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-Lich

ahd. bis Dial. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
28 in 14 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

-Lich

Bd. 2, Sp. 2045
-Lich, eine im Deutschen sehr fruchtbare Ableitungssylbe Bey- und Nebenwörter zu bilden, wovon die erstern, wenn es anders die Sache selbst leidet, nach der ordentlichen Regel compariret werden; Compar. -licher, Superl. -lichste. Diejenigen Wörter, welche diese Sylbe annehmen können, sind, I. Zeitwörter, welche insgesammt, einige wenige ausgenommen, die Sylbe en, und wenn sie sich auf -ern oder -eln endigen, nur allein das n, vorher wegwerfen. Sie sind, 1. Neutra, da denn die daraus gebildeten Bey- und Nebenwörter, 1) die wirkliche Anwesenheit desjenigen Zustandes bezeichnen, welchen das Zeitwort ausdruckt, und mit dem Mittelworte der gegenwärtigen Zeit oft einerley Bedeutung haben. Tauglich, was wirklich taugt, untauglich, behaglich, was behaget, beharrlich, beharrend, ersprießlich, dienlich, schicklich, sehnlich, hinlänglich, schmerzlich, einträglich, ziemlich, sich ziemend, gebührlich, sehr begehrlich seyn. Einige, besonders Oberdeutsche Wörter dieser Art werden nur allein als Nebenwörter gebraucht. Bittlich einkommen, bittend, beschwerlich vorbringen, beschwerend. Es ist mir erinnerlich. Hierher gehören auch die Nebenwörter, welche von den Desiderativis auf -ern gebildet werden, aber größten Theils eben so niedrig sind, als die Zeitwörter selbst. Es ist mir nicht esserlich, es essert mich nicht, ich habe keine Lust zu essen. So auch speyerlich, kotzerlich, tanzerlich u. s. f. Lächerlich und weinerlich sind von ihnen nur allein in der anständigen Sprechart aufgenommen, haben aber auch noch einige Nebenbedeutungen. 2) In einigen bezeichnet es bloß die Möglichkeit, in denjenigen Zustand zu gerathen, welchen das Zeitwort ausdruckt. Ein sterblicher Mensch, der sterben kann und muß, die unsterblichen Götter, einer Sache empfänglich seyn, sie empfangen können, das ist mir nicht dienlich, kann mir nicht dienen. 2. Activa. Die davon gebildeten Bey- und Nebenwörter werden so wohl im thätigen als leidendlichen Verstande gebraucht. 1) Im thätigen. (a) Die Handlung, welche das Zeitwort bezeichnet, wirklich verrichtend, so wie die Mittelwörter der gegenwärtigen Zeit. Erbaulich, beförderlich, eine bewegliche Rede, einem hinderlich seyn, ein verächtliches Kopfnicken, ein verderblicher Krieg, ein betrieglicher Mensch, gedeihlich, vergeßlich, verkleinerlich, schrecklich, erfreulich, befremdlich, schädlich u. s. f. Viele Sprachlehrer haben diese thätige Bedeutung getadelt, und sie ganz auszumerzen angerathen, aber ohne einen triftigen Grund anzuführen. Über dieß sind sie zu zahlreich, und zu allgemein eigeführet, als daß man an eine Abschaffung derselben sollte denken können, wenn auch die Zweydeutigkeit mit den folgenden passiven Bedeutungen dazu Bewegungsgrundes genug wäre. (b) Was die Handlung des Zeitwortes thun, dessen Wirkung hervor bringen kann, in welchem Verstande auch viele der schon angeführten gebraucht werden. Erbaulich, was erbauen kann. So auch schmerzlich, erquicklich, ergetzlich u. s. f. 2) Im leidendlichen Verstande. (a) Was wirklich gethan wird. Merklich, was bemerket wird. Üblich, gebräuchlich, erforderlich, was geübt, gebraucht, erfordert wird, und andere mehr. (b) Was gethan zu werden verdienet. Eine bedenkliche[] Sache, ein verächtlicher Mensch, ein bedauerliches Unglück, ein anmerklicher Umstand, eine besorgliche