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gülte

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gülte f.

Bd. 9, Sp. 1074
gülte, gilte, f. , zahlung; schuld; abgabe; einkommen; wert. form und verbreitung. 11) aufs deutsche beschränkte -jō - ableitung zur tiefstufe des verbums gelten, vgl. Willmanns 2, 249; neben gülte ohne umlautbezeichnung gulte, bes. obd. gulte (: enschulte) Stricker Daniel 4049 R.; j. Titurel 1766; (1290) Züricher urkdb. 6, 83; ebenso md. gulte weist. 6, 69 neben gulde und gülde, s. unten; bis zur mitte des 16. jh. belegt, s. Knebel chron. v. Kaisheim 80 lit. ver.; österr. weist. 10, 9, 4. apokopiert gült und gult, vor allem obd.: meiner gulht (1293) württemb. urkdb. 10, 196; gült (1347) stadtrecht v. München 88 Auer; der gult (15. jh.) tirol. weist. 2, 211, 13; [] in den modernen obd. maa. vorwiegend gült; öfter auch auf md. gebiet: umbe gult (1330) achtbuch von Eger 243 Siegl; rent und gült Luther 24, 8, 17 W.; gult (um 1600) bei Knothe schles. ma. i. Nordböhmen 274. vereinzelt erweichung des dentals: umbe deheine gülde Schwabenspiegel 27 W.; von ... gülden und zinsen Aventin 4, 43, 6 L. nd. gulde seit dem 13. jh., vgl. Schiller-Lübben 2, 164 f. tins unde gulde Sachsenspiegel 2, 1, 489 H.; schulde und gulde Schottel teutsche haubtspr. 784; ebenso md. im 14. und 15. jh.: die gulde (1326) hess. urkdb. 2, 369; bes. ostmd.: gulde K. v. Heinrichau 387 Gusinde; urkdb. v. Freiberg i. S. 3, 29 (14. jh.); Elisabeth 6806 Rieger. vereinzelt md. u. nd. gülde: gülde neben gülte (13. jh.) Nürnberger polizeiordn. 16 lit. ver.; mit guylde (14. jh.) hansische geschichtsqu. 3, 112; gülde bei Jelinek mhd. wb. 336. 22) neben den formen mit -ü- und -u- stehen solche mit -i-, gilte, gilt, bes. schwäbisch: gilte (1282) urkdb. d. stadt Freiburg i. Br. 1, 95 Schreiber; zwanzig viertel roggen gilts (1402) bei Fischer schwäb. 9, 914; so heute auch mundartlich, s. Fischer 3, 915; gilten (acc. plur.) L. Aurbacher volksbüchlein (1835) 132; auch elsässisch gilt Murner narrenbeschwör. 95 ndr.; gilte (dat. sing.) Wickram 1, 195 Bolte; kilt bei Martin-Lienhart 1, 218a und schweizerisch seit 1462 bei Staub-Tobler 2, 266 ff.; gildenvogt Ulr. Bräker s. schr. 1 (1789) 53; ebenso bair.: a. d. j. 1404, 1608 bei Lori bergrecht 17a; 436b; güeter und gilten (16. jh.) österr. weist. 6, 353, 34; gilt voc. 1618 bei Schmeller-Fr. 1, 909; mit starken gilten Äg. Albertinus Lucifers kgr. 146 Liliencron; Steub drei sommer 2, 357; md.: gilte (15. jh.) bei Diefenbach gloss. 488b; di gilt J. Ayrer dramen 5, 3181 Keller; gilte Haltaus 723; Chomel (1750) 4, 1092; vgl. auch die composita giltbar, giltbarkeit (oben sp. 1074) giltbrief, -geber, -nehmer, -pflichtig, giltenregister, giltzeit (unten sp. 1081 ff.) bei md. autoren. gilde neben gulde bei Nic. v. Jeroschin 9413 Str. und 9149, neben gülde bei Stieler 658, ebenda gildebrief, gildbar. die dichte der -i-formen vor allem in entrundungsgebieten (schwäb. bair. md.) läszt gilte, gilt als secundär entrundetes gülte gult erscheinen; da aber auch der entrundung abgeneigte gebiete an ihnen teilhaben (Nürnberg, Schweiz), bleibt auch j-bildung von der e-stufe des verbs zu erwägen; selbst rundung eines ursprünglichen gilte > gülte und damit gegenseitige vermischung beider bildungen könnte stellenweise eingetreten sein. siehe auch gültig und giltig unten sp. 1084 ff. 33) in der form gult, gült, gilt, vielleicht unter einflusz von gelt, geld, im alem. gelegentlich als stark flectiertes m. und n. gebraucht: das gült Appenzeller landb. (1409) bei Staub-Tobler 2, 287; als n. noch in Wallis ebda 2, 285 (die ansetzung gült stn. Lexer 1, 1116 ist ein miszverständnis). m.: ein gült ... der war 90 fl. reinisch (Augsburg 15. jh.) chr. d. dt. städte 5, 75; umb ein zimblichen gult bei Fischer schwäb. 3, 914; Tobler appenz. 332; güld, gült, m., Rädlein sprachsch. 1, 415b; m. oder n.: zwanzig viertel roggen gilts (1402) Fischer schwäb. 3, 914; zum gmeinen gult (1633), mit dem fahrenden gült (1741) bei Staub-Tobler 2, 287. — die starke flexion des pl. vereinzelt wohl noch bis ins 16. jh.: die frücht und gülte N. v. Wyle translationen 178 lit. ver.; ire anligende gült und güeter (1572 steir.) österr. weist. 10, 200; schwache flexion des pl. seit dem 14. jh.: die gülten, die ich schuldig bin (1313) bei J. A. Brandis gesch. d. landeshauptl. v. Tirol 50; die gulten und die gueter (1480) Zür. stadtb. 