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Salat

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Salat

Bd. 7, Sp. 706
Salat das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk salāt, sə-, m., f. [n. Ottw] [s(ə)lāt f. Birkf-Idar; solāt Kreuzn-Kirn; tsəlt Goar-OSpay Weiler]; WMosfrk an der Saar u. Bitb von einschl. Saarl (südl. salā:t), Merz an tsal:t, –l·ə.rt [tsală m. Merz-Stdt] f.; Trier bis einschl. Bernk (Mo), Wittl tsal:t, selten sa- [Trier-Filsch -l·ə.t] f., selten m.; Zell tsalā:t, sal:t, tsəlǫt f.; Prüm, SDaun sal:t f. m.; Prüm-Auw Schüller Hallschlag Schlausenb Stadtkyll, WDaun šal:t f.; OMosfrk in OZell, Koch, Kobl, May, ODaun šl:t f., seltener m.; der Westerw hat im Süd. tsal:t, sa- [Neuw-Thalhsn -ǫ-] f.; Siegld (m., n.) Altk salt, tsə- f., m., n. [Altk-Betzd tsəl:də u. šl:t f.]; Malm, Schleid-Hellenth šarlā:t [Malm-Schönbg tsal:t] f.; Rip, Berg šl:t, –- f., auch m., n.; Berg -:-, –- m., n., selten f. (lrhn. über Grevbr nach MGladb hinein; rrhn. šlō:t MülhRuhr) [Köln-Stdt šl:t u. tsalā:t m., n.; Grevbr-Hochneuk šlǫt; Schleid, Monsch, Eup, WDür, Jül, Aach šlā:t; Aach-Stdt šlā: u. šlā:t; Jül-Laurenzbg Merzenhsn šlū·ə.t] f.; SNfrk, Klevld šlā:t, –ā- meist m., selten f. Sg. t.: 1.a. wie nhd., alle S.arten; Schlot, sei es Plöck-, Ropp-, Stech-, Schnitt-, Kopp- (Kropp-), Häder- (Häupter-), Feld- (Korn-, Dore- (Dorn-), Wingerts-) valeriana olitoria, Andieven, ene Kopp (Kropp, Putschen) S.; de S. schiesst, geht durch, geht en de Hüh (Luft), stäng(el)t; man soll sie deshalb nicht bei zunehmendem Mond säen Allg.; de S. lesen, verlesen (ren l., fegen) wäschen, (an)machen met Essig Ollig, Salz, Rom (Schmand), Öllich (Zwiebel) on Öllichspifen (das Anmachen mit Zucker ist selten) Rip, Allg. — RA.: Dem kamer S. en de Uhre siene (säen) so schmutzig sind sie Grevbr, Eup. De S. wiəss (wächst) wie Schum (Schaum) Rip. S. so wek wie Botter NBerg; S. wie Bocksbart so saftig Schleid-Hellenth; S. wie Kappes so fett ebda, — Kapeshäder (-häupter) so dick WMosfrk. Der S. mott schlabberig sin Gumb-Berghsn. Dat (he) wiəss (wächst) wie S. sehr rasch Rip, Nfrk; dat geht esu siəhr (schnell) wie S. Eusk, — weg wie S. verkauft sich gut SNfrk; dat geəht eraf wie S. ihm schmecken selbst die gröbsten Speisen Aach, Erk, MGladb; dat ging em drin wie S. er glaubte es sofort Kemp; de Äppel falle wie S. fallen leicht vom Baume, übertr. die Trümpfe beim Kartensp. fallen alle Rheinb-Meckenh; dat flätscht zesumen (wird weich) wie die Z. am (im) Essig Trier-Schleidw. Recht lecker angemachter S. wird kosend Schlötche genannt Rip, Allg. De micht Z. aus Dräht er ist reich, hat Geld Trier-Waldrach. Fir got Z. ze machen, mossen hirer drei sein: e Gek an (u.) en Dropmächer an e Geizhals; de G. schett (schüttet) den Essig, den Dr. däht de Bomolich drop, an de G. rehrt de Z. Bitb-NWeis. So vill El (Öl) of der S. es eso wie so vill Essig of aimol Bernk. Äs de Jong en de Fremde kom on tom iərschten Mol S. eten soul (sollte), do seit he: nä, mi Moder wor en arm Frau, ävver se kochden doch dat Mos (Mus) gar Sol, MülhRuhr. A.: S. etten geht lansam. B.: Bi mi äwwer nich, ek schmite en dreimol in de Mongd (Mund) eröm un wünsche em Glöck op de Res (Reise) Gummb-Berghsn. S. (Kerssen Kirschen) on Fess (Fisch) kann me ete so völ as der es, as de wes (willst) Mörs. Was haben wir gekocht? scherzh. Antw.: Ke S. (weil er roh gegessen