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Klöppel

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
11 in 11 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Klöppel

Bd. 2, Sp. 1639
Der Klöppel, des -s, plur. ut nom. sing. ein Werkzeug zum Klopfen, und in weiterer Bedeutung zum Schlagen überhaupt. Ein hölzerner Schlägel, ein Klopfholz, wird bey einigen mehrmahls ein Klöppel oder Klippel, bey andern, wie z. B. bey den Tischlern, auch ein Knüppel genannt, S. dieses Wort. Der kurze dicke Knüttel, welchen man beißigen Hunden anhänget, heißt oft der Klöppel, Klüpfel, Kleppel oder Klippel, und ein mit einem solchen Klöppel versehener Hund ein geklöppelter oder geklippelter Hund. Diejenigen Stöcke, womit die Trommel geschlagen wird, sind unter dem Nahmen der Klöppel, wenigstens an einigen Orten, bekannt, so wie die an Einem Ende gemeiniglich kugelig gedrechselten ähnlichen Hölzer, vermittelst deren Spitzen, Schnüre, Kanten u. s. f. geschlungen werden, (S. Klöppeln,) Nieders. Knuppel; von einigen werden sie auch Kegel genannt. Eben so bekannt ist es von dem eisernen Schlägel in der inwendigen Höhle einer Glocke, welcher durch sein Anschlagen an den innern Rand eigentlich den Schall hervor bringt, und im Oberdeutschen auch der Glöckel, von dem clochen des Kero und Notker, für schlagen, und in Niedersachsen der Knepel, Pohln. Kneple, Schwed. Klaep, im mittlern Lat. Clipeus, im Franz. Clipet, genannt wird. Auch der runde Klotz, aus welchem Scheite geschlagen werden sollen, heißt im Forstwesen einiger Gegenden ein Klippel oder Klöppel, in andern ein Schrot, eine Walze. Es kommt von klopfen, Nieders. kloppen, her, so fern dasselbe ehedem auch schlagen überhaupt bedeutete, in welchem Verstande noch Ottfried sein clobon gebraucht. Es lautet daher so wohl im Oberdeutschen, als zuweilen auch in der edlern Schreibart der Hochdeutschen in allen obigen Fällen und in den folgenden Ableitungen und Zusammensetzungen Klöpfel.
1754 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Klöppel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Klöppel , des -s, plur. ut nom. sing. ein Werkzeug zum Klopfen, und in weiterer Bedeutung zum Schlagen überhaupt. Ei…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Klöppel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Klöppel ( Klöpfel ), s. Glocken , S. 41.

  3. modern
    Dialekt
    Klöppelm.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia Klöppel m. das Schlagholz des Dreschflegels Lu; Schw; Wi; Ro; der Holzhammer zum Einschlagen der Hürdenpfähle e…

  4. Sprichwörter
    Klöppel

    Wander (Sprichwörter)

    Klöppel 1. Ein schlechter Klöppel schimpfirt die beste Glocke. – Altmann V, 90. 2. Man hat bald ein klüpel funden, wann …

  5. Spezial
    Klöppel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Klöp|pel m. (-s,-) 1 (Schwengel) pantoncel (-cí) m. , mazó (mazos) m. 2 (bei Schlagzeug) mazëta (-tes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kloeppel

47 Bildungen · 32 Erstglied · 14 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von kloeppel 2 Komponenten

klop+pel

kloeppel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kloeppel‑ als Erstglied (30 von 32)

Klöppelarbēd

WWB

Klöppel-arbēd f. Klöppelarbeit ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

Klöppelbrē¹f

WWB

kloeppel·bref

Klöppel-brē¹f m. vorgezeichnetes Muster für Klöppelarbeiten ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

klöppelbrief

DWB

kloeppel·brief

klöppelbrief , m. das papier oder pergament mit dem klöppelmuster, das auf dem klöppelküssen befestigt wird, brief noch in alter bedeutung a…

klöppelei

DWB

kloppe·lei

klöppelei , f. das klöppeln und geklöppeltes. bildlich: überfeine diplomatische spitzenklöppelei. Augsb. allg. z. 1859 s. 2042 a .

klöppeleisen

DWB

kloppe·leisen

klöppeleisen , n. zu klöppel 2, eiserner schlegel bei steinmetzen: die Jüden aber und Pilatus sind hiezu unsers gottes meiszel, steinexte un…

klöppelherr

DWB

kloeppel·herr

klöppelherr , m. der klöpplerinnen im solde hat, unternehmer für den klöpplerinnen arbeiten: derjenige klöppel- oder spitzenherr, welcher ei…