3, 229; im pl. vereinzelt (attrahiertes?) gülter: alle, die güter und gülter auf dem lande haben (1471) in forschg. z. verfass.- und verwaltungsgesch. d. Steiermark 7, 30. übernommen ins mittellat. als gulta seit dem 13. jh. du Cange 4, 138a. ins östl. mnl. im 14. jh. als gulde Verwijs-Verdam 2, 2209. 44) zuerst im mhd. seit anfang des 13. jh.: Walther v. d. Vogelweide 100, 26; Gotfrid v. Straszburg 355, mit dem 17. jh. allgemein zurücktretend, nur im alem. in einzelbedeutungen mundartlich lebendig geblieben; im schweizerischen von der rechtssprache bei der neuen civilgesetzgebung [] (1912) wieder aufgenommen, vgl. Fr. E. Meyer d. schuldrecht d. dtsch. Schweiz (1913) 6; daneben seit der wende zum 19. jh. mit archaischem klang in der geschichtsschreibung und historischen dichtung. bedeutung und gebrauch. AA. gülte entspricht in der bedeutung im allgemeinen dem älteren und verbreiteteren gelt, s. teil 4, 1, 2, 2889 ff. und bezeichnet wie dieses eine zu leistende zahlung oder abgabe, die sich von seiten des empfängers als eine einnahme darstellt, vgl. A 4. dieses gegenseitigkeitsverhältnis beruht in der regel auf einer ständischen abhängigkeit oder rechtlichen verbindlichkeit verschiedener art. nur selten allgemeiner auszerhalb einer solchen besonderen beziehung, so als 'kaufpreis, bezahlung' schlechthin: do si (die brüder Josephs) kamen wider hein und ir korn entladin begunden, das si in ir secken fundin die gülte ... Rudolf v. Ems weltchr. 7710 E.; als 'abschlagszahlung': (für) ein erbe (einen städtischen besitz) ... sal her (der käufer) alle jor geben 10 (preusz. mark) uf ostern, so lange bis her beczalt. die erste gulde czu geben uf ostern 1403 handelsrechn. d. dt. ord. 34 Sattler; als 'gegenleistung', vgl.gelten 3 a und c, bildlich: ouch galt er (der gegner) im die arbeit mit sô rîcher gulte, daz er in niht enschulte Stricker Daniel 4059 Rosenh. innerhalb seines eigentlichen anwendungsgebiets, dem rechtlichen vorstellungsbereich, hat das wort fester umrissenen charakter. A@11) 'ersatz': wir ... globen (geloben) ..., daz wir dez selben silbers im ... schuldic sin ze rechter gulte (1272) urkdb. v. Basel 2, 52; vgl. ndl. ghulde ende verset hebben van hueren scade (1348) hans. urkdb. 3, 66. besonders 'schadenersatz, genugtuung' in der rechtsformel mit gulde unde (eder) mit rechte u. ä., entsprechend der mlat. formel iure vel solutione respondere, vom nd. ausgehend: dem kleghere mach he (der gegen ihn die waffe zog) beteren mit ghülde efte mit rechte (1346) westf. stadtr. 1, 3, 10; schaden unde smaheit ... vorantworden mit guilde eder mit rechte (14. jh.) hans. gesch. qu. 3, 112 (vgl. ebda 75; 82; 123); in Gelderschen urkdd. s. Verwijs - Verdam 2, 2208 f.; vereinzelt hd.: dut, der da beklaget ist, nicht gülte oder recht (wiederholt, im verfolg wechselnd mit gelt oder recht) (a. d. j. 1327) Lehmann chron. Spirens. (1698) 293a. A@22) 'geldschuld', vgl.geld 3 g, vorwiegend fürs obd. bezeugt, lebendig bis ins 16. jh., im schweizerischen noch heute, s. Staub-Tobler 2, 287; der früheste beleg ist nicht einheitlich überliefert: frô Welt, dû solt dem wirte sagen, daz ich im gar vergolten habe: mîn grœste gülte ist abe geslagen, daz er mich von dem brieve schabe. swer ime iht sol, der mac wol sorgen. ê ich im lange schuldic wære, ich wolt ê zeinem juden borgen Walter v. d. Vogelweide 100, 26 L., so in C gegenüber gelt in A; (im ablaszjahr Moses' sollte) ... nieman sinir gülte gern an sinin genoz Rudolf von Ems weltchr. 15423 E.; ez ensol nieman ouf den andern invarn noch leisten (einlager halten) umb dhein gült, diu hinder zehen pfunden ist (1281) mon. Germ. hist. leg. sect. IV, tom. 3, 270; von nöthen miner gulht (urgente me debitorum meorum onere) han (ich) verkaft min aigen (1293) württemb. urkundenbuch 10, 196; man sol nieman lenger halten (festsetzen in haft) umbe gülde wan ahtage Schwabenspiegel 230 Wackernagel; der konvent waz komen in grosz gülte Seuse dt. schr. 15 Bihlmeyer; wan eyn mann on liberben abgat, so soll das farend guot das gült gar zalen Appenzeller landb. (1409) bei Staub-Tobler 2, 287; [] (wer dem gericht die benutzung eines unrechtmäszigen weinmaszes anzeigt,) der ist von demselben wirt ledig und los aller der gult, die er zu im vertrunkchen hiet (15. jh.) tirol. weist. 