Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Pfingsten n.
Pfingsten n.
Pfingsten n. das christliche Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes und Gründung der Kirche. Mhd. phingesten, ein zum Nominativ Plur. erstarrter Dativ Plur. aus mhd. vor, ze, an phingesten (s. auch Ostern, Weihnachten), geht zurück auf griech. pentēkostḗ (hēméra) (πεντηκοστὴ ἡμέρα) ‘der 50. Tag’ (nach Ostern; vgl. 1. Kor. 16,8), da das Fest sieben Wochen nach Ostern liegt. Auf Grund der Verschiebung von p zu pf wird das Wort vor oder während der ahd. Lautverschiebung entlehnt worden sein. Die Entlehnung erfolgt entweder über ein durch Vermittlung griechischer Kaufleute im merowingischen Lat. bestehendes pentecoste, vgl. in: Orbis 9 (1960) 435, oder im römischen Donauraum durch die ostgermanisch-arianische Mission über spätlat. pentēcostē f. bzw. got. paíntēkustēn f. (Akkusativ Sing.), die in ahd. (fona) fimfkustim (Dativ Plur., 9. Jh.) durch Übersetzung des ersten Wortteiles ‘fünf’ eine Umbildung erfahren haben; vgl. Germania Romana 2 (1968) 378 f. Dem Obd. folgen asächs. (te) pinkoston ‘(zu) Pfingsten’ (10. Jh.), mnd. pinkesten, pinxten, mnl. pinxten, mit abgewandelter Endung nach dem Vorbild von Ostern (s. d.) mnd. mnl. pinxter(en), nl. pinkster(en).