wird) MülhRh-Overath; Brei on Z. Saarbg-Cahren; Supp, S. un Kaffi Kreuzn, Bernk-Hochschd, Neuw-Segenh, Malm-Ouren. Was gab es auf dem Feste? Antw.: En Schlötchen un en Brötchen (Braten) un so förtan Gummb-Stdt. S. met nicks, is dat en Ete för en Schütz! sagte ein Mitglied des Schützenvereins, als er zu Hause nur S. vorfand, sprichwörtl. geworden Rees-Wesel. Ne Dronk op (en) de Schlat schad dem Dokter en Dukat; ne Dr. op en Ei sch. dem D. zwei Rip, Verbr., — en Dukat, ös et äwer Wein, da loss et sein! Mos. Op die S. gehören e paar hart Eier Köln-Stdt. Frau, sät der Mann, du häs kloər Oge, do trok er en Schleck (Schnecke) ut de S. Heinsb. Das Mädchen, das einen leichten Gang hat, trett op wei de Hunn (Hahn) an (in) (of) der Z. Saar, Birkf, Simm, — e Gunz (Gänserich) öm Z. Saarbg-Eft, — der Storch im S. Kreuzn, Verbr. Der es dem Här (Gott) en (dorch) de S. gelofe er ist gestorben Rip, SNfrk. Vom Z. gent (geben, werden) de Hosebändeln weit der S. nährt nicht Prüm-Krautschd Ringhuschd. — Scherzfr. Wat as et best bei der Z.? dat weitst Maul Trier-Schleidw. Wann ist es gefährlich im Garten? Wann der S. schütt (schiesst) Gummb-Berghsn. De Kaiser, König hät et nit, äwer de Soldat; in't Gemüs, do fend me et nit, ä. in de Schlat; de Esel hät et achter; wat es dat? Ein l Mörs-Asbg. — b. andere mit Essig u. Öl angemachte Gerichte; Kumkummeres. (Gurken-), Kappes- (aus Weisskohl), Riweschille- (aus Rübschalen Rhfrk), Kettenblumen- (aus den ersten Blättern des Löwenzahns) Allg.; Bunnen- u. Erdäppelsschlot erst in jüngerer Zeit aus den Städten eingedrungen [im RRip unterscheidet man kal B. u. E. kalt, mit Essig u. Öl, Zwiebeln von der warm B., E. warm, mit einer Sahne- oder Specktunke], auch Härengsschl. erst jüngst aus den Städten. — 2. übertr. a. sachl. α. in der Wend.: Op de Schlat gohn zum Abendessen, zu dem man eingeladen ist, gehen Schleid-Gemünd. — β. verächtl. Menge von weniger teueren oder unbrauchbaren Gegenständen; he hät singe ganze S. (Hab u. Gut) verkof; wat wells de han för de g. S.? MGladb, Kref, Kemp, NBerg; se brängen ok noch ene ganze S. möt der unliebsame Besuch bringt noch mehrere Personen mit, die uns ganz fremd sind; mer goəhn möt de ganze S. mit der ganzen Gesellschaft Kref, Kemp-Hüls. — γ. in der Wend.: Do hämmer der S.! die Bescherung Bergh, SNfrk, Elbf, Trier-Schleidw, Saarl; dat as en sching Z. schöne Sache ebd. — δ. för wennig (vill) S. für wenig (viel) Geld Ruhrort. — ε. ene S. beien (beieinander) kalle Unsinn schwätzen Kref, Klev. — b. persönl. verächtl. α. geck Schlot (Schlötche) närrischer Mensch mit witzigen Einfällen, auch kosend zu Kindern: du geck S. Köln-Stdt. — β. dat es e Schlötche! ein Früchtchen, ein Taugenichts Köln-Frechen. — γ. ale (alter) S. Dummkopf Sieg-Troisd. — δ. kropeg Z. kleines Mädchen, kleine Kinder Saarbg.
6107 Zeichen · 194 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    salâtstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    salât stm. salat. und het er den visch von salât an einem ende geʒʒen Ga. 2. 165,306. grüens krütlî und salât S.Gall. or…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    salâtm.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    salât (salla[e]t) , m. , Salat. Rda.: „ alse de Mundt ys so ys ock der Sallath sprickt der Esel alse he de distelen frat…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Salāt

