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Schiene

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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15 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Schiene

Bd. 7, Sp. 1097
Schiene das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk šīn; Mosfrk ši·n. [in Trier (Mos), Bitb -ī-]; Siegld-Siegen šēn, Pl. -nə f., w. davon šēn Sg. u. Pl.; Heuslingsgrd u. w. davon, Johannld, Rinsd, Freier Grund šin Sg. u. Pl.; oFerndorft u. Netphen šen Sg. u. Pl. (aber šē »Schienbein« Netphen); Rip ši·n., –e- [MülhRh-Langel -ø-]; Berg šīn u. -i- [Barm, Elbf, Sol -ē-; Mettm-Cronenbg ši·ŋ.]; Eup šE:n »Schienbein«; ši·n. Eisenbahnschiene; Aach-Stdt šE·ə.n; SNfrk šīən (Eisenbahnschiene šīn f.) m., f.; SGeld, Mörs šēn m.; sonst Klevld šen, –i-; Mühlh Ruhr -ī-; Pl. -nə(n) f. (s. o.): 1. meist Pl. t. a. Schienbeine; ennen an (op, gent, für, widder) de Sch.ən tredden (stussen); sech de Sch.ən sträufen, an de Sch.ən stussen Rip, Allg. RA.: Sech de Sch.ən broden (braten) am heissen Ofen sitzen Rip, Allg., — wärme SNfrk. Den hät sich de Sch.ə verbrannt ist schwer angelaufen Geld. Enem de Sch.ən schwart (schwarz) (blo) schloəhn ihn schlagen, dass die Sch. blutunterlaufen sind; eich schlihn die of en A (Auge), dat dir en Sch. blo get! Saarbg; en blo Sch. schw. stuten Sol. Ech tredden der och es (einmal) en Sch. schw.! iron. ich werde mich dankbar beweisen Sieg; dött (tut) mich dat Pläsier (den Gefallen), ich sall üch auch en bloə Sch. stösse! Aach-Stdt. Et Werkommen (Wieder-) es got för et Sch.əstuəten! iron. komme wieder Geld-Leuth; dou bös ock bedank för et Lehnen (Leihen); wenn de wiərkömms, krigs de wat för de Sch.ən! Mörs. Sich en bloə Sch. a jet stösse von unvorteilhaftem Kauf gesagt Aach. Et es alt (schon) besser wie e Stuss op en Sch. wenn das Einkommen auch wenig ist, es ist aber beständig WEif. Der löt (lässt) sech en Loch en de Sch. bohren er ist geizig, ungefällig Westerw. He hät Schwel (Schwiele) vör de Sch.ən kann viel vertragen Mörs, — et deck v. de Sch.ə er ist stolz Kemp, Dür-Scherpenseel. A.: Ik ka ni siehn. B.: Spann die Katte vör dr Sch.ə, da kas de s.! MülhRuhr, Mörs, Wippf. Schlohn öm vör de Sch.ən, wo de Jödd et Speck setten hät! Mörs. On later (später), dann stot se (die Kinder) öhr met de Klompen vör de Sch.ən Rees. — Schennəstər! Zuruf beim Schlittenfahren, Bahn frei Monsch-Rohren. — b. übertr. scherzh. Beine, meist in der Wend.: Sech op de Sch.ə mache sich aufmachen, eilen Rip, Allg. — 2.a. Lamelle von Holz oder Eisen. α. aus Holz; Holzspan, ca. 1 cm breite u. ½—1 mm dicke Streifen, die von den Ruten u. Gerten des Haselnussstrauches u. von fingerdicken Eichenloden oder Weiden abgesplissen werden; sie werden vom Korbmacher benutzt, um das Weidengeflecht zu stärken; vom Kurbelflechter (Teigkurbel), um das Stroh zusammenzubinden; auch Spankörbe, Kartoffelkörbe, Kuchenunterlagen, Obsthürden, Rückentragkörbe werden davon gefertigt; ekene Sch.ən makt me ut jongen, wüssigen (wüchsigen) Eken; de Ekenhölter werden im Dampf-gebäht, im Abdampf einer Dampfmaschine, in einem Kasten, im grossen Backofen, dat se dürchher gar sind; dann werden sie im Groəwen geritten (gerissen), kommen dann in den Weiher, wo sie ein paar Tage im Wasser liegen; dann es de Loh drut; dann werden sie in möglichst dünne Späne gerissen, 1 Zoll breit (kortspänig) Gummb-Berghsn, Allg. — Holzschienen benutzt man, das gebrochene Bein, den gebr. Arm zu binden; hat e Schof (Schaf) e Ban zerbrocht, da hellt (holt) mer poar Häselen on micht draus Schinncher on bend se mot Werk (Werg) gent (gegen) dat Ban Koch, Allg. — Beim Hausbau, die zwischen die Balken der Decke gestauchten Schollbretter Koch-Lutzerath. Die senkrechten Stückhölzer im Lehmgefach des Fachwerkes Goar-Boppard, die waagerechten St. im F. Monsch-Rohren. — Riegel am alten Türschloss May-Burgbrohl. — Wagenrunge Wittl-Cröv, MülhRh-Langel. — β. aus Eisen; Eisenbahnschiene Allg. RA.: Wer et längste left, de kret alles, de Iserbahn mot de Sch.ən Waldbr-Bladersb. — Eisenträger, das Gewölbe des Kellers, Stalles tragend Allg. — Eiserne Achse, Assenschinn, in der hölzernen A.lade Gummb. — b. übertr. α. Pl.: die holzigen Teile des Flachses Rees-Ringenbg. — β. senkrechte Pfeiler der Basaltlava, 4—10 Fuss stark May-NMendig. — γ. verächtl. aus der Nase hängender Rotzfaden Grevbr-Hackhsn. — δ. Pl. Karrengleise Saarbg-Tawern, Bernk-Schauren, Bitb-Cruchten Dahlem NStedem. — ε. in der Wend.: Der Schenn eje in der Diagonale eggen Monsch-Vossenack.
4280 Zeichen · 129 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SCHIENE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    SCHIENE s. SCHIN.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schiene