Gefahr, ein erbärmlicher Anblick u. s. f. (c) Noch häufiger aber, was gethan werden kann, so wie die Beywörter auf -bar. Verdaulich, erweislich, ersinnlich, beweglich, glaublich, begreiflich, erdenklich, thunlich, erhörlich bethen, baulich, wohnbar, besorglich u. s. f. Welche in den meisten Fällen im Gegensatze auch das un vor sich leiden; unverdaulich, unerweislich, unbeweglich u. s. f. Ja man kann nach dieser Form auch verneinende Bey- und Nebenwörter machen, wenn gleich ihr Gegensatz in der bejahenden Form nicht üblich ist. Unverbesserlich, unermeßlich, unverletzlich, unaussprechlich, unerbittlich, untadelich, (eigentlich untadellich,) unerforschlich, unergründlich, und tausend andere mehr, deren bejahende Gegensätze verbesserlich, ermeßlich u. s. f. entweder gar nicht, oder doch nur selten vorkommen. Anm. Einige wenige Wörter dieser Art scheinen von dem Mittelworte der gegenwärtigen Zeit gebildet zu seyn; flehentlich, hoffentlich, wissentlich, vermessentlich, von flehend, hoffend u. s. f. in welchem Falle man sie auch richtiger mit einem d schreiben würde. Allein da sich dieses t auch im öffentlich und ordentlich findet, ersteres von dem Nebenworte offen, und letzteres vermuthlich von Ordnung, wir auch ein eigenes t euphonicum haben, welches gerne dem n nachgesetzet wird, S. T: so scheinen sie vielmehr von dem vollständigen Infinitiv gemacht zu seyn, obgleich auch diese Beybehaltung des -en eine Ausnahme von der Regel ist. Leserlich und fürchterlich, was gelesen werden kann, was fürchten macht, sind vielleicht die einzigen, welche, vielleicht auch um des Wohllautes willen, noch ein müßiges er annehmen, für leslich, fürchtlich, wenn nicht dieses letzte vielmehr von dem Hauptworte Furcht gemacht ist. Lächerlich, weinerlich, grauerlich, u. a. m. sind nach der Regel von den Desiderativis lächern, weinern, grauern gebildet. II. Hauptwörter. Die davon vermittelst dieser Ableitungssylbe gebildeten Bey- und Nebenwörter bezeichnen, 1. Eine Ähnlichkeit, welches die erste und eigentlichste Bedeutung dieses Wortes ist, und figürlich auch eine in dieser Ähnlichkeit gegründete Sache. Fürstlich leben, wie ein Fürst, königlich speisen, ein herrliches Gastmahl, gräfliche Güter haben, ein männliches Betragen, der kindliche Gehorsam, eine jugendliche Freude, ein väterliches Herz, sehr bürgerlich thun. So auch feyerlich, spöttlich, wunderlich, göttlich, herbstlich, jämmerlich, menschlich, schmerzlich, meisterlich, ehrlich, weltlich u. s. f. Wohin, 2. Auch diejenigen gehören, welche eine Art und Weise bezeichnen, keine Comparation leiden, und zum Theil nur als Nebenwörter üblich sind. Bildlich, in Gestalt eines Bildes, käuflich, eidlich, nahmentlich, mit Nahmen, das Oberdeutsche nachrichtlich, in Gestalt einer Nachricht, augenblicklich, im Augenblicke, wörtlich, mit Worten, mündlich, mit dem Munde, schriftlich, persönlich u. s. f. Ingleichen jährlich, täglich, monathlich, wöchentlich und stündlich, für alle Jahre, alle Tage, alle Monathe, alle Wochen, alle Stunden, gleichsam jahrweise u. s. f. 3. Ein Eigenthum, und zuweilen figürlich auch einen darin gegründeten Zustand; gleichfalls ohne Comparation. Die bischöflichen Güter, die fürstliche Würde, die königliche Krone, das gräfliche Wapen, die göttlichen Eigenschaften, die weiblichen Vorrechte, die menschlichen Schwachheiten, häusliche Angelegenheiten, die mitternächtlichen Länder, welche gegen Mitternacht liegen u. s. f. Ohne Zweifel wird diese Ableitungssylbe[] gemißbraucht, wenn man die damit gebildeten Wörter anstatt des Genitivs eines Hauptwortes gebraucht, so gemein solches auch in vielen Fällen ist. Die churfürstliche Frau Mutter, für, die Frau Mutter des Churfürsten, die fürstlichen Herren Brüder, die Herren Brüder des Fürsten. Oder wohl gar, wenn eine Apposition Statt finden sollte, der königliche Liebhaber, der ein König ist, oder der mit der königlichen Würde begabte Liebhaber. S. Königlich. 