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maer

mnd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

mär f.

Bd. 12, Sp. 1615
mär, f. kunde, erzählung. 11) neben dem mhd. neutr. mære kunde, bericht, erzählung, geht, seltener gebraucht, ein fem. mære, gerücht, kunde, ruf, her, ahd. schon als mârî vorhanden (diu mâre mîner gratiae [] ... diu cumet verror. Williram 65, 6 Seemüller), das sich, das neutr. verdrängend und seine bedeutung aufsaugend, über die mhd. zeit hinaus hält, nicht so oft in der form märe, als in der versteinerten und formelhaft gebrauchten mär. der begriff des rufes, gerüchtes hebt sich dabei zuweilen noch deutlich heraus: rumor, mar, mAer, mer Dief. 503c; weil mir die gute mehr zukamen, das e. k. m. dem evangelio geneigt were. Luther 3, 288b; taub ist der, dessen gehör die weitfliegend lautte mehr deiner weiszheit nicht vernommen. Weckherlin 382; vgl. auch landmär sp. 125; mehr jedoch der der bestimmten kunde, erzählung, des mündlichen berichts: fabula mer, mAer, mar Dief. 221b; die mär, bottschaft, nuntius, nuntium Maaler 281b; in den fügungen gute, neue, falsche, böse mär, mär sagen, bringen, mittheilen u. ähnl., wo in allen bestimmbaren fällen die pluralform hervortritt, welche, wenn das wort im 16. jahrh. auch als fem. gefühlt worden ist, doch deutlich auf dem mhd. neutralen plural diu mære fuszt: böse mär bringen, mala narrare, newe mär sagen, narrare quid novi Dasyp.; und als die mär erschollen, lief alles volk zu. Frank weltb. 190b; so bald solche mör erschollen und zu Rom angezaigt. Zimm. chron. 1, 4, 21; als dise mer im leger erschallen. 84, 14; teilet diese newe mehr noch zur zeit niemand mit, sondern halts in geheim, es ist gnug, das wirs wissen, sonst würden sie allzuweit auskomen. Luther 3, 401b; von himel hoch da kom ich her, ich bring euch gute newe mehr, der guten mehr bring ich so viel, davon ich singn und sagen wil. 8, 358a; die selbig lieblich frölich mer, von got gesant von himel her. Murner luth. narr 2406, er sagt wol also hübsche mer. 2646; als bald er höret dise mer, wie das der keiser zornig wer. 2694; verdenbluot! das sein guote mer. 3720; (wir wollen) forschen und fragen hin und her, was für gut zeitung, newe mer jetzt kommen sind ausz welschem landt. H. Sachs fastn. sp. 1, 113, 427; was bringt mein alte für new mär? 2, 94, 48; o Herman, bösz mähr uberausz! der scherg ist komen uns zu hausz. 96, 115; o vatter, ich bring böse mehr! 150, 272; der (kundschafter) sagten etzlich grausam mer, wj das (gelobte land) nit zuo gewinnen wer. Schwarzenberg 104a; doch ob der päsz (böse) sagt gte mher, dj hört man billich on beschwer. 133b; gut newe mehr ich dir verkündt. B. Waldis Esop 1, 35, 20; habt gut acht, ob jr werdt hören newe mehr. 2, 4, 41; da sprach der han: nun sag doch her! er (der fuchs) sprach: es sind gar gute mer. 4, 2, 50; ein andre zeit bringt andre mehr. G. Gotthart zerstörung Trojas (Solothurn 1598) 2. tag, 7. act; o höchster, mein gebet erhör, das dir mein mund ohn falsche mehr mit klarer wahrheit will fürbringen. Weckherlin 54; so wol dein gnadenohr, als deines zorns gehör kont newlich meiner schand und sünden böse mähr behend und wol verstehen. 330; falscher zungen mähr. 171; mähr von der verkündung der kirchlichen lehre: ich volg der hailgen kirchen mer, halt nichtzet wider göttlich ler. Schwarzenberg 159d; auch in redensarten mit mehr verwischtem begriffe, und wie sonst ding, sache verwendet: also, da der bott darzu kam, vermaint er nit anders, dann er hette hecht in der legel, und die hecht im zuber weren überbliben; war gueter mer fro und zoch darvon. Zimm. chron. 