u. ein Kleidungsstück) b., mit Flüssigkeit überschütten u. besudeln Verbr. wie schl. 1 c.

erschlappen

DWB

erschlappen , eingedrungne nd. form für erschlaffen: eine überaus edle, freie, männlich grosze seele, voll gesundheit und ruhe, durch keine …

verschlappen

DWB

verschlappen , verb. unter schlürfendem geräusche zu sich nehmen, aufessen: als er daselbst über tische neue feigen ihm bringen hiesz und ve…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schlappen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schlappen/rhwb?formid=S06319
MLA
Cotta, Marcel. „schlappen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schlappen/rhwb?formid=S06319. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schlappen". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schlappen/rhwb?formid=S06319.
BibTeX
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