2, 211, 13; das stift was in groszer gült an christen und juden, es war urliugs wegen in so grosze gült gefallen (16. jh.) Wig. Hund metrop. Salisburg. (1582) 2, 206; in formelhafter verbindung: wann wir und unser stat Auspurg in grosz gült und schulde gevallen warn vor manigen jaren her (1363) chr. d. dt. städte 4, 158; der muz einen eit in dem rate tun, daz er von keiner gult noch schult wegen nicht entwichen sei, und muz, den er schuldig ist, ir gelt verpürgen, vergewissen und gelten (1400) stadtgesetze von Eger 16 Khull; schulde und gulde richten cognoscere de causis civilibus et pecuniariis Schottel haubtsprache 784. A@33) 'abgabe', die am stärksten entwickelte bedeutung von gülte neben dem älteren gelt, geld, s. teil 4, 1, 2, 2891. A@3@aa) zunächst eine leistung von untertanen oder unterworfenen an den herrscher, auch als tribut: die stete muosen sich ergeben und lœsen ir guot unde ir leben, reht alse liep als ez in was, unz er (der sieger) zesamene gelas gülte unde guotes die craft Gotfrid v. Straszburg 355 R.; nû hât mich angest unde leit, kumber, nôt unde arbeit dur grôze gülte ergriffen Rudolf v. Ems Barlaam 124, 21 Pfeiffer, mit beziehung auf: daz er solde dô zestunt umbe zehentûsent phunt ze rehte vor dem keiser stân 121, 26; da von sie (die christen) uns (den heiden) hiut ze zinsen müezen lîp unde leben unt gülte von ir lande ... lân Lohengrin 5060 Rückert; ich (der könig) schaff mit üch, das ir mir gült und rent geben (tributa ut exhibeatis ac vectigalia tribuatis) Steinhöwel Äsop 64 Oesterley; si mussen auch den Saracenen tribut oder guldt geben Bernhard v. Breidenbach hlg. reyszen n. Jherusalem (1486) 93b. A@3@bb) von der obrigkeit auferlegte steuer, vgl. gelt 3 c, census, vectigal: die gemeinde amptlüte hat, die zölle und ander gülte nement în Kunrat v. Ammenhusen schachzabelb. 16723 Vetter; (die bürger Augsburgs behaupten,) daz die stat also nit beliben mocht aun gült und ungelt si müst verderben (1397) chr. d. dt. städte 4, 109, 13; gult, die er (ein auswärtiger) in dem markt gelten (bezahlen) solt, die soll er van derselben hab gelten (1408) österr. weist. 10, 266, 18; unser lieben geteuwren ... in unser stat Wertheim jerlichen mit groszen und sweren bethen, steuern, zinszen, gulten ... beswert und überladen seint (1437) oberrhein. stadtr. I 1, 27; die weltliche oberkeit musz ... schosz, zinsze, gült und renthe auf die unterthonen schlagen J. Agricola teut. sprichw. (1534) l 1a; ghulde, de dat rike hevet to Lübeke (1318) Lüb. chr. 1, 209 Grautoff. A@3@cc) abgaben der bauern an ihre herrschaft (herrengülte), auch an geistliche, die in naturalien, vornehmlich getreide (korngülte) oder in geld (pfenniggülte) bestanden und meist jährlich zu leisten waren, vgl. gelt unter geld 3 a α: he desseme heren gaf den teinden penning der jarliken gulde Sachsenspiegel 2, 1, 452 Homeyer; deu Weide und Parkstein giltet anderthalbe hundert mutte (scheffel) und zweie mutte kornes und eine halbe mutte und sehzig mutte habern und drizig swein und zwaintzig pfunt Regenpsurger ze rehter gulte (13. jh.) mon. Germ. hist. leg. sect. IV, tom. 3, 629, 20 ff.; die bauren musten dem marggraven sweren, daz sie im die gült zu ewigen tagen reichen wolten (1449) chr. d. dt. städte 2, 148; wir sein von Schnigling herein eur mair und pringen euch zu gült oft kes und air fastnachtsp. 2, 567 Keller; die paurn ... beklagen und begern, das ... alle unzimliche wucher oder gult, sie sein gestift, waruf sie wöllen, [] ... ein erleichterung ... zu machen bei Baumann quellen z. gesch. d. bauernkriegs aus Rotenburg o. d. T. 134; wann bawren nicht weren und ihr gült, so wer ein bettelsack der edelleut schilt Fischart groszm. (1607) b 8a; die leibeigenschaften samt allen zöllen, accisen, zinsen, gülten und ungelten ... aufheben Grimmelshausen Simplicissimus 211 ndr.; in der verbindung zins und gülte, vgl. auch 3 d, 4 b: (es wird bestimmt,) das ieder seine zins und gülten seiner herrschaft ... zu der rehten zinszeit abrichte und bezale (16. jh.) tirol. weist. 1, 108, 3; darumb so geben die guter noch so viel an zinsen und gulten, als sie von alters haben getan weist. 6, 13 Grimm; diser baur muost zinsz und gült geben einem edelmann Val. Schumann nachtbüchlein 196 Bolte; als ich durch das gebirg nach den zinsen und gülten ging Immermann 3, 74 Hempel. neben alten dienst-, speciell lehnsverhältnissen beruhen die abgaben später auch auf pachtverträgen, dann gleichbedeutend mit grundzins, pacht: wie aim (bauern) ein gut geliehen werd umb ein zimblichen gult (1525) bei Fischer schwäb. 