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Salāt , des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e. 1) Eine jede Speise, welche mit darauf gegossenem Öhl und…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Salat

    Goethe-Wörterbuch

    Salat 1 kaltes (mit Salz, Essig u Öl angemachtes) Gericht od Beilagengericht aus kleingeschnittenem Gemüse, Blattsalat u…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Salat

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Salat , s. Lactuca .

  6. modern
    Dialekt
    Salat

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Salat [Sàlât fast allg.; Salât Hf. Geud. Lobs. ; Salôt K. Ingenh. ; Sèlât Ndrröd. Wh. ; Demin. Sàlátlə Dü. , Sàlǽtl Str.…

  7. Sprichwörter
    Salat

    Wander (Sprichwörter)

    Salat 1. Auf den Salat einen Trunk schad't dem Doctor genung. 2. Das ist ein rechter Salat für das Maul, sagte der Philo…

  8. Spezial
    Salat

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sa|lat (Lactuca sativa) m. (-es,-e) ‹bot› (Gartensalat) salata (-tes) f. ▬ den Salat zubereiten cuncé jö la salata; fá j…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit salat

140 Bildungen · 125 Erstglied · 15 Zweitglied · 0 Ableitungen

salat‑ als Erstglied (30 von 125)

Salatbeet

SHW

Salat-beet Band 5, Spalte 41-42

Salateule

SHW

Salat-eule Band 5, Spalte 41-42

Salatfrau

SHW

Salat-frau Band 5, Spalte 41-42

Salatherz

SHW

Salat-herz Band 5, Spalte 41-42

Salatkopf

SHW

Salat-kopf Band 5, Spalte 41-42

Salatland

SHW

Salat-land Band 5, Spalte 41-42

salat als Zweitglied (15 von 15)

feldsalat

DWB

feld·salat

feldsalat , m. valeriana locusta, ein wild im felde wachsendes kraut, das man zu salat sucht und gebraucht. s. feldlattich .

gurkensalat

DWB

gurken·salat

-salat Stieler 1676 ; der gurkensalat steht bei vielen ärzten in einem schlechtem credit ( wegen seiner schweren bekömmlichkeit ) Krünitz 20…

kopfsalat

DWB

kopf·salat

kopfsalat , m. gartensalat, staudensalat, lactuca capitata. Adelung, auch dän. entlehnt kopsalat; vgl. kopflattich, kropfsalat: was ( fehlte…

kräutersalat

DWB

kraeuter·salat

kräutersalat , m. salat aus mehrern kräutern. M. Kramer, Rädlein, Frisch. nl. kruidesalaad.

kraussalat

DWB

kraus·salat

kraussalat , m. gartensalat mit krausen blättern. Adelung, M. Kramer. dän. krussalat.

krautsalat

DWB

kraut·salat

krautsalat , m. 1) kopfsalat. Stieler 1676. 2 ) salat aus kraut bereitet ( Rädlein ): mit speck ein warmer krautsallat schmeckt gut zum kälb…

schnittsalat

DWB

schnitt·salat

schnittsalat , m. gewöhnlicher salat, den man dicht sät, um im frühling die ersten blätter abzuschneiden Adelung, lactuca sativa Nemnich.

stechsalat

DWB

stech·salat

stechsalat , m. nach Nemnich und Campe dasselbe wie oben schnittsalat lactuca sativa.

steckensalat

DWB

stecken·salat

steckensalat , m. , wie oben steckenpfeffer scherzhafte bezeichnung einer tracht prügel: ein steckensalat essen Moscherosch bei Wander 4, 79…

wassersalat

DWB

wasser·salat

wassersalat , m. 1) die bachbunge, veronica beccabunga L., die als salat gegessen wird Nemnich 4, 1554. 2 ) die muschelblume, pistia stratio…

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APA
Cotta, M. (2026). „salat". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/salat/rhwb?formid=S00387
MLA
Cotta, Marcel. „salat". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/salat/rhwb?formid=S00387. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „salat". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/salat/rhwb?formid=S00387.
BibTeX
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