2, 401, 36; was neuwer mer sein das, das du mir so baldt wider zu haus kumbst? Bocc. (1535) 140a; bald klopft ich an mit ainem stain. ain bartet man vas (fast) alt und greisz, der thet mir auf und fragt mit fleisz, wi ich allda verirret wer, nach kürz bescheid ich in der mer. Schwarzenberg 150b; strenger ritter, was mehr das sindt! jr spracht, jr het nach mir verlangen, und seidt vorhin mit lieb behangen, darbei ich wol gemerken kan, das jr mich wolt geeffet han. H. Sachs fastn. sp. 1, 9, 302; [] weil der könig von Cypern heüt mit seim volk vor der statt jetzt leit, will, man sol jhm die königin geben, oder er wöll uns nemen das leben und gwinnen das ganz königreich. der mär bin ich erschrocken gleich. J. Ayrer 397d (1997, 17 Keller); noch jetzt mundartlich: was ist der mær (was geht besonderes vor)? wissen, sagen, was der mær ist, wie sich die sachen verhalten Schm. 1, 1634 Fromm.; tirol. was mêr? was der mêr ist; wist ir, was der mär ist, ir must sterben. Schöpf 421; fränk. ws ist der mehr? was gibts, wovon ist die rede? ebenda. 22) üble bedeutung von mähr als unwahre erzählung tritt im 15. bis 17. jahrh. auf: fabulari mer sprechen Dief. 221c; mär suocht man in fabeln, die warheit aber in hystorien. Frank weltb., vorrede; das wörtlein mär wird zwahr ietziger zeit fast allein von falsch-ertichteten dingen genommen, hat aber vor weniger zeit noch ein iede geschicht-erzählung oder verkündigung bedeitet. Rompler vorrede 20; vil leren wj man recht söl thon, und ist jr leben weit davon. ich halt jr sagen für ain mher, und mich daran gar wenig ker. Schwarzenberg 133b; dem truckses war die red vor mehr (hielt sie für geschwätz). B. Waldis Esop 4, 20, 37; zuletzt sprach er: es ist nichts dran! sein lose mär! 32, 36; ach dasz doch euer schade euch noch zu herzen gieng! jedoch ihr habt kein herz. es ist euch eine mähr, es ist euch nur ein scherz. Fleming 14; der saget neue mähr, der bapst sei luthrisch worden. 166. 33) im späteren 17. jahrh. sowie in drei vierteilen des 18. jahrh. war mähr der schriftsprache nur noch aus dem vielgesungenen weihnachtsliede Luthers (oben 1) bekannt, sonst auszer gebrauch; Stieler führt es nicht auf, Steinbach, Frisch und noch Adelung als veraltet. zuerst wieder gebraucht scheint es bei Hainbunddichtern, und nachher öfter, immer in der bedeutung oben 1 und als singularform: hört, ihr lieben deutschen frauen, die ihr in der blüthe seid, eine mähr aus alter zeit. Stolberg 1, 162 (von 1777); eilends thät die mähr erschallen in der ganzen nachbarschaft. 255 (von 1779); so bleibe doch noch einen augenblick, um mir erst gute mähr zu sagen. Göthe 12, 74; Marthe. was bringt er denn? verlange sehr — Meph. ich wollt ich hätt eine frohere mähr! 151; da hörten sie beide die traurige mähr: dasz Frankreich verloren gegangen. H. Heine 15, 54; auch diese zeit ist längst vorüber, die kunde von ihr klingt fast wie die mähr von dem versunkenen eilande Atalantis. Immermann Münchh. 1, 15; die sänger, die von hof zu hofe wandern, sie sangen von der Hohenstaufen fall, als wär es eine mähr aus alten tagen. Uhland ged. 185. vgl. weiteres unter märe.
6644 Zeichen · 114 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    maerM., F.?

