Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
netzen
netzen
- ›nässen‹ (vom Regen gesagt); ›etw. (Bezugsgegenstände unterschiedlicher Art in je spezifischen Zusammenhängen) befeuchten, an-, einfeuchten, naß machen, wo einweichen‹ (auch mit sachlichem Subj.)
- ›naß werden, tränen‹ (von den Augen gesagt)
- ›das Gewicht von Waren (z. B. von Getreide, von Tuchen) im Zuge ihrer gewerblichen Be- und Verarbeitung durch Anfeuchtung manipulieren‹; Spezialisierung zu 1.
- ›jn. betrügen, hinters Licht führen, übertölpeln; etw. (z. B. die Heilige Schrift) verfälschen‹; Belege teils vom Baderhandwerk und Badewesen her motiviert; anschließbar an 3.
- ›etw. (z. B. das Schwert) im Blut netzen; (eine Kampfbahn) mit Blut färben‹; ütr.: ›etw. (z. B. die Christenheit) durch Blut zum Wachsen und Gedeihen bringen‹.
- ›urinieren‹.