Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Küchlein
Küchlein
Küken n. das Junge vom Hausgeflügel (besonders vom Huhn). Mnd. kǖken ‘Vogeljunges, insbesondere des Huhns’ (vgl. md. kuchen, 14. Jh.), nd. Küken wird im 18. Jh. in die Literatursprache aufgenommen. Gebildet mit dem Suffix zur Bezeichnung von Tierjungen ie. -īno-, -eino-, germ. -īna- (s. Füllen, Schwein), ist es wie mnl. kiekijn, kieken, kūken, nl. kuiken, aengl. cīcen, engl. chicken und (mit anderem Suffix) anord. kjūklingr ‘Gänschen’, schwed. kyckling eine Deminutivbildung zu lautnachahmendem germ. *kiuk-, *kū̌k-, vgl. mnd. kuke (15. Jh.) sowie (germ. *kok-) aengl. cocc, engl. cock, anord. kokr ‘Hahn’ und s. Gockel. Das nd. Wort verdrängt gleichbed. Küchlein n., mhd. (md.) kuchil, frühnhd. keuchel, kuchelīn, küchlein (15. Jh.), ebenfalls Bildungen mit Deminutivsuffixen (s. -lein).