3, 914; pension, zins, gült, reichnus von einem glihenen acker oder sonst von einem guot Roth dict. m 4a; in lehengütern ... ist der lehnsherr schuldig, an der järlichen gült etwas nachzulassen, wenn das jahr unfruchtbar Lorichius v. weltl. ständen (1594) 2, 131; doch hoffe ich, er werde uns die heurige pacht erlassen ... allein er will mir nur die halbe gülte nachlassen Pfeffel pros. vers. 6, 63; als 'pacht' im els. heute noch lebendig s. Martin-Lienhart 1, 218a. A@3@dd) erstattungen aus liegenschaften als gegenleistung für eine durch den sog. gültekauf getätigte capitalsanlehnung, die an dem grundstück und nicht an der person des schuldners haftete, vgl. Blumer rechtsgesch. 1, 452 ff.; in dieser anwendung kommt gülte dem heutigen begriff von zins nahe: rechte gult soll auf grunden gemacht werden, die sind bleibend und nit erstörlich (1565) österr. weist. 1, 217; grundzins, daz gult heist ebda; vgl. auch wa einer gelihen hat uf heuser, acker, wisen, hölzer und doch gultweis die hauptsumma (das angeliehene capital) empfangen hat, verhofft ein gemein, das gut sein ledig und frei aller verpfendung bei Baumann qu. z. gesch. d. bauernkr. aus Rotenbg. o. d. T. 138; versäumte erstattung der gülte konnte pfändung nach sich ziehen: were ouch, dat se on dusser gulde nicht engeven ..., so mach (der geldgeber) dat sulve lant to sik nemen vor gulde unde vor gelt unde wat der gulde worde entseten, unde mach sin gelt daranne soken (1355) bei Schiller-Lübben 2, 165a; last ers (sc. des gottshausz underthan) aber anstehen 14 tag, ist er verfallen halbe gült, wie er von sein guet schuldig zu geben ist (1630) österr. weist. 9, 3, 112, 29. allgemeiner auch ohne diese bindung an ein grundstück 'zins für ein darlehen': anno 1345 verschreibt ime marggraf Ludwig um dreihundert dreisszig gulden anlehen zehen marckh Perner gült und sein haus ..., bis er die 330 fl. wider bezalt J. A. v. Brandis landeshauptl. v. Tirol 61; bes. in der wendung gülte kaufen, vgl. ein gelt kaufen teil 4, 1, 2, 2893 nr. 3 a γ und gültkauf unten sp. 1082: (es wird bestimmt,) dat men na desem daghe neine gulde mere kopen sal dan einen penninch vor viftein ebda; mit hundert gülden haubtgelds (capital) fünf gülden jährlicher gülten erkauft ... wird Schottel 528; in oder auf gülte(n) legen: hundert pund penninge, de se in ghulde hebben ghelecht (1366) bei Schiller-Lübben 2, 165a; der sein gold auf gülten legt, von güldgebers gnaden lebt Lehman floril. polit. 2, 928; oft auch hier zins und gülte: der viel zinsz und gülten an sich bringt, der dient einem papirenen und pergamentenen kalb Dannhawer catechismusmilch 1, 173; gott und dem acker ist gut auf wucher leihen, sie geben reiche zinsz und gülten Lehman floril. pol. 2, 928; das gebürende ... interesse und gült davon (d. i. von einem capital) (1630) Meichelberk histor. Frisingensis (1729) 2, 2, 379. [] man hat drei arten von gülteverhältnissen zu unterscheiden, die älteste: ewige zinszgülten, so benamset weilen der ansprecher (der gläubiger) zu keinen zeiten den schuldner zum ablösen des hauptguots halten und treiben mag (18. jh.) bei Staub-Tobler 1, 610; welcher hinfür sin gelt nit an ein gesatzte und, wie man spricht, ewige gült anlegen ... wil (1582) ebda 7, 1629; vgl. ewig gelt unter geld 3 a γ; auch eingelegte oder gattergült (vgl. gatterzins teil 4, 1, 1511), eiserne gülten, s. Westenrieder gloss. germ.-lat. 183; 221; sie waren bis zu beginn des 15. jh. auch von seiten des schuldners unablöslich; seitdem aber gibt es die ablosige gult vel zinsz redemptorius contractus (ende des 15. jh.) bei Diefenbach 488c; ablösige gülten oder renten reditus redimibiles Schottel haubtsprache 347: der, so daz gelt lichet und die gult kouft, umb daz houptguot oder den widerkouf nit manen mag, wie wol doch der koufer (so in d. hs.) den widerkouf und die losung tuon mag (1419) Zürcher stadtb. 2, 118; kein järlich gält, gilt umb uszgelihen gelt sol fürhin den klöstern geben werden, aber ein vogt und gericht sol ordnen zimliche zil, uf welch die schuldner daz houptguot abzalen oder ein stat das houptguot den klöstern darzelen und die gült zu inen nemen Eberlin v. Günzburg ausgew. schr. 1, 135 ndr.; (der handwerker) beschwernusz ..., gult abzulösen 1 ort (= viertelgulden) mit 5 fl. bei Baumann qu. z. gesch. d. bauernkr. aus Rotenbg. o. d. T. 2, 122; vgl. ebda 119. seit dem 16. jh. waren die gülten auch vom gläubiger aus aufkündbar, gleichzeitig dehnt sich der begriff gülte mit auf das die gülte begründende capital aus und kommt so dem modernen begriff 'hypothek' nahe: wer gelt umb