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Kanne

mhd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
28 in 21 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Kanne

Bd. 4, Sp. 137
Kanne kan, im Geb. der Schärfung ka·n.; Bitb kān; Pl. -nə(n), Demin. kęnχə(n), –ę·n.-, –nəkə, –ntšə, –ntjə f.: 1.a. Gefäss aus Steingut (Ton) (Steink.) oder Blech (Blechk.) mit weiter Ausflussöffnung oder Ausflussrille oder Zute (Schnutekännchen) u. meist mit Henkel, meist 1 l fassend, zum Holen u. Einschenken von Flüssigkeiten, im Gegens. zur Flasche mit engem Halse u. aus Glas u. zum Krug aus gelb gebranntem Steingut u. mit engem Hals (aber auch der Kr. wird oft K. genannt); Melch-, Bottermelchs-, Kaffee-, Oligs-, Bier- (meist Rip tt), Schnaps-, Fusels-, Trons-, Stenolligs-, Wässerches- (Sauerwasser-), Zedrenkes- (Trink-), Bettk. (Wärmflasche) Rip, Allg.; en K. Melch, Kaffee, Bier usf. Allg.; en höltere, bleəke, isere, posteline, stene, eərde K. MGladb, Allg. RA.: Jidder K. kreit mol en Sprong gesagt, wenn sonst starke Werkzeuge entzwei gehen Neuw-Datzeroth. De K. geht eso lang zor Bach, bes se brecht den Hals oder den Krag es geht so lange gut (bei dem sträflichen Leben), bis der Täter einmal gefasst wird Malm, Allg. Ovve, Bett un K. sin got dem ale Mann Köln-Stdt. Kart (Spielkarte) on K. mächt manniche zom arme Mann Neuw, — sind en Onglöck för en Mann Barm; Karte, Frauen un de K. mache mäncherein zum arme M. Köln-Stdt. En klein Känneke ond en dörschteg (durstig) Männeke, on dann nit voll getapp (gezapft) ös bald geschnapp (leergetrunken) Mörs-Orsoy. De K. ös voll, der Büəl (Beutel) ös voll, mer gonnt mot Freud nohem (de Lompe sönd zerröusse)! Waldbeerld. Monsch-Witzerath. Et Kännche krige einen Schnaps trinken Dür. Sagt jmd. ‘ek kann nit’, dann erfolgt die Antw.: Sett de K. derner (darnieder) en nehm de Ler (Leiter)! Emmerich, — en nehm et Mengele (½ Kanne) Rees, Klev, — un nehm de Kruken (Krug) MülhRuhr, Sol-Merschd; hol die K. in die Hand! Saarbr; sett de K. an de Kant en nehm de Hand! Emmerich; du moss de K. stonn lote (lassen) (hinsette) on de Töt (Kanne) nehme Düss-Vollmerswerth. De hät et Wort on de K. hat etwas dreinzureden, hat ein gutes Mundwerk, führt das Regiment Eusk, Bergh, Aach, Eup, Monsch. De het K.ən gemat (gemacht) hat O-Beine Gummb-Nümbrecht. Ze dep (tief) en de K. sehn saufen Rip, Allg. Es de Dronk (Drank, Fusel Klevld) em Mann, es de Verstangk (Wisheit Klevld) en de K. NBerg, Mörs, Klevld. As gej et Onderste üt de K. wellt häbbe, schleht ouw den Deckel (et Ledd) op de Nös (Nase) Klevld; de et letz us der K. krit (drink), dem schleiht der D. op de N. Köln-Stdt. Der Trinker grippt eher no de K. als no de Tass Mörs-Rheinbg. De dörsche (dreschen) on wanne (mit der Getreidewanne), drenken Water met K.ə; die geliehrt häbbe Latin, drenken de Win Geld-Wachtendonk. — Im Kinderspr. Hopp, Mariänneke, Bier in et Känneke, Fusel is min Lewe; komm ek dann in den Hemel niet, komm ek doch dornewe! Emmerich. Et wor e Männke, kroəp (kroch) en't Kännke, kr. et wiər herut, du woər et Stöcksken (Verzällche, Vertällsel) ut MGladb, Geld, Rip. Pittermännche, wat kos (kostet) et Kännche! Jül-Hasselsw. — b. Massinhalt; 1 K. = 2 Hälfchen = 4 Penkte oder Schobben = 8 Möss-cher = 1 l; en Kännchen = ¼ Schobben = ⅙ l ( l,  l, ⅛ l) Rip, Nfrk; in folg. Reihenfolge: 1 K. = 1 l, e Hälfke (Mengele) = ½ l, ene Schobbe (Pent, Ort) = ¼ l, en half Ort = ⅛ l, e Mötsche (Mass) = ⅛ l ( l) (s. d. W.); en K. = 10 l irdenes Gefäss, ½ K. = 5 l Dür-Langerwehe; die alte Dürener K. = 1,534 l = 4 Pinten zu je 4 Mäss-chen; die Aachener K. = 1,1331 l; ¼ Scheffel = 7 K. 2 Ort Mörs. RA.: He drenkt (süppt) en K. on en Ort ist Gewohnheitstrinker Barm. — c. besondere K.; steinerne K. = 1 l Inhalt für Bier, mit vier Stück Zucker verrührt, für eine Person Mörs [K. war früher das allg. Gemäss für Bier; man holte das B. mit der K. aus dem Keller u. bestellte in der Wirtschaft eine K. oder ½ K.; man schüttete das B. aus der K. in kleine Gläser Selfk]; et Kännche Wasserbehälter der Barbiere Aach-Stdt; et Kännche schlechthin das Milchkännchen auf dem Tische Allg.; de K. schlechthin die Giesskanne. — 2. übertr. a. kęnnəkəs Hyazinthen Mörs. — b. hetzig Kännchen kleiner, zorniger Mann Koch-Lutzerath.
4085 Zeichen · 107 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KANNEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    KANNE swf. kanne. ahd. channa Graff 4,449. cantarus sumerl. 4,1. voc. o. 7,126. sich vergôʒ dâ selten mit dem mete der z…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kanneF., M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    kanne , F., M. nhd. Kanne, größeres Gefäß zum Einschenken, Schankgefäß, geeichte Kanne als Schankmaß, Gefäß zur Aufbewah…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kanne

