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Knicken

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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19 in 16 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Knicken v., ntr, intrs, trs

Bd. 2, Sp. 978b
Knicken, v. I) ntr. mit haben, denjenigen Laut von sich geben, welchen das Wort Knick nachahmt; dann, mit einem solchen Laute springen oder einen Sprung, Riß bekommen, zerbrechen. Ein Glas knickt, wenn es durch einen Stoß, durch Hitze einen Riß oder Sprung bekömmt, dabei aber noch ganz bleibt. II) intrs. 1) Den Laut welcher durch das Wort Knick nachgeahmt wird, hervorbringen. 2) I weiterer Bedeutung, beugen, auch ohne daß man jenen Schall dabei höret, von dem Einbiegen der Knie im Stehen oder Gehen, entweder aus Nachlässigkeit oder Schwäche. I Gehen knicken, dabei ein wenig in die Knie sinken. Mit den Füßen knicken, den Körper ein wenig zusammensinken lassen, dadurch daß sich die Knie beugen. Auf solche Art gehen, wird im N. D. knickbeinen, und eine Person, die auf solche Art gehet, ein Knickbein genannt. I O. D. gebraucht man es in noch weiterer Bedeutung für knien und das verwandte nicken. Mit dem Kopfe knicken. Selbst für winken oder blinken, blinzen, wird es daselbst gebraucht, indem man sagt, mit den Augen knicken. 3) Mit übertriebener Genauigkeit und zur Ungebühr zu ersparen und abzuknappen suchen, indem man alles in kleine Theilchen gleichsam knickt; verächtlich. Gewöhnlicher knickern. I allen Dingen knicken. III) trs. mit Hervorbringung des Lautes Knick zerbrechen, zerdrücken. Ein Glas knicken, durch einen Stoß  machen daß es knickt, einen Sprung, Riß bekömmt. Einen Strohhalm knicken, ihn so umbiegen oder brechen, daß seine Theile zwar noch zusammenhangen, an den gebrochenen Stellen aber ihre Steifheit verloren haben und Winkel machen. Eine thönerne Pfeife knicken, sie mit einem Knick zerbrechen. Die Jäger sagen auch in einigen Gegenden, ein Stück Wild knicken, oder abknicken, welches aus Genicken, das Genick zerbrechen oder durchstoßen verderbt ist. S. Genicken. — Das Knicken.
1841 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    knickensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    knicken , sw. V. nhd. knappen, hinken E.: Herkunft ungeklärt? W.: nhd. knicken, V., knicken, DW 11, 1417 L.: Lexer 111b …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    knickensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    knicken , sw. V. nhd. knicken, halb brechen, einen Knick machen, umknicken, abknicken, spreizen (Bedeutung örtlich besch…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knicken

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Knicken , verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. I. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben. 1. Denjenige…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    knicken

    Goethe-Wörterbuch

    knicken a nach älterem Sprachgebrauch: etw (Glas) zum Zerbersten bringen [ Götz: ] Sie schießen den ganzen Tag .. und k.…

  5. modern
    Dialekt
    knicken

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    knicke n [knekə Dü. Barr Zinsw. ; knìkə Bf. Str. ] 1. knicken, halb abbrechen; zerdrücken: Lüsk. ( s. auch klicke n ); S…

  6. Spezial
    knicken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    kni|cken I vb.tr. 1 (brechen) rumpí (rump) 2 (falten) lobrí (lobrësc), fá adöm II vb.refl. sich knicken se lobrí, se sto…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knicken

11 Bildungen · 1 Erstglied · 6 Zweitglied · 4 Ableitungen

knicken‑ als Erstglied (1 von 1)

knicken II

RhWB

knicken II je nach Bed. in verschiedenen Geb. schw.: ein helles, knackendes Geräusch von sich geben, verursachen, u. zwar 1. intrans. a. -i-…

knicken als Zweitglied (6 von 6)

abknicken

DWB

abknicken , defringere, vom halm, stengel, zweig herunter knicken. die blume, den ast abknicken; der geiz gnicket und drücket seinem nächste…

beknicken

MNWB

bek·nicken

beknicken , swv. , 1. (Feldstücke) mit einem Knick (Heckenwerk) besetzen, umziehen. 2. die Wege verknicken, mit Baumstämmen versperren.

einknicken

DWB

ein·knicken

einknicken , inflectere, infringere: eine blume, einen halm einknicken; eingeknickte eierschalen.

vörknicken

KöblerMnd

vörknicken , sw. V. nhd. „verknicken“, durch Verknickung von Bäumen sperren, mit einem Knick versehen (V.) oder dazu machen E.: s. vör, knic…

zerknicken

DWB

zer·knicken

zerknicken , verb. , ein verstärktes knicken ( th. 5, 1417), 1) trans., a) knickend zerbrechen, zerdrücken, zertreten; z. b. läuse: Eyering …

Ableitungen von knicken (4 von 4)

beknicken

MNWB

beknicken , swv. , 1. (Feldstücke) mit einem Knick (Heckenwerk) besetzen, umziehen. 2. die Wege verknicken, mit Baumstämmen versperren.

erknicken

DWB

erknicken , was erknacken: das glas erknickt. tr. eine blume erknicken, knicken, zerknicken.

verknicken

DWB

verknicken , verb. durch knicken beschädigen, heute geläufiger zerknicken. reflexiv sich verknicken, einen knick bekommen und dadurch verder…

zerknicken

DWB

zerknicken , verb. , ein verstärktes knicken ( th. 5, 1417), 1) trans., a) knickend zerbrechen, zerdrücken, zertreten; z. b. läuse: Eyering …