4. Einen Besitz und eine darin gegründete Eigenschaft; anstatt der Sylbe -ig. Unglücklich, glücklich, Glück, Unglück habend, Holländ. gelukkig, körperlich, einen Körper habend, füglich, räumlich, ehrlich, gefährlich, zuversichtlich u. s. f. 5. Eine wirkende Ursache, eine Verursachung. Nützlich, rühmlich, löblich, schändlich, schädlich, schimpflich, was Nutzen, Ruhm, Lob u. s. f. bringt, bedenklich, Bedenken verursachend, gefährlich, Gefahr bringend, abscheulich, Abscheu erweckend, erstaunlich u. s. f. III. Beywörter, wo diese Sylbe vornehmlich eine doppelte Bedeutung hat. 1. Bedeutet sie eine Ähnlichkeit, einen dem Begriffe des Beywortes nahe kommenden aber doch geringern Grad. Bräunlich, bläulich, röthlich, schwärzlich, weißlich u. s. f. dem Braunen, Blauen, ähnlich, in diese Farben fallend. Kältlich, ein wenig kalt, kärglich, ein wenig karg, etwas gröblich zerstoßen. So auch süßlich, bitterlich, härtlich, kränklich, länglich, laulich, ältlich, dicklich, breitlich, weichlich, fälschlich, schwächlich, und hundert andere mehr. In vielen Gegenden lautet diese Sylbe, besonders wenn von Farben die Rede ist, licht, und im Oberdeutschen mit Ausstoßung des Hauches let; röthlet, weißlet, schwärzlet u. s. f. Die Schweden sagen auf eben dieselbe Art rödlett, hwitlett, für röthlich, weißlich, welche Ihre von dem noch in dieser Sprache gangbaren Hauptworte Let, Lit, die Farbe, ableitet, und es kann seyn, daß im Deutschen ehedem eben ein solches Hauptwort üblich gewesen, von welchem die gedachten Oberdeutschen Beywörter ihr let, leicht und licht entlehnet haben. Im Hochdeutschen werden sie am häufigsten auf lich gemacht, welches einen eben so guten Verstand gibt. In den Niederdeutschen Mundarten setzet man dafür die Sylbe an voran, anroot, röthlich, ansöt, süßlich, anhart, härtlich u. s. f. S. Ähnlich. 2. Hat diese Sylbe auch die Kraft, Nebenwörter aus Beywörtern zu bilden, und zwar solche, welche als eine Figur der vorigen Bedeutung, eigentlich eine Art und Weise bedeuten, aber hernach auch sehr häufig für die adverbische Form des Beywortes selbst gebraucht werden. Klärlich, auf eine klare Art, und hernach auch klar, d. i. deutlich, selbst. So auch höchlich, gütlich, sichtbarlich, bitterlich weinen, treulich, gänzlich, erstlich, wahrlich, säuberlich, sicherlich, mißlich, freylich, kühnlich, leichtlich, schwerlich u. s. f. Wo denn dieses lich zuweilen auch solchen Beywörtern angehänget wird, welche vermittelst der Endungen ig, bar, sam und haft zu Beywörtern gebildet worden; gleichfalls in der Absicht, Nebenwörter daraus zu bilden. Ewiglich, inniglich, gnädiglich, listiglich, gehorsamlich, dankbarlich, sichtbarlich u. s. f. Im Hochdeutschen sind diese Nebenwörter größten Theils veraltet, wenigstens in der edlern Schreibart, weil man dafür lieber das Beywort in der adverbischen Form selbst gebraucht; ewig, gnädig, listig, u. s. f. Die Oberdeutsche Mundart, welche die Begriffe und Sylben so gern auf eine unnöthige Art häuft, gebraucht sie noch ohne alle Einschränkung, selbst als Beywörter; ein meineidigliches Betragen, für ein