zins uslychen wurd und im selbs vorbehalt, das houptguet inzezüchen, es sie über kurz oder lang, soll söllichs ein gült heiszen (1566) bei Staub-Tobler 2, 286; so hab ich mein hab und guot fast in zinsz und gilte, die ich dann, so ich will, in kurzer zeit zuo barem gelt machen (kann) Wickram werke 1, 195 lit. ver.; so in der Schweiz heute noch lebendig vgl. vordrist, hindrist, gueti, schlechti gülte 'hypotheken' Staub-Tobler schweiz. id. 2, 286; das gut war sehr grosz, sein ertrag bedeutend, und doch würde ohne gülten der bauer nicht haben bestehen können J. Gotthelf ges. schr. 1, 120. im schweiz. gülte auch die über sie lautende urkunde, der gültbrief (s. d.): gülti instrumentum, in quo debitor creditori certam summam spondet Schmidt-Tobler id. Bernense 34b; die verschreibung eines zinses heiszen wir gülten, die verschreibung einer hauptsumme aber schuldbrief (1763) bei Staub-Tobler 2, 286; die gült ... ist von Martini 1539 datiert, ein gutes altes wertstück G. Keller ges. w. 2, 102; in einer kleinen anzahl gülten, die in seines vaters truhe lagen E. Zahn helden d. alltags (1907) 113. A@44) 'einkommen'. diese bedeutung entwickelt sich auf grund des gegenseitigkeitsverhältnisses der gülte dadurch, dasz der leistende nicht genannt wird und statt dessen der empfänger in den vordergrund der vorstellung tritt, vgl. auch gelt 3 a β. A@4@aa) noch innerhalb der gegenseitigkeitsvorstellung in denselben anwendungsbereichen wie 3; entsprechend 3 a: es was ein grafschaft reich ... es hette da wol tausent marck gütter gulte alle jar Heinrich v. Neustadt Apollonius 20389 Singer; es hatt der chönig zu Persia mer gült von der stat Thabres dann der mächtigst chönig ... der christenhaitt Schiltberger reisetageb. 58 lit. ver.; König David hatte ... zween söhne und drei töchter, denen liesse er grosze gültes (l. gülten) oder einkommen M. Joach. Heller Franc. Alvares ber. v. Ethiopien (1566) 226; entsprechend 3 c: (er) het ... von einem dorf ein chleine gült, davon er sein dienär ... ausrichtet (15. jh.) A. v. Regensburg sämtl. w. 601 Leidinger; die gülten sind alle einkommen, so die herrschaft von ihrem vermögen einsammlet, darunter sonderlich die dienste der untertanen gehören Hohberg adel. land- u. feldl. 1, 53a; ich pfalzgraf Götz von Tübingen verkaufe burg und stadt mit leuten, gülten, feld und wald L. Uhland gedichte (1898) 1, 278. [] für geistliche pfründen: ein capelle ... besorghet (= dotiert) mit ghude unde ghulde (1407) Schiller-Lübben 2, 165a; sacerdotium des priesters gülti, die pfruond Dasypodius (1536) 206c; dem abt wird bestätiget, was an gütern, gülten oder jahrzeitstiftungen ihm sonst zusteht J. v. Müller sämtl. w. 22, 78. — gerade in dieser anwendung häufig in der verbindung mit rente, vgl. auch teil 8, 816: ich verkope ... twe hustegheden (-zehnten) mit aller rechtigkeit, tobehörige, rente, ghulde (1400) bei Mushard monum. nobil. ant. fam. 205; (Ulyssis ist) in järlichen gülten, renten und einnemen reicher gewesen dann ander zwanzig Schaidenreiszer Odyssea (1537) 59a; daz sie (die Frankfurter) in (könig) sin gulde und rente folgen lassin (1406) Frankf. reichscorrespond. 1, 130 Janssen; die genannten geistlichen ... solten ... ire güldt und renthen besitzen Sleidanus reden 64 lit. ver.; renten und gülten, die ihm sein mann und erblehen ... jährlich ertragen Moscherosch gesichte (1650) 2, 370; seltener gülte und gelt, vgl. auch unter b: den geitigen ligt ir herz auf acker und matten, auf güldt und gelt Keisersberg irrig schaf (Straszburg o. j.) h 2a. A@4@bb) allgemeiner, 'einkommen' ohne andeutung eines wechselseitigen verhältnisses: sîn (d. i. des milten küneges) hant vil manigem sîne gülte mêret bruder Wernher in v. d. Hagen minnes. 2, 233b; ähnlich Konrad v. Würzburg lieder u. spr. 18, 4 Schröder; do liz der edle vurste clar sich durch got irbarmin den kummir der vil armin (frau) und schuf ir gulde also vil, daz si an iris lebin zil davon di libnar mochte han Nic. v. Jeroschin 9413 Strehlke; min hus, min koste und min pfant stent alliu jar in gelückes hant, wenne ich gewisser gülte niht han H. v. Trimberg renner 18927 Ehrism.; ez schol ein ieclich burger verlosungen (= versteuern) ... alle gulte Nürnb. polizeiordn. 16 lit. ver.; gulde reditus Konrad v. Heinrichau 387 Gusinde; welcher hauszvater von gülten zu leben hat Lehman floril. polit. 