Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Kringel
Kringel
Kring(e) m. (selten f.) ‘Ring, Kreis, rundes Tragekissen für Kopflasten’, mhd. krinc, kringe ‘Kreis, Ring, Bezirk’, mnd. crinc, anord. kringr, schwed. (mundartlich) kring, germ. *kringa-; Ablaut zeigt mhd. kranc ‘Kreis, Umkreis’. Wohl verwandt mit lit. gręžti ‘drehen, wenden’, dann weiter zu ie. *grenk-, einer nasalierten Gutturalerweiterung (neben ie. *greng- bzw. *greng̑-, s. krank) der Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’ (s. kriechen, krumm). Davon abgeleitet mit deminutivem l-Suffix Kringel m. ‘kleiner Kreis, Schnörkel, ringförmiges Gebäck’, spätmhd. mnd. kringel ‘Kreis, ringförmiges Gebilde, Brezel’, anord. schwed. kringla ‘Kreis’. kringeln Vb. ‘Kreise, Ringe, Schnörkel bilden oder formen, ringeln, kräuseln’ (19. Jh., doch in den Mundarten gewiß älter). kring(e)lig Adj. ‘geringelt, gekräuselt’, älter kringlicht (17. Jh.).