meineidiges, mächtiglich, fleißiglich,[] brünstiglich u. s. f. Da man denn auch den Beywörtern, welche eigentlich kein ig am Ende haben, vor der Bildung noch ein unnöthiges ig aufzudringen, und an dem lich in der adverbischen Gestalt noch ein en zu hängen pflegt; jämmerlichen, herziglichen, wonniglichen, trauriglichen u. s. f. IV. Partikeln, deren doch nur wenige sind. Öffentlich, von offen, widerlich, innerlich, äußerlich, und vielleicht noch einige andere, welche zum Theil aber auch von den gleichlautenden Beywörtern offen, innere, äußere, herkommen können. Anm. Man muß die mit dieser Sylbe gemachten Wörter nicht mit denjenigen verwechseln, wo einem mit l sich endigenden Worte das -ig angehänget wird. Adelig, kitzelig, billig, selig, hügelig u. s. f. kommen von Adel, Kitzel, Bill, Sal und Hügel her, und müßten, wenn sie mit dieser Sylbe zusammen gesetzet werden sollten, adellich, kitzellich, hügellich u. s. f. heißen. Indessen gibt es doch auch Fälle, wo bey einem zusammen kommenden doppelten l das eine weggeworfen wird, wie in untadelich. In den Hauptwörtern Zwillich und Drillich ist die letzte Sylbe ein eigenes Hauptwort, welches zu dem Geschlechte des Lat. Licium gehöret. Die mit dieser Sylbe verbundenen Wörter verwandeln die Vocale a, o und u der zweyten und dritten Sylbe vom Ende in den meisten Fällen in die verwandten Laute ä, ö, und ü. Erträglich, sträflich, nützlich, körperlich u. s. f. Dagegen viele dieselben unverändert behalten; erbaulich, laulich, wunderlich, sonderlich, ordentlich. In sehr vielen Fällen lassen sich aus diesen Beywörtern vermittelst der Ableitungssylbe -keit Hauptwörter bilden; Höflichkeit, Seligkeit, Beharrlichkeit u. s. f. S. -Keit. Ehedem hängte man nur ein e daran, ähnliche Abstracta daraus zu bilden; Armlichi, Notk. Ärmlichkeit, Armuth, Elend, Sangleiche, Melodie, Willeram; welche Form aber veraltet ist. Auch Zeitwörter wußte man aus solchen Bey- und Nebenwörtern zu machen. Guoudlichan, guotlichen, gefallen, bey dem Willeram und Notker, mislichen, mißfallen, bey dem Willeram. Auch diese sind größten Theils veraltet; doch hat man noch die Zeitwörter ehelichen, verherrlichen, und vielleicht noch einige andere. Es gilt auch von dieser Ableitungssylbe, was von den meisten übrigen gilt, nehmlich, daß es nicht in unsrer Willkühr stehet, nach eigenem Gefallen neue Wörter vermittelst derselben zu bilden, obgleich in einigen Fällen, welche aber doch der Analogie sehr genau angemessen seyn müssen, dieses Recht erlaubt ist. Diese Ableitungssylbe, welche bey den ältern Schriftstellern oft leich, licho, lautet, ist sehr alt, und fast in allen Europäischen Sprachen anzutreffen. Im Angelsächsischen lautet sie lic, im Engl. ly, im Schwed. und Dän. lig, und im Lat. lis, regalis, puerilis u. s. f. Es ist wohl gewiß, daß es eben dasselbe Wort ist, welches mit dem vorgesetzten Gaumenlaute jetzt bey uns gleich lautet, und in vielen der vorhin angezeigten Fälle ist die erste und eigentliche Bedeutung dieses Wortes noch vorhanden, von welcher die übrigen bloß Figuren sind. S. Gleich. Die Fürwörter solch, talis, und welch, qualis, sind mit Ausstoßung des i gleichfalls daraus gebildet. S. diese Wörter. In jähling und vielleicht noch einigen andern hat sich ein n mit eingeschlichen, S. Ling.
13548 Zeichen · 194 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    lichlat.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    [ lich Gl 4,46,42 ist wohl lat., vgl. lychnus, M lat. Wb. II,570 s. v. cicindela, u. Steinm. z. St. ]