1, 404; die ... unkosten sein mit jedes gülten zu aestimiren und also zu moderiren, dasz innerhalb der einkommener seien Schupp schr. (1663) 739. geläufige verbindungen: die täschenwitz nicht lenger gilt, on als lang man hat gelt und gült Fischart flöhhaz 506 Hauffen; es hat dise stat reich burger, die zum guoten teil leben von zinsz und gült Seb. Münster cosm. (1550) 140. A@4@cc) leibrente, die man sich für lebenszeit erkauft: Bartolomes ... hat geschickt (= verfügt), das man an sol legen dreihundert gulden und die gült dovon sol sein bruder ... nissen sein lebtag. ... das gelt haben die purger auf dem rothaus und geben alle jor davon zu zinsz 15 guld. (2. hälfte 14. jh.) chr. d. dt. städte 1, 66, 25; ein burger ... hett ein gült kauft von dem bistum, der was 90 fl. reinisch, die solt man im geben von dem zoll (1. hälfte 15. jh.) chr. d. dt. städte 2, 75, 3; corporei ein leibgeding, ein gült, die man eim sein leblang gibt Roth dict. e 2a. A@4@dd) uneigentlich: tätigkeit, fähigkeit, woraus man gewinn hat: (wenn sich die grobiane raufen) das ist der scherer gült und renten Scheit Grobianus 2314 ndr.; sprichwörtlich: ein handwerk, ein täglich gült sprichw. schöne weise klugr. (1548) 6a; min wiszheit macht mir zinsz und gült schweiz. schausp. d. 16. jh. 2, 143 Bächthold. A@55) landgut, secundär als bezeichnung eines ursprünglich wohl gültepflichtigen besitzes im steiermärk.-kärntn.: die gülten werden hier im herzogtum Steyr diejenigen landgüter genennet, so allein dem landsfürsten und anstatt seiner der löblichen landschaft dienstbar seynd ... aber [] sonsten frei und keiner andern particularherrschaft dienstbar I. Beckmann id. jur. (1688) 185; die gröszten (dominien) ... heiszen herrschaften, minder grosze güter ... noch kleinere heiszen gülten und ämter I. K. Kindermann repertor. d. steierm. gesch. (1798) 84; in älterer zeit vielleicht in dieser speciellen bedeutung schon in der verbindung gült und güeter: all, die gult und gueter auf dem landt hietten, solten geben halben teil aller irer gult (um 1500) J. Unrest chron. Austr. 569 in S. F. Hahn collectio monument. vet. (1724); der pfarr und kirchen ire anligende gült und güeter österr. weist. 10, 200, 10; ebda 199, 17; 6, 353, 34. BB. wert, geltung; bis ins 18. jh. hinein, zunächst: B@11) der reale wert von gegenständen: ... manig türe goltvaz, daz man gein hohir gülte maz Rudolf v. Ems weltchr. 29926 Ehrism.; (die hl. Elisabeth erhielt) ein hertes unde ein smehes cleit an gestelle (aussehen) dunkelvar unde an gulde snode gar Elisabeth 6806 Rieger; guld und güte der sachen Harsdörffer gesprächsp. 3, 344; vom geld: twintich mark gheldes lodighes silveres rechter gulde (1330) bei Schiller-Lübben 2, 165a; von der monze und iren gulten mon. Boica n. f. 2, 1, 14. B@22) seit dem 17. jh. allgemeiner: die abwürdigung der gülte ihrer schriften E. Francisci lust. schaub. (1698) 2 vorrede; meinungen ... von schlechter gülte ind.-chines. lustg. (1668) 1, 73; eine solche gülte hat der friede in sich, dasz auch die feinde dessen ... nicht entpehren können Lohenstein Arminius 1, 409b; juristisch mehr als 'geltung', wohl unter dem einflusz von gültig B 2, vgl. gültigkeit: es sollen ... alle andern brief und schriften kein gült noch kraft haben (1721) bei Staub-Tobler 2, 287. im spiel: basta ... bedeutet ..., dasz es in trefle und seiner gülte nach der dritte von oben Sperander ala modespr. 67b. CC. die compositionsbildung von gülte, gilte bevorzugt die form gult-, gült-, gilt-, gegenüber gulte-, gulten-, gilte-, gilten-; nur vereinzelt gildebriefe Stieler 658; bis auf gültgebig, -haftig, -pflichtig, -weise substantivcomposition, in der bedeutung A 3 zur bezeichnung des abgabepflichtigen besitzes (gültacker, -gut, -hof), der zinspflichtigen bzw. -heischenden personen (-bauer, -herr), des erstattbaren gutes (-frucht, -geld, -korn), der rechtlichen einrichtungen (-brief, -kauf). seit dem 14. jh. bezeugt; eine vereinzelte bildung des 13. jh. gehört zu A 1 (gultehaft). bemerkenswerte bildungen: gültacker: (es hat) keiser Augustus ein coloniam mit gultäckern reichlich versehen Werlichius augsburg. chron. (1595) 23; in flurnamen, s. R. Vollmann (1924) 48, els. heute noch 'verpachteter acker' Martin-Lienhart 1, 218b;
26457 Zeichen · 753 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gültestf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    gülte ( Gr. 1,675 ) stf. die zahlung, die der eine dem andern zu leisten hat. das wort wird sowohl in hinsicht dessen ge…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gülte