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    maer , M., F.? Vw.: s. māre (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    märf.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    mär , f. kunde, erzählung. 1 1) neben dem mhd. neutr. mære kunde, bericht, erzählung, geht, seltener gebraucht, ein fem.…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mär

    Goethe-Wörterbuch

    Mär 9 Belege; auch ‘Mähr(e)’ 1 (unbestätigte) Nachricht, Kunde, Botschaft; einmal formelhaft in der Wdg ‘gute M. sagen’ …

  4. modern
    Dialekt
    Mär

    Elsässisches Wb. · +10 Parallelbelege

    Mär I [Már M. Dü. Rapp. Geisp. ; Mêr in bestimmten Formeln, s. unten; Demin. Márlə Hi. Mü. NBreis. ] f. 1. Nachricht, Er…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit maer

441 Bildungen · 393 Erstglied · 36 Zweitglied · 12 Ableitungen

maer‑ als Erstglied (30 von 393)

maerae

AWB

mae·rae

maerae , maere Gl 1,589,25. 26 s. mara.

märbe

RhWB

märbe das Wort eine Weiterbildung zu mar IV, mär II, ist verbr. als mę·r.f OAltk ; -a- Koch-Lutzerath Leienkaul Adj.: mürbe, vom Backwerk. U…

Märbes

PfWB

maer·bes

Märbes m. : ' besonders kleiner Klicker ', Meʳbs [Frankth FR-Flomh ], Meʳbsel (Dim.) [ NW-Ungst ]; Syn. s. PfWB Schießklicker . SHW Südhess.…

Märbeschen

RhWB

marbe·schen

Märbes-chen PfWB męrwəsχə, Pl. -χər n.: 1. kleinster Klicker (s. Marmel) Koch . — 2. übertr. kleine verkümmerte Frucht Bernk-Rapperath .

märchen

DWB

maer·chen

märchen , n. kleine mär, kleine erzählung: fabula mergin Dief. 221 b . 1 1) das wort schlieszt sich zunächst, wie seine in der schriftsprach…

märchenartig

DWB

maerchen·artig

märchenartig , adj. : ( dasz ) von dieser zeit an die geschichte der khalifen oft mährchenartig wird. Schlosser weltg. 5, 156 .

märchenbuch

DWB

maerchen·buch

märchenbuch , n. buch in welchem märchen stehen: doch halt, noch éins! her euer mährchenbuch! seht, dieses buch auch stammt aus jenem walde …

Märchenfratze

GWB

maerchen·fratze

Märchenfratze ‘Mährgen Frazze’ Pl: für Phantasiegebilde, romantische Motive od Gestalten aus märchenhaften Überlieferungen; hier wohl mBez a…

märchenhaft

DWB

maerchen·haft

märchenhaft , adj. einem märchen angehörig, märchenartig: denn etwa fünfzig jahre bleibt der name vorzüglicher menschen in der erinnerung de…

märchenhaftigkeit

DWB

maerchen·haftigkeit

märchenhaftigkeit , f. : es war jetzt nicht mehr die zaubermacht der ersten überraschung, die märchenhaftigkeit der wildfremden erscheinung.…

Märchenhülle

GWB

maerchen·huelle

Märchenhülle Unter den Geschichtforschern giebt es welche .. die zu jeder Fabel, jeder Tradition, sie sey so phantastisch, so absurd als sie…

märchenland

DWB

maerchen·land

märchenland , n. land in welchem die märchen sich abspielen: aventure, sendest mir deinen greifen, breit von schwinge, dasz im traum das fab…

märchenpalast

DWB

maerchen·palast

märchenpalast , m. : wie ein mährchenpalast der sultanin Scheherezade, .. steht die mohrenburg Alhambra. ebenda 1, 132 .

märchenreich

DWB

maerchen·reich

märchenreich , n. : einmal athmen möcht ich wieder in dem goldnen mährchenreich. Uhland ged. 77 .

Märchensammlung

GWB

maerchen·sammlung

Märchensammlung für die phantastisch-wunderbaren Erzählungen aus ‘Tausendundeiner Nacht’ GWB T10,58,24 v 22.5.25 Juliane Brandsch J.B.