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lîchadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    lîch adj. ähnlich. goth. leiks , ahd. lîh Ulfil. wb. 106. Graff 2,105. das wort findet sich mhd., wie bereits im gothisc…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    lichAdj., Suff.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    lich , Adj., Suff. Vw.: s. līk (3)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    -Lich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    -Lich , eine im Deutschen sehr fruchtbare Ableitungssylbe Bey- und Nebenwörter zu bilden, wovon die erstern, wenn es and…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lich

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Lich , Stadt in der hess. Provinz Oberhessen, Kreis Gießen, an der Wetter, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Gießen-Gelnha…

  6. modern
    Dialekt
    Lich

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Lich [Liχ Hf. ] f. Schicht ( nur von Speisen ) z. B. beim [Hùrtslknòpf] e L. Teick ( Teig ) un d e L. Schnitz abwechseln…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lich

8.953 Bildungen · 929 Erstglied · 8.012 Zweitglied · 12 Ableitungen

lich‑ als Erstglied (30 von 929)

lichaem

KöblerMnd

lichaem , N., M. Vw.: s. licham

lichaemlīk

KöblerMnd

lichaemlīk , Adj. Vw.: s. lichamlīk

lîcham

Lexer

lîcham , lîchame stswm. ib. leib, körper, leichnam. lîcham st. En. 225,10. Bph. 6842. Alexius 115,822. 116,917. Pass. 73,89. 125,6. 352,14. …

lichamesgelt

KöblerMnd

licham·es·gelt

lichamesgelt , N. nhd. „Leichnamsgeld“, Geld für Armenbegräbnis E.: s. licham, gelt L.: MndHwb 2, 804 (lichamsgelt) Son.: örtlich beschränkt…

lichamesgeswōren

KöblerMnd

licham·es·geswōren

lichamesgeswōren , M. nhd. Verwalter des Heiligen-Geist-Hospitals in Hamburg Hw.: s. lichamesswōren E.: s. licham, geswōren (2) L.: MndHwb 2…

lichamesswōren

KöblerMnd

lichamesswōren , M. nhd. Verwalter des Heiligen-Geist-Hospitals in Hamburg Hw.: s. lichamesgeswōren E.: s. licham, swōren L.: MndHwb 2, 804 …

lîchamhaft

EWA

licham·haft

lîhdornAWB m. a-St., Gl. 3,429,35 (11. Jh.) und Gl. in London, arund. 225 (Anfang des 14. Jh.s; vgl. H. Thoma, PBB 73 [1951], 259, 74): ‚Hüh…

lîchamhaftî

EWA

licham·hafti

lîhdornAWB m. a-St., Gl. 3,429,35 (11. Jh.) und Gl. in London, arund. 225 (Anfang des 14. Jh.s; vgl. H. Thoma, PBB 73 [1951], 259, 74): ‚Hüh…

