lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

leutselig

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
21

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

leutselig

leutselig

Leute Plur. ‘Menschen, Öffentlichkeit, Publikum, in einem Arbeits-, Dienstverhältnis stehende Personen’, ahd. liuti Plur. ‘Volk, Völkerschaft’ (8. Jh.), ‘Bevölkerung, Menschenmenge’ (9. Jh.), ‘Untergebene’ (10. Jh.), mhd. liute, asächs. liudi, mnd. lǖde, mnl. liede, lūde, nl. (fläm.) lieden, (holl.) luiden, aengl. lēode ist die Pluralform zu einem in ahd. liut m. f. n. ‘Volk, Volksstamm, Bevölkerung’ (9. Jh.), mhd. liut m. n., mnd. lǖt, aengl. lēod, anord. ljōðr, lȳðr (germ. *leudi-) belegten Substantiv. Verwandt sind lit. liáudis ‘niederes, gewöhnliches Volk’, lett. lͅaudis (Plur.) ‘Leute, Menschen’, aslaw. l’udъ ‘Volk’, Plur. l’udịje ‘Menschen, Leute, Volk, Völker’, russ. ljud (люд) ‘Volk’, Plur. ljúdi (люди) ‘Menschen, Leute’. Vergleichbar ist ahd. liotan ‘wachsen’ (9. Jh.; vgl. irliotan, 8. Jh., framirliotan ‘emporwachsen’, 8./9. Jh.), asächs. liodan, aengl. lēodan, got. liudan ‘wachsen’ sowie aind. rṓdhati ‘wächst’, rṓhati ‘wächst, steigt empor, besteigt’, toch. A lutk- ‘werden lassen’, griech. elé͞utheros (ἐλεύθερος) ‘frei, freier Mann’, lat. līber ‘frei’, līberī ‘Kinder’, air. luss ‘Pflanze’, so daß von einer Wurzel ie. *leudh- ‘emporwachsen, hochkommen’ auszugehen ist (s. auch lodern). – leutselig Adj. ‘freundlich aufgeschlossen und mitteilsam, umgänglich’, mhd. liutsælec, liutsælic ‘den Menschen wohlgefällig, anmutig, niedlich, zierlich’ (s. selig), seit dem 16. Jh. ‘den einfachen Leuten wohlgesonnen’, daher heute oft spöttisch ‘herablassend freundlich’; Leutseligkeit f., mhd. liutsælecheit ‘Wohlgefälligkeit den Menschen gegenüber, Anmut’.
1574 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Leutsêlig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Leutsêlig , -er, -ste, adj. et adv. 1) * Volkreich, von Leuten und Menschen lebhaft; ein nur im Oberdeutschen üblicher G…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    leutselig

    Goethe-Wörterbuch

    leutselig auch -seelig u Großschr a in Kennzeichnung des Verhaltens Höhergestellter gegenüber sozial Geringeren: freundl…

  3. Spezial
    leutselig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    leut|se|lig adj. dalvers, valënt (-nc, -a), da fá saurí, rajonor (-s, -a).

Verweisungsnetz

28 Knoten, 23 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 2 Kompositum 21 Sackgasse 5

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit leutselig

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von leutselig

leut + -sel + -ig

leutselig leitet sich vom Lemma leut ab mit Suffixen -sel und -ig.

Zerlegung von leutselig 2 Komponenten

leut+selig

leutselig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

leutselig‑ als Erstglied (1 von 1)

leutseligkeit

DWB

leutselig·keit

leutseligkeit , f. 1 1) in der alten sprache wolgefälligkeit, anmut: er ( der neugeborne knabe Achilles ) hete die liutsælikeit, swer eʒ mit…

Ableitungen von leutselig (1 von 1)

unleutselig

DWB

unleutselig , adj. , gth. v. leutselig. mhd. unliutsælec. 1) gth. von leutselig 1: Suso d. schr. 449, 25 B.; das unleutselige, sewische lebe…