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Gülte , plur. die -n, ein nur noch im gemeinen Leben einiger Gegenden übliches Wort, ein jährliches und gewisses Ein…

  3. modern
    Dialekt
    Gültef.

    Pfälzisches Wb.

    Gülte f. : ' Abgabe (meist jährlich zu entrichten) '. (Sollte ich die Wette verlieren, dann) zahl doppelt die Gilt ich […

  4. Sprichwörter
    Gülte

    Wander (Sprichwörter)

    Gülte Von der Gülte gibt man keine Steuer. – Graf, 511, 193. Die Steuern waren zuerst Grundsteuern und wurden nach dem R…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit guelte

54 Bildungen · 11 Erstglied · 42 Zweitglied · 1 Ableitungen

guelte‑ als Erstglied (11 von 11)

Gültebrief

Adelung

guelte·brief

Der Gültebrief , des -es, plur. die -e, in einigen Gegenden, ein Verzeichniß der Gülten, oder Zinsen, welche man zu empfangen hat; das Gülte…

Gültebuch

Campe

guelte·buch

† Das Gültebuch , des — es, Mz. die — bücher , ein Buch, in welchem die empfangenen Gülten oder Zinsen verzeichnet werden; der Gültebrief, Z…

gülten

FWB

1. ›etw. wert sein, gelten‹.; 2. ›Zins, Steuer und Abgaben bezahlen‹.