lîchamhaftîg

EWA

licham·haftig

lîchamhaftîgAWB adj., Gl. 2,253,51 (2. Hälf- te des 10. Jh.s, bair.). 51/52 (10. Jh., bair.). 52 (10./11. Jh., bair.). 53 (in 3 Hss., 11. Jh…

lîchamhafto

EWA

lîchamhaftîgAWB adj., Gl. 2,253,51 (2. Hälf- te des 10. Jh.s, bair.). 51/52 (10. Jh., bair.). 52 (10./11. Jh., bair.). 53 (in 3 Hss., 11. Jh…

lîchamhaftôn

EWA

licham·hafton

lîchamhaftîgAWB adj., Gl. 2,253,51 (2. Hälf- te des 10. Jh.s, bair.). 51/52 (10. Jh., bair.). 52 (10./11. Jh., bair.). 53 (in 3 Hss., 11. Jh…

lichāmich

MNWB

licham·ich

° lichāmich , adj. , körperlich, materiell, konkret , de men tasten mach unde sên (Leyendoctr.) .

lîchamilo

EWA

licham·ilo

lîchamhaftîgAWB adj., Gl. 2,253,51 (2. Hälf- te des 10. Jh.s, bair.). 51/52 (10. Jh., bair.). 52 (10./11. Jh., bair.). 53 (in 3 Hss., 11. Jh…

lîchamisc

EWA

lîchamhaftîgAWB adj., Gl. 2,253,51 (2. Hälf- te des 10. Jh.s, bair.). 51/52 (10. Jh., bair.). 52 (10./11. Jh., bair.). 53 (in 3 Hss., 11. Jh…

lîchamlîh

EWA

lîchamhaftîgAWB adj., Gl. 2,253,51 (2. Hälf- te des 10. Jh.s, bair.). 51/52 (10. Jh., bair.). 52 (10./11. Jh., bair.). 53 (in 3 Hss., 11. Jh…

lichamlĩk

MNWB

licham·lik

lichamlĩk (lichaem-) , lichāme- , lichammelk , adj. , lichām(e)lĩke(n), lichammelken, adv. , leiblich, körperlich, 1. (Körperteile:) l.e vö̂…

lichamlīk

KöblerMnd

lichamlīk , Adj. nhd. körperlich, leiblich, irdisch, zur Erhaltung des Körpers notwendig E.: s. licham, līk (3) R.: lichamlīke arbēt: nhd. k…

lichamlīke

KöblerMnd

lichamlīke , Adv. nhd. körperlich, leiblich Hw.: s. lichamlīken E.: s. licham, līke L.: MndHwb 2, 803 (lichamlīk/lichām[e]līke[n]), Lü 205a …

lichamlīken

KöblerMnd

lichamlīken , Adv. nhd. körperlich, leiblich Hw.: s. lichamlīke E.: s. licham, līken (1) R.: lichamlīken vorsöken: nhd. selbst aufsuchen L.:…

lîchamo

EWA

lich·amo

lîchamoAWB, lîchinamoAWB m. an-St., im Abr (1,260,27 [Kb]), Gl. 2,308,57 (Ende des 8./ Anfang des 9. Jh.s, alem.) und weitere Gl., I, B, GB,…

lîchamôn

EWA

lîchamônAWB sw.v. II, Npg, nur im Part. Prät.: ‚menschgeworden; incarnatus‘. S. lî- chamo. – lîchamwortanîAWB f. īn-St., Npg: ‚Menschwerdung…

lichamsswōren

KöblerMnd

lichamsswōren , M. Vw.: s. lichamesswōren*

lîchamwortanî

EWA

lîchamônAWB sw.v. II, Npg, nur im Part. Prät.: ‚menschgeworden; incarnatus‘. S. lî- chamo. – lîchamwortanîAWB f. īn-St., Npg: ‚Menschwerdung…

(lichana)