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Schiene , plur. die -n, Diminut. das Schienchen, Oberd. Schienlein, ein langes, dünnes, gemeiniglich schmales Werkze…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schiene

    Goethe-Wörterbuch

    Schiene 1 längliche plattenförmige Abdeckung von Gliedmaßen als Teil einer Rüstung; ‘der Beine S-n’ für: Beinschienen Ar…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schiene

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schiene , in der Chirurgie, s. Verband .

  5. modern
    Dialekt
    Schienef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schiene f. : 1. = Eisenbahnschiene , Schien, Pl. Schiene [verbr., Christmann Kaulb 15 Mang 100 Schneckenburger 24 Lamber…

  6. Sprichwörter
    Schiene

    Wander (Sprichwörter)

    Schiene 1. Er het Schîni im Strov. (S. Mensch 955.) – Sutermeister, 104. 2. Schlôn (schlagen) öm vör de Schenen, wo de J…

  7. Spezial
    Schiene

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schie|ne f. (-,-n) (Eisenbahnschiene) scina (-nes) f. , lama (lames) f. ▬ auf Schiene n laufen jí sön scines; aus den Sc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schiene

74 Bildungen · 58 Erstglied · 15 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schiene 2 Komponenten

schi+ene

schiene setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schiene‑ als Erstglied (30 von 58)

schieneisen

DWB

schien·eisen

schieneisen , n. stabeisen, wie es zu radschienen verarbeitet wird: schieneysen, ferreum ex officina, e quo canthi ferrei commodius fieri po…

Schienenblotsch

RhWB

schienen·blotsch

Schienen-blotsch šēnə(n)blǫtš Sol m.: hölzerner Schienen- und Knieschutz des Schleifers, gewöhnlich mit Eisenblech und Lederstücken verstärk…

Schienenbücker

RhWB

Schienen-bücker Siegld , Altk (Bergmspr.) m.: bes. vorgerichtetes Eisen , mit dem man Grubenschienen, die an Kurven zu liegen kommen, umbieg…

schienendurchschlag

DWB

schienen·durchschlag

schienendurchschlag , m. ein völlig zugespitzter, scharfer spitzhammer der grobschmiede, um die mit dem schienenstempel vorgestempelten löch…

schienenfasz

DWB

schienenfasz , schienfasz , n. eine aus hölzernen schienen geflochtene mulde in den hüttenwerken, um die kohlen auf den ofen zu tragen. Jaco…

