Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Pflaster n.
Pflaster n.
Pflaster n. ‘Wundverband, fester Belag auf Wegen, Straßen u. dgl.’, ahd. phlastar ‘Wundpflaster, Mörtel, gepflasterter Boden’ (8. Jh.), mhd. phlaster, asächs. plāstar, mnd. plāster, mnl. pla(e)ster, nl. plaaster, aengl. engl. plaster, anord. (aus dem Mnd. oder Aengl.) plāstr ist entlehnt aus mlat. plastrum ‘Wundpflaster’, übertragen ‘Mörtel’ (im Vergleich mit der zähflüssigen Wundsalbe), ‘freier, unbebauter Platz’ (der sich von der Umgebung abhebt wie das Wundpflaster vom Körper), ‘gepflasterter Boden’. Dies ist durch Präfixverlust entstanden aus lat. emplastrum, griech. émplastron (ἔμπλαστρον) ‘das Aufgeschmierte, aufgetragene Salbe, Pflaster’, Neubildung zu griech. émplaston (phármakon) (ἔμπλαστον φάρμακον) ‘(zu Heilzwecken) aufgeschmierte Salbe’, dem substantivierten Part. Perf. Neutr. von griech. emplássein (ἐμπλάσσειν) ‘eindrücken, hineinschmieren, verstopfen’; vgl. griech. plássein (πλάσσειν) ‘(eine weiche Masse) kneten, bilden, formen, gestalten’. – pflastern Vb. ‘ein Heilpflaster auflegen’ (heute nur noch selten und umgangssprachlich), ‘einen Boden, eine Straße mit festem Belag versehen’, mhd. phlastern, auch ‘mit Mörtel (auf)bauen’, ahd. giphlastarōn ‘mit einem Wundpflaster versehen’ (Hs. 12. Jh.).