LmL

lich·ana

lichanos (lichana) (λίχανος) Bezeichnung für die dritte Saite (Tonstufe) — term for the third string (degree) 1 in einem Tetrachord — in a t…

lichanos diezeugmenon

LmL

lichanos diezeugmenon Bezeichnung für die dritte Saite (Tonstufe) im tetrachordum diezeugmenon ( C -e) — term that designates the third stri…

lichanos hypaton

LmL

lichanos hypaton Bezeichnung für die dritte Saite (Tonstufe) im tetrachordum hypaton (B-E) — term that designates the third string (degree) …

lich als Zweitglied (30 von 8.012)

abegescheidenlich

KöblerMhd

*abegescheidenlich , Adj. nhd. „abgeschieden“ Hw.: s. abegescheidenlīche E.: s. abegescheiden (1), lich W.: s. nhd. (ält.) abgescheidenlich,…

abescheidelich

KöblerMhd

*abescheidelich , Adj. nhd. „abgeschieden“ Hw.: s. abescheidelīche, abescheidenlīchen; vgl. mnd. afschēdelīk E.: s. abescheiden (1), lich W.…

abescheidenlich

KöblerMhd

*abescheidenlich , Adj. nhd. „abgeschieden“ Hw.: s. abescheidenlīche E.: s. abescheiden (1), scheidenlich W.: nhd. DW2-

adelich

KöblerMhd

*adelich , Adj. nhd. adlig Hw.: s. adelicheit*; vgl. mnd. ādelīk E.: s. adel W.: s. nhd. (ält.) adelich, Adj., adelich, adelig, DW 1, 177, D…

afslechlich

KöblerMnd

*afslechlich , Adv. nhd. eingeschränkt Vw.: s. un- E.: s. af, slāgen (1)

algelich

KöblerMhd

*algelich , Adj. nhd. „gleich“ Hw.: s. algelīche E.: s. algelīche W.: nhd. DW2-

alinclich

KöblerMhd

*alinclich , Adj. nhd. vollständig Hw.: s. alinclīche E.: s. alanc (1), lich

allerbehendeclich

KöblerMhd

*allerbehendeclich , Adj. nhd. „sehr behende“ Hw.: s. allerbehendelīchest E.: s. al, behendeclich

allergemeinlich

KöblerMhd

*allergemeinlich , Adj. nhd. „sehr günstig für die Allgemeinheit“ Hw.: s. allergemeinlīches E.: s. al, gemeinlich, allergemeinlīches W.: nhd…

allerjærgelich?

KöblerMhd

*allerjærgelich? , Adj. nhd. alljährlich, jedes Jahr stattfindend Hw.: s. allerjærgelīch E.: s. al, jār, gelich, allerjæreclīch W.: nhd. DW2…

allerjæriclich

KöblerMhd

*allerjæriclich , Adj. nhd. alljährlich, jedes Jahr erfolgend Hw.: s. allerjæreclīch E.: s. al, aller, jæric, lich W.: nhd. DW2-

allerjærlich

KöblerMhd

*allerjærlich , Adj. nhd. „alljährlich“, jährlich, jedes Jahr stattfindene Hw.: s. allerjærlīche; vgl. mnd. allerjārlīk E.: s. allerjærlīche…

allernehtegelich

KöblerMhd

*allernehtegelich , Adj. nhd. „allnächtlich“ Hw.: s. allernehticlich E.: s. al, allernehtegelīch

allernehticlich

KöblerMhd

*allernehticlich , Adj. nhd. „allernächtiglich“, alle Nächte betreffend Hw.: s. allernehticlīche, allernehtegelich E.: s. aller, nehticlich …

allerteiliclich

KöblerMhd

*allerteiliclich , Adj. Hw.: s. allerteiliclīche E.: s. aller, teiliclich W.: nhd. DW2-

allerwechelich

KöblerMhd

*allerwechelich , Adj. nhd. „allwöchentlich“ Hw.: s. allerwechelīche E.: s. aller, wechelich W.: s. nhd. allwöchentlich, Adj., allwöchentlic…

allerwochelich

KöblerMhd

*allerwochelich , Adj. Hw.: s. allerwochelīche E.: s. aller, woche, lich

almechlich?

