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Höhle

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Adelung
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Höhle

Bd. 2, Sp. 1254
Die Höhle, plur. die -n, Diminut. das Höhlchen, des -s, plur. ut nom. sing. ein leerer Raum in dem Innern eines Körpers, und in weiterer Bedeutung, eine sehr vertiefte, sehr eingebogene Stelle einer Fläche, im gemeinen Leben eine Hohlung; besonders so fern sie dazu dienet, etwas darin zu verbergen. Der Rumpf des menschlichen Leibes bestehet aus verschiedenen Höhlen. Die Brusthöhle. Die Höhlen an den Knochen, die halb runden Vertiefungen an den Gelenkbeinen. Die Höhlen der wilden Thiere, ausgehöhlte Stellen in der Erde, sich darin zu verbergen. Am häufigsten sind hohle Stellen oder leere Räume in dem Innern der Erde oder der Berge unter dem Nahmen der Höhlen bekannt. Sich in eine Höhle verkriechen.[] In dem Stande der Wildheit wohneten die Menschen in den Höhlen der Berge und Felsen. In dem Bergbaue ist die Höhle ein halb rund ausgehauener Baum, ein Trog von einem gewissen Maße, das Erz darin fortzuschaffen. Gemeiniglich hält eine solche Höhle 16 Centner, oder 34 Körbe, oder 8 Karren. Anm. Bey dem Notker und Willeram im ungewissen Geschlechte thaz Hol, und im Plural Holer, bey dem Ulphilas Holund, im Nieders. Holl, welches aber auch ein jedes Loch bedeutet, im Angels. Hole, Hale, im Dän. Hule, im Schwed. Hol, welches so wohl eine Höhle, als einen Hügel bedeutet, im Engl. Hollow, wo Hole ein Loch ist, im Lettischen Ula. Es ist noch ungewiß, ob es zunächst von dem vorigen Worte hohl oder zunächst von hehlen, bedecken, verbergen, herstammet, zumahl da der Begriff der Verbergung in vielen Fällen sehr merklich ist. Allein beyde Wörter sind im Grunde sehr nahe verwandt. Das Nieders. Kuhle, eine Grube, gehöret gleichfalls dahin. S. auch Hölle.
1662 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Höhle

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Höhle , plur. die -n, Diminut. das Höhlchen, des -s, plur. ut nom. sing. ein leerer Raum in dem Innern eines Körpers…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Höhle

    Goethe-Wörterbuch

    Höhle mehrf (bes in der Frühzeit) ‘Höle’, -oe- AADiv3,184,2 Plp ; Kleinschr Tgb 12. u 13.7.77 1 (größerer) Hohlraum in d…

  3. modern
    Dialekt
    Höhl(e)

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Hö h l(e) , Hüle [Hìlə Pfast. ; Hél Obhergh. Logelnh. Scherw. Str. K. Z. ; Héal Kindw. ; Hìəl Bischw. Zinsw. ] f. Höhle;…

  4. Sprichwörter
    Höhle

    Wander (Sprichwörter)

    Höhle 1. Bis die Höhlen dreimal mit Schnee gefüllet sind, weht immer noch der Winterwind. ( Eifel. ) – Schulfreund, 83, …

  5. Spezial
    Höhlef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Höhle , f полость , ж [anat.]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hoehle

62 Bildungen · 52 Erstglied · 10 Zweitglied · 0 Ableitungen

hoehle‑ als Erstglied (30 von 52)

höhlegruft

DWB

hoehle·gruft

höhlegruft , f. : in Cyperns rauhen höhle-grüften, vom meergott nicht verschüttet, vom seismos nicht zerrüttet. Göthe 41, 173 .

Höhlele

ElsWB

hohl·ele

Hö h lele [Hélələ Lobs. ] n. kleiner Hohlweg.

höhlenartig

GWB

hoehlen·artig

höhlenartig von fensterlosen Häusern B26,58,16 August 22.7.15 Christiane Schulz Ch.S.