Schienenfett

RhWB

schienen·fett

Schienen-fett Mörs n.: Sch.! Warnruf bei Schlagholzspielen; bekommt z. B. ein Hirte beim Sausp. vom Treiber einen Schlag gegen die Beine, so…

Schienengebündchen

RhWB

Schienen-gebündchen -bi·n.χə uMos n.: zusammengebundene Reste der zerschlissenen Weiden, zum Feueranzünden benutzt.

Schienengeld

RhWB

schienen·geld

Schienen-geld MGladb-Rheydt n.: in der Wend.: Enem Sch. gevve ihn gegen das Sch.bein schlagen.

schienenharnisch

DWB

schienen·harnisch

schienenharnisch , m. : erst im 14. ( jahrh. ) schnallte man den schienenharnisch regelmäszig über das kettenhemd. Freytag ges. werke 18, 17…

Schienenholzkorb

PfWB

schienen·holzkorb

Schienenholz-korb m. : ' ovaler flacher Korb ohne Handgriffe, aus Holzspänen geflochten ', Schieneholzkeʳwel [ LU-Rh'gönh ].

Schienenhuwel

MeckWB

schienen·huwel

Schienenhuwel -bf., m. 'Schienenhobel': noch unerfahrene Eisenbahnarbeiter schickt man zum Scherz, den Schienenhubel zu holen Ro.

schiene als Zweitglied (15 von 15)

Ankerschiene

Adelung

anker·schiene

Die Ankerschiene , plur. die -n, in den Gebäuden, eiserne Schienen, welche an den beyden Enden eines Balkens befestiget werden, um mit ihm e…

Anstoßschiene

Adelung

anstoss·schiene

Die Anstoßschiene , plur. die -n, an den Kanonen, lange, dünne Eisen, mit welchen die Lavetenwände eingefasset werden, vermuthlich, damit si…

armschiene

DWB

arm·schiene

armschiene , f. tibia brachii. die zergliederer nennen so das obere, kleinere bein des ellenbogens, was sonst speiche, spindel, spille, radi…

beinschiene

DWB

bein·schiene

beinschiene , f. ferula, 1) dünne hölzer zum verband gebrochner knochen, wie beinlade. 2) beinbedeckung, wie beinharnisch.

Egeschiene

Adelung

ege·schiene

Die Egeschiene , plur. die -n, dünne hölzerne Schienen, vermittelst welcher die Egebalken mit einander verbunden werden.

Flêchtschiene

Adelung

flecht·schiene

Die Flêchtschiene , plur. die -n, breite, dünne Schienen, woraus die Siebe geflochten werden.

nasenschiene

DWB

nasen·schiene

nasenschiene , f. eine eiserne schiene an der nase (V, 6) des pflugs. Jacobsson 3, 130 a .

Radschiene

Adelung

rad·schiene

Die Radschiene , im gemeinen Leben Radeschiene, plur. die -n, eiserne Schienen, welche um die äußere Fläche der Felgen an den Wagenrädern be…

Reißschiene

Pfeifer_etym

reiss·schiene

Schiene f. ‘langgestreckte Stahlleiste als Fahrspur für Eisen- und Straßenbahnen’ (zuerst im Bergbau, 18. Jh.), zuvor ‘Leiste aus Metall, Ho…

schachtschiene

DWB

schacht·schiene

schachtschiene , f. im bergbau, ein starkes, eisernes blech, das an den stellen, wo die schachtlatten zusammenstoszen, über diese genagelt w…

seitenschiene

DWB

seiten·schiene

seitenschiene , f. , z. b. eiserne schiene an der seite des pflughauptes. Jacobsson 4, 137 a .

Ableitungen von schiene (1 von 1)

geschiene

DWB

geschiene , n. , coll. zu schiene, die angelegten schienen an einem gebrochenen körpergliede.