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Kanne , plur. die -n, Diminut. das Kännchen, Oberd. das Kännlein, überhaupt, ein jedes hohles Gefäß, wo es doch nur …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kanne

    Goethe-Wörterbuch

    Kanne apokopiert -nn’ 13 1 ,213,13 1 krugartiges Gefäß für Flüssigkeiten, mit Henkel, Ausguß (u Deckel); bes ‘K. Bier/We…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kanne

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Kanne , Flüssigkeitsmaß von sehr verschiedenem Inhalte, von 40—122 Par. Kubikzoll.

  6. modern
    Dialekt
    Kannef.

    Lothringisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Kanne [khànə Ri. Hom. Ha. Rom. ; khânə Mtsh. ] f. Kanne. Demin. Kännel.

  7. Sprichwörter
    Kanne

    Wander (Sprichwörter)

    Kanne 1. Alle Kannen und Kübel sind hohl. Von dem, was keinem Zweifel unterliegt, was gewiss und allbekannt ist. 2. Aus …

  8. Spezial
    Kanne

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kan|ne f. (-,-n) 1 (Gefäß mit Henkel und Schnabel) ola (oles) f. 2 (Milchkanne) condla dal lat f. ▬ die Kanne rinnt la c…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kanne

348 Bildungen · 178 Erstglied · 170 Zweitglied · 0 Ableitungen

kanne‑ als Erstglied (30 von 178)

Kanne(n)baum N

Idiotikon

Kanne(n)baum N. Band 4, Spalte 1239 Kanne(n)baum N. 4,1239

Kanne(n)stuel

Idiotikon

Kanne(n)stuel Band 11, Spalte 304 Kanne(n)stuel 11,304

Kannebett

ElsWB

kanne·bett

Kannebett , Kambett [Khànəpèt Dunzenh. Ingenh. ; Khònəpèt Wh. ; Khàmpèt jüd. Avolsh. ] n. Kanapee, Sofa. — Seite 445.

Kannebē

Idiotikon

Kannebē Band 3, Spalte 309 Kannebē 3,309

kannebōrt

KöblerMnd

kannebōrt , N. nhd. Bord für Kannen, Gestell für Gefäße Hw.: s. kannenbōrt E.: s. kanne, bōrt (3) L.: MndHwb 2, 514 (kannenbôk/kannebōrt)

kannefas

DWB

kanne·fas

kannefas , m. 1 1) segeltuch, ungebleichte hanfleinwand, jetzt auch ein zeug aus flachs und baumwolle, cannefasz Rädlein, Frisch 1, 163 c , …

Kannefaß

Campe

kanne·fass

Х Der Kannefaß , des — sses, Mz. die — sse . 1) Eine Art flächsener, roher ungebleichter Leinwand, zum Unterlegen und Steifen bei den Kleide…

kannefassen

DWB

kanne·fassen

kannefassen , adj. zum vor.: ich setzte geschwinde eine gebürgische kornette auf und zog einen kannefasznen schlafpelz an. Gellert 6, 284 ; …

kannegē¹teren

WWB

kanne-gē¹teren V. „vom engsten Gesichtskreis über Staatsangelegenheiten sprechen“ ( Lst Ge).

Kannegießer

Pfeifer_etym

kanne·giesser

Kanne f. ‘krugartiges Gefäß mit Ausgußröhre’, ahd. kanna (11. Jh.), mhd. kanne ist etymologisch nicht sicher geklärt. Wahrscheinlich ist das…

Kannegießer, Karl Ludwig

Meyers

Kannegießer, Karl Ludwig , verdienter Übersetzer, geb. 9. Mai 1781 zu Wendemark in der Altmark, gest. 14. Sept. 1861 in Berlin, studierte in…

kannegießern

Pfeifer_etym

kanne·giessern

Kanne f. ‘krugartiges Gefäß mit Ausgußröhre’, ahd. kanna (11. Jh.), mhd. kanne ist etymologisch nicht sicher geklärt. Wahrscheinlich ist das…

Kannegießer

Herder

Kannegießer , Karl Ludwig, geb. 1781 in der Altmark, einige Zeit Professor zu Breslau, übersetzte den Dante, Beaumonts und Fletchers Dramen,…

kannegēter

KöblerMnd

kannegēter , M. Vw.: s. kannegētære*

kannegētære

KöblerMnd

kannegētære , M. nhd. Kannegießer, Zinngießer, Verarbeiter von Zinn und zinnhaltigem Metall, Verfertiger von Metallkannen und Metallmaßgefäß…

Kanneiker

MeckWBN

kann·eiker

Wossidia Kanneiker m. wie Katteiker Lu Ludwigslust@Groß Laasch GLaasch .

