Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
mattên
‚schal werden; evanescere, infatuare‘ <〈Var.:
(verschrieben) -ct->〉. – Nhd. ermatten ‚schlapp,
matt werden, (bei etw.) an Kraft verlieren, (sel-
ten) an Glanz verlieren, stumpf werden, matt,
schwach machen‘ (vgl. auch frühnhd. matten
‚überanstrengen, ermatten, ermüden, bis zur
Erschöpfung auslasten, [ein Land] mit Gewalt
überziehen, niederwerfen, etw. in seiner Gül-
tigkeit, Würde antasten, schwächen, mindern,
schmälern, jmdn. mental zermürben, jmdn.
matt setzen, jmdm. den Ausweg nehmen, etw.
schachmatt setzen, einer Sache ein Ende be-
reiten‘). Das Verb ist eine Ableitung von dem
erst seit mhd. Zeit bezeugten Adj. mhd. mat,
-t(t)es ‚matt gesetzt‘, frühnhd. mat ‚körperlich
schwach, matt, erschöpft, kraftlos, müde, ver-
zagt, schlaff, matt gesetzt, ohne weitere Hand-
lungsmöglichkeit, zu Ende‘, nhd. matt ‚von
Müdigkeit, Erschöpfung o. Ä. schwach, ermat-
tet, zerschlagen, nicht kräftig, von nur geringer
Stärke, ohne [rechten] Glanz, nicht spiegelnd,
nur schwach leuchtend, nicht intensiv, ge-
dämpft‘. Das Adj. ist aus afrz. mat ‚besiegt,
niedergeschlagen, betrübt, müde, schwach‘
entlehnt. Zum Verhältnis der Bed. ‚körperlich
schwach‘ und ‚matt gesetzt‘ s. u.