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klapf

mhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
15 in 10 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
39
Verweise raus
26

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

klapf

klapf

klappen Vb. ‘schallen, klatschen, einen kurzen, leichten Knall von sich geben, mit einem Knall zusammenschlagen’, übertragen ‘gelingen’. Die lautmalende nd.-md. Form zu klaffen (s. d.) wird im 16. Jh. in der Literatursprache üblich und übernimmt dessen alte, aufgegebene Bedeutung. Vgl. auf-, zu-, umklappen ‘hörbar öffnen, schließen, wenden’. Aus den Vorstellungen des gleichzeitigen Zusammenschlagens, -klingens, -treffens, des hörbaren (mit klapp) Einrastens von Werkstücken sowie des (mit klapp) Auftreffens auf ein Ziel entwickelt sich (beginnend im 16. Jh.) die übertragene Bedeutung ‘passen, gut ablaufen, gelingen, glücken’. S. auch klappern. klapp, hd. klapf Interjektion schallnachahmend für einen Knall, Krach, Schlag (17. Jh., doch wohl älter). Mit Sekundärablaut klipp klapp für ein klapperndes Geräusch (17. Jh.). Substantiviert Klapp, hd. Klapf, Klaff m. ‘Krach, schallender Schlag, Ohrfeige’, spätmhd. klaf, klapf. Vgl. ahd. anaklaph m. ‘lärmender Vorstoß, Angriff’ (Hs. 12. Jh.), nhd. Donnerklapp, -klapf ‘Donnerschlag’ (16. Jh.). Klappe f. ‘Verschluß’, eigentlich ‘Vorrichtung, die mit leichtem Geräusch zusammenschlägt bzw. auf etw. auftrifft’ (17. Jh.), dann ‘Gegenstand, der etw. öffnet, schließt oder verdeckt’; vgl. ahd. klapfa ‘Riemenpeitsche’ (Hs. 12. Jh.). Fliegenklappe f. (18. Jh.). Scheuklappen Plur. ‘seitlich der Augen bei Pferden angebrachte Sichtblende’ (18. Jh.), übertragen ‘fehlendes Interesse für Realitäten und daher Befangensein in den eigenen Meinungen’ (19. Jh.). Klapphut m. ‘flach zusammendrückbarer Zylinder’ (19. Jh.), Übersetzung von frz. chapeau claque.

1600 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KLAPFstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    KLAPF stm. 1. das zusammenschlagen u. das dadurch verursachte geräusch, gekrach. Gr. 1 3 , 128. ahd. anaklaph lat. impet…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Klapf

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    * Der Klapf , des -es, plur. die -e, ein nur im Oberdeutschen übliches Wort, eine Art eines Schalles auszudrucken, welch…

  3. modern
    Dialekt
    Klapf

    Elsässisches Wb.

    Klapf [‘ X làpf Fisl. Liebsd. Roppenzw. , Klàpf Hi. Banzenh. bis Zinsw. (nicht K. Z. ); Klèpf Heidw. Lutterb. ; Pl. Klap…

  4. Sprichwörter
    Klapf

    Wander (Sprichwörter)

    Klapf 1. Einem einen Klapf anhängen. ( Schwaben. ) – Einem Böses nachreden. 2. Einem heimlich einen Klapf geben. ( Schwe…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klapf

14 Bildungen · 10 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

klapf‑ als Erstglied (10 von 10)

Klapfalle

WWB

klapf·alle

Klap-falle f. Falle, bei der bei leichter Berührung des Köders zwei Klappen niederfallen ( WmWb ).

klapfelîn

Lexer

klapf·elin

klapfelîn stn. BMZ dem. zu klaf, klapf. einem ein kl. slahen, ihn verleumden Wig. 64,32 ( bei Ben. 2376 klempelîn, s. Dwb. 5, 943 unter kläm…

klapfelīn

KöblerMhd

klapfe·līn

klapfelīn , st. N. nhd. „Kläpfelein“, kleiner Knall, Klapper, kleiner Schlag ÜG.: lat. fusum Voc Q.: OvW, SiebenWM, Voc, Wig (1210-1220) E.:…

klapfen

DWB

klapfen , nebenform von klaffen, ahd. chlaphôn, s. dazu unter klapf; eigner weise ist hier die form mit pf selten und ungebräuchlich, währen…

klapfen

FWB

1. ›einen knallenden Laut hervorbringen‹; (von Peitschen, Schüssen:) ›knallen‹; (von den Zähnen:) ›klappern‹, (vom Gewitter:) ›donnern‹; 2. …

klapfern

DWB

klap·fern

klapfern , neben klappern, wie klapfen neben klappen: das klapfern und schottlen eines wagens. Abr. a S. Clara reim dich 64 , vgl. klacken a…

klapfôn

EWA

klap·fon

klaffônAWB, klapfôn sw.v. II, seit dem 10. Jh. in Gl. und NMC: ‚dröhnen, krachen, klirren, klappern, rauschen, schreien, (kra- chend) zusamm…

klapfōn

KöblerAhd

klapfōn , sw. V. (2) Vw.: s. klaffōn*

klapf als Zweitglied (3 von 3)

anaklapf

EWA

ana·klapf

anaklapfAWB m. a-St., nur in Gl.: ‚(lärmender) Vorstoß, impetus‘. S. ana, klapfa. – Ahd. Wb. I, 430 f.; Starck-Wells 26.

überklapf

KöblerMhd

überklapf , st. M. Vw.: s. überklaf

Ableitungen von klapf (1 von 1)

klapfe

DWB

klapfe , f. gleich klaffe klapper ( s. d. ): crotalum, alem. klapf, veldsiechklapfen ( siechenklapper ), belg. clappe, cleppe, ratele. Juniu…