Märchensbirnen

RhWB

maerchen·s·birnen

Märchensbirnen -ępəl, –bīrən Daun-Gillenf Strohn Pl.: Moosbeeren, vaccinium oxycoccos, am Strohner Märchen wachsend.

märchenscherz

DWB

maerchen·scherz

märchenscherz , m. : freut es dich, so kann es wohl geschehen, dasz man deinen mährchenscherz vollende. Göthe 1, 219 .

Märchensdings

PfWB

maerchen·s·dings

Märchens-dings Pl. : 'Lügengeschichten'. »Wenn man auch wußte, daß der alte Schneirerlenhard viel Märchesdings erzählte« [E. Weber in: PfRSc…

Märchensträger

PfWB

maerchen·s·traeger

Märchens-träger m. : 'wer Gerüchte verbreitet', Mäʳchesträgeʳ [ RO-Bayf/Steckw ]; vgl. PfWB Märenträger .

märchenton

DWB

march·enton

märchenton , m. ton, wie er in märchen herscht: der heitere märchenton des ersten theils ( der Odyssee ). Freytag handschr. 1, 349 .

märchentraum

DWB

maerchen·traum

märchentraum , m. traum wie im märchen oder der ein märchen bildet: waldesruhe, waldeslust, bunte märchenträume, o, wie labt ihr meine brust…

Märchenvorrat

GWB

maerchen·vorrat

Märchenvorrat ‘Mährchenvorrath’ für die einem Menschen (Goethe) bekannten märchenhaften Überlieferungen GWB 28,144,15 DuW 12 Juliane Brandsc…

maer als Zweitglied (30 von 36)

Burenmär

ElsWB

buren·maer

PfWB Bure n mär [Pýrəmêr Str. ] m. Bürgermeister vom Lande. ‘Lueue! Lueue! do kummt e Buure-Mär! Schaut nieme-n-an, rennt alli um, Isch diss…

Buxenmär

RhWBN

buxen·maer

Buxen-mär boksə- Klev-Rindern : fingierter Ort; wor komm che her, van B.

dermär

PfWB

der·maer

der-mär Adv. : in der elliptischen Genetiv-Wendung es is demäʳ (dəmEʳ) 'es ist etwas los, es hat was auf sich' [verbr.]. Was is dann do demä…

ebensomär

PfWB

ebenso·maer

ebenso-mär Adv. : 1. a. 'ebenso gut, gerade so gut', ewesemeeʳ [verbr. südl. VPf], äwesemeeʳ [ NW-Gimmdg ], äwedsemääʳ [ IB-Bliesmg/Bolch ].…

ewezemär

ElsWB

ewezemär [èwə - tsə - már Bf. Uttenh. Rupr. ; † ewə-tsə-má Hf. ; èwə-tsə-mêr Str. Ingw. Wh. ; èwə-tsə-mér Hf. ; êwə-tsə-mǽr Lützelstn. Wh. ]…

fiᵉlmǟr

WWB

fiᵉl-mǟr [verstr.] 1. Konj. sondern. — 2. Adv. „vielmehr“, im Gegenteil.

Fillemär

LothWB

fille·maer

Fillemär [-mèr fast allg.; –mír Nj. ] f. Stute, die speziell zur Nachzucht gebraucht wird; Zuchtstute. — ElsWB els. 2, 956 Füllmäre; lux. 10…

gemǟr

WWB

gem·aer

ge-mǟr Konj. geschweige denn. Ïek gaoh nao nit maol mïet di, schwuigemähr da’ ’k di driägen helpe ( Kr. Soest Sos Am).

isemär

LothWB

ise·maer

isemär [ísəmêr Bo. ] adv. meinetwegen, einerlei: breng et isemär met bring es meinetwegen mit (wenn es dich nicht belästigt). I. < im so meh…

karchschmär

DWB

karchschmär , m. was karchsalbe. Fischart bienenkorb (1588) 183 a am rande.

Kommär

RhWB

kom·maer

Kommär komEăr  Ottw : mit K. reden sich zwei Paten desselben Kindes an, frz. commère (veralt.).