Höhlenbewohner

Campe

hoehlen·bewohner

○ Der Höhlenbewohner , des — s , d. Mz . w. d. Ez; die Höhlen= bewohnerinn, Mz. die — en , Menschen, welche in Höhlen wohnen, welche also no…

Höhlenburg

Meyers

hoehlen·burg

Höhlenburg , zu einer Burg ausgebaute Höhle, wie z. B. das Puxer Loch in Steiermark und Kronmetz in Tirol. Vgl. Piper , Österreichische Burg…

Höhlenfauna

Meyers

hoehlen·fauna

Höhlenfauna ( Grottenfauna ), die Gesamtheit der in Höhlen lebenden Tiere, die ganz verschiedenen Ordnungen angehören. Für die H. kommen nur…

Höhlenfisch

Meyers

hoehlen·fisch

Höhlenfisch ( Amblyopsis spelaeus Dekay ), ein Fisch aus der Familie der Heringsfische und der Unterfamilie der Kehlafter ( Heteropygii ), 1…

Höhlenflora

Meyers

hoehlen·flora

Höhlenflora , die in unterirdischen Räumen gedeihenden Gewächse. Durch ihr Lichtbedürfnis sind alle chlorophyllhaltigen Pflanzen bis zu den …

höhlenforscher

DWB

hoehlen·forscher

höhlenforscher , m. : wir krochen ins freie, wie höhlenforscher auf dem bauche in die schimmernden höhlentempel. J. Paul Nep.-kirche 147 .

höhlenfund

DWB

hoehlen·fund

höhlenfund , m. fund der in höhlen gemacht wird; in neuester zeit namentlich in bezug auf die entdeckung vorweltlicher thierüberreste in höh…

höhlengast

DWB

hoehlen·gast

höhlengast , m. : eben waren mittags kirche und gruft — vielleicht weil man dem neuen sterbenden höhlengast raum vorbereitete — offen gelass…

Höhlengräber

Meyers

hoehlen·graeber

Höhlengräber , bei den steinzeitlichen Völkern Europas, aber auch bei einigen Kulturvölkern des Altertums übliche Art der Beisetzung Verstor…

höhlenkloster

DWB

hoehlen·kloster

höhlenkloster , n. kloster das in höhlen angelegt ist: die hostienbäckerei des berühmten höhlenklosters zu Kiew. preusz. jahrb. bd. 20 s. 30…

hoehle als Zweitglied (10 von 10)

Lasterhöhle

RDWB1

Lasterhöhle f geh. вертеп книж.

Augenhöhle

Adelung

augen·hoehle

Die Augenhöhle , plur. die -n, die Öffnung in den Knochen des Kopfes, in welcher das Auge liegt, und welche von sieben zusammen stoßenden Kn…

Bärenhöhle

LDWB2

baeren·hoehle

Bä|ren|höh|le f. (-,-n) ander dles laurs m. ▬ Bärenhöhle der Conturines ander dles laurs de Conturines m.

Brusthöhle

Adelung

brust·hoehle

Die Brusthöhle , plur. die -n, in der Zergliederungskunst, der obere hohle Raum in den thierischen Körpern zwischen den Schlüsselbeinen und …

erzhöhle

DWB

erz·hoehle

erzhöhle , f. , kasten oder truhe, karren zum fahren des erzes in die schmelzhütte. Hertwig 121 a .

pfeilhöhle

DWB

pfeil·hoehle

pfeilhöhle , f. sagittalis sinus, höhle unter der pfeilnaht. Nemnich 3, 434 .

raubhöhle

DWB

raub·hoehle

raubhöhle , f. spelunca latronum Frisch 2, 90 c . vgl. räuberhöhle .

zahnhöhle

DWB

zahn·hoehle

zahnhöhle , f. 1 1) die höhle im kinnbacken, worin die zahnwurzel steckt, alveole Adelung, daneben in älterer sprache zänhöle, dentium cava …