Kannelrohr

SHW

Kannel-rohr Band 3, Spalte 1085-1086

kannelforme

KöblerMhd

kannel·forme

kannelforme , sw. F. nhd. Kanne als Meisterstück Q.: DRW (1463) E.: s. kannel, forme W.: nhd. DW- L.: DRW

kannelgieʒer

Lexer

kannel-gieʒer stm. zinngiesser Np. 160 f. kandel gieʒer, cantrifex Dfg. 96 b . Tuch. 47,28 ;

kannelgiezære

KöblerMhd

kannelgiezære , st. M. nhd. Zinngießer, Hersteller von Kannen, Kannengießer Q.: NP (13./15. Jh.), NüP, Tuch E.: s. kannel, giezen (1) W.: s.…

kannelgieʒære

MWB

kannelgieʒære stM. Hersteller von Kannen, ‘Zinngießer’ ez ist auch gesetzet, daz kain canlgiezzer kaine canln noch flaschen noch schuͤzzelen…

kanne als Zweitglied (30 von 170)

Gießkanne

RDWB1

Gießkanne f nicht per ~ idiom. - не абы как идиом. , разг. , не лишь бы как идиом. , разг. , не как бог на душу положит идиом.

barbærekanne

KöblerMnd

barbærekanne , F. nhd. Barbierkanne Hw.: s. barbērærekanne E.: s. barbære, kanne L.: MndHwb 1, 146 (barbêr[er]kanne)

barbērærekanne

KöblerMnd

barbērære·kanne

barbērærekanne , F. nhd. Barbierkanne Hw.: s. barbærekanne E.: s. barbērære, kanne L.: MndHwb 1, 146 (barbêr[er]kanne)

bentkanne

MNWB

bent·kanne

bentkanne , s. bende, bendekanne, f. , Holzkanne (von bestimmtem Inhalt wie hd. Bandfaß?) . Wohl gekürzt für 4, 6 b. kanne, oder nach der be…

blikkanne

KöblerMnd

blik·kanne

blikkanne , F. nhd. Blechkanne Hw.: s. blekkanne E.: s. blik (3), kanne L.: MndHwb 1, 294 (blik)

boltkenkanne

KöblerMnd

boltkenkanne , F. Vw.: s. boltenkanne

bērkanne

KöblerMnd

bēr·kanne

bērkanne , F. nhd. Bierkanne E.: s. bēr (1), kanne W.: s. nhd. Bierkanne, F., Bierkanne, DW 1, 1824, DW2 5, 200? L.: MndHwb 1, 221 (bêrkanne…

bōmkanne

KöblerMnd

bōmkanne , F. nhd. Baumkanne, hölzerne Kanne E.: s. bōm, kanne W.: s. nhd. (ält.) Baumkanne, F., Baumkanne, hölzerne Kanne, DW 1, 1193? L.: …

deckelkanne

DWB

deckel·kanne

deckelkanne , f. hölzerne kanne mit festem deckel, niederd. klippkanne, fries. klipp, von dem klappenden niederfallen des deckels. ebenso

dingeskanne

KöblerMnd

dinges·kanne

dingeskanne , F. nhd. „Dingeskanne“ (1 Schock G. aus rotem Ahorn- oder Espenholz für 1 Orttaler) Vw.: s. ge- E.: s. dinc (1), kanne L.: MndH…

füllkanne

DWB

fuell·kanne

füllkanne , f. 1 1) eine unten breite hölzerne kanne zum füllen oder vielmehr auffüllen des bieres, weines u. s. w. Amaranthes frauenzimmerl…

gêt(e)kanne

MNWB

gete·kanne

gêt(e)kanne , f. , Gießgefäß, „ de sülveren g. up unsem altare ”.

Gießkanne

Pfeifer_etym

giess·kanne

gießen Vb. ‘Flüssigkeit ausfließen lassen, mit Wasser tränken, eine flüssig gemachte Masse, Geschmolzenes in eine Form schütten’. Das gemein…

gōdeskanne

MNWB

gode·s·kanne

° gōdeskanne , f. , Kanne für den als Almosen gereichten Trunk.

gētekanne

KöblerMnd

gētekanne , F. nhd. „Gießkanne“, Gießgefäß E.: s. gēten, kanne W.: s. nhd. Gießkanne, F., Gießkanne, DW 7, 7418 (Gieszkanne)? L.: MndHwb 1/2…