Kummär

LothWB

kumm·aer

Kummär [khùmèr Hom. Ri. ] f. Klatschbase. — frz. commère.

Lamär

RhWB

lam·aer

Lamär lamEər  Aach-Richterich Sg. t. m.: in der Antw. auf die Frage: wer war das ? Och, der aue (alte) L. us jen Schmäər!

lautmär

DWB

laut·maer

lautmär , st. n. gerücht, gerede: wie dasz er vernomen in lautmärs weisz, dasz .. Amberger acten von 1384 bei Schm. 1, 1531 ; in ein lautmär…

Maschmär

RhWB

masch·maer

Maschmär mašmEr  Trier-Stdt Sg. t. f.: die Mutter Oberin in der Welschnonnenschule (veralt.) frz. ma chère mère.

Mühlenmär

Wander

muehlen·maer

Mühlenmär Es ist Mühlenmär und Strassenmär. Davon wird schon in der Mühle und auf der Strasse gesprochen.

Mundmär

Wander

mund·maer

Mundmär Sie trägt nur Mundmähre vnd böse Botschafft. (S. Seil 21.) – Mathesy, 147 b .

nǖmǟr

WWB

nue·maer

nǖ-mǟr Adv. niemals ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

nümmermǟr

WWB

nuemmer·maer

nümmer-mǟr Adv. [verstr. bes. südl.] nimmermehr. Dat dau ek nümmermēr ( Kr. Iserlohn Isl Dh).

primär

DWB

prim·aer

primär , adj. , ursprünglich, anfänglich, die grundlage bildend, aus franz. primaire, vom lat. primarius: auf die primären, die urversuche k…

rechtvorsmâer

MNWB

° rechtvorsmâer , m. : Rechtsverächter, „Contumax” (De Man 220).

Ableitungen von maer (12 von 12)

bemære

BMZ

bemære swv. finde ich aufgeführt, doch ohne beleg.

bemæren

Lexer

be-mæren swv. BMZ mit mære versehen. swer seneder mære ger, — ich wil in wol bemæren Trist. 125. ein swære mich in dem dem herzen swirt, diu…

ermären

DWB

ermären , divulgare, ahd. irmâran ( s. DWB ermannen 2), vgl. mhd. vermæren: ach got, was schönen ritters ist Reinhart, seins gleichen wird n…

gemǟr

WWB

ge-mǟr Konj. geschweige denn. Ïek gaoh nao nit maol mïet di, schwuigemähr da’ ’k di driägen helpe ( Kr. Soest Sos Am).

Gemäre

Wander

Gemäre A hot a êbjes Gemare. ( Sprottau. ) – Firmenich, II, 298, 29. Von langweiligem Reden und Thun.

märe

DWB

märe , f. kunde, erzählung; weniger häufige nebenform zu mär sp. 1615, bis ins 17. jahrh. erscheinend, auch im 18. noch nicht ganz vergessen…

unmär(e)

DWB

unmär(e) , adj. adv. , gegentheil von mär th. 6, 1617. ags. unmre, -mrlîc; aschwed. omär; ahd. unmâri, -mâre, mhd. un(ge)mære; mnd. unmêre…

unmæren

Lexer

un-mæren swv. BMZ tr. unmære machen. des wart durch alleʒ Sahsenland vröude geunmæret Reinfr. B. 12083. mit dat. d. p. Parz. 695,27. diu vlu…

unmærlich

Lexer

un-mærlich adj. s. v. a. unmære. mit unmærlîchen siten Enenk. p. 239.

urmære

Lexer

ur-mære , ur-mâre adj. BMZ herrlich, sehr gross Exod. Kchr. Rul. (216,1. 230,18. 240, 27). Lit. Lanz. Denkm. 2 XLIII. 3,6 ;

vermære

BMZ

vermære swv. auf das adj. mære zurückgeführt, 'berühmt machen', auf das subst. daʒ mære zurückgeführt 'kund machen, ausplaudern, verrathen' …

vermären

DWB

vermären , verb. öffentlich bereden, verkünden, ahd. firmarjan (sie uirmarten, predicaverunt ), mhd. vermæren ( weit verbreitetes zeitwort )…