KöblerMhd

*almechlich? , Adj. Hw.: s. almechlīch* E.: s. al (1), machen (1)

almeistlich

KöblerMhd

*almeistlich , Adj. nhd. „meiste“, hauptsächlich Hw.: s. almeistlīche E.: s. al, meist, lich, s. meistlich W.: nhd. DW2-

anegesihticlich

KöblerMhd

*anegesihticlich , Adv. Hw.: s. anegesihticlīche E.: s. anegesiht

anehenclich

KöblerMhd

*anehenclich , Adj. nhd. „anhänglich“ Hw.: s. anehenclicheit; vgl. mnd. *anhangelīk? E.: s. anehenclicheit W.: s. nhd. anhänglich, Adj., anh…

anesehenlich

KöblerMhd

*anesehenlich , Adj. nhd. „ansehnlich“ Hw.: vgl. mnd. anesēnlīk* E.: s. ane, sehenlich W.: s. nhd. ansehnlich, Adj., ansehnlich, DW 1, 458, …

anesihticlich

KöblerMhd

*anesihticlich , Adj. nhd. ansichtig, sichtbar Hw.: s. anesihticlīche* E.: s. anesihtic W.: nhd. DW2-

anespræchlich

KöblerMhd

*anespræchlich , Adj. Vw.: s. un-* E.: s. anesprechen W.: nhd. DW2-

arclisticlich

KöblerMhd

*arclisticlich , Adj. nhd. „arglistiglich“ E.: s. arclistic, *lich? (1) W.: nhd. DW-

banglich

KöblerMhd

*banglich , Adj. Hw.: s. banglīche E.: s. bange, *lich?

barmelich

KöblerMhd

*barmelich , Adj. nhd. erbärmlich, Erbarmen erregend Hw.: s. barmelīche; vgl. mnl. barmelijc, mnd. barmelīk (1), bermelīk E.: s. barm, *lich…

Ableitungen von lich (12 von 12)

belich

LDWB1

belich [bę·lich] adj. (-cs, -ca) kriegerisch.

entlich

Lexer

ent-lich adj. s. endelich.

entlîchen

Lexer

ent-lîchen swv. sich entstellen, unkenntlich machen Karlm. 13,47.

êrlich

Lexer

êr-lich adj. BMZ was ehre u. ansehen hat, der ehre wert ist, ansehnlich, vortrefflich, herrlich, schön Gen. Rul. Karaj. (ein lieht alsô êrli…

êrlîche

Lexer

êr-lîche , êr-lîchen adv. BMZ ehrenvoll, ehrerbietig Myst. Pass. 387,95. K. 298,9. 340, 33 ; ehrenhaft Myst. Ot. Crane 620 ; herrlich, prunk…

gelîch

Lexer

ge-lîch , ge-lîche , ge-lich adj. BMZ syncop. glîch, glich (: sich Elis. 3006. 6155. 10408 ): von übereinstimmender leibesgestalt od. art ( …

gelîche

Lexer

ge-lîche stf. BMZ gleichheit Greg. ; gleichnis, beispiel Kchr. Wack. pr. 48,72 ;

gelîchen

Lexer

ge-lîchen swv. BMZ gefallen, mit dat. Trist. Flore , Büchl. 1,1466. Karlm. 483, 68 ; refl. mit dat. sich beliebt machen bei Kl. — gt. galeik…

lîche

Lexer

lîche stf. s. lîch.

mißlich

Pfeifer_etym

mißlich Adj. ‘unerfreulich, schlecht’, ahd. missalīh, missilīh ‘vielfältig, verschieden, zahlreich, unterschieden, nicht übereinstimmend, en…

urlich

DWB

urlich , adj. , ursprünglich; zur bildung s. ur- B: je urlicher ein volk, um so verklärter seine sprache Fr. L. Jahn 2, 767 E.

zêrlich

Lexer

zêr-lich s. zeherlich.