Klöppelkō¹ke

WWB

kloeppel·koke

Klöppel-kō¹ke m. [Ahs] mit Zucker und Anis gesüßtes Weißbrot, das die Nachbarsfrauen bei der Hochzeit bekommen

klöppelküssen

DWB

kloeppel·kuessen

klöppelküssen , n. klöpfelküssen, bei M. Kramer auch klüppelküssen, küssen auf dem geklöppelt wird, auf der klöppellade befestigt, auch dies…

klöppellade

DWB

kloeppel·lade

klöppellade , f. lade, kastenförmiges gestell mit dem klöppelküssen. Adelung. auch klöppelpult.

klöppelmädchen

DWB

kloeppel·maedchen

klöppelmädchen , n. mädchen die klöppelarbeit macht, bei M. Kramer klüppelmägdlein; auch mit e: findet sich auch etwan unter den zuschauern …

klöppelmagd

DWB

kloeppel·magd

klöppelmagd , f. serva denticulos reticulans Stieler 1210 , im dienste eines klöppelherrn oder gold- und silberhändlers, kleppelmagd Amarant…

Klöppelmaschine

Meyers

kloeppel·maschine

Klöppelmaschine ( Flechtmaschine, Litzenmaschine, Schnurmaschine, Riemengang [Provinzialismus im Wuppertal]), mechanische Vorrichtung zum Fl…

klöppelmuster

DWB

kloeppel·muster

klöppelmuster , n. muster auf dem klöppelbriefe als vorlage für die klöpplerin, kleppelmuster Amaranthes, klöpfelmuster Ludwig.

klöppelnadel

DWB

kloeppel·nadel

klöppelnadel , f. nadel beim klöppeln gebraucht, zum feststecken des gewebes auf dem küssen, klöpfelnadel. M. Kramer deutsch-holl. wb.

klöppelpult

DWB

kloeppel·pult

klöppelpult , m. oder n. wie klöppellade, klöpfelpult Stieler 1465 : als er .. auf dem klöppelpulte meine zeichnungen zu sehen bekam. W. Mül…

klöppelscheit

DWB

kloeppel·scheit

klöppelscheit , n. kleppelscheit, scheite die aus den klöppeln geschlagen werden, im unterschied vom kernscheit. Adelung.

Klöppelschulen

Meyers

kloeppel·schulen

Klöppelschulen , Anstalten zum Unterricht im Spitzenklöppeln. Die erste vom Staat unterstützte Klöppelschule wurde 1808 in Schneeberg in Sac…

kloeppel als Zweitglied (14 von 14)

Aronsklöppel

RhWB

aron·s·kloeppel

Aron PfWB ārǫn m.: arum maculatum, auch Aronsblatt Ottw-Heiligenw, Aronsbluəm Meiderich, Aronskessel Wippf-Unterfeldt, Aronskindchen Koch-Be…

Gedankenklöppel

Wander

gedanken·kloeppel

Gedankenklöppel Ich wâ d'r a G'dankakläpp'l oastraicha. ( Oesterr.-Schles. ) – Peter, 444. Ich werde dich aufmerken lehren.

Geklöppel

Campe

Geklöppel , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

Gelbklöppel

PfWB

gelb·kloeppel

Gelb-klöppel m. : 'Klappertopf (Alectorolophus)', -kleppel [ Wilde (Nachlaß)]; vgl. PfWB Hahnenkamm . Marzell 155.

glockenklöppel

DWB

glocken·kloeppel

glockenklöppel , m. , der klöppel in der glocke, seit dem 15. jh. belegt: campanale glockenkloppel ( md. 15. jh. ) Diefenbach gl. 93 b ; tin…

Speckklöppel

MeckWB

speck·kloeppel

Wossidia Speckklöppel , Speckklöpper m. wie -happen: Snirrpeitings MeckWB mit Speckklöppels Kartoffelsuppe mit gebratenen Speckwürfeln Ro Ro…

spitzenklöppel

DWB

spitzen·kloeppel

spitzenklöppel , m. klöppel, womit man spitzen klöppelt oder schlingend verfertigt. Campe : wie, bei allem, was heilig ist! ist es möglich, …

trommelklöppel

DWB

trommel·kloeppel

trommelklöppel , trommelklippel, m., trommelschlägel: der seine hände für die trommelklöppel brauchte Jean Paul w. 32, 43 Hempel; er heiszt …

Ableitungen von kloeppel (1 von 1)

Geklöppel

Campe

Geklöppel , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).