gültenregister

DWB

guelten·register

-register : tobende bauern stürmten die schlösser der grundherren und verbrannten ... die zehnten- und giltenregister Treitschke dtsche gesc…

guelte als Zweitglied (30 von 42)

Ölgülte

Campe

† Die Ölgülte , Mz. — n , eine Gülte oder Abgabe von Öl, in Öl; Oleygulte . Oberlin.

fruchtgülte

DWB

frucht·guelte

fruchtgülte , f. in getreide zu entrichtender zins. Stieler 658 schreibt seiner thüringischen aussprache gemäsz fruchtgülde. vgl. DWB gülte …

geldgülte

DWB

geld·guelte

geldgülte , f. gülte in geld zu entrichten, im unterschied von fruchtgülte Adelung, praestatio pecuniaria, gältgült Maaler 155 a , gülte zu …

getreidegülte

DWB

getreide·guelte

getreidegülte , f. , alte bildung, die namentlich in mundartlichen formen auftritt. vgl. DWB fruchtgülte th. 4, 1, sp. 273, korngülte theil …

grasgülte

DWB

gras·guelte

grasgülte , f. , abgabe für wiesen- und weidenutzung, zu gras I C 2; vgl. DWB grasgeld : grasgült ( schwäb. 1447 u. ö. ) bei Knapp ges. beit…

gütergülte

DWB

gueter·guelte

gütergülte , f. , in älterer sprache ein auf ländlichem besitztum ruhender zins: daz der herren gute oder hube beswert wurden mit gudergulde…

habergülte

DWB

haber·guelte

habergülte , f. gezehnteter haber, franz. avenage. Frisch dict. des passagers (1730) 129 . denst, penninggulde, honergulde, havergulde und a…

Hellergülte

PfWB

heller·guelte

Heller-gülte f. : dass., vgl. PfWB Gülte . a. 1507: wo sie gulten haben, es sey gedeyther wein-, kappen-, habern- oder hellergulten, so hatt…

Honiggülte

Adelung

honig·guelte

Die Honiggülte , plur. die -n, in einigen Gegenden, eine Gülte, d. i. Zins, eine jährliche Abgabe, welche in Honig entrichtet wird; da denn …

Hubgülte

PfWB

hub·guelte

Hub-gülte f. : 'jährlich fällige Abgabe von der Hube 1'; vgl. PfWB Hub(er)zins . a. 1737: freyherr von Schleiffross hat einige hubgült von f…

Hühnergülte

PfWB

huhn·er·guelte

Hühner-gülte f. : 'Abgabe in Hühnern', vgl. PfWB Gülte . a. 1346: gense gülte, kappen gülte und hünre gülte [MüPfUrk. 2177]. BadWB Bad. II 5…

käsegülte

DWB

kaese·guelte

käsegülte , f. gülte, zins in käsen: junkherr, ich bring euch do kesgült. fastn. sp. 352, 9 ; so zinst, 'gildet' bei Höfer urk. 267 eine huf…

kastengülte

DWB

kasten·guelte

kastengülte , f. zins, zehend den der kastenbauer ans kastenamt entrichtet. Schmeller 2, 339 .

königsgülte

DWB

koenig·s·guelte

königsgülte , f. kunigesgulte, fiscale. voc. th. 1482 r 6 b , abgabe an die königliche kammer, in andern voc. 15. jh. fiscale, kuniges ungel…

korngülte

DWB

korn·guelte

korngülte , f. 1) kornzins. Stieler 658 , Frisch 1, 382 c , mhd. Scherz 818 , zwei malder corngulden Höfer urk. 143 , s. auch unter korngeld…

mitgülte

DWB

mit·guelte

mitgülte , m. mitbürge: der mitgült, expromissor, mitbürg Maaler 292 a ; ( alles ) so Ulrich der alt keller ab Oisten von dem Storchen von H…

pfenniggülte

DWB

pfennig·guelte

pfenniggülte , f. gülte, in geld zu entrichten, geldrente Schm. 2 1, 909 ( vgl. DWB geldgülte , pfenniggeld): du hast da so vil pfeninggült,…

rindergülte

DWB

rinder·guelte

rindergülte , f. abgabe, die in einer bestimmten anzahl von rindern besteht ( vgl. rinderzins): ze sant Martinstag rindergült. Seckinger urb…

sackgülte

DWB

sack·guelte

sackgülte , f. dasselbe wie sackzehnte, decimae granorum. Scherz 2, 1345 .

schafgülte

DWB

schaf·guelte

schafgülte , f. wie schafgeld, in älterer sprache. Lexer mhd. handwb. 2, 632 .

Ableitungen von guelte (1 von 1)

vergülte

BMZ

vergülte swv. gebe von einem